Blog durchsuchen
Profil
Christian Reinboth ist Wirtschaftsinformatiker und Mit-Gründer der HarzOptics GmbH - einem auf die Photonik spezialisierten An-Institut der Hochschule Harz - sowie einer der Manager des Telepflege-Netzwerks TECLA. Neben der Arbeit studiert er seit 2009 Umweltwissenschaften an der FernUniversität Hagen.
Aktuelle Projekte
- AUBELE
- AL-MESS
- POF-LAB
- EE-GENO
- TECLA WZW
- TECLA NEMO
- Breitbandregion
- St. Andreasberg StarPark
Social Networking
Unterstützenswertes
Letzte Einträge
- Den Venustransit 2012 im Harz beobachten4 Kommentare· 14.05.12
- In eigener Sache: Eine kleine Bitte an hilfesuchende Studenten...3 Kommentare· 27.04.12
- Neues Blog-Projekt: Was macht gute wissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit aus?6 Kommentare· 25.04.12
- Was man in der Köthener Stadtverwaltung vom Artenschutz hält...12 Kommentare· 23.04.12
- Noch vier Tage abstimmen: Open Access und bessere Arbeitsbedingungen an Hochschulen9 Kommentare· 12.04.12
Kommentare
- geciktirici · 25.05.12 · 13:20 Uhr Langlebige Plastiktüten
- michb · 25.05.12 · 03:45 Uhr Regividerm im Selbstversuch - ein Erfahrungsbericht (Update: mit Umfrage)
- Jan Hattenbach · 24.05.12 · 23:13 Uhr Den Venustransit 2012 im Harz beobachten
- Christian Reinboth · 23.05.12 · 17:36 Uhr Fünf gute Gründe, die gegen das Projekt „Wurmberg 2015" sprechen
- Alraune ten Veer · 19.05.12 · 02:49 Uhr Neuschwabenland: Hitlers Basis in der Antarktis als Beispiel für moderne Mythenbildung
Blogroll
Lichtsmog-Blogs: Umwelt-Blogs: Wissenschaftsblogs:Kategorien
Archiv
- Mai 2012
- April 2012
- März 2012
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Frühere Beiträge
« vorheriger Beitrag · nächster Beitrag »
16.06.08 · 17:53 Uhr
Wie sicher sind Kinder im Internet?
Kategorie: Technik · Kommentare: 3
In der letzten Woche war ich beim Internationalen Bund - Zweigstelle Wernigerode - zu Gast, um vor Eltern zum Thema „Gefahren für Kinder im Internet" zu referieren. Das Interesse war - nun ja, sagen wir einfach mal es war bescheiden bis verhalten. Eigentlich schade, denn die Thematik an sich sollte alle Eltern interessieren.
Die Zahl der jüngeren Internetnutzer wächst ständig: Mehr als die Hälfte aller 6- bis 13jährigen ist regelmäßig per PC im Internet unterwegs, etwa ebenso viele Kinder in dieser Altersgruppe verfügen über internetfähige Mobiltelefone. In der „nächsthöheren" Altersgruppe der 14- bis 18jährigen findet man heute kaum noch Kinder oder Jugendliche ohne Zugang zum Internet.
Und obwohl man sich darüber streiten kann, ob denn ein 6jähriges Kind täglich surfen oder chatten muss, ist die Entwicklung als solche nicht unbedingt negativ. PC- und Internet-Kenntnisse sind in Schule, Studium und Beruf heute absolut unerlässlich - und Kinder, die ohne Zugang zu Rechnern oder zum Internet aufwachsen, werden diesen Umstand in ihrem späteren Leben wahrscheinlich verfluchen.
Man tut seinem Kind also kaum einen Gefallen, wenn man versucht, es von PC und WWW fernzuhalten - ganz abgesehen davon, dass bei irgendeinem Freund mit Sicherheit ein PC mit Netzzugang stehen wird. Die Gefahren, die gerade im Internet auf Kinder lauern, sollten Eltern aber ebenso wenig ignorieren. Und leider gibt es da einiges, angefangen bei Stalking und sexueller Belästigung über extremistische und gewaltverherrlichende Propaganda bis hin zu zahllosen, extra für Kinder aufgestellten Kostenfallen der Sorte „100 SMS gratis" (mit automatischem Abo in den AGB).
Nicht zu unterschätzen ist auch das Risiko für Eltern, selbst wegen der Verletzung von Urheberrechten juristisch belangt zu werden, wenn der Herr Sohnemann sich (ohne zu ahnen, was er da anrichtet) die neueste Britney Spears-Single herunterlädt. Und bei Familien-PCs, die sowohl zum Surfen als auch für das familiäre Homebanking eingesetzt werden, versteht es sich von selbst, dass man sensible Bankdaten vor eingeschleppten Trojanern schützen möchte.
Grund genug für Eltern, sich mit dem Thema Online-Sicherheit auseinanderzusetzen. Wer selbst Kinder hat oder Eltern kennt, kann den IB-Foliensatz gerne von meiner Webseite herunterladen und frei verteilen. Es sei angemerkt, dass es sich lediglich um einen einführenden Vortrag handelt, also nicht jede mögliche Gefahr umfassend behandelt wird. Wer sich besser informieren möchte, findet auf Webseiten wie Klicksafe, Akademie.de und der Polizei-Beratung weiterführende Informationen. 33% aller Kinder zwischen 6 und 13 Jahren beispielsweise wissen, was „Happy Slapping" bedeutet - allein schon deshalb sollten sich 100% aller Eltern für die Thematik interessieren.
Ein besonders großes Problem sehe ich übrigens im sorglosen Umgang mit persönlichen Informationen gerade durch Kinder und Jugendliche. Als Arbeitgeber (die HarzOptics GmbH konnte vor kurzem den zehnten Mitarbeiter begrüßen) kann ich nur sagen, dass die meisten der mir bekannten Personalentscheider bei Bewerbungen gerne auch mal „im Internet nachschauen" was über die betreffende Person zu finden ist.
Wenn man „Michael Müller" heißt ist das vielleicht kein Problem (obwohl es im Wohnort Niederkleckersdorf auch nicht so viele Michael Müllers geben dürfte), wenn man aber einen Namen mit größerem „Wiedererkennungswert" hat, dann sollte man aufpassen, denn mit einer Personensuchmaschine wie yasni ist vom Amazon-Wunschzettel über das Facebook-Profil bis hin zu zehn Jahre alten Gästebucheinträgen jede Webseite mit dem eigenen Namen schnell aufzufinden.
Alle Eltern sollten sich an diesem Punkt am besten einfach mal vorstellen, wie es auf den zukünftigen Lehrherren wirkt, wenn er sich von einer potenziellen Auszubildenden von Party-, Bikini- oder gar Komasauf-Fotos vom Facebook- oder SchülerVZ-Profil über die Death Metal-Bands auf der Amazon-Wunschliste bis hin zu hitzigen Beleidigungen in irgendeinem Online-Forum in Sekundenschnelle die ganze „Web-Identität" der Tochter (oder des Sohnes) auf den Bildschirm holen kann. Schnell zerstört ist da das in Lebenslauf und Anschreiben mühsam aufgebaute Profil - und auch das Foto vom betrunken über dem Abort hängenden Sprössling wird sich bestimmt tiefer ins Gehirn des Personalentscheiders einbrennen, als das beim Fotografen um die Ecke teuer bezahlte Hochglanz-Portraitfoto.
Auf etliche Vertreter der heute 6- bis 15jährigen Generation warten spätestens bei der Lehrstellensuche einige unangenehme Überraschungen. Da kein 12jähriger, der sich heute auf irgendeiner Party ablichten lässt, ernsthaft darüber nachdenken wird, ob diese Bilder ihn vielleicht in fünf Jahren mal die Lehrstelle kosten, liegt es an den Eltern ihre Kinder darüber aufzuklären, dass man vielleicht nicht alles von sich im Internet preisgeben sollte - egal wie „uncool" einen das in den diversen Social Networks auch macht.
Autor: Christian Reinboth· 3 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Kommentar schreiben
Top5
- Liebe Piraten, lasst uns endlich vernünftig miteinander reden!Astrodicticum Simplex· 14.05.2012
- Risikowahrnehmung: Wenn man vor den falschen Dingen Angst hatAstrodicticum Simplex· 20.05.2012
- Dr. h.c. im Sonderangebot für 39 Euro[sic]· 14.05.2012
- Die Erde dreht sich nicht um die Sonne...Astrodicticum Simplex· 12.05.2012
- Pi auf dem Einrad!Astrodicticum Simplex· 20.05.2012
Top5
- Liebe Piraten, lasst uns endlich vernünftig miteinander reden!Astrodicticum Simplex· 14.05.2012
- Klimaschmock des Monats Mai 2012Primaklima· 20.05.2012
- Gibt es ein "generisches Maskulinum"?Hier wohnen Drachen· 11.05.2012
- Sollten wir auf Fleisch verzichten?evolvimus· 11.05.2012
- Die kalte Sonne von Vahrenholt/Lüning: Le Trend, c'est moi!Primaklima· 16.05.2012
ScienceBlogs.com
- Doubt and other products: The National Toxicology Program's Report on Carcinogens, bad for whose business?by Elizabeth Grossman As it pursues its anti-regulatory agenda the ...The Pump Handle· 22.05.2012 · 16:39 Uhr
- Weekend Recap: My Annular Eclipse Expedition!A little more persistence a little more effort and what ...Starts With A Bang· 22.05.2012 · 00:11 Uhr
- Water, waterThis image has been going around the intertubes recently I ...A Few Things Ill Considered· 21.05.2012 · 22:59 Uhr
- To be or not to be? The Prevention and Public Health Fundby Kim Krisberg We will pay for this by taking ...The Pump Handle· 21.05.2012 · 15:19 Uhr
- An important revelation regarding Heartland Gate (global warming denialism)Peter Gleick has been cleared of faking a key memo ...Greg Laden's Blog· 21.05.2012 · 12:52 Uhr















Kommentare (3)
Guter Artike! Allerdings würd ich doch das Hören von Death-Metal Musik nicht unbedingt in eine Reihe mit Komasaufen und beleidigendem Verhalten im Internet stellen ;) Death-Metal mag zwar nicht jedermanns Geschmack sein - aber eine grundlegende Charakterschwäche stellt das meiner Meinung nach auch nicht unbedingt dar ;)
Die "digitale Freizügigkeit" der jüngeren Leute überrascht mich aber auch immer wieder. Im StudiVZ kann ich mehr über meine Studenten erfahren als während eines ganzen Semester voller Vorlesungen. Den meisten ist es aber überraschenderweise wirklich egal...
Vielen Dank für die Blumen! Ich würde Death Metal übrigens auch nicht mit Komasaufen gleichsetzen - aber der eine oder andere Arbeitgeber würde das vielleicht anders sehen. Mir ging es eher darum auszudrücken, dass die Kids jede Menge Infos ins Netz stellen, die man nie im Leben in eine Bewerbungsmappe aufnehmen würde....
Und ja, StudiVZ ist wirklich eine erstaunlich gute Informationsquelle. Im Vergleich zu dem, was bei Facebook, MSN und SchülerVZ teilweise zu finden ist, ist die Ausbeute aber noch eher harmlos. Der Himmel sei diesen armen Menschen gnädig, wenn es den Marktforschern eines schönen Tages gelingt, all jene Informationen im Sinne des zielgerichteten Marketings zu bündeln....
Der Beitrag ist zwar mittlerweile schon einige Monate her, aber wirklich sehr gelungen. Ich kann ebenfalls nur bestätigen, dass Sie sehr gut die Gefahren verdeutlichen. Mit dem gleichen Thema habe ich mich auch intensiv befasst und möchte nun auch handeln. Mit meiner kleinen Firma easy-it-solutions starte ich jetzt ein Projekt "SafePC" (Webseite: safepc.meineis.de). Es würde mich sehr freuen, wenn Sie sich das Projekt etwas anschauen würden und sich ggf. mal bei mir per Email melden könnten. Ich wäre wirklich sehr an einem kleinen Kommentar von Ihnen interessiert.