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Christian Reinboth ist Wirtschaftsinformatiker und Mit-Gründer der HarzOptics GmbH - einem auf die Photonik spezialisierten An-Institut der Hochschule Harz - sowie einer der Manager des Telepflege-Netzwerks TECLA. Neben der Arbeit studiert er seit 2009 Umweltwissenschaften an der FernUniversität Hagen.

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11.03.08 · 11:55 Uhr

Wissenschaftsblogs im Zeitungsformat

Kategorie: Kultur·Technik  ·  Kommentare: 8

Wer das altbewährte Zeitungsformat dem Lesen von Blogs am Bildschirm vorzieht, für den gibt es ein interessantes neues Tool. FeedJournal erstellt einen zeitungsähnlichen Reader aus all Ihren Lieblings-Wissenschaftsblogs (und natürlich auch aus anderen...).

Über einen Artikel in einem meiner momentanen Lieblingsblogs - dem Blog „Selbständig im Netz", das sich schwerpunktmäßig an Unternehmensgründer und Freiberufler aus der Technik-Sparte wendet - wurde ich kürzlich auf den Online-Service FeedJournal aufmerksam. Mit FeedJournal ist es möglich, eine individuelle Zusammenstellung von RSS-Feeds (wie sie bei Blogs üblich sind) in ein Zeitungsformat zu verwandeln und dann entweder als PDF am Bildschirm zu lesen oder eben auszudrucken und zum gemütlichen Lesesessel mitzunehmen.

feedjournal.gif

Das Intervall, in dem die eigene Zeitung "erscheint", lässt sich natürlich ebenso festlegen wie die Anzahl der Blogs beziehungsweise der Artikel pro Blog, die in jede Ausgabe Einzug finden. Insgesamt eine sehr schöne Software, auf die jeder begeisterte Blogleser ruhig mal einen Blick werfen sollte. Einen Schönheitsfehler hat die Sache allerdings: Bei sogenannten verkürzten RSS-Feeds, bei denen statt des vollständigen Artikels nur die "Anreißer" an den RSS-Reader geschickt werden, erhält man dann leider auch eine Zeitung mit verkürzten Artikeln....

Als Umweltschützer graust es mir natürlich bei der Vorstellung, dass tausende Blogleser zukünftig täglich ihre Ration an Wissenschaftsblogs in Papierform konsumieren. Allerdings - so eine persönliche Zusammenstellung der fünfzehn meistgelesenen Artikel der letzten Woche aus den zehn eigenen Lieblings-Wissenschaftsblogs im Zeitungsformat zum Sonntag neben dem Frühstückstisch....

Alle die nun auf die Software neugierig geworden sind, können sich hier eine Beispielzeitung herunterladen. Die Artikel dieser "Sonderausgabe" stammen aus vier verschiedenen Feeds: Meinen beiden Blogs zu den Themenbereichen Statistik und Optik-Forschung sowie zwei sehr guten Blogs aus dem wissenschaftlichen Bereich - dem Blog Radikale Innovation von Eduard Kaan und dem Kulturmanagement-Blog von Christian Henner-Fehr, zwei absoluten Leseempfehlungen. Wer nach der Lektüre Lust auf die Komposition einer eigenen Blogzeitung bekommen hat, kann sich auf der FeedJournal-Webseite für den kostenlosen Service anmelden und nächsten Sonntag schon die Blogzeitung neben die Brötchen legen....

 

Autor: Christian Reinboth· 8 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (8)

Kommentar-Direktlink ali· 11.03.08 · 13:25 Uhr

Fantastisch. Ich unbedingt haben muss! Danke.

Kommentar-Direktlink Monika· 11.03.08 · 17:22 Uhr

Hi Christian, echt toller Tipp. Leider scheint die Seite schon überlastet zu sein. Mein Versuch ist leider fehlgeschlagen ;-))

Author Profile Page Christian Reinboth· 11.03.08 · 18:15 Uhr

@Monika: Also ich habe mich gerade mal eingeloggt und hatte keine Probleme. Liegt sicher daran, wie viele Leute gerade ihre "Zeitungsfeeds" beackern. Auf jeden Fall nicht aufgeben und bei Gelegenheit nochmal probieren - es lohnt sich ;-)

Kommentar-Direktlink Monika· 11.03.08 · 19:39 Uhr

Frust...Frust und wieder I apologize...bla bla.... Das war der dritte Versuch. Einzig das Feed-Reader tool hat funktioniert. Aber das ist ja keine ganze Zeitung. Vielleicht mache ich ja auch was falsch und brauche Anleitung im Sinne von feedjournal for Dummies ;-)

Kommentar-Direktlink Monika· 11.03.08 · 20:14 Uhr

Auf welcher Seite hast Du die Zeitung gemacht. Dort gibt es noch einen link zu Issuu, ist dies die Seite ? Vielleicht kannst Du mal in Stichworten die Schritte angeben. Entweder habe ich hier Pech, oder irgendwas läuft schief?

Author Profile Page Christian Reinboth· 11.03.08 · 22:24 Uhr

@Monika: Komisch, ich habe es eben nochmal versucht und bei mir klappt es ohne Probleme. Einfach unter http://www.feedjournal.com anmelden, dann auf der Startseite unten links die Option "Print your own newspaper" selektieren. Auf diese Weise gelangt man zum Registrierungsprozess und nach Abschluss desselben kann man sich dann auf der Seite einloggen und erhält ein paar Beispielfeeds als Default. Diese einfach löschen, die eigenen Feeds eintragen, die Artikelauswahl starten und auf "generate feedjournal" klicken - und dann sollte sich das PDF eigentlich schon öffnen....

Falls es doch nicht klappen sollte - einfach eine E-Mail an mich. Für treue Leser gibt es bei mir nämlich auch individuellen E-Mail-Service... :-)

Kommentar-Direktlink Christian· 12.03.08 · 12:24 Uhr

Danke für Dein Lob, Christian. Und danke auch, dass Du mein Blog für Deine Beispielzeitung ausgewählt hast. Die Idee des FeedJournal gefällt mir gut, ist aber meiner Meinung nach nur dann hilfreich, wenn man nicht zu viele Blogs liest oder abonniert. Außerdem kann man dann die einzelnen Beiträge nicht mehr "bookmarken" bzw. mit Anmerkungen versehen.

Aber einzelne Themenhefte kann man damit unter Umständen gut "produzieren".

Author Profile Page Christian Reinboth· 14.03.08 · 16:31 Uhr

@Christian: Gern geschehen - in letzter Zeit schaue ich tatsächlich immer öfter "rein" (in diesem Zusammenhang: erholsamen Urlaub!), obwohl Kulturmanagement rein vom Fachlichen her eigentlich gar nicht "mein Thema" ist. Spannend ist es aber allemal.

Was das Bookmarking und die Kommentarfunktionen betrifft, wird den Blogs durch eine Software wie FeedJournal natürlich sehr viel Interaktivität "entzogen". Ich würde auch nicht zugunsten eines Journals auf meinen Feedreader und meinen Browser verzichten wollen. Aber zur Produktion von "Themenheften" (gute Idee) mit Querschnittscharakter oder aber eben für wöchentliche "Best of"s zur Ergänzung der Sonntagslektüre eignet sich FeedJournal meines Erachtens nach ganz wunderbar.

Ein weiterer Vorteil: Gerade internetscheuen Menschen kann man das Bloggen auf diese Weise näherbringen und zeigen, dass es auch in Blogs hochqualitative Inhalte gibt, die durchaus mit Printmedien mithalten können. So ein FeedJournal zeigt doch wunderbar, dass am Ende nicht das Medium, sondern die Inhalte entscheidend sind.

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