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Forschung ist sexy! Zumindest wenn man verstanden hat, um was es geht. Wissenschaft und Forschung so zu vermitteln, dass es auch begriffen wird, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen, Biologe und Wissenschaftsredakteur.

08. Februar 2012

Gentechnik ist nicht böse - Der Katalysator im Pudding

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 14

Ich bin mir sicher, wenn man in der Einkaufszone Leute fragt, was ein Katalysator ist, sagen einem über 75% "der Auspuff am Auto, der den Dreck rausfiltert" oder Vergleichbares.

Das ist im Wesentlichen ja gar nicht so falsch. Vielen ist im Alltag kein anderer Katalysator begegnet. Tatsächlich meint Katalysator aber lediglich, dass eine ´Substanz´ eine [chemische] Reaktion ermöglicht/erleichtert, ohne selbst daran beteiligt zu sein. [Nachtrag: an der Reaktion ist der Katalysator natürlich beteiligt, aber er wird nicht verändert und geht aus der Reaktion genauso wieder hervor] Im erwähnten Beispiel hilft der ´Filter´ dabei, giftige Abgase derart zu verarbeiten, dass weniger giftige hinten raus kommen. Zum Glück, und das ist der enorme Vorteil, wird die Substanz des Katalysators dabei nicht verbraucht, sonst müsste der ja regelmäßig wieder aufgefüllt oder ausgetauscht werden.

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Autor: Chris· 08.02.12 · 11:25 Uhr· 14 Kommentare

03. Februar 2012

Fliegende Roboter-Schwärme

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 7

Vor Jahren war das noch Stoff für einen Science-Fiction Roman. Inzwischen ist es real. Die Frage ist noch, welche Rechner-Leistung da im Hintergrund ist, die man jetzt nicht sieht. Aber beeindruckend ist es auf jeden Fall:


Autor: Chris· 03.02.12 · 11:41 Uhr· 7 Kommentare

24. Januar 2012

Ein (fast) echtes Holodeck, feat. BF3

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 19

Vergesst Flug-Simulatoren als das Maß aller technischer Simulationen. Hier ist das Holo-Deck 1.0. Das Holo-Deck war sicherlich eines der Features bei Star Trek, dass sich die meisten sehnlichst in Realisierung wünschten.
Auf Basis eines recht populären Computer-Spiels, welches in einer dreidimensionalen Umgebung aus der Ich-Perspektive die vermeintliche Lösung von Aufgaben behandelt (Ja, ich vermeide ganz bewusst gängige Vokabeln!) wurde mit hier mit sehr viel Aufwand ein Simulator erschaffen. Seht selbst:

DAS ist mal eine Verknüpfung von Technologien, die sich bei der Erschaffung von Star Trek noch keiner zu träumen gewagt hat. Ich bin mir sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann diese Simulatoren im regulären Einsatz sind. Zur Unterhaltung oder gezielten Schulung.
Die Gadget-Show hat hier noch ein umfangreiches Making-Of Video bereit gestellt, dass sich aber leider nicht einbinden lässt.


Autor: Chris· 24.01.12 · 17:50 Uhr· 19 Kommentare

14. Januar 2012

So geht Wissenschaft - Krabben fischen

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 9

Was mich bei den ganzen so genannten Wissenschafts-Sendungen und Magazinen immer ein wenig (meistens mehr) stört, ist die Art und Weise, wie Wissenschaft dargestellt wird. Der Weg, wie dieses Wissen generiert worden ist, bleibt im Dunklen. Nur selten werden zudem Perspektiven gezeigt, wie man dieses Wissen weiter nutzen könnte, in welcher Art und Weise man den Versuch, das Experiment, etwas modifiziert und noch weiter ausbauen könnte.
Wie bei gefühlten 98 Prozent aller Experimentierbücher für Kinder, und 100% der Versuche in der Schule: Nimm A, tue es zu B und C hat gefälligst heraus zu kommen. Sonst warst Du zu blöd und bekommst eine schlechte Note.
Bei Formaten wie Clever wird ein Versuch erläutert, die "Promis" tippen auf eine von 3 möglichen Antworten. Es wird vorgeführt, die Punkte werden verteilt und eine kurze Erklärung schließt das ganze ab. Fertig.

Aber so geht Wissenschaft nicht. Forschung lebt von Fehlern. Von Modifzierungen und Wiederholungen, weil es mal wieder dann doch ganz anders kam, als man vermutet hat. Die erste Theorie wird mit den tatsächlichen Ergebnissen verglichen und angepasst, der nächste Versuch wird mit geänderten Variablen gemacht, eine nie endende Spirale des Erkenntnisgewinns.

Bei diesem im ersten Moment unscheinbar klingenden Versuch hat ein Vater seiner Tochter genau das beigebracht. Wir gucken mal, was Krabben im Winter machen. Wir nehmen ein wenig Futter, packen ein iPhone als Kamera wasserdicht ein und versenken beides im Meer. Dann kommen die Krabben zum Futter, und wir filmen es.


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Autor: Chris· 14.01.12 · 21:10 Uhr· 9 Kommentare

09. Januar 2012

Hamster-U-Boot

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 6

Gerade bei boingboing gefunden: Ein U-Boot für Hamster, aus Haushalts-Gegenständen, vom Hamster-Rad betrieben.

Wollte der Hamster den Pool von Innen betrachten? Wohl kaum. Wollte der Hamster schon immer in einer 5 Liter-Flasche seine Runden drehen? Auch schwer vorstellbar.
Wozu also das ganze? Vermutlich die erste Versuchsanordnung, eine Machbarkeitsstudie für die neue Touri-Attraktion. Statt einem Tretboot kann man sich demnächst unter Wasser die Baggerseen angucken... vielleicht.

Möchte ich das? Wohl kaum...


Autor: Chris· 09.01.12 · 09:36 Uhr· 6 Kommentare

04. Januar 2012

Mit Quecksilber spielen

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik  ·  Kommentare: 6

ist eine sehr faszinierende Sache. Der metallische Glanz einer Flüssigkeit übt vermutlich genau wegen diesem Widerspruch auf viele den Reiz aus. Leider ist es gesundheitlich nicht wirklich empfehlenswert.
Mit einem "kleinen" Trick kann man diesen Effekt aber sehr einfach imitieren, wie auf man bei diesem einfach nur beeindruckenden Video sehr gut sehen kann:

Fishing under ice from Juuso Mettälä on Vimeo.

In vielen Science Centern ist dazu ein sehr einfaches Experiment aufgebaut: Eine große Plexiglas-Schüssel, die von unten beleuchtet wird, dazu stehen daneben Spiegel. Legt man jetzt seine Hand auf das Wasser, bilden die Luftblasen in der Hand eben diesen Quecksilber-Effekt.


Autor: Chris· 04.01.12 · 09:22 Uhr· 6 Kommentare

18. Dezember 2011

Geschenk-Empfehlungen

Kategorie: Kultur·Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 8

Wer immer noch nichts gefunden hat, was er den (lieben) Kleinen schenken soll, dem habe ich hier ein paar Empfehlungen zusammengestellt.

Ich bin über diese Bausätze gestolpert, die etwas anders sind.

Der Sezierforsch:

frosch.jpg


Wie cool ist das denn bitte, einen Frosch zusammenbauen. Eigentlich geht das zwar anders, also den fertigen in seine Einzelteile zerlegen, aber dennoch, mal was anderes.


Das ganze gibt es auch als Krokodil







Und, natürlich der Evergreen schlechthin, Seuchen.jpgdas Seuchenquartett:


Das ganze gibt es auch für Parasiten. Ein Spiel hört sich dann bei beiden sicherlich interessant an: "Inkubationszeit: 14 Tagen, Mist, ich habe nur 7 Tage..."














Natürlich, wie sollte es anders sein, möchte ich auch nicht den wirklich Klassiker unerwähnt lassen: Die Kuschelmikroben (C) des Penicillin-Bildes bei den Riesenmikroben

penicillin.jpg

Schenkt (auch) was Sinnvolles!

Autor: Chris· 18.12.11 · 20:12 Uhr· 8 Kommentare

12. Dezember 2011

Monolog statt Dialog

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften·Politik  ·  Kommentare: 41

In Köln fand diese Woche das vierte Forum zur Wissenschaftskommunikation statt. Veranstaltet von "Wissenschaft im Dialog", trafen sich zahlreiche Presse-Referenten, Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit & Co.
Wissenschaft im Konflikt zwischen Politik und Gesellschaft. Über drei Tage verteilt referierten verschiedene Akteure ein paar der scheinbar in Frage kommenden Faktoren, die für eine gute Kommunikation von Wissenschaft relevant sein könnten.
Entgegen der Meinung von Reiner Korbmann war das in meinen Augen keine neue Entwicklung, kein Umbruch, keine Sensation, dass die Social Media (auch) für die Wissenschaftskommunikation wichtig ist.

In der Tat war es ganz offensichtlich für viele anwesenden Vertreter von Verbänden und Organisationen ein Aha-Erlebnis, dass es sowas wie Twitter & Co. gibt.
Ganz innovativ wurde dann auch von diesem neuen da, im Internet, diesen "Blogs" berichtet. Das sei aber noch eher eine Randerscheinung, eine Nische, noch nichts wichtiges. Das könnte aber interessant sein, und deswegen hat das Institut da mal was vorbereitet. Und dann Forscher aufgefordert, da doch mitzumachen.
Aber irgendwie hat das nicht so geklappt, die wollten nicht. Merkwürdig.
Ich habe mir die Freiheit genommen, dann mal ein paar aktuelle Zahlen von den Scienceblogs zu berichten (von den Scilogs hatte ich leider keine Zahlen parat, sorry!). Ob 12.000 Postings mit 270.000 Kommentaren wirklich eine Randerscheinung sind, wage ich doch ernsthaft zu bezweifeln.
Es blieb dabei, Social Media sind bei vielen noch nicht im Alltag angekommen. Und so wurde das Forum auch mit einer recht flachen Diskussion beendet. Selbst wenn "Neue Trends der Wissenschaftskommunikation" das Thema sein sollte, es gab keinen einzigen neuen Trend. Im Gegenteil, eine Professorin weigerte sich strikt und öffentlich gegen den Einsatz von Social Media.

Was bleibt? Viele gute und interessante Kontakte und auch den einen oder anderen guten Vortrag. In der Summe aber eher die Erkenntnis, dass noch viel zu tun ist - Reden wir mal drüber.
IMAG1092.jpg
-Ich weiß jetzt aber, dass ein "guter" Geigerzähler 150.000 Euro kostet und nicht im Baumarkt zu haben ist.
-Wissenschaftler immer noch das letzte Wort haben wollen und selbst einen Zeitungsartikel noch einmal Korrektur lesen wollen.
-Das Odysseum immer noch nicht mein Fall ist
-Kölner sogar Sekt in Reagenzgläsern servieren
-Die Markenbildung einer Exzellenzuni 18 Jahre dauert
-Imaginary ist ein saucooles Programm
-Tatort ist nett an einem Sonntagabend, nicht in einem Vortrag
-Es gibt auch Geisteswissenschaften
-Das Bloomfield Science Museum Jerusalem ist extrem vorbildlich. Es schafft sogar eine Integration vermeintlich unterschiedlicher Kulturen und Menschen..
-Die Leitung eines Bundesinstituts für Risikobewertung kann einen extrem guten und kurzweiligen Vortrag halten. Bitte an andere Bundes-Stellen weitergeben!!
-Niemals, niemals den Kaffee am Morgen einer Konferenz vergessen!

Michael Sonnabend hat gestern auch noch sein sehr ehrliches Fazit der Konferenz gepostet, dem ich eigentlich auch nur zustimmen kann.

Es bleibt die Hoffnung, dass aus dem hier deutlich vorgeführten Monolog "der" Wissenschaft dann doch mal vielleicht, irgendwann, ein Dialog entsteht.


Autor: Chris· 12.12.11 · 09:35 Uhr· 41 Kommentare

29. November 2011

Nebel in TV-Wohnzimmern

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 30

Eigentlich habe ich mich daran gewöhnt, leider: In fast jeder CSI, Navy CIS, Criminal Minds,Tatort oder was auch immer für eine Krimi-Serie das selbe Bild:
Die mutigen Ermittler betreten bei Nacht einen vermutlichen Tatort, bei Tag einen dunklen Keller, eine verlassene dunkle Lagerhalle oder einen dunklen Wald, Everglades-Sümpfe oder ähnliches.
Frage 1: Warum sind Ermittler nicht in der Lage, den Lichtschalter zu betätigen? Stattdessen wird mit der kleinen Mag-Lite (und gezückter Dienstwaffe) das unbekannte Terrain untersucht. Ist halt spannender...

Frage 2: Warum ist es in ganz gewöhnlichen Wohnungen immer so nebelig? Im Wald oder den Everglades mag ich das ja noch tolerieren. Aber in Lagerhallen und Wohnungen? Wo kommt da der Nebel her?

Wer jetzt irritiert ist, wie ich denn auf Nebel komme, einfach mal darauf achten, wie das inszeniert wird. Gewöhnlich mit solchen oder vergleichbaren Darstellungen. Die Lichtkegel wandern durch die Wohnung, an dem einen Ende der Protagonist mit Waffe, am anderen Ende wechseln dramatisch die beleuchteten Einrichtungsgegenstände und vielleicht auch mal ne halbe Leiche, ein enorm wichtiger Hinweis oder gar nichts.

Erst der Nebel macht die Taschenlampen sichtbar und steigert (offenbar) die Spannung. Würde mal einer Licht anmachen, würde man sich über den Nebel in der Wohnung wundern. Ohne Nebel wären die beiden Ermittler mit Taschenlampen in der fremden Wohnung einfach Ermittler mit Taschenlampen in einer fremden Wohnung.
Ganz unterbewusst wird hier Unwissen verbreitet, und keiner stört sich dran. Auch diese tollen Brillen, mit denen James Bond & Co. Laserstrahlen sehen können...super Sache.

Das ist übrigens auch der Grund, warum bei (nicht-Klassik) Konzerten neben effektvollen Lampen und Scheinwerfern auch immer Nebelmaschinen im Einsatz sind. Ohne den Nebel würde man von den Effekten fast nichts sehen. Um das mal richtig zu stellen, kann jeder nachmachen. Glasvase mit Wasser, ein wenig Milch, eine Taschenlampe und oder Laserpointer.

Dazu habe isch mal was vorbereitet [kölschen Dialekt bitte vorstellen]:

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Autor: Chris· 29.11.11 · 16:14 Uhr· 30 Kommentare

20. November 2011

Schwimmen lernen ohne Wasser

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur  ·  Kommentare: 16

398px-Candle.jpg
Schwimmen lernen, dass machen wir in Zukunft ohne Wasser.
Wasser ist gefährlich, da ertrinken jährlich viele Menschen drin. Und überhaupt, überall lauern Gefahren, wo man die armen Kinder vor schützen muss.

Fahrradfahren lernen die Kinder im Simulator, nicht auszudenken, wenn die armen kleinen Prinzessinnen auf einem echten Rad umfallen würden!

Basteln, das geht nicht, nur Origami, Kleber ist ja auch so eine gefährliche Sache, voller Chemie!

So, /Ironie. Ich kann mir gerade nur aufregen, von verschiedenen, von einander unabhängigen Stellen sagte man mir, dass in den Kindergärten bzw. Schulen momentan Kerzen strickt und vollkommen verboten sind.
Ein trockener Tannenbaum, der Feuer fängt, das ist ein Erlebnis, dass man nicht so schnell vergißt (Ich habe es zum Glück auf einer Baustelle in einer Lehmkuhle erlebt).
Feuer ist gefährlich, keine Frage. Auch der Vorstoß, dass Kippen alleine ausgehen müssen, finde ich gut.
Aber wann und wie bitte sollen Kinder den Umgang mit Feuer lernen, wenn es überall verboten wird? In meinen Augen wird es dadurch nur interessanter, der bekannte Reiz des Verbotenen. Wann werden diese Kinder den Umgang mit Streichhölzern lernen? Wenn das nicht zu Hause geschieht, dann wird es genau dann passieren, wenn sie endlich mal welche in die Finger kriegen...
Willkommen bei den Schildbürgern!


Autor: Chris· 20.11.11 · 21:04 Uhr· 16 Kommentare

16. November 2011

Wie funktioniert ein 3D-Drucker?

Kategorie: Technik  ·  Kommentare: 4

Hier ein nettes Video, in dem das recht ausführlich gezeigt wird. Schicht für Schicht wird Kunststoffgranulat zu einem dreidimensionalen Objekt zusammen geschmolzen.

Die in den ersten Sekunden gezeigten Objekte würde ich mir gerne mal real anschauen. Und wie der gute Prof am Ende sagt: Die Grenzen dieser Technik liegen in der Vorstellungskraft des Anwenders...


Autor: Chris· 16.11.11 · 13:22 Uhr· 4 Kommentare

15. November 2011

Mal wieder ein Quantensprung

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 29

Ich hatte hier schon einmal vor Ewigkeiten über den Klassiker der Wissenschaftskommunikation geschrieben. Die kleinste in den Naturwissenschaften bekannte Veränderung ->
Der Quantensprung.

Drüben hat sich Beatrice (daher auch ganz bewusst?) diesen Titel ausgesucht für ihren Blog. Und auch ihr erstes Posting befasste sich mit dem Quantensprung. Ja, wir haben wieder gelernt, dass Sprache lebendig ist und sich verändert.

Dennoch, diese Diskrepanz zwischen dem gemeinten und dem tatsächlichen Sachverhalt, sie könnte nicht größer sein. Jedes Mal, wenn ein Politiker oder Trainer von seinen Fortschritten und Erfolgen spricht, dabei den Quantensprung als "anschauliche" Metapher wählt, dann muss ich schmunzeln, meist haben diejenigen damit genau den Kern getroffen, ohne es zu wissen.
Wo habe ich heute den Quantensprung wieder einmal gefunden? In der aktuellen Pressemitteilung der Uni Bochum. Gerade hier hätte ich eigentlich was anderes erwartet.
Aber die Sprache ist ja lebendig, von daher werde ich mich damit abfinden müssen, dass es Quantensprünge und genfreies Essen gibt....



Autor: Chris· 15.11.11 · 11:35 Uhr· 29 Kommentare

02. November 2011

Wissenschaft im Einkaufszentrum

Kategorie: Naturwissenschaften·Technik·Umwelt  ·  Kommentare: 7

Neulich bin ich im Einkaufszentrum beim Vorbeigehen auf eine sehr empfehlenswerte Ausstellung gestoßen:


Marum
Wie die alte Weisheit schon sagt, wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt die Wissenschaft zum Bürger. Sehr viele Angebote, bei denen Wissenschaft verständlich erklärt und dem nicht-Experten schmackhaft gemacht werden soll, leiden unter einem ganz wesentlichen Problem: Die interessierte Zielgruppe - die Bürger, die Schüler, die Patienten, die Kunden, wer auch immer sich eigentlich nicht freiwillig mit den komplexen, ihm eigentlich fremden Themen beschäftigen soll - muss erstmal das Angebot wahrnehmen. Er muss irgendwie davon erfahren UND dann auch noch in die Uni, das Unternehmen, das Museum, das Science Center oder welche Lokalität auch immer kommen.

IMAG0557 kl.jpg
Hier macht der Absender das anders, er kommt dahin, wo der normale Bürger, der nicht-Experte sich mit recht hoher Wahrscheinlichkeit aufhält, in ein Einkaufszentrum. Die Fußgängerzone würde ähnlich praktisch sein, hier wird nachts aber nicht abgeschlossen und auch das Wetter wird u.U. wenig hilfreich sein. Mehrere Stände wurden aufwendig konzipiert und attraktiv umgesetzt. Zu verschiedenen Themen kann sich der Gast im Vorbeigehen mal eben informieren. Findet das Angebot sein Interesse, verweilt er vielleicht auch noch an den anderen Ständen und informiert sich. Mich hat der erste Stand direkt überzeugt, sodass ich mir ganz bewusst auch den Rest der Wander-Ausstellung angeguckt habe.

In mehreren großen runden Becken tummelten sich ein paar Krebse, Miesmuscheln, Algen und Seesterne. Für Norddeutsche und erfahrene Küstenurlauber vermutlich kalter Kaffee. Dennoch haben sicherlich nicht wenige Kinder noch nie aus einer solchen Nähe einen gemeinen Krebs in Ruhe beobachten können. Bei den Erwachsenen traue ich mir keine Vermutung zu, die Erfolgsquoten von diversen TV-Formaten lassen jedoch ähnliches erahnen.

IMAG0562 kl.jpgEs sind Spekulationen und Vorurteile, wie groß der Anteil der angeblich „bildungsfernen" Bürgerpopulationen wirklich ist. Der Erfolg von Galileo & Co. zeigt aber, das „Wissenschaft" (oder das, was als solches deklariert wird) scheinbar doch wieder attraktiv geworden ist und beim gemeinen Publikum auf Interesse stößt. Eine solche Ausstellung ist meines Erachtens DIE Chance, direkt mit dem Publikum in Kontakt zu treten und seine Themen zu übermitteln, ohne es durch Redaktionen weich kochen zu lassen. Es ist eine Sache, im Fernsehen eine künstlich aufgebauschte Einspielung über Tiefsee-Roboter zu sehen, oder beim Einkaufen nebenbei mal einen kleinen Tauchroboter selbst gelenkt zu haben. Hier kann ich mir direkt einen Eindruck davon machen und es wortwörtlich be-greifen.

IMAG0563 kl.jpgDiesem Beispiel sollten viel mehr Wissenschaftsorganisationen folgen. Auch wenn es den Science-Zug und das Science-Boot gibt, hier muss das Publikum erstmal zu dem Gleis oder zu dem Hafen gehen, um sich die Wissenschaft anzugucken. Ich betitel das gerne als die „Bekehrung der Katholiken", denn wer sich erstmal freiwillig die Mühe macht, zum ausrangierten Nebengleis zu gehen, um sich einen ganzen Zug voll Wissenschaft anzugucken, der ist schon interessiert und würde auch ins Museum oder ins Institut kommen - der hat schon Interesse. (Was anderes sind die Schulklassen, die da hingekarrt werden und gezwungenermaßen alles über sich ergehen lassen. Die Lehrer hätten sehr viel mehr Aufwand, zu einem Institut etc. zu kommen).
Ich kann das Projekt nur empfehlen. Hier geht es zu den Tourdaten. Den Vulkan mit Schaum fand ich nicht ganz so prickelnd, aber Geschmack ist Bandbreite.



Nein, ich habe dieses Projekt nicht konzipiert und bekomme hierfür kein Geld. (Ich habe zwar ein vergleichbares Konzept erstellt, das aber leider nie realisiert wurde)


Autor: Chris· 02.11.11 · 21:10 Uhr· 7 Kommentare

28. September 2011

Ich glaube nicht an Evolution!

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 158

Neulich bin ich über dieses Video gestolpert, was Schönheitswahl-Kandidatinnen über Evolution denken.
UPDATE:
Zwischen dem ersten Anlegen dieses Postings und der Veröffentlichung ist das Video leider gesperrt worden. So genannte Schönheitsköniginnen der USA Staaten wurden gefragt, ob Evolution in der Schule unterrichtet werden sollte. Gefühlte 80% antworteten mit, "nein, denn ich glaube nicht an Evolution..." Weiter unten in den Kommentaren ist eine Video-Antwort auf diesen Clip, der fragt, ob Mathe unterrichtet werden sollte.

Während die Frage ganz offensichtlich war: "Sollte Evolution in der Schule gelehrt werden", antworten mehrere: Ich glaube nicht an Evolution. Die Frage als solches impliziert schon die Einstellung und die in den USA wohl öfters anzutreffende Diskussion, ob Evolution überhaupt unterrichtet werden soll.

Das Video, das Florian hier verlinkt hatte, bringt es u.a. auf den Punkt, um den es mir geht.

Die EvolutionsTHEORIE wird bei vielen als eine von vielen möglichen Varianten angesehenz, gleichwertig zum Kreationismus. Das ist vermutlich das grundlegende Problem in den USA, dass es als gleichwertig angesehen wird.

Aber, um es mal ganz deutlich zu sagen:

Ich glaube nicht an die Evolution!

Und das meine ich im wörtlichen Sinn. Denn die Evolution ist für mich nichts, woran ich glaube. An den lieben Gott kann man glauben, an Schicksal oder das Gute im Menschen.

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Autor: Chris· 28.09.11 · 21:58 Uhr· 158 Kommentare

21. September 2011

Computerspieler helfen HIV Forschung

Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

foldit.jpgIn dem von mir überaus geschätzten Laborjournal, um genauer zu sein, in deren Blog ist gerade ein wie immer sehr lesenswerter Artikel, auf den ich hiermit gerne hinweisen möchte. Mit Foldit haben Computerspieler gemeinsam ein Problem gelöst, das der Computer alleine so bisher noch nicht geschafft hat. Aber lest dort selbst.
Nach Seti@Home sicherlich nicht das letzte Projekt, beim dem die Öffentlichkeit mobilisiert wird, um Wissenschaft zu betreiben / zu helfen.



Nachtrag Natürlich wurde bei den Scienceblogs schon darüber berichtet, wie Jürgen vollkommen zu Recht angemerkt hat: Spielend ein Protein entschlüsselt


Autor: Chris· 21.09.11 · 15:48 Uhr· 2 Kommentare

14. September 2011

Schimmelige Filmwerbung

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 6

Das ist so ein coole Idee, die kann ich Euch nicht vorenthalten:
Über den neuen Film hat Jürgen hier schon was geschrieben, ich werde ihn mir sicherlich angucken. Wie gestaltet man ein gute Werbung für einen Film mit Krankheitserregern? Man baut zwei riesige "Petrischalen", füllt sie mit Nährboden und impft das ganze mit schönen Bakterien und Pilzen. Die wuchern dann zur Belustigung der Passanten und, oh Wunder, offenbaren mit der Zeit erst den Filmtitel.

Kleiner, aber entscheidender Schönheitsfehler: Im Film geht es wohl um Viren, also was gänzlich anderes als Bakterien und Pilze. Aber deren Wachstum lässt sich nur schwer als Werbetafel nutzen...


Autor: Chris· 14.09.11 · 09:55 Uhr· 6 Kommentare

09. September 2011

Pudding und Spucke

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 10

Was passiert mit dem Essen beim Kauen und danach? Das, was oben reinkommt, und das, was nachher unten wieder rauskommt unterscheidet sich ja doch wesentlich.
Wie erklärt man Kindern die Stoffwechselphysiologie? Ich versuche es mal mit einem kleinen Teil, der recht einfach nachzumachen ist. Die Verdauung von Stärke.

Das naheliegendste Experiment mit Stärke ist natürlich das nicht-Newtonsche Fluid. (Auch ein sehr schönes Experiment, Maisstärke in Wasser einrühren, bis man den Effekt bemerkt)

Ich habe jedoch lange gesucht und Lieferanten befragt, bis ich dieses sehr gute Anschauungsmaterial als das am besten geeigneste erkoren habe:

staerke.jpg
Leider war es nur in einer sehr großen Verpackungseinheit lieferbar, so dass ich gezwungen war, 1000 Gramm zu erwerben, obwohl der Versuch nur etwa 300 Gramm benötigt.
Weiterhin benötigt man für ein Experiment natürlich entsprechendes Zubehör.

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Autor: Chris· 09.09.11 · 10:40 Uhr· 10 Kommentare

26. August 2011

GEO und wie es die Social Media versucht

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 19

Das große Magazin GEO hat bei den meisten Leuten einen eigentlich recht passablen Ruf. Ist es doch ein standfestes Magazin, dass seit gefühlten Jahrhunderten mit seinem eigenen Grün im Zeitschriftenregal um die Gunst des Käufers ringt. Ein klein wenig, meine ich, war es ein Versuch, das große National Geographic in deutsch nachzubauen.
Und wie es sich gerade so gehört, gibt es auch einen Facebook Account von GEO. Social Media sind in, die Leser ernst nehmen, mit ihnen in Dialog treten, statt immer nur einen Monolog zu halten wie die Jahrzehnte zuvor (wenn man die Leserbriefe mal nicht dazu rechnet.)
Jetzt gerade zeichnet sich in dieser Aktivität von GEO bei Facebook ein Grundproblem ab:
Was mache ich, wenn ich Contra kriege? Wie geht ein großer Verlag mit Gegenwind der Leser um?
Die erste Reaktion war kontern: "Du willst ja bloss meckern"
Dann aber, so ein Mist aber auch, kamen Argumente, Gegenargumente, die die Kritik unterlegten, plausibel noch dazu.

und dann

Nichts. Wenn man den Kommentaren bei Facebook glaubt, möchte die Redaktion keine Stellung dazu beziehen. Das, liebes GEO-Team, funktioniert so nur bedingt. Vielleicht einfach die Kommentare ausschalten. Das hat dann zwar nur noch recht wenig mit Social Media zu tun, aber man kann sich wenigstens ein Facebook-Icon auf die Seite kleben. Aber dann, oh Wunder, gab es doch den Versuch einer Reaktion. Beantwortet wurden leider recht wenige Fragen und es endet mit dem Satz

von unserer Seite wollen wir es hierbei belassen

Heißt, diskutiert weiter, aber ohne uns. Die offenen Fragen bleiben offen.

Verlage, lernt, dass Ihr einfach keinen Monolog mehr halten könnt. Die Diskussionen sind da, nutzt die Chance und beteiligt Euch, ehrlich und konstruktiv.

Wenn früher Abonnenten abgesprungen sind, habt nur Ihr das bemerkt. Jetzt wird öffentlich, wie sich treue Leser abkehren, für jeden sichtbar und für Ewigkeiten protokolliert und bei Google archiviert.

Drüben bei den Scilogs befasst sich Enkapsis mit den inhaltlichen Schwächen des Textes. Den Text des Anstoßes kann man hier nachlesen, das Heft ist am Kiosk schon verschwunden.


Autor: Chris· 26.08.11 · 11:20 Uhr· 19 Kommentare

09. August 2011

Wissenschaft für Kinder

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 19

Hier habe ich mich aufgeregt, dass es scheinbar einen Markt gibt für vollkommen überteuerte Kinder-Wissenschaft-Bespassung. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich auch, dass es eine kostengünstige Alternative gibt.

Kind_mit_Seifenblase.jpgIm Grunde sind Kinder schon von kleinst auf Wissenschaftler. Kinder lernen durch Probieren und Variieren. Ganz alleine, ohne äußere Einwirkung kann ein 1-jähriges Kind in der Badewanne den Auftrieb (für sich) entdecken. Man muss es nur lassen und ihm die Gelegenheit und evtl. Material geben. Es bedarf eben nicht einem 100 Euro pro Tag Halli-Galli-Bimbamborium.
Wie ich hier schon ein paar Mal erwähnt habe, bin ich beim Haus der kleinen Forscher aktiv. Das Ziel der Stiftung ist es, grob vereinfacht, MINT-Fächer wieder als etwas Selbstverständliches zu etablieren. Auf der Homepage und in den Seminaren gibt es daher verschiedene Experimente, die mit ganz normalen, alltäglichen Gegenständen kostengünstig zu realisieren sind. Diese Experimente sind aber eigentlich nur ein Rettungsanker, falls Kinder experimentieren wollen UND keine eigene Ideen haben sollte, (oder den Fachkräften nichts einfällt).
Die besten Experimente sind eigentlich solche, die von den Kindern selbst kommen und aus ihren alltäglichen Beobachtungen entstehen.
Die "Kunst" besteht nur darin, die Kinder richtig zu begleiten.

Denn eigentlich vermittele ich immer: Es gibt kein falsches Experiment, nur ein unerwartetes Ergebnis. In den unzähligen Experiment-Büchern stehen meist nur Rezepte, mache dies, bastel jenes, fülle A in B, dann passiert C.
Passiert aber eben mal nicht C, dann ist das falsch, Experiment misslungen, Wissenschaft ist doof und Kind enttäuscht.

Lässt man sie aber selber eine Theorie entwickeln, einen Versuchsablauf erarbeiten und dann die Hypothese mit den Ergebnissen vergleichen, dann, ja dann lernen sie Lernen und Experimentieren. Wenn sich dann ein anderes Ergebnis ergibt, dann leitet das wieder zu neuen Versuchen über. Es ist nicht misslungen, es ist einfach anders als erwartet.

Mit einem solch eher theoretisch klingenden Hintergrund lässt sich ganz hervorragend mit allem möglichen experimentieren. Das geht, um es noch einmal zu wiederholen, ohne schweineteurem Zubehör. Auf dem Haus der kleinen Forscher Kanal bei YouTube gibt es eine ganze Reihe von Experimenten.
Das in meinen Augen wichtige dabei: Die Kinder behalten ihre Neugier. Wenn sie eine Frage haben, überlegen sie sich, wie sie eine Antwort finden. Oder wie Florian in einem Video es verlinkt hat:

Was sind Wissenschaftler? Es sind Menschen, die nie aufgehört haben, Kinder zu sein.

WENN in den Kommentaren die Meinung kam, dass es marktwirtschaftlich doch vollkommen in Ordnung sei, dass finanziell besser gestellte auch eine bessere andere Ausbildung geniessen können, dann halte ich mal dagegen: Diese Kinder lernen kein eigenständiges Denken. Sie sind auf Karriere trainiert, kopieren sich später ihre Diss zusammen (weil sie es nicht anders können) und wollen Vorsitzende im Forschungsausschuss werden... oder so...


Autor: Chris· 09.08.11 · 09:35 Uhr· 19 Kommentare

03. August 2011

Wissenschaftliche Zwei-Klassen-Gesellschaft

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 30

Ich bin gerade etwas sprachlos. Es gibt viele (gute) Initiativen und Bemühungen, Wissenschaft wieder als etwas normales und notwendiges in der Gesellschaft zu verankern, den (zu oft strapazierten) Elfenbeinturm zu öffnen oder gar abzureißen.
Die Scienceblogs sind letztlich ja auch ein Teil davon.
Und dann lese ich hier, dass es eine Firma gibt, die Naturwissenschaften in die Kindergärten bringt. Sehr löblich, bei einer Stiftung mit gleicher Ausrichtung bin ich selbst aktiv. Aber dann verschlägt es mir echt den Atem. Der Spaß schlägt bei jener Firma in einer Rechnung nieder, bei der pro Kind und Tag 100 Euro fällig werden. Ich weiß ja, dass Wissenschaftler nicht wirklich gut verdienen, aber ist das jetzt die Nebenbeschäftigung, um das Gehalt irgendwie aufzubessern?
Und weiter noch, welcher Sponsor lässt sich derart verarschen, dass er einen Kindergarten bei solche Apothekenpreisen unterstützt? Oder sind es wirklich die Eltern, die ihren Kindern im Kindergarten schon früh Wissen eintrichtern wollen und das bezahlen? Was machen die Kitas, die keine spendablen Sponsoren oder reiche Elternförderkreise haben?
Bleibt eine kindgerechte, wissenschaftliche Frühförderung wirklich nur den finanziell gut ausgestatteten Kindern vorbehalten? Sicherlich oder hoffentlich nicht, aber ganz offensichtlich gibt es Menschen, die das Geld bezahlen, sonst würde es die Firma ja nicht geben...


Autor: Chris· 03.08.11 · 14:58 Uhr· 30 Kommentare

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