Blog durchsuchen
Profil
Marc Scheloske ist Sozialwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist. Nach dem Studium an der LMU München war er an einer Studie zur Risiko- kommunikation für die EU beteiligt. Von 2008-2010 war er verantwortlicher ScienceBlogs-Redakteur. Seit 2011 ist er mit seiner Wissenswerkstatt als Berater für digitale Wissenschafts- kommunikation tätig.
Er twittert als Werkstatt.
Letzte Einträge
- Sentimentalitäten und andere Gedanken eines scheidenden Wissenschaftsbloggers5 Kommentare· 31.12.10
- Bürgerkonferenz: Wir können Politik!21 Kommentare· 26.09.10
- Bürgerkonferenz "Energienutzung der Zukunft": Pragmatische Visionen0 Kommentare· 25.09.10
- Zuhören. Diskutieren. Mitreden. Partizipative Modelle der Politikberatung6 Kommentare· 25.09.10
- Die Krise der Demokratie in einer komplexen Gesellschaft. Zeit für Experimente. 24 Kommentare· 24.09.10
Kommentare
- Anna · 30.09.11 · 08:35 Uhr Schulsport macht schlau: Die Korrelation von Körpergewicht und Schulleistung
- Shivani Allgaier · 25.09.11 · 20:31 Uhr Hirnforschung: Unser Gehirn braucht Überraschungen, liebt sie aber nicht?!
- Klaus D. · 13.07.11 · 17:00 Uhr Ginkgo-Präparate: Vergessen Sie es einfach
- meschugga · 20.05.11 · 22:27 Uhr Nerd Nite: Wissenschaft, Kneipenkultur und Rock'n'Roll
- Roland · 11.04.11 · 15:41 Uhr Es werde weiß: Mit dem Malerpinsel im Kampf gegen die Klimaerwärmung
Blogroll
Wissenschaftsblogs
Eigene Projekte
Twitter
Archiv Januar 2010
29. Januar 2010
Nerd Nite: Wissenschaft, Kneipenkultur und Rock'n'Roll
Kategorie: Kultur · Kommentare: 4
"Die Großhirnrinde ist eine Verstehensmaschine", erklärt Tobias Hürter, als er aktuelle Studien von Neurowissenschaftlern vorstellt. In seinem Vortrag beschäftigt er sich mit der Frage, unter welchen Bedingungen wir uns an unsere Träume erinnern und was bei sogenannten Klarträumen passiert.
Die Ausführungen von Tobias werden von mehr als hundert Zuhörern aufmerksam verfolgt. Der Ort des Geschehens ist allerdings kein Hörsaal und keine Fachkonferenz. Das Publikum sitzt in bequemen Sesseln oder steht in Grüppchen beisammen, gelegentlich klirren Bierflaschen. Es ist Donnerstagabend in der Münchner "Repüblik" und heute findet hier wieder die "Nerd Nite" statt.
It's like Discovery Channel with beer
Patrick Gruban ist der Macher dieser spannenden Veranstaltungsreihe. Die Idee hat er sich aus den USA geholt: in New York findet seit 2006 regelmäßig eine Nerd Nite statt. "It's like Discovery Channel with beer", lautet das Motto. Und seit Juni 2009 versammelt sich dazu nun auch in München jeden Monat eine stetig wachsende Fangemeinde.
Autor: Marc Scheloske· 29.01.10 · 14:30 Uhr· 4 Kommentare
25. Januar 2010
Die Zumutungen der digitalen Informationsgesellschaft und die Hilflosigkeit des Denkens
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur · Kommentare: 5
Es ist ein ungleicher Kampf: auf der einen Seite steht das Internet, das universelle, global-vernetzte digitale Gedächtnis mit seinem unüberschaubaren Informations- und Wissensangebot. Auf der anderen Seite befindet sich der Mensch: begrenzt in jeglicher Hinsicht, je individuell mit Talenten ausgestattet und doch je limitiert in seinen Möglichkeiten. Und seine Verarbeitungskapazität für zeitgleich auf ihn einstürzende Informationen? Ach, reden wir nicht darüber...
Diese Grundkonstellation ist der Ausgangspunkt für Frank Schirrmacher, der in seinem Buch "Payback" die Schattenseiten des digitalen Informationsüberangebots beklagt. Vor ziemlich genau zwei Monaten war das Buch Schirrmachers erschienen, in dem er ein bisweilen recht düsteres Szenario entwirft: die Aufmerksamkeitsspanne der Mediennutzer schmilzt vermeintlich immer weiter dahin und der einstmals autonom denkende Mensch begibt sich mehr und mehr in Abhängigkeit von maschinellen Algorithmen.
Schirrmachers Befürchtungen und Thesen wurden zuletzt in Blogs und den Feuilletons recht anregend diskutiert. Vielversprechende Ausgangsbedingungen also für das Panel zum selben Thema auf der DLD-Konferenz - wobei die Diskussion letztlich doch deutlich hinter dem schon erreichten Reflexionsniveau zurückblieb.
Autor: Marc Scheloske· 25.01.10 · 21:00 Uhr· 5 Kommentare
22. Januar 2010
Teures Armutszeugnis: Peter Sawicki muß Chefposten beim IQWiG räumen
Kategorie: Medizin · Kommentare: 27
Peter Sawicki ist ein unbequemer Kerl. Das muß er freilich auch sein, sonst hätte er seine Aufgabe als Chef des „Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen" (IQWiG) auch verfehlt. Und an Selbstbewußtsein mangelt es Sawicki auch nicht. Was ebenfalls nicht schlecht sein muß. Und doch - oder gerade deswegen? - ist Sawicki nun vorläufig gescheitert. Sein Vertrag beim IQWiG wird nicht verlängert. Ein Armutszeugnis. Bei den Pharmaunternehmen dürften heute nachmittag die Korken knallen.
In den letzten Tagen war es bereits abzusehen: der Vertrag von Peter Sawicki, der seit 2004 Chef des Kölner Instituts war, wird am 31. August 2010 enden. Das hat heute der fünfköpfige Vorstand des IQWiG einstimmig entschieden. Sawicki, gern als Deutschlands oberster Pharmaprüfer tituliert, ist damit seinen Posten los.
Die Pharmaunternehmen frohlocken; ihnen war Sawicki, der sich an den Standards der "evidenzbasierten Medizin" orientierte, seit Jahren ein Dorn im Auge. Denn wirtschaftliche Erwägungen, das Interesse der Hersteller, war Sawicki vollkommen gleichgültig. Ihm ging es um eine nüchterne Bewertung des Nutzens von Arzneimitteln und Behandlungsmethoden. Welche Therapien sind wirklich sinnvoll? Sind neue Medikamente wirklich besser, als bewährte (und meist günstigere) Vorgängerpräparate? Das waren die Fragen, mit denen sich Sawicki und seine rund 100 Mitarbeiter beschäftigten.
Autor: Marc Scheloske· 22.01.10 · 15:30 Uhr· 27 Kommentare
04. Januar 2010
Ginkgo-Präparate: Vergessen Sie es einfach
Kategorie: Kultur·Medizin · Kommentare: 20
Ginkgo-Präparate sind ein Klassiker der Naturheilkunde. Bereits seit den 60er Jahren sorgen Extrakte aus den Blättern und Samen des Ginkgobaums für fette Umsätze. Für ein besseres Gedächtnis sollen die Präparate sorgen, die Konzentrationsfähigkeit erhöhen und allgemein der Demenz vorbeugen. Doch eine neue Studie zeigt: gegen den geistigen Abbau im Alter ist - jedenfalls mit Gingko - kein Kraut gewachsen.
Zugegeben: der durchschnittliche ScienceBlogs-Leser gehört vermutlich nicht zur Zielgruppe für die verschiedenen Ginkgo-Produkte, dennoch ist die Geschichte interessant. Und "Geschichte" - soviel ist wenigstens sicher - hat Ginkgo biloba.
Die Heilkräfte dieses besonderen Baumes werden schon seit Jahrtausenden geschätzt. Das kennt man ja. Jedenfalls spielte Ginkgo biloba (vor allem seine Blätter und deren Wirkstoffe) bereits in der traditonellen chinesischen Medizin eine große Rolle. Und im Mittelalter wurden Ginkgoblätter zur Behandlung von Atemwegs- und Hauterkrankungen, Magenbeschwerden, Erschöpfungszuständen und anderen Leiden eingesetzt.
Gibt es überhaupt vernünftige Studien, die den Nutzen von Ginkgo-Präparaten belegen?
Das alles spricht durchaus nicht gegen Ginkgo. Interessant wird es dann allerdings in der Mitte des 20. Jahrhunderts, als man das pflanzliche Mittel im Hinblick auf seine positive Wirkung auf die Gedächtnisleistung entdeckt.
Autor: Marc Scheloske· 04.01.10 · 17:00 Uhr· 20 Kommentare
Top5
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Die Praxis der "Alternativmedizin": Ein Insider berichtetKritisch gedacht· 08.02.2012
- Vahrenholts kalte Sonne, Svensmarks kosmische Strahlen und der KlimawandelAstrodicticum Simplex· 10.02.2012
- Kein Platz für junge Wissenschaftler - Das Problem der fehlenden JuniorpositionenAstrodicticum Simplex· 31.01.2012
- Wie ich Wissenschaftler wurde und warum ich heute keiner mehr binAstrodicticum Simplex· 01.02.2012
Top5
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Vahrenholts kalte Sonne, Svensmarks kosmische Strahlen und der KlimawandelAstrodicticum Simplex· 10.02.2012
- Sonderrechte für Religiöse?blooDNAcid· 01.02.2012
- World Skeptics Congress 2012 in BerlinKritisch gedacht· 06.02.2012
- Die dunkle Materie ist keine ErfindungAstrodicticum Simplex· 07.02.2012
ScienceBlogs.com
- Great Plains Emerging Diseases ConferenceI ...Aetiology· 10.02.2012 · 14:25 Uhr
- Awful House transportation bill forgets that transit benefits drivers, tooThe House of Representatives Natural Resources Committee has approved what ...The Pump Handle· 10.02.2012 · 11:16 Uhr
- Independence Days Challenge Update #1I won't usually publish ID updates here but I did ...Casaubon's Book· 10.02.2012 · 11:02 Uhr
- Just in Time for Valentine's Day: The Science Behind the KissBy Larry Bock Founder and organizer USA Science Engineering Festival ...USA Science and Engineering Festival: The Blog· 10.02.2012 · 10:00 Uhr
- An uncomfortable questionWork called last night It happens Basically I had two ...Respectful Insolence· 10.02.2012 · 08:00 Uhr

