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Marc Scheloske ist Sozialwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist. Nach dem Studium an der LMU München war er an einer Studie zur Risiko- kommunikation für die EU beteiligt. Von 2008-2010 war er verantwortlicher ScienceBlogs-Redakteur. Seit 2011 ist er mit seiner Wissenswerkstatt als Berater für digitale Wissenschafts- kommunikation tätig.
Er twittert als Werkstatt.
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- Roland · 11.04.11 · 15:41 Uhr Es werde weiß: Mit dem Malerpinsel im Kampf gegen die Klimaerwärmung
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29. Mai 2009
Es werde weiß: Mit dem Malerpinsel im Kampf gegen die Klimaerwärmung
Kategorie: Politik·Umwelt · Kommentare: 6
Mit dem Malerpinsel gegen die Klimaerwärmung!? So ähnlich lautet jedenfalls ein Konzept, das US-Energieminister Steven Chu am Mittwoch in London vorstellte. Und Steven Chu, 1997 mit dem Physik-Nobelpreis dekoriert, meint es ernst: Hausdächer, Straßen und Plätze sollen mit weißer Farbe bemalt werden, um die Folgen des Klimawandels einzudämmen.
In den letzten Tagen war der ehrwürdige St. James's Palace in London Treffpunkt von rund 20 Nobelpreisträgern und einigen dutzend Klimawissenschaftlern. Auf Einladung von Hans-Joachim Schellnhuber (Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung) waren hochrangige Wissenschaftler zusammengekommen, um über Fragen des Klimaschutzes und Lösungsstrategien zu beraten. Als Schirmherr fungierte Prinz Charles, da konnte dann ja fast nichts mehr schiefgehen.
Autor: Marc Scheloske· 29.05.09 · 15:00 Uhr· 6 Kommentare
27. Mai 2009
Fußball und Statistik: Welche Torhüter sind die besten "Elfmeter-Killer"?
Kategorie: Kultur · Kommentare: 6
Jedes Fußballspiel ist längst zu einem Fest für Statistik-Freaks geworden: wieviele Ecken, Einwürfe oder Freistöße eine einzelne Mannschaft auf ihrem Konto hat, gehört zum Informations-Standard. Die Zahl der gewonnenen Zweikämpfe, die Länge des Ballbesitzes oder die Laufwege einzelner Spieler rundet das übliche Statistik-Angebot ab. Nun klären uns Dortmunder Forscher darüber auf, welche Torhüter als die wahren "Elfmeter-Killer" gelten können.
Die Fragen nach Anzahl der Torschüsse oder eben die Laufleistung eines Spielers lassen sich ja einfach beantworten. Da wird gezählt und addiert und damit ist die Sache erledigt. Auch die Tabellen und Punktstände sind ohne Mathematik-Studium nachzuvollziehen (es sei denn man stellt mit diesen Werten raffiniertere Analysen an, wie etwa Metin Tolan). Knifflig wird es allerdings, wenn man andere Parameter erfassen will. Wer ist denn nun wirklich der gefährlichste Stürmer? Wer der beste Torwart?
Die simple Rechenaufgabe, die einfach die Zahl der Tore durch die Anzahl der Spiele teilt, taugt dafür jedenfalls nicht. Für eine Analyse der besten Torhüter in Elfmeter-Situationen haben Statistiker der TU Dortmund nun eine kleine Tabelle erstellt. Mit verblüffenden Ergebnissen.
Autor: Marc Scheloske· 27.05.09 · 12:40 Uhr· 6 Kommentare
24. Mai 2009
Aufmerksamkeitsökonomie: Die kurze Medienkarriere der Schweinegrippe
Kategorie: Kultur·Medizin · Kommentare: 9
Vor gut 3 Wochen war die Schweinegrippe das alles bestimmende Thema. Als sich die neue Variante des A/H1N1-Virus binnen weniger Tage von Mexiko über die USA bis nach Europa ausbreitete, war die (mediale) Aufregung kaum zu übertreffen.
Inzwischen hat sich das Virus tatsächlich weltweit ausgebreitet, die Zahl der bestätigten Fälle ist auf über 12.000 angestiegen und die WHO sieht weiterhin ein "erhebliches Pandemie-Risiko". Für die Medien ist die Schweinegrippe freilich nur noch ein Randthema, in Blogs, Foren oder bei Twitter scheint sie inzwischen vollkommen irrelevant geworden zu sein.
Autor: Marc Scheloske· 24.05.09 · 21:30 Uhr· 9 Kommentare
16. Mai 2009
Wolfram Alpha: Viele Zahlen, wenig sozialwissenschaftlicher Sinn. Eine Antwortmaschine auf der Suche nach ihrer Form
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 5
Der Anspruch könnte größer kaum sein: Wolfram|Alpha, der seit Wochen mit Hochspannung erwartete Dienst, will eine neue Ära der Informations- und Wissenspräsentation im Internet einleiten. Dabei will Wolfram Alpha ausdrücklich keine Suchmaschine á la Google sein, nicht eine bloße Auflistung von Webseiten liefern, sondern echte Antworten auf echte Fragen ausgeben.
Seit einigen Stunden ist Wolfram|Alpha nun online - ein erster kurzer Test, ob die Antwortmaschine hält, was ihr Name verspricht.
Die Vorabinformationen zu diesem hochambitionierten Projekt waren mehr als vielversprechend. Stephen Wolfram, einstiges Wunderkind, Physiker, Mathematiker und Vater des legendären Matheprogramms "Mathematica", arbeitet seit rund vier Jahren mit einem stattlichen Expertenteam an einem System, das Informationen aus einer Unmenge an Datensätzen auswertet, kombiniert und als Antwort in Form von Tabellen und Graphen ausgibt.
Beginn einer neuen Ära? Wolfram Alpha will ausdrücklich keine Suchmaschine á la Google sein, sondern echte Antworten auf echte Fragen liefern.
Um wirklich relevante Resultate auszugeben - so die wohlklingende Ankündigung - , setzt Wolfram Alpha auf ein Technologie, die einerseits eine (semantische) Interpretation der Fragestellung leistet, andererseits Informationen aus Datenquellen - die eine Art Qualitätsprüfung durchlaufen haben - berechnet und bündelt.
Autor: Marc Scheloske· 16.05.09 · 18:30 Uhr· 5 Kommentare
14. Mai 2009
Pharmamarketing und das Wunder der Reziprozität: Kleine Geschenke, große Wirkung
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin · Kommentare: 5
Es sind fast immer die Klassiker: Notizblöcke mit Firmenlogo oder die unvermeidlichen Kugelschreiber mit Werbeaufdruck. Und die große Frage, die sich stellt: Wer zum Teufel braucht diesen Kram? Und wieso überschütten Firmen überhaupt ihre Kunden und Geschäftspartner mit all diesen Werbegeschenken?
Daß die großzügige Verteilung von Werbeartikeln durchaus sinnvoll und natürlich keineswegs uneigennützig ist, zeigt eine aktuelle Studie, die die Effizienz subtiler Einflußfaktoren in der Medizin illustriert.
Autor: Marc Scheloske· 14.05.09 · 19:40 Uhr· 5 Kommentare
12. Mai 2009
Der Vitamin-Mythos: Über positiven oxidativen Stress und die negativen Effekte von Antioxidantien
Kategorie: Medizin · Kommentare: 17
Wahrscheinlich ist Linus Pauling an allem Schuld. Die Erfolgsgeschichte der Vitamine begann jedenfalls Mitte der 60er Jahre, als Nobelpreisträger Pauling auf die Theorie seines Kollegen Irwin Stone aufmerksam wurde, der eine hochdosierte Vitamin-C-Kur gegen Erkältungen empfahl.
Doch Linus Pauling ging einen Schritt weiter: für ihn war Vitamin C eine Allzweckwaffe gegen das Altern und gegen Krebs. Und Linus Pauling machte die Vitamine in der Öffentlichkeit und in der Wissenschaft so richtig populär. Täglich 18g Vitamin C - so lautete seine Empfehlung. In dieser extrem hohen Dosis, das steht heute fest, ist auch die Einnahme von Vitamin C keineswegs sinnvoll. Und in den letzten Jahren mehren sich die Zweifel, ob die Vitamine tatsächlich soviel Nutzen stiften. Möglicherweise sind - wie aktuelle Studien zeigen - sogar einige der grundlegenden Prämissen der Vitamin-Apostel falsch.
Autor: Marc Scheloske· 12.05.09 · 06:00 Uhr· 17 Kommentare
11. Mai 2009
Unabhängige Forschung? - Interessenkonflikte bei jeder dritten Krebsstudie
Kategorie: Medizin · Kommentare: 3
Die medizinische Forschung steht bisweilen vor einem Dilemma: einerseits sind viele Studien ohne Zusammenarbeit mit Pharmafirmen überhaupt nicht durchführbar, andererseits stellt sich natürlich die Frage, ob unter diesen Rahmenbedingungen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis einzuhalten sind. Und Interessenskonflikte sind - wie eine aktuelle Analyse belegt - häufiger und subtiler, als man denkt.
Das Problem von Interessenskonflikten der Forscher und beteiligter Institutionen gibt es freilich nicht nur in der Medizin. Auch in anderen Disziplinen gilt die Regel, daß bei Publikationen, Vorträgen oder anderen Veröffentlichungen alle wirtschaftlichen und anderweitigen Interessenkonflikte offen gelegt werden müssen. Und das ist absolut das Mindeste, was man strenggenommen erwarten kann. Denn eine Verzerrung der (publizierten) Studienergebnisse findet beim Vorliegen von Interessenkonflikte ganz offensichtlich statt.
Autor: Marc Scheloske· 11.05.09 · 19:00 Uhr· 3 Kommentare
06. Mai 2009
Nur Gewinner: Das CHE-Hochschul-Ranking
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 7
Letztlich sind die Unterschiede zwischen der Wissenschaft und dem Formel-1-Zirkus nur marginal. In beiden Fällen ist ein ganzes Team daran beteiligt, um möglichst schnell, möglichst effizient das Ziel zu erreichen. Und am Ende zählt der Platz auf dem Siegerpodest.
Der Platz ganz oben auf dem Treppchen ist freilich begrenzt; da trifft es sich gut, daß es das Universitäts-Ranking des CHE gibt. Das produziert - wie man lesen kann - eigentlich ausschließlich Gewinner.
Man könnte eine ganze Artikelserie verfassen, in der man die einzelnen Aspekte darstellt, die das Wissenschaftssystem als Wettbewerbssystem kennzeichnen. Da gibt es den Wettlauf der Forscher untereinander: ganz egal ob es um die Publikation von Papers in den relevanten Journals geht oder um die Konkurrenz um Mitarbeiterstellen oder Professuren.
Autor: Marc Scheloske· 06.05.09 · 18:00 Uhr· 7 Kommentare
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