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Marc Scheloske ist Sozialwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist. Nach dem Studium an der LMU München war er an einer Studie zur Risiko- kommunikation für die EU beteiligt. Von 2008-2010 war er verantwortlicher ScienceBlogs-Redakteur. Seit 2011 ist er mit seiner Wissenswerkstatt als Berater für digitale Wissenschafts- kommunikation tätig.
Er twittert als Werkstatt.


Archiv April 2009

28. April 2009

Physik des Regentropfens: Tropfen zerplatzen gar nicht auf dem Boden

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 9

Regen.jpgEines meiner liebsten Geräusche ist ja das Prasseln von Regentropfen, die gegen Dach oder Fenster trommeln. Und wenn es einen richtig tollen Regenschauer gibt, dann schaue ich auch gerne aus dem Fenster und sehe gebannt zu, wie die Regentropfen auf dem Boden zerplatzen oder in Pfützen malerische Blasen erzeugen. Auf die Idee, diesen Vorgang genauer zu untersuchen, bin ich allerdings nicht gekommen.

Jetzt ist es dafür zu spät: Forscher der Harvard University haben eine interessante Studie zur Physik des Regentropfens vorgelegt.

Ich finde es ja ganz wunderbar, wenn Wissenschaft alltägliche Phänomene genauer unter die Lupe nimmt und dabei - das ist dann natürlich ganz besonders spannend - feststellt, daß sich die Dinge letztlich doch anders verhalten als gedacht. Und Regentropfen sind hier ganz besonders geeignete Kandidaten. Woran das wohl liegt?

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Autor: Marc Scheloske· 28.04.09 · 18:00 Uhr· 9 Kommentare

27. April 2009

Schweinegrippe: Pandemien, globale Gefahren und andere Risiken

Kategorie: Medizin·Politik  ·  Kommentare: 4

Schweinegrippe_Mexikostadt.jpgHaben Sie nicht vor einer Sekunde gehustet? Und sind Sie nicht auch ein bißchen verschnupft? Spüren Sie vielleicht sogar allgemeine Grippesymptome in sich aufsteigen? - Keine Sorge: es dürfte sich kaum um anderes, als eine belanglose Frühjahrserkältung handeln. Die Schweinegrippe, so darf man annehmen, ist es nicht.

Aber wie kommen wir überhaupt auf diesen Gedanken? Es ist doch kaum 48 Stunden her, als wir diesen Begriff "Schweinegrippe" zum ersten mal hörten! Und schon ist der Begriff zur Chiffre eines relevanten, diskussionswürdigen und schlagzeilenfüllenden "Risikos" geworden. Aber wovon reden wir eigentlich, wenn wir von Risiken sprechen?

Globale, mediale Risikogesellschaft

Der aktuelle Fall, also die Meldungen über die Schweinegrippe in Mexiko und den USA, illustriert einmal mehr zwei grundlegende Sachverhalte: erstens leben wir im Horizont globaler Risiken, zweitens ist diese Risikogesellschaft ein Medienereignis.

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Autor: Marc Scheloske· 27.04.09 · 13:15 Uhr· 4 Kommentare

22. April 2009

Intensivstationen: Fehler im System

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 7

Intensivmedizin.jpgWenn man krank ist, vielleicht sogar ein Klinikaufenthalt notwendig wird, so bleibt einem nichts anderes übrig, als in die Fähigkeit der behandelnden Ärzte und die Kompetenz des Pflegepersonals zu vertrauen. Doch Ärzte, Schwestern und Pfleger machen Fehler. Und das leider mit System...

Manche Zwischenfälle sind natürlich unvermeidlich, viel zu viele Pannen gehen allerdings auf die Rechnung eines mangelhaften Qualitätsmanagements in den Krankenhäusern. Eine aktuelle internationale Studie zur Behandlungsqualität auf Intensivstationen liefert nun wieder einmal ein beunruhigendes Ergebnis: nur bei zwei Dritteln der Patienten lief die Medikamentengabe ohne Pannen ab.

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Autor: Marc Scheloske· 22.04.09 · 07:45 Uhr· 7 Kommentare

15. April 2009

Das Gehirn der Sieger: Über Energydrinks und die Mobilisierung von Leistungsreserven

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 6

Energydrink.jpgAlle haben jahrelang hart trainiert. Alle haben sich wochenlang akribisch auf das sportliche Großereignis vorbereitet. Doch am Ende wird nur ein Athlet auf die oberste Stufe des Siegerpodests steigen dürfen. Worin liegt das Geheimnis der Sieger? Was unterscheidet den Gewinner vom Zweitplazierten? Und welche Rolle spielt dabei das Gehirn?

Zugegeben: Es ist eine Binsenweisheit, daß sich die entscheidenden Dinge im Kopf abspielen. Das gilt für den sportlichen Wettkampf genauso, wie für das Kochen oder den Sex. Dennoch wirft eine aktuelle Studie über den leistungssteigernden Effekt von Energydrinks ein interessantes Licht auf die Art und Weise, wie wir - im Sport, in der Küche oder im Bett - funktionieren.

Dem leistungsfördernden Effekt von Energydrinks auf der Spur

Die Sportmediziner Edward S. Chambers, Matt W. Bridge und David A. Jones von der Uni Birmingham haben für ihre kleine Studie eine interessante Versuchsanordnung gewählt. Als Probanden wählten sie gut trainierte Radfahrer, die ein Zeitfahren absolvieren mußten. Den Radfahrern stellten sie dabei drei Getränke zur Verfügung: einmal einen zuckrigen Glukose-Drink, das andere mal einen Mix aus Wasser und Maltodextrin (also einem Kohlenhydrat), das dritte mal gab es pures Wasser. Allerdings schmeckten - dank künstlichem Süßstoff - alle drei Getränke gleich.

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Autor: Marc Scheloske· 15.04.09 · 16:00 Uhr· 6 Kommentare

07. April 2009

Über Schwalben, den Frühling und die begrenzte Aussagekraft von Bauernregeln

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 5

Schwalben.jpgSind Tiere die besseren Meteorologen? Seit Menschengedenken wird jedenfalls versucht, das Wetter durch genau Beobachtung der Tierwelt vorherzusagen. Der auf seiner kleinen Leiter sitzende Wetterfrosch ist sprichwörtlich geworden, aber auch anderen Tieren wird ein feines Gespür für kommende Wetterverhältnisse attestiert. Schwalben beispielsweise. Das Problem: einer empirischen Überprüfung hält die Bauernregel nicht stand. Im Gegenteil: die Flughöhe der Schwalben ist ganz anders, als es das Sprichwort vermuten läßt.

Aber kurz der Reihe nach: die Schwalben, die übrigens zur Familie der Sperlingsvögel gehören, sind gleich mehrmals in Wetterregeln bedacht. Eine davon ist richtig, die andere hat sich nun durch eine Beobachtungsstudie von Ornithologen als falsch herausgestellt.

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Autor: Marc Scheloske· 07.04.09 · 13:30 Uhr· 5 Kommentare

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