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Marc Scheloske ist Sozialwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist. Nach dem Studium an der LMU München war er an einer Studie zur Risiko- kommunikation für die EU beteiligt. Von 2008-2010 war er verantwortlicher ScienceBlogs-Redakteur. Seit 2011 ist er mit seiner Wissenswerkstatt als Berater für digitale Wissenschafts- kommunikation tätig.
Er twittert als Werkstatt.
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27. Februar 2009
Unaussprechliche Risiken: Über phonetisch-terminologische Aspekte der Risikowahrnehmung
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 6
Die Bewertung von Risiken ist ein riskantes Geschäft. Ganz egal ob Einzelpersonen oder Gruppen eine Einschätzung von Gefahrensituationen vornehmen oder ob Experten oder Laien gefragt sind: bei der Beurteilung von Risiken liegen wir regelmäßig falsch. Selbst relativ nebensächliche Aspekte wie die Begriffe, mit denen bspw. bestimmte Substanzen bezeichnet werden, beeinflußen unsere Risikowahrnehmung.
Wobei vorab klargestellt werden muß: Ein Patentrezept oder gar eine "richtige" Form des Risikokalküls kann es kaum geben. Welche Gefahrenschwelle noch toleriert wird, variiert von Person zu Person und von Situation zu Situation. Und das Wissen, das uns in der jeweiligen Situation zur Verfügung steht, ist ohnehin kaum ausreichend oder stellt sich (wenigstens im Nachhinein) als ungenügend heraus. Interessant ist es dennoch, was jüngst die US-Psychologen Hyunjin Song und Norbert Schwarz festgestellt haben: je unaussprechlicher die Risiken, desto gefährlicher wurden sie eingeschätzt.
Autor: Marc Scheloske· 27.02.09 · 13:45 Uhr· 6 Kommentare
20. Februar 2009
Schlechte Nachbarschaft: Fast-Food-Restaurants und das Schlaganfallrisiko
Kategorie: Medizin · Kommentare: 1
Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihren Wohnort aus? Ist es die gute Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz oder der naheliegende Stadtpark, die den Ausschlag gegeben haben? Oder waren es am Ende die zahlreichen Fast-Food-Restaurants, die nur wenige Meter entfernt mit Currywurst, Pommes, Burger und Döner die hungrige Laufkundschaft bedienen?
Wenn in Ihrem Stadtviertel überdurchschnittlich viele Imbißketten angesiedelt sind, dann sollten Sie möglicherweise ihren Lebenswandel überdenken. Denn - wie eine US-Studie nun zeigt - rein statistisch betrachtet haben Bewohner solcher Viertel ein überdurchschnittlich hohes Schlaganfallrisiko. Aber kurz der Reihe nach:
Autor: Marc Scheloske· 20.02.09 · 16:30 Uhr· 1 Kommentar
Echolot: Erkundungen eines Liebhabers der Wissenschaften
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur · Kommentare: 3
Das Echolot ist vollkommen aus der Mode. Vor knapp 100 Jahren wurde das Echolot zur akustischen Messung von Fluss- oder Meerestiefen erfunden und patentiert. Doch heute stehen uns andere, bessere nautische Orientierungsverfahren zur Verfügung.
Aber vielleicht ist es in diesem Sinne auch ganz passend, wenn dieser Blog den Namen "Echolot" trägt. Denn nicht jedes modische Accessoire ist wirklich ein Fortschritt und gerade ein aus der Mode geratenes, unzeitgemäßes Instrument verspricht doch spannende Ein- und Aussichten.
Lust und Leiden an der Wissenschaft
An der Niederschrift dieser Beobachtungen (die - hoffentlich - mit Hilfe des Echolots zustande kommen) versucht sich künftig ein "Liebhaber der Wissenschaften", durchaus im Sinne Bruno Latours. Wobei die Lust und das Leiden an der Wissenschaft ungefähr gleichen Raum einnehmen.
Autor: Marc Scheloske· 20.02.09 · 15:45 Uhr· 3 Kommentare
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