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25.08.11 · 19:15 Uhr
Makroskopische Quantenwelt: Wenn ein Objekt an zwei Orten gleichzeitig ist
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 6
Früher hat man gesagt: Jaa, die Quantenphysik gilt halt nur für ganz kleine Dinge, wie Atome oder Elektronen, die wir eh nicht sehen können. Und "unsere" Welt, die wird weiter klassisch bleiben. Aber das ist nicht so, denn wo ist die Grenze, und wichtiger: wie käme eine Grenze zustande? Es war nur eine Frage der Zeit, bis es jemandem gelang zu zeigen, dass es keine Grenze gibt. Aaron O'Connell und seine Mitforscher_innen beobachteten ein mikroskopisch kleines, aber eben doch sichtbares Objekt, das sich in einer Überlagerung von Quantenzuständen befand.
Über ihre Ergebnisse hatte ich schonmal hier berichtet; aber in diesem TED-Vortrag spricht Aaron O'Connell darüber, warum es keine Grenze gibt und wie er ein Objekt erforschte, das gleichzeitig schwingt und nicht schwingt:
Und übrigens: Ich will diese Jacke!!
(Danke, Jörg)
Autor: Jörg· 6 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (6)
Wenn ich nun ein hinreichend kleines Zeitfenster wähle, so klein das innerhalb kein Photon oder Atom in Wechselwirkung tritt. Wohl so klein das Atome sich nicht bewegen – dann müssten wärend dieser kurzen Zeitspanne doch für jedes Objekt die Quantengesetze gelten. Oder steht die Zeit dann still?
Toller Vortrag; vielleicht kann man diese Schwingungen ja auch bei Menschen messen, wenn man mal einen bis kurz vor den Nullpunkt abkühlt :)
@tdh
Nur nennt man das dann nicht mehr Mensch sondern Leiche ;)
Gibt es in der Physik Arbeiten, die den Weg verfolgen, dass sich statistisch gesehen die bekannten klassischen Gesetze ergeben, wenn man hinreichend viele Quantenpartikel miteinander in Wechselwirkung treten lässt?
Aber wir haben vermutlich alle Hitchhiker's Guide gelesen - Ein Unwahrscheinlichkeitsdrive sollte machbar sein, auch wenn die Rezeptur im Buch wohl nicht ganz der Wahrheit entspricht :)
@Jack ich denke, keine Wechselwirkung -> keine Realität. Die Quantenmechanik beschreibt Wechselwirkungen im kleinsten Bereich.
man mag mir jetzt vorwerfen, dass ich einfach nur neidisch bin, aber ich halten den herren für etwas over-hyped. was er da gemacht hat, war sicher eine große technologische herausforderung, aber konzeptuell ist eine vibrations-superposition (für einen minimalen bruchteil einer sekunde) nichts aufregend neues - aber es ist natürlich trotzdem eine tolle, erzählenswerte geschichte.
schade finde ich es jedenfalls, dass der junge herr seinen vortrag mit esoterischen gehirn-lateralitäts-konzepten beginnt, mittendrin über die "gefühle" von teilchen spricht, und am ende wieder einmal die quantenphysik als "weird" bezeichnet.
An der Quantenphysik ist nichts seltsam. Im Gegenteil: Es wäre seltsam, wenn winzigkleine Teilchen sich genauso verhalten würden, wie wir das von großen Gegenständen gewohnt sind.
Ich bin zwiespältig.
Auf der einen Seite ist das was er da gemacht hat eine tolle Sache.
Auf der anderen Seite höre ich wieder die Esoterik-Jünger, die die kleinen Details wie Vakuum und extreme Kühlung ausser acht lassen.