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26.04.10 · 16:35 Uhr
Stephen Hawking mag keine Alien Overlords
Kategorie: Kultur · Kommentare: 29
Eine etwas seltsame Äußerung von Stephen Hawking macht grade die Runde. Und da Stephen Hawking der einzige lebende Physiker ist, den die meisten Menschen kennen, erregt er damit Aufsehen. Da es außerdem im Rahmen von Werbung für eine neue Dokumentation erfolgt, scheint es natürlich auch forciert zu werden.
Aber wie auch immer, vielleicht ist es nur eine Maßnahme, damit man mal Stephen Hawking widersprechen kann. Dermeint nämlich, dass es ziemlich sicher Aliens gibt, und vielleicht sind auch einige intelligente dabei. Gut, das sehe ich auch so, mit leidlich positiven Annahmen für die Drake-Gleichung kann man die Ansicht schon teilen. Nur sagt er jetzt, dass es vielleicht besser sei, sich zu verstecken, damit die uns nicht kommen und aufessen plündern:
"We only have to look at ourselves to see how intelligent life might develop into something we wouldn't want to meet. I imagine they might exist in massive ships, having used up all the resources from their home planet. Such advanced aliens would perhaps become nomads, looking to conquer and colonise whatever planets they can reach."He concludes that trying to make contact with alien races is "a little too risky". He said: "If aliens ever visit us, I think the outcome would be much as when Christopher Columbus first landed in America, which didn't turn out very well for the Native Americans."
Da sind mehrere Punkte drin, die etwas wenig durchdacht sind:
Erstmal, wer noch nicht Guns, Germs and Steel gelesen hatte, sollte das jetzt nachholen. Ich warte solange. Ok, durch? Dann sollte man also zu der Sache mit den amerikanischen Ureinwohnern wissen: der absolut größte Teil ist an europäischen Viren und Bakterien gestorben, die die Europäer von ihren domestizierten Tieren geerbt haben. Es ist aber äußerst unwahrscheinlich, dass Außerirdische Krankheiten mitbringen, die uns irgendwie befallen könnten. Die Situation ist also schon mal nicht mit der "Eroberung der Neuen Welt" zu vergleichen.
Blieben also der Stahl und die Waffen - bzw. in diesem Fall überlegene Waffentechnologie. Nur - warum? Warum sollte eine Rasse von Wesen, die unser Wissen um Physik in unvorstellbarem Maße übertreffen kann und intergalaktische Reisen unternimmt, ausgerechnet bewohnte Planeten plündern? Es muss doch genug unbewohnte oder nur von nicht-intelligentem Leben bewohnte Planeten und Himmelskörper geben die man erst plündern kann. Und für den Fall, dass diese Rasse so gewaltig ist, dass sie z.B. automatische Planeten-Verarbeitungssysteme hat, ist es auch grad egal ob wir uns vor den Aliens verstecken oder nicht.
Im übrigen glaube ich, dass eine Rasse die solche Techniken entwickeln kann sowieso solchen Kleinkram wie Krankheiten oder Kriege überwunden hat. Deswegen wäre ein Kontakt in friedlicher Absicht einfach wahrscheinlicher.
Und noch eines - wenn eine Rasse zu intergalaktischen Reisen fähig ist, wie sollen wir uns dann verstecken? Ist dann nicht auch anzunehmen, dass sie eh in der Lage sind, Planeten aus der Ferne zu erkunden und wissen, was darauf lebt?
Autor: Jörg· 29 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Trackbacks (2)
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Kommentare (29)
Ganz Deiner Meinung! Außerdem freut es mich auch, mal Stephen Hawking widersprechen zu können ;-)
Also ich finde Hawkings Meinung nicht so abwegig.
a) Warum (...) ausgerechnet bewohnte Planeten pluendern?
Naja, es koennte sich u.U. lohnen die Bewohner zu versklaven (ich wuerde Hawkings Aeusserungen zu Amerika auch eher darauf beziehen (nur um Missverstaendnissen vorzubeugen: da waere dann v.a. Latein-Amerika mit gemeint)).
b) Ich teile auch Deine Hoffnung, dass technologischer Fortschritt automatisch (!) zu moralischerem Verhalten (also dem Hintersichlassen von Krieg) fuehrt, nicht.
c) Ich glaube bzgl. des "Versteckens" ging es Hawking darum die aktive SETI einzustellen, also nicht ins gesamte Weltall "Wir sind hier" hinauszuplaerren. Das bedeutet natuerlich nicht, dass potentiell boesartige Aliens uns nicht trotzdem finden koennten, aber man muss es ihnen ja nicht noch leichter machen.
Also ... *hrrm* ... ich möchte widersprechen.
Außerirdische Bakterien - geschenkt.
Aber:
Weils geht. Allerdings ist "interstellar" und "intergalaktisch" ein Unterschied, wie du weißt. Wer intergalaktisch reisen kann, von dem muß ich annehmen, daß er uns nicht suchen muß, um diesen Planeten zu sterilisieren. Und wenn das gewollt ist, wirds getan. Punkt.
Wenn ich jetzt "Gutmensch-Argument" sage, hoffe ich, daß du meine Replik nicht als Pöbel-Argument wahrnimmst. Aber du steckst Krankheit und Krieg in dieselbe Schublade - die der unerwünschten Kacke am Bein, die man abschaffen kann. Doch kannst du dir dessen so sicher sein, daß diese Ansicht auch auf Nichtmenschen from auta ßpehs zutrifft? Nicht einmal alle MENSCHEN empfinden das so. Für mich ist "technisch überlegen = friedlich" eine Bullshit-Gleichung. Technische Fortschritt hat beispielsweise hier auf diesem Planeten noch nie dazu geführt, daß Waffentechnik nicht vorangetrieben wurde. Selbst Deutschland - seit 50 Jahren unter den Top Ten der Nation mit den wenigsten Kriegen *huha, dünnes Eis* - ist immer noch , Heckler & Koch + Freunde sei dank, eine DER Nationen mit der krassesten Waffentechnik. Ich empfinde es als wirklich blauäugig, technischen Fortschritt (den man unzweifelhaft braucht, wenn man wirklich interstellar reisen können will) als Garant für Friedfertigkeit darzustellen. Das eine hat leider mit dem anderen nichts zu tun.
Manea-K schrieb
Ok ich bin also ein Alien und technologisch so weit, dass ich es von Vulkan/Tatooine oder was weiß ich wo bis zur Erde geschafft habe, und dann bin ich darauf angewiesen, diese zu versklaven? Irgendwo ist da doch ein logischer Knopf drin, nicht?
Eben wegen ihrer Bewohner, also ihrer biologischen Ressourcen? Vielleicht sollte man auch nicht "plündern" sagen, sondern "nutzen", so wie wir natürliche Ressourcen und auch Tierarten nutzen? Ob wir als Bewohner das dann angenehmer finden als plündern, mag dahin gestellt sein.
Andererseits - wenn es eine ausserirdische Rasse zu solchen technischen Leistungen gebracht hat, dann hat sie wohlmöglich auch gelernt, Konflikte und Ressourcenprobleme zu lösen ohne sich auszulöschen. (Die Menschheit ist davon ja noch Lichtjahre entfernt.) Das wiederum macht Hoffnung.
Also, ich sehe es auch recht zynisch. Angenommen wir hätten Raumschiffe und finden ein paar Lichtjahre weiter eine Zivilisation die so ähnlich ist wie wir. Die sind doch eine Gefahr! Da muss doch die Bush Doktrin(Präventivkrieg) angewendet werden. Wenn man Glück hat, ist der Planet für unsere Physis sowieso unbewohnbar. Da kann man ihn gleich in die Steinzeit bomben. Noch ein Bonus: Wenn man schnell und hart genug zuschlägt, merken es unsere Medien nicht mal...
Klar ist das paranoid, aber so ähnlich denkende Lichtgestalten gabs meiner Ansicht nach in unserer Vergangenheit zu Hauf...
@Alexander:
Ich sag ja nicht "darauf angewiesen", ich sage "koennte sich lohnen". So wie die Menschheit in unseren Breitengraden auch nicht darauf angewiesen ist Tiere auszubeuten tut sie es trotzdem. Ich gebe zu, dass das fuer uns mit weniger Aufwand verbunden ist als fuer die Vulkanier, ich will nur darauf hinaus, dass es Szenarien geben koennte in denen sich sowas lohnt.
Also ich finde man kann weder sagen, dass so fortgeschrittene (also auch intelligente) Aliens friedlich sind werden, noch das Gegenteil.
Denn IMHO wird es, so wie in jeder anderen sozialen Struktur, sowohl friedliche als auch gewalttaetige Elemente geben.
Ich denke es wird wohl darauf ankommen welchen "Background" sie haben.
Also z.B. wenn sie Forscher/Erkunder sind, wirds wohl eher friedlich ausgehen.
Wenn sie aber Ihren Planeten verlassen "mussten" (z.b. Umwelt o.a.) und auf der Durchreise sind kann ich mir gut vorstellen, dass unser Planet mit dem ganzen Wasser attraktiv erscheint. Und wenn dann was mit der Kommunikation zwischen Menschen und Aliens nicht klappt, kommts wohl auf die Waffen an. Vor allem darf man nicht vergessen das bei weitem nicht alle Menschen die Aliens willkommen heissen wuerden.
Und wer weiss vielleicht gibt es ja nicht nur eine intelligente Species die da draussen unterwegs ist, sondern mehrere. Vielleicht konkurrieren sie bereits um Ressourcen und es gibt bereits einen interstellaren Krieg in der Michstrasse. Vielleicht haben sie aber auch eine Foederation gegruendet ;)
Ich finde man kann einfach noch keine Aussagen darueber treffen. Aber drueber reden und phantasieren ist super und macht Spass, also weiter so!
Sie nennen uns "Jupiterianer", nehmen uns den Planeten weg und geben uns dafür massig zu saufen?
@all
Die Riff Raffs der Galaxis sind bereits hier und führen in der Tat nichts Gutes im Schilde.
Empfehle die Bücher von Ashayana Deane (Anna Hayes) und besonders das Videointerview mit ihr, das bald auf der Project Camelot website erscheinen wird.
www.projectcamelotportal.com
Falls aliens unterwegs sind auf der Suche nach lohnenswerten Plünderzielen, dürfte ein auf sich Aufmerksammachen unsererseits völlig irrelevant sein, eher ein wenig sichernd, denn wer läßt sich schon beim Plündern gerne von so lästigen Zecken wie uns stören.
Falls mir allerdings mal ein alien gegenüberstehen sollte, stimme ich mit =»diesem flyer überein: Da sie da sind, sind sie friedlich, sonst wäre ich nicht da.
Noch vor ein paar Jahren hätte ich dem Argument:
"...dass eine Rasse die solche Techniken entwickeln kann sowieso solchen Kleinkram wie Krankheiten oder Kriege überwunden hat"
vollkommen zugestimmt, vorallem wenn man bedenkt wie Astronauten
der verschiedensten (ehemals zu Tode verfeindeten) Länder im Dienste der Wissenschaft
im All problemlos und friedlich zusammenarbeiten.
Bis, ja bis ich mal gelesen hab dass Paris Hilton sich schon ein Ticktet für den ersten Touri Flug ins All gebucht hat....
Na ich weiß nicht. Waffen entwickeln ist eine andere Skala als wirkliche Großforschung. Was war das größte Waffenprojekt? Das Manhattan Project, und das war bereits auf großnationaler Skala. Die Mondlandung war etwas ähnliches nur als kaltem statt heißem Krieg. Heute haben wir dann aber z.B. LHC und ITER, die schon nur noch international funktionieren. Das wären wohl noch Projekte in ähnlicher Größe wie das Manhattan-Projekt.
Was passiert aber jetzt wenn man etwas wirkliches großes will? Und reisen zu anderen Sonnen sind etwas was wohl definitiv Energiemengen verbraucht, für die man mindestens auf die Ressourcen eines ganzen Sonnensystems zurückgreifen können muss. Wir müssen schon davon ausgehen dass die Gesetze der Physik in bestimmtem Rahmen gelten - und da braucht es halt sauviel Energie um so weit zu reisen. Und wenn man nun ein Sonnensystem braucht um die Energie zu sammeln, dann passt das eigentlich nicht damit zusammen, dass die Bewohner des Systems sich nicht einig sind was sie anfangen.
@ Jörg
Geb Dir zu Teilen Recht.
Aber vielleicht/wahrscheinlich werden sich nur bestimmte Gruppen (Wissenschaftler/Regierungen) einig sein.
Aber wie fast alles, was als Prototyp unendlich teuer war, wird spätestens in der Massenfertigung und der Zeit immer erschwinglicher, bis selbst der "letzte Depp"
auch an diese Technologie kommt und schlechtes damit macht (Computer- Viren, Auto-betrunken fahren)
Ich denke es wird ja nicht das Problem sein wenn die gebildeten Alienforscher zu uns kommen,
sondern denen ihr Pöbel....
@Jörg:
Umso schlimmer! Dann ist immerhin eine mit Waffengewalt "geeinte" Zivilisation in der Lage, diese Energieressourcen anzuzapfen. Sprich: Aliens, die in der Lage sind, uns zu besuchen, sind Abgesandte von Diktatoren (wahlweise mit kleinem lächerlichen oder großem buschigen Schnurrbart).
Klar, das, was ich hier jetzt tu, ist Schwarzmalerei im großen Stil. Weiß ich. Aber ich find eben seit x Jahren nicht wirklich ein Argument, das die These des zwingend friedlichen interstellaren Reisenden unterstützt.
@bullet
Wie lange war die längste "Schreckensherrschaft" auf Erden ohne Revolte?
Ich glaube nicht an die Möglichkeit einer globalunterdrückten Geselschaft.
Und ich muß nur damit rechnen, daß sie möglich ist. Da wir eh von Aliens reden, ist die Nachfrage, wie lange/ob so etwas auf der Erde möglich ist, nicht zielführend. (Okay, der Schnurrbart dann auch nicht, aber ich wollte diesen Ulk nicht verpassen.)
@bullet
Möglich ist vieles und Schnurbärte gehören sowieso verboten!
Ganz meine Meinung!
kann mir jemand "Es ist aber äußerst unwahrscheinlich, dass Außerirdische Krankheiten mitbringen, die uns irgendwie befallen könnten" erklären?
warum ist das unwahrscheinlich? ist es nicht eher wahrscheinlich dass die außerirdischen irgendwelche viren und bakterien mitbringen die für sie vollkommen harmlos, für uns aber gefährlich sind?
hawking macht imho den doch relativ häufigen fehler, den aliens menschenähnliche eigenschaften zuzuschreiben bzw zu erwarten. warum sollten sie deren gesellschaft (wenn sie so etwas überhaupt haben) der unseren auch nur im entferntesten ähnlich sein?
klar, irgendwo muss man anfangen mit den spekulationen, aber da hat er schon sehr viel "menschlichkeit" reingesteckt...
@Frank: derselbe grund, viren und bakterien sind für uns ja im wesentlichen nur gefährlich, weil sie mit unseren zellen bzw. erbgut wechselwirken und es ist einfach ziemlich unwahrscheinlich das ausserirdisches leben auch auf diesem prinzip basiert. daher werden sie wohl kaum "viren" in diesem sinne mit sich bringen...
Eines kapiere ich generell nicht, Hawking hin oder her:
Wieso sollte jemand, der ein Generationenraumschiff hat, mit dem er bereits seit Äonen sicher durchs All schippert, überhaupt so etwas Ranziges wie einen Planeten aufsuchen?
Lassen wir mal Kohlsuppe weg: Was gibt es denn hier, was sie nicht eh schon hätten?
*gg*
Wenn es haarig wird, können wir ja immer noch darauf spekulieren, dass ihre Computersysteme ein beschissenes Antivirenprogramm haben... ;-))
Bullet·
28.04.10 · 09:15 Uhr
auch @Frank: viel wahrscheinlicher wäre es, daß allein schon die chemischen Emissionen der Aliens gefährlich wären. Also das Gas, das sie einatmen, das, was sie wieder ausatmen, ihre, ähm, Abfallstoffe, ihre Nahrung, selbst ihre Kommunikationsmethode kann gefährlich für Menschen sein (was, wenn sie 160 dB Infraschall zum Reden verwenden? Oder Gammastrahlung als Beleuchtung?)Hm.
Wieso interessiert sich alle Welt dafür, wenn Hawking mal irgendwelchen Sci-Fi Quark absondert? Gut, er ist sonst nicht so bekannt dafür, aber...
Als hätte das jetzt irgendein Gewicht, nur weil der große Sir Stevo das gesagt hat. Und ich seh da jetzt auch nix neues in seiner Meinung.
Lem, die Strugatzkis, Ian Banks, Clarke, H. G. Wells, etc pp haben doch da viele mögliche Szenarien schon aufs schönste durchgespielt. Auch diese.
Also: danke Sir Stephen für viel großartigen Input, aber jetzt nicht auf die letzten paar Meter zum Exobiologiepseudophilosophen mutieren, bitte. :-)
PS: Ich halte es für am alleroberwahrscheinlichsten, dass die riesige, schwerstbewaffnete, technisch-lichtjahre-voraus-seiende Invasionsarmada aufgrund eines Rechenfehlers von einem Hund verschluckt wird. ;-)
(und auch das ist nicht neu. :-) )
[quote]Warum sollte eine Rasse von Wesen, die unser Wissen um Physik in unvorstellbarem Maße übertreffen kann und intergalaktische Reisen unternimmt, ausgerechnet bewohnte Planeten plündern?[/quote]
Warum bleiben sie nicht gleich zu hause und geben sich mit brot und spiele zu frieden?!
Ich kann mir sehr gut vorstellen dass es Rassen geben könnte, die einen sehr dominativen Charakter haben. Unsere Rasse first, safety first (die andersartigen lebensformen könnten potentiell noch ärger machen, also weg damit) und besiedelung der dominanz wegen (wenn es keine Interplanetaren Nischen gibt schafft man sich welche). Wenn derartige Sozialstrukturen gepaart werden mit kalter unethischer Inteligenz (z.b. bewusst sehr nachhaltige Politik) und innerer Einheit (kann ich mir z.b. gut bei schwarminteligenzen vorstellen) kommen potentiell hochtechnologische, für uns gefährliche Aliens dabei raus, die auch nach Darwin im Galaktischen Wettlauf* ordentlich im Vorteil sein sollten.
*wobei es wegen dem Fermi-Paradoxon eh höchst wahrscheinlich ist, dass es nur sehr sehr wenige technologische zivilisationen im Universum gibt und wir wahrscheinlich sogar die Ersten sein werden. D.h. Wettlauf fällt aufgrund magelnder Teilnehmerzahl aus.
Was ich da beim Hawking überhaupt nicht kapier ...
Wie bemerken die uns? Also nach unserem Stand des Wissens durch elektromagnetische Abstrahlung. Ob das jetzt die Soaps sind, die durch Fernsehsatelliten ins All gespamt werden oder die paar Botschaften die extra zur Kontaktaufnahme versandt wurden ist egal. Kann auch die Änderung des abgestrahlten Lichts des Planeten sein, durch welche Einflüsse auch immer. Oder irgendwelche Gammablitze durch Atombombentests. Ist alles die selbe Suppe namens elektomagnetische Wellen.
So, diese Dinger sausen nun mit Lichtgeschwindigkeit nach draussen. Nicht schneller und nicht langsamer. Wenn das All nicht gerade überbevölkert ist, dann dauert das vielleicht 100 oder mehr Jahre bis das Signal empfangen wird.
Also mal angenommen da sitzt einer der lauscht und wird uns entdeckt haben, so in 100 Jahren von jetzt an. Ladys and Gentleman please start the Engines!
Und los gehts! Die beschleunigen nun und beschleunigen und und und ... und irgendwann wird gebremst. Wie lange brauchen diese ach so bösen Raubaliens nun bis zu uns? Also sicher eine Zahl größer als 100 Jahre. Wohl irgendwas um die 1000 Jahre.
Wenn wir also heute ein Signal losschicken (wobei solche Signale ja schon seit gut 100 Jahren unterwegs sind, aber das ist egal) dann kommen die Kameraden in wohl frühestens 1000 Jahren zu Besuch.
In 1000 Jahren hab ich andere Sorgen, als mich um Besucher zu kümmern. Ganz sicher sogar andere Sorgen, oder eher gar schon lange keine Sorgen mehr. In 1000 Jahren würde ich mich auf diesem Planeten auch nicht zurechtfinden. Wenn ich mal 1000 Jahre zurückdenke, dann ist das http://de.wikipedia.org/wiki/1011 Hmm. Hätte eine Mathilde II auch nur irgendeine Ahnung von der heutigen Technik gehabt? Inklusive Kriegstechnik natürlich, denn diese wäre für eine Abwehr von bösen Raubaliens nützlich. Ich glaub nicht und daher glaub ich auch nicht, dass irgendjemand heute eine Vorstellung davon hat, wie die Technik in 1000 Jahren aussieht.
Was soll diese Warnung also?
Okay. Es mag ja sein, dass unsere Vorstellung von der Welt noch nicht so ganz tolle ist und vielleicht gibts ja doch Möglichkeiten, dass diese Kameraden schneller zu uns kommen. Vielleicht sogar viel schneller. So schnell, wie es bei uns dauert um mal mit schnell am Wochenende ins Grüne zu fahren. Dann wären die doch schon längst hier, denn so ein Besuch bei irgendeinem Planeten wäre nichts anderes als ein Kurzurlaub. Und wenn die schon hier wären, dann sind das keine Raubaliens, sondern wohl maximal Kuschelaliens -- solche ohne Notwendigkeit einer Warnung.
Und deshalb kapier ich diese Warnung einfach nicht.
Die Frage ist jetzt denke ich , welchen sinn es hat programme , in denen man versucht mit Außerirdischen intelligenzen in kontakt zu treten. Im besten Fall werden wir vermutlich kein Ergebnis bekommen. Die schlimmst mögliche Version ist hingegen ,dass es uns tatsächlich gelingt mit einer intelligenten, Raumfahrenden spezies in Kontakt zu treten. In diesem Sinne hat Hawkins mehr oder weniger ausgesagt, das die Versuche sich entsprechend bemerkbar zu machen, so oder so wenig sinn machen, da ein Erfolg vermutlich schwerwiegende Konsequenzen nachsich ziehen würde( und ein misserfolg einfach nur einen Verlust von Kapital darstellen würde.