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Joerg Rings lebt in Oakland, Kalifornien, und ist Senior Quantitative Analyst in einem Start-Up, das Thermostate optimiert um Energie zu sparen.
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31. Januar 2010
Ist Dunkle Materie nicht nötig, um FERMI/PAMELA-Ergebnisse zu erklären?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Dunkle Materie ist ein häufiges Thema bei den ScienceBlogs, und nicht umsonst, stehen wir doch vielleicht kurz davor, dieses seltsame Phänomen zu erklären. Auch Messungen aus verschiedenen Experimenten, die eventuell als Produkt von Annihilationen von Dunkler Materie zu erklären sind, waren hier schon oft Thema. Neben den Experimenten ATIC und HESS waren das vor allem PAMELA und FERMI. All diese Experimente haben ein Energiespektrum in der kosmischen Strahlung untersucht, bei Elektronen/Positronen und/oder Protonen/Antiprotonen.
Der europäische Satellit PAMELA hat einen Überschuss an Positronen festgestellt, also Messung von mehr Positronen über 5 GeV, als man erwartet. Das Ballon-getragene Experiment ATIC fand ebenso zu viele Elektronen/Positronen. Die Ergebnisse des Satelliten FERMI waren eher zwiespältig, es war zu viele Positronen/Elektronen, aber ein geringerer Überschuss als bei PAMELA:

Autor: Jörg· 31.01.10 · 18:00 Uhr· 2 Kommentare
Mutter Teresa - Engel der Scheinheiligkeit
Kategorie: Kultur · Kommentare: 9
Aus gegebenen Anlass muss ich doch mal Christopher Hitchens Dokumentation über Mutter Theresa einfügen. Die heißt Hell's Angel, er wollte sie aber viel lieber Sacred Cow nennen (sein Buch dazu heißt "The Missionary Position").
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Ich denke, Mutter Teresa ist wirklich ein leuchtende Galeonsfigur für die römisch-katholische Kirche, der Engel der Scheinheiligkeit.
Autor: Jörg· 31.01.10 · 12:40 Uhr· 9 Kommentare
30. Januar 2010
Ein Laserstern
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Nachdem ich meinen Artikel zum Geburtstag des Lasers geschrieben hatte, kam mir eine Idee: Kann es nicht irgendwo im Universum natürliche Laser geben? Immerhin hat man auch entdeckt, dass es vor 2 Milliarden Jahren in Gabun einen natürlichen Kernreaktor gab. Also hab ich gesucht und bin schnell fündig geworden. Daher jetzt, passend zum LaserFest, die Geschichte von der Suche nach dem Laserstern.
Autor: Jörg· 30.01.10 · 12:00 Uhr· 2 Kommentare
29. Januar 2010
Video am Freitag - Dan Dennett und die unsinnige Theologie
Kategorie: Kultur · Kommentare: 4
Daniel Dennett ist Philosoph. Aber, wie Dawkins in der Einleitung mit großem Seitenhieb anführt, er ist einer der wenigen, auf die man den (paraphrasierten) Spruch von Feynman "Philosophen stehen immer draußen und stellen dumme Fragen." nicht anwenden kann. Sein Buch "Breaking the Spell" über Atheismus habe ich schon gelesen, aber ich muss es nochmal lesen weil es so unheimlich randvoll mit brillianten Einsichten ist. Dennett ist einer der strukturiertesten, produktivsten Denker, der das aber auch noch in einfacher, freundlicher Sprache ausdrücken kann und sich immer eng an die WIssenschaft hält. Außerdem sieht er wie Darwin aus. Wie kann man ihn nicht mögen.
Hier spricht er in einem Vortrag von der AAI 2009 - der Konferenz der Amerikanischen Atheisten - über Interviews mit Priestern, die atheistisch geworden sind und in welcher Falle sie sitzen, und dann über die fröhliche Verdrehungs- und Laberkunst, die sich dann Theologie nennt. Dabei führt er den schönen neuen Term ein: "Deepity" - Wörter die oberflächlich einen Sinn haben, tiefergehend und toll klingen sollen aber in Wahrheit leere Hülsen sind. So wie "Liebe ist auch nur ein Wort" - Ja es ist oberflächlich eine klare, richtige Aussage - es ist ein Wort. Dahinter soll sich etwas profundes verstecken - tut es aber nicht. Schaut wenigstens den "Canon of good spin" bei 30:02!
Theologians are religion's spinmeisters
Autor: Jörg· 29.01.10 · 08:30 Uhr· 4 Kommentare
27. Januar 2010
Der Laser feiert seinen 50ten
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 5
Welches Gerät, das aus der Physik stammt ist am faszinierendsten in Kultur und Science Fiction und enorm weit verbreitet im alltäglichen Leben? Ohne Zweifel der Laser! Der Apparat, der die bekannteste Anwendung der Ideen der Quantenphysik ist, feiert Geburtstag. Denn vor 50 Jahren wurde der erste, funktionierende Laser gebaut und darum wird 2010 weltweit ein Jahr lang das LaserFest gefeiert! Was für ein cooler Name. Auch bei Diax's Rake wird es also hin und wieder etwas zu Lasern geben, denn es ist ja LaserFest!
Autor: Jörg· 27.01.10 · 12:20 Uhr· 5 Kommentare
25. Januar 2010
Richard Dawkins: Geschichten vom Ursprung des Lebens
Kategorie: Naturwissenschaften·Themenwoche·Themenwoche · Kommentare: 7
Als ich dieses Buch zuerst bekommen habe, dachte ich noch es sei das neue Dawkins-Buch, und habe mich gewundert was "The Greatest Show on Earth" doch für einen lahmen titel auf deutsch bekommen hat. Aber weit gefehlt - nicht beim lahmen Titel, aber in Wahrheit ist "Geschichten vom Ursprung des Lebens" die Übersetzung des Buches "The Ancestor's Tale", das 2004 erschien aber erst 2008 übersetzt wurde. Und anscheinend letztes Jahr zum Darwin-Jahr nochmal neu als Taschenbuch erschien.
Aber wie scheinbar immer ist der deutsche Titel wieder einmal daneben. Es sind keine Geschichten vom URSPRUNG des Lebens, sondern von seiner Entwicklung, die Dawkins erzählt. EVOLUTION, Leute. Wirklich, ist es nicht möglich einen Titel zu finden der wenigstens zum Inhalt passt? Das Buch spricht zwar auch auf 20 Seiten über den Ursprung des Lebens oder was man dazu vermuten kann, aber die anderen 850 Seiten befassen sich mit Evolution.
Autor: Jörg· 25.01.10 · 21:00 Uhr· 7 Kommentare
Darwinfisch
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 13
Na, wie gut ist das? Grade aufs Auto gepappt:
Autor: Jörg· 25.01.10 · 13:50 Uhr· 13 Kommentare
24. Januar 2010
Ein Fall spontaner Teleportation
Kategorie: Kultur·Politik · Kommentare: 7
Stundenlang wartete der Passagier wie Tausende andere darauf, dass er doch noch sein Flugzeug besteigen könnte. Um 21.07 Uhr erfasste ihn eine Überwachungskamera erneut - da ging er wieder durch die Kontrollen, stellte sich ordentlich an, legte Mantel und Laptop auf das Band. Diesmal schlug der Detektor nicht mehr an.
Autor: Jörg· 24.01.10 · 21:10 Uhr· 7 Kommentare
22. Januar 2010
Warnung vor Tsunamis durch Unterseekabel?
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 8
Die zerstörerische Gewalt durch Tsunamis haben wir 2004 erlebt. Der Tsunami, der durch ein Unterseebeben ausgelöst worden war tötete am 26. Dezember über 280000 Menschen. Danach wurde begonne, Frühwarnsysteme zu etablieren, aber das ist nicht so einfach. Denn während die Tsunami-Welle sich am Strand zu irren Höhen auftürmen kann, bewegt sie sich fast ohne Höhenunterschied durch das Wasser - und ist oft nur wenige Zentimeter hoch. Was sie so gefährlich macht, ist die große räumliche Ausdehnung und somit die kollektive Bewegung einer gewaltigen Wassermasse, nicht die vertikale Höhenänderung.
Detektieren kann man sie durch Drucksensoren am Meeresboden, solche Messnetze wurden und werden aufgebaut. In einer neuen Veröffentlichung, die im Februar in Earth, Planets and Space erscheinen wird, wird jetzt die theoretische Möglichkeit einer ergänzenden Methode vorgestellt, die auf bestehende Infrastruktur zurückgreift: auf Unterseekabel.
Autor: Jörg· 22.01.10 · 13:35 Uhr· 8 Kommentare
Video am Freitag: Seit wann und wie wir wissen dass die Erde rund ist
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 13
Ein schönes Video mit Animationen, die erklären wie lange wir wissen dass die Erde rund ist, und warum. Soviel zu "früher haben die Menschen gedacht die Erde ist eine Scheibe".
Autor: Jörg· 22.01.10 · 08:00 Uhr· 13 Kommentare
20. Januar 2010
Die neue Generation Experimente zum Doppelten Betazerfall (II)
Kategorie: Naturwissenschaften
Im ersten Teil hatten wir gesehen, dass man durch die Suche nach einem doppelten Betazerfall über die Eigenschaft der Neutrinos befinden kann, nämlich ob sie ihre eigenen Antiteilchen sind. In aktuellen Physics Today stellt ein Artikel die kommenden Experimente dazu vor.
Autor: Jörg· 20.01.10 · 12:35 Uhr· 0 Kommentare
16. Januar 2010
Die neue Generation Experimente zum Doppelten Betazerfall (I)
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 7
Im Betazerfall zerfällt ein Neutron in ein Proton, Elektron und Antineutrino. Und da in so einem Atomkern viele Neutronen vorkommen, können auch mal zwei gleichzeitig zerfallen. Nur weil das passieren kann, macht das jetzt interessant, das auch zu messen? Nein, nur wenn wir auf der Suche nach einem Spezialfall des doppelten Betazerfalls sind, der darüber richten kann, welche Art von Teilchen Neutrinos sind.
Wie ihr wisst, gibt es zwei Arten von Teilchen, Materie und Antimaterie. Das Anti-Teilchen zum Elektron ist beispielsweise das Positron, das in allem gleich ist außer der umgekehrten elektrischen Ladung. Die Materieteilchen kommen ganz schlecht mit ihren "bösen Zwillingen" aus. Wer anfängt ist nicht ganz klar, aber Streit gibt es immer - und trifft ein Teilchen sein Antiteilchen, löschen sich beide aus.
Neutrinos sind ja leider sehr schwierig zu messen; und auch wenn man jetzt ziemlich gute Hinweise darauf hat, dass sie eine (sehr kleine) Masse haben, ist eine entscheidende Frage noch nicht klar: Sind Neutrinos ihre eigenen Antiteilchen? Den Fall, dass Neutrino und Antineutrino verschieden sind, also so wie Elektron und Positron, nennt man Dirac-Neutrinos, und den Fall dass Neutrino gleich Antineutrino ist nennt man Majorana-Neutrino.
Wenn ein doppelter Betazerfall ohne Neutrinos beobachtet wird, müssen Neutrino Majorana-Teilchen sein. Warum? Schauen wir uns erstmal einen doppelten Betazerfall an:
Autor: Jörg· 16.01.10 · 14:00 Uhr· 7 Kommentare
15. Januar 2010
Ein genetischer Algorithmus in Python
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 10
Viele Probleme die man in der Wissenschaft lösen muss, sind so schwierig, dass man sie nicht analytisch in annehmbarer Zeit ausrechnen kann. An dieser Stelle kommen dann oft zufallsbasierte Methoden zum Einsatz. Dazu gehören die Monte-Carlo-Methoden, aber auch eine Klasse von Algorithmen die sich Prinzipien der Evolution zum Vorbild genommen haben. Die bekannteste Art evolutionsbasierter Algorithmen sind die Genetischen Algorithmen. Ich möchte ein einfaches Beispiel für einen Genetischen Algorithmus (GA) zeigen. Diese lassen sich vor allem für Optimierungsprobleme einsetzen, ich habe also immer irgendein Maß des Erfolges meiner Parameter, und möchte dieses möglichst groß machen. Ein einfaches Beispiel wäre es, einen Parameter zu finden, z.B. eine Geschwindigkeit, der die bestmögliche Modellierung einer Messung erlaubt. Dies ist eine sehr häufige Problemklasse, die man mit vielen verschiedenen Mitteln angeht, von denen Genetische Algorithmen nur eine spezielle sind.
Umgekehrt kann man mit Hilfe von Genetischen Algorithmen auch Missverständnisse in der Evolutionstheorie beleuchten, nämlich das Vorurteil dass Zufall alleine keine komplexen Lebensformen hervorbringen kann. Dieses Missverständnis beruht darauf, dass zwar die Mutation in den Genen zufällig ist, aber durch den Selektionsdruck die best-angepassten Individuen überleben. Diese beiden Prinzipien liefern auch die Grundlage für Genetische Algorithmen. Richard Dawkins hat einen GA in seinem Buch "Der blinde Uhrmacher" (ama / sb) verwendet, auch mit einem Beispiel wie ich es hier bringe. Das Buch habe ich aber nicht gelesen, daher weiß ich nicht wie sehr mein Beispiel seinem ähnelt.
Ich habe den Code in Python implementiert, wenn ihr ihn selbst ausführen wollt, ladet ihn hier herunter und führt ihn in der Kommandozeile aus. Für WIndows müsst ihr euch ein Python installieren, z.B. von ActiveState.
Man führt das Programm dann aus mit
python ga.py DIESISTDERSZIELSTRING 500 0.65 0.035 500
Die Eingaben werden jetzt klar, ich benenne nur erst die Parameter:
- Der Zielstring
- Die Größe der Population
- Die Crossover-Wahrscheinlichkeit
- Die Mutationswahrscheinlichkeit (pro Gen!)
- Die Anzahl Generationen
Ich will keine Code-Fragmente einfügen, dann lässt sich der Hintergrund besser erzählen. Ich hoffe, der Code ist einigermaßen verständlich geschrieben. Ich werde aber in Klammer Zeilennummern in den Text einfügen. Der Code erzeugt neben Bildschirmausgaben auch noch eine Datei "logging.out" mit viel mehr Informationen, z.B. den Chromosomen aus jedem Lauf und den Crossover-Vorgängen und Mutationen.
Autor: Jörg· 15.01.10 · 16:20 Uhr· 10 Kommentare
Video am Freitag: James Randi spricht über seine Chemotherapie
Kategorie: Medizin · Kommentare: 11
Der unzerbrechliche James Randi scheint seine Krebstherapie gut überstanden zu haben, und nicht nur das, er hat ein sehr gutes Video aufgenommen, in dem er über seine Chemotherapie spricht, um Menschen die Angst davor zu nehmen:
Autor: Jörg· 15.01.10 · 14:55 Uhr· 11 Kommentare
14. Januar 2010
Wie Werner Gruber einen Körperscanner austrickst
Kategorie: Technik · Kommentare: 71
Das müsst ihr euch jetzt schnell angucken, weil die ZDF Mediathek ja nur eine Woche die Sendungen vorhält. In der Sendung von Markus Lanz wird über Körperscanner diskutiert, und der Science Buster und Physiker Werner Gruber ist dabei, und schaut mal wenigstens so ab Minute 17 oder 18, was er so durch den Körperscanner bringt.
Schaut auch wie der Gruber dann die Thermitreaktion durchführt und erklärt wo man sie anbringen muss und der Sicherheitsexperte batzig wird. Security by obscurity funktioniert aber nicht...
Achso, den Link vergessen, ha: ZDF Mediathek.
Autor: Jörg· 14.01.10 · 09:30 Uhr· 71 Kommentare
Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern veranstaltet Bibelwettbewerb
Kategorie: Kultur·Politik · Kommentare: 45
Manchmal höre oder lese ich etwas und denke, ich muss mit einer Zeitmaschine ins Mittelalter gereist sein. Das kann doch nicht sein, dass das normal ist. Wenn die Cheflobbyisten der großen deutschen Kirchen-Unternehmen bei der Klausurtagung der Regierungspartei auftreten, scheint das super zu sein. Wenn ein Bildungsministerium einen Bibelwettbewerb veranstaltet, scheint das super zu sein.
Autor: Jörg· 14.01.10 · 09:05 Uhr· 45 Kommentare
12. Januar 2010
So sieht katholischer Fundamentalismus aus
Kategorie: Kultur · Kommentare: 50
Wer immer noch denkt, dass die Bischöfe wie Meisner und Mixa als einzige ihren Hass im Namen der Religion predigen, der muss sich mal die Seite kreuz.net ansehen. Hier nutzen einige katholische Fundamentalisten unter dem Vorwand "katholische Nachrichten" zu verbreiten das Forum um mal richtig schön Menschenhass zu verbreiten. Schön im Zeichen des Kreuzes.
Autor: Jörg· 12.01.10 · 16:00 Uhr· 50 Kommentare
Wie man die Welt rettet
Kategorie: Kultur · Kommentare: 2
Randy Olson hat ein Blog! Er ist der Autor von Don't Be Such a Scientist, dem Buch das über Wissenschaftskommunikation, das mir ausgezeichnet gefallen hat. Ok, aber ein Blog ist es eigentlich nicht, denn es hat keine Kommentarfunktion...mehr so ein Journal. Ein bißchen befremdlich finde ich das schon für jemanden, der der große Kommunikator sein will...
Nichtsdestotrotz kann man auch dort gute Einträge finden, also die ersten drei sind es jedenfalls. Das gute an Randy ist dass man ihm immer abnimmt was er erzählt. Er hat die meisten Fehler selbst gemacht, ist sich nicht zu schade die Anekdoten dazu zu erzählen und scheint - wenigstens in Flock of Dodos - umzusetzen was er vermittelt.
Im dritten Eintrag verweist er auf einen Artikel von Nichols Kristof: Advice for Saving the World.
Autor: Jörg· 12.01.10 · 11:05 Uhr· 2 Kommentare
11. Januar 2010
Neutrino-Observatorium könnte Klimaforschung helfen
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 7
Neutrinos detektieren ist eine Heidenarbeit und braucht riesige, genaue Detektoren die die winzigen, seltenen Spuren der Neutrinos aus einem Riesenhaufen Hintergrund heraussuchen. Im Dezember hatte ich schonmal davon berichtet, wie ein Neutrino-Experiment unter Wasser keine Neutrinos, sondern Wale aufgespürt hat. Ein neuer Vorschlag, über den heute das arXivblog berichtet, könnte das Riesen-Neutrinoexperiment am Südpol verwenden, um die Temperatur der Atmosphäre zu messen - und vor allem in der interessanten Höhe, in der die Ozonschicht liegt.
Autor: Jörg· 11.01.10 · 14:00 Uhr· 7 Kommentare
10. Januar 2010
Zitterbewegung
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Manchmal äußerst sich die Schönheit der wissenschaftlichen Erkenntnis in einem beeindruckenden Bild, wie dem Hubble Deep Field. Oft, ganz oft aber kann man kein Bild malen, denn die Schönheit und Eleganz der Welt steckt in einer Gleichung.
Ein sehr berühmtes Beispiel ist die Dirac-Gleichung. Diese hat 1928 Paul Dirac aufgestellt, abgeleitet aus der Grundgleichung der Quantenmechanik, der Schrödinger-Gleichung. Dirac war auf der Suche nach einer Formulierung, die Elektronen beschreiben konnte, und deswegen auch die Effekte der Speziellen Relativitätstheorie berücksichtigen musste. Nachdem er seine Gleichung aufgestellt hatte und löste, stellte Dirac fest dass es nicht nur Lösungen für das Elektron mit positiver Energie gab, sondern auch negative Energien möglich waren. Was hätte unsereins mit so etwas gemacht? Wahrscheinlich erklärt, dass diese Lösungen unphysikalisch sind weil es keine negative Energien gibt. Dirac aber hatte so großes Vertrauen in die Korrektheit seiner mathematischen Beschreibung, dass er sicher war dass es eine zweite Lösung gab. Die bahnbrechende Idee war, dass es ein Teilchen wie das Elektron gab, aber mit positiver Ladung. Das war die Lösung! Keine negative Energie, sondern Antimaterie ergab sich aus seiner Gleichung. Zwar war Diracs Idee nicht ganz richtig, da er es als "Löcher" im Vakuum beschrieb. Aber 1932 entdeckte man experimentell das Positron, und die Existenz von Antimaterie war nachgewiesen. Dirac hatte es seit 4 Jahren gewusst.
Doch noch ein weiterer Effekt lässt sich theoretisch vorhersagen, der bis heute nicht am Elektron gemessen ist, aber jetzt an Ionen: die Zitterbewegung.
Autor: Jörg· 10.01.10 · 15:15 Uhr· 2 Kommentare
09. Januar 2010
Wolfram Alpha: Physik gefunden?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Zum Start von Wolfram Alpha hatten wir damals mit eher bescheidenen Ergebnissen die Fähigkeiten der "Knowledge Engine" geprüft, z.B. für einige Physikfragen oder Politikwissenschaften oder Mathematik.
Autor: Jörg· 09.01.10 · 15:30 Uhr· 2 Kommentare
08. Januar 2010
Homöopathen ohne Grenzen sind batzig
Kategorie: Medizin · Kommentare: 67
Letzten Monat haben wir uns alle drüber gefreut, dass beim Deutschen Engagementpreis nicht die Homöopathen ohne Grenzen, sondern die Sozialhelden hochverdient gewonnen haben - die überzeugen nämlich mit cleveren und echt gewinnbringenden Aktionen. Das Preisgeld wird eingesetzt um eine deutschlandweite Karte barrierefreier Orte aufzubauen, an der jeder mitmachen und Orte eintragen kann.
Autor: Jörg· 08.01.10 · 22:10 Uhr· 67 Kommentare
Wissenschaftsblog-Auslese 2009: Verteilung übers Jahr
Kategorie: Kultur · Kommentare: 2
Im Wissenschafts-Cafe steht jetzt die Shortlist für die Wahl der besten Wissenschafts-Blogeinträge 2009 bereit. Ich freue mich, dass mein Artikel zur CDMS-Auswertung dabei ist, der hat nämlich viel Mühe gekostet.
Was mich aber interessiert hat, war die Frage wie die gewählten Artikel übers Jahr verteilt sind. Ich zumindest stand dann Ende Dezmber vor dem Problem, Vorschläge einreichen zu müssen und dafür die Blogs rückwärts zu durchsuchen. Das ist meistens leider recht mühsam, auch hier bei SB, daher meine Vermutung: Es werden vor allem Artikel vom Ende des Jahres vorgeschlagen.
Autor: Jörg· 08.01.10 · 16:00 Uhr· 2 Kommentare
Verschneites Königreich
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 2
Sag mal, England, hats geschneit? - Ja, hat es
Sag mal, Schottland, hats geschneit? - Ja, hat es
Sag mal, Wales ... ach guck doch einfach die Satellitenaufnahme von der NASA:
Autor: Jörg· 08.01.10 · 15:15 Uhr· 2 Kommentare
Video am Freitag: Storm - der offizielle Trailer
Kategorie: Kultur · Kommentare: 1
Und da ist er - der offizielle Trailer zum kommenden Animationsfilm zu Tim Minchins großartigem "Storm":
Autor: Jörg· 08.01.10 · 12:45 Uhr· 1 Kommentar
07. Januar 2010
Warum hat Einstein die Raumzeitkrümmung eingeführt?
Kategorie: Naturwissenschaften
Über formspring kam folgende Anregung:
Noch eine Anregung für "Fundamentales", Thema "Relativitätstheorie": Weshalb musste Einstein als Erklärung die Raumzeitkrümmung einführen,gibt es keine alternative Erklärung, etwa über den Austausch von Teilchen (Gravitonen) zwischen Masse und Licht
Erstmal freue ich mich immer über Anregungen über formspring, oder auch über Mail oder Twitter. Ihr findet das alles in der linken Spalte.
Für ein Fundamentales zur Allgemeines Relativitätstheorie fühle ich mich (noch) nicht so recht gewappnet, aber das ist vielleicht eine Gelegenheit, drauf hinzuweisen dass Andreas Müller von den Kosmologs gerade sein erstes Buch "Schwarze Löcher" herausgebracht hat, das ich mir auch unbedingt mal ansehen will.
Autor: Jörg· 07.01.10 · 22:20 Uhr· 0 Kommentare
06. Januar 2010
Symphony of Science 4: The Unbroken Thread
Kategorie: Kultur · Kommentare: 1
Und da sind sie wieder, die ge-autotunten Wissenschaftler. Ich verspreche euch, wenn ich mal eine Fernsehserie habe singe ich selbst, aber bis dahin erfreuen euch Carl Sagan, David Attenborough und Jane Goodall:
Autor: Jörg· 06.01.10 · 23:02 Uhr· 1 Kommentar
05. Januar 2010
Impfgegner gehen den Weg aller Wissenschaftsfeinde...
Kategorie: Medizin · Kommentare: 22
...vor Gericht.
Die vielen Arten anti-wissenschaftlicher Ideologie (Kreationismus, "Alternative" Heilmethode, Klimawandelleugner, Impfgegnerschaft) haben immer ähnliche Taktiken. Da sie keinerlei faktenbasierte Argumente aufweisen können, müssen sie auf andere Methoden zurückgreifen. Da gibt es Umettiketierung (Kreationismus => Intelligent Design, Global Warming Denialist => Skeptics, Impfgegner => "Wunsch nach sicheren Impfstoffen"), dann die effektive Kommunikation einfach Slogans ("natürlich", "ohne Nebenwirkungen"), die Vortäuschung einer Kontroverse ("Teach the controversy") und schließlich der Versuch, die Menschen mit der Evidenz mundtot zu machen, besonders gerne durch teure Gerichtsprozesse.
Seit dem letzten Jahr erregt der Fall Simon Singh die Skeptiker und Wissenschaftskommunikatoren weltweit. Die British Chiropracticer's Association BCA hat eine Schadensersatz-Klage vor englische Gerichte gebracht, weil Singh in einem Artikel Chiropraktische Eingriffe für alles außer Rückenproblemen als "bogus treatment" bezeichnet hat. Zu allem Überfluss hat der Richter dann - obwohl es aus dem Kontext des Artikels anders hervorgeht - befunden dass dies den Chiropraktikern mutwilligen Betrug unterstellt. Das englische Libel Law ist leider völlig mittelalterlich. Nicht nur ist es unfassbar teuer, sondern die Beweislast liegt beim Beschuldigten! Und es ist auch international relevant, weil immer wenn auch nur ein kleiner Zusammenhang zu England zu erkennen ist (der Cousin des Klägers hat einen Freund, dessen Bruder beim Urlaub in London eine Webseite gelesen hat, oder so), kann er vor englische Gerichte gebracht werden.
Jetzt gibt es einen neuen Fall, in dem Schadensersatzklagen (allerdings nach amerikanischen Gesetzen, also nicht ganz so mittelalterlich) eingesetzt werden, um Wissenschaftskommunikatoren anzugreifen. In diesem Fall geht es von einer Impfgegner-Organisation aus, dem National Vaccine Information Center (NVIC).
Autor: Jörg· 05.01.10 · 18:45 Uhr· 22 Kommentare
04. Januar 2010
Die Wikio-Wissenschafts-Blogcharts für Januar 2010
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 9
Pscht...sagts halt keinem, aber ein kleiner Vogel hat mir schon gezwitschert, wie die deutschen Wikio-Blogcharts für Wissenschaft aussehen. Das verrate ich natürlich gerne weiter, weil ich a) dieses freundliche Physikblog aus eurer Nachbarschaft sich jetzt auch dort findet, und weil b) die deutschen Wissenschaftsblogs dort tatsächlich auch Wissenschaft beinhalten, nicht wie die englischsprachigen Charts, wo gleich Platz 2 und 64 von Anti-Wissenschaftsmühlen belegt sind.
Autor: Jörg· 04.01.10 · 18:20 Uhr· 9 Kommentare
Fünf Erklärungen für das Higgs-Boson
Kategorie: Naturwissenschaften
1993 stellte der Wissenschaftsminister des UK, William Waldegrave, Physikern die Aufgabe, in nicht mehr als einer DIN A4-Seite zu erklären, was das Higgs-Boson ist (um zu wissen, wofür das ganze Geld für den LHC gut ist). Die fünf Gewinner wurden bei Physics World veröffentlicht, und hier oder hier kann man die Erklärungen nochmal nachlesen.
Autor: Jörg· 04.01.10 · 10:00 Uhr· 0 Kommentare
03. Januar 2010
Fundamentales: Entropie
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 7
Entropie ist ein Begriff aus der Thermodynamik, bzw. der statistischen Physik, eines Bereiches der Physik der sich vor allem damit befasst, das Verhalten im Großen von Sammlungen sehr vieler Teile (z.B. Gasmoleküle) zu verstehen. Gerade der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik, der besagt dass in einem geschlossenen System die Entropie im zeitlichen Mittel zunimmt, wird oft sehr stark überinterpretiert. Entropie ist ein verschieden definierbarer Begriff, aber ich denke wenn man ihn nur einfach statistisch ansieht, wird klar dass es keine Hexerei ist.
Autor: Jörg· 03.01.10 · 19:40 Uhr· 7 Kommentare
02. Januar 2010
Die beste Podcast-Reihe die ich je gehört habe: Ghosts of the Ostfront
Kategorie: Kultur·Politik · Kommentare: 1
Bei den Podcast Awards hat dieses Jahr der Skeptic's Guide to the Universe in der Kategorie "Education" gewonnen. Aber nominiert war daneben auch noch Dan Carlins Hardcore History, ein Podcast über Geschichte. Und weil mein Geschichtswissen eher auf der negativen Seite des Wissensstrahl ist (ich muss noch einiges lernen um nichts drüber zu wissen), hab ich mir den mal in den Podcast Manager gesteckt. Leider kommt nur alle paar Monate eine neue Episode, aber die lohnen sich umso mehr. Im Verlauf von 2009 gab es eine vierteilige Serie "Ghosts of the Ostfront", mit der ich fast durch bin und die das Beste darstellt, was ich je in einem Podcast gehört habe.
Autor: Jörg· 02.01.10 · 14:00 Uhr· 1 Kommentar
Video am Freitag: UFO oder Wolke?
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 10
Huch, es war ja Freitag. Erstmal ein Frohes Neues euch allen, und dann - obwohl nominell schon Samstag ist - noch ein nachgeschobenes Video am Freitag. Es geht um eine besondere Art von Wolken, den lenticularen (linsenförmigen) Wolken. Diese Art von Wolken ist deswegen so faszinierend, weil sie schon oft mit außerirdischem Fluggerät verwechselt worden ist. Sie entstehen vor allem an Bergen, die ein orographisches Hindernis darstellen das eine horizontale Windströmung oft so stören kann, dass eine starke vertikale Strömung entsteht. Dabei kann es zur Auskondensierung von Wasserdampf kommen (durch die Abkühlung der angehobenen Luftmasse), und zwar in Schichten unterschiedlich stark. Durch die Form des Berges und die Schichtung wird die charakteristische Form dieser Wolken geprägt.
Autor: Jörg· 02.01.10 · 01:00 Uhr· 10 Kommentare
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