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06.06.09 · 19:10 Uhr
Besuch im ScienceExpress
Kategorie: Kultur·Medizin·Naturwissenschaften·Technik·Umwelt · Kommentare: 3
Auch ich war jetzt im ScienceExpress, der Ausstellung im Zug, die eine Überblick über aktuelle Forschungsgebiete in Deutschland gibt und 60 Städte bereist. Beim Stop in Aachen und der Exkursion des PhysikBlog konnte ich leider nicht dabei sein. Aber heute war der Zug in Jülich, und ich hin.
Meine erste Reaktion war übrigens: In JÜLICH? Aber, da muss wohl mein Brötchengeber das Forschungszentrum, dran Schuld haben. (Die zweite Reaktion war: Jülich hat einen Bahnhof?)
Den besten Eindruck der Ausstellung vermitteln wohl einfach die Fotos:
Die Wartezeit vor dem Zug war dank Regen nicht so toll, aber der Durchgang hat sich gelohnt. Die Qualität der Wagen schwankt zwar etwas, ist aber im großen und ganzen abwechlsungsreich, bietet einen breiten Überblick über verschieden Forschungsthemen und einige interessante Exponate zum Anfassen.
Bedauerlicherweise fand ich den ersten Wagen, der sich mit den grundlegenden Fragen um das Universum, und somit mit Physik befasst hat, am lieblosesten gestaltet. Am spannendsten war da noch ein Detektor aus dem IceCube-Experiment, aber auch ohne Erklärung. Ansonsten gab es fast nur Bilder (z.B. vom LHC oder simulierten Spuren eines Higgs), das war eher nicht motivierend.
In den anderen Wagen gab es aber interessante Stücke zu sehen, sehr interessant fand ich z.B. eine künstliche Hand, die man steuern konnte indem man seine Hand daneben gelegt hat.
Und so eine interaktive Oberfläche will ich auch als Rechner (nicht nur als Handy):
Ich kann aber jedem empfehlen, selbst in die Ausstellung zu gehen und sich ein Bild zu machen, man erhält eine gute Übersicht und wird hoffentlich ein wenig neugierig, mehr zu erfahren. Schön auch, dass man ein Spektrum der Wissenschaft-Sonderheft zu allen Themen der Ausstellung für nur 3€ mitnehmen kann.
Mehr zum Science Express, und wann er vielleicht bei euch Station macht, findet ihr bei Expedition Zukunft.
Autor: Jörg· 3 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (3)
Gestern habe ich auch den Sciensexpress in München besucht.
Leider muss ich jetzt sagen, dass der Infoflyer die Attraktivität des Zuges um Welten schlägt. Jeder Besuch in einem halbwegs guten Museeum mit naturwissenschaftlicher Abteilung hat mich mehr gefesselt als der wenig informative Zug.
Mein Interesse an abzusehenden Zukunftstechnologien konnte nur mit wenigen Dingen angesprochen werden.
Die wenigen Exponate waren sicher hochwertig und interessant, allerdings oft gar nicht erläutert.
Für mich absolut enttäuschend und auch erschreckend, wenn man überlegt wieviel Geld das Teil wohl kostet.
Heute haben wir versucht den Sciensexpress in Nürnberg zu besuchen. Ein Versuch deswegen, weil der Bahnsteig erst nach 1,5 Stunden Verspätung eröffnet wurde. Die Kommunikation war katastrophal. Die Besucher durfen die Zeit vor den mannshohen Absperrgittern verbringen. Ab und an wurde ein armer Tropf von der Bahn vorgeschickt. der erklären durfte, daß es Probleme mit der Wagonreihenfolge gibt.
Nachdem der Bahnsteig eröffnet wurde waren erstmal die Politiker am Zug und durften eine weitere halbe Stunde Reden schwingen. Da nur immer 10 Leute in den Zug dürfen haben wir nach 2 Stunde Warten beschossen unser Vorhaben aufzugeben.
Auch ohne je einen Blick auf das innenleben geworfen zu haben, wirft der Science Express ein vielsagendes Bild auf die Zukunft:
- Die Zukunft kommt später
- Die Zukunft kennt keine Verantwortung bzw. der Verantwortliche ist nicht aufzutreiben
- Ausbaden müssen es die kleinen Angestellten
- Die Politik versteckt sich, handlet nicht und redet nur
- Das Callcenter Syndrom, an keiner Stelle und zu keiner Zeit einen verantwortlichen zu Gesicht zu bekommen wird weiter zunehmen
- Technologie hält nicht davon ab, daß es letztendlich an Kleinigkeiten scheitert
- Die Zukunft ist trocken und ohne jede Gastronomie
- Und so (eigentlich Konseqent) ohne WCs
- Es gibt keinen Seiteneingang in die Zukunft und keinen Seitenausgang
- Die Zukunft darf nicht von hinten nach vorne genossen werden, auch wenn die letzen Wagons gähnend leer sind.
Wirklich schade für das viele Geld der Sponoren, wenn vor Ort alles daneben läuft.
Ich habe diesen Sommer mit Kindern den ScienceExpress besucht (in Ulm). Für die Kinder war es nicht toll: Zu wenig Erklärung; wenn Erklärung, dann manchmal äußerst schwer lesbar. Irgendwelche Anzeigen/ Monitore waren aus Augenhöhe von Kindern oft nicht zu erkennen. Ich verstehe nicht, warum so etwas so kinderunfreundlich geplant wird. Konsequenz (wieder mal), wenn Papa mit Ausstellungs-/Museumsbesuch droht: "Och neee..."