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Volker Lange ist studierter Historiker und arbeitet als freier Wissenschaftsjournalist (TV, Print und online) und Lehrbeauftragter für Wissenschaftskommunikation in Berlin.

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18.02.08 · 13:46 Uhr

Kreationisten gründen "Wissenschaftsmagazin"

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

Nur eine kleine Nachricht am Rande: Wie das Magazin Nature in seiner Online-Ausgabe berichtet, bringt der Kreationist Ken Ham nun ein eigenes "Wissenschaftsmagazin" unter dem Titel "Answers Research Journal" (ARJ) heraus. Beiträge sollen darin, wie bei renommierten Wissenschaftsmagazinen - einem Peer-Review unterzogen werden. Behauptet Ham. Ken Ham wurde weltweit bekannt, als er im Sommer 2007 im Vorjahr sein 27 Mio. Dollar teures Creation-Museums in Kentucky eröffnete.

In Museum und Magazin geht es wohlgemerkt nicht um die Position des "Intelligent Design", bei der eine Evolution immerhin konstatiert wird, und nur von einem "intelligenten Designer" ausgegangen wird, der den Stein ins Rollen brachte. Ham gehört zur Hardcore-Fraktion, die die Bibel (Genesis) wörtlich nimmt und davon phantasiert, wie Dinos und Menschen einst friedlich nebeneinander lebten. Solche Thesen führen dann "wissenschaftlichen Artikeln" mit Titeln wie "Microbes and the Days of Creation".

Warum dieser Aufwand? lässt sich doch der Grundgedanke des Kreationismus in wenigen Worten erklären!

 

Autor: Volker Lange· 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Kommentare (2)

Kommentar-Direktlink Tobias· 18.02.08 · 16:12 Uhr

Das geplante Journal ist wirklich ein Highlight! Aber auch die Seiter dahinter "www.answersingenesis.org" ist nicht zu verachten. Besonders schoen: Die Bücher im Shop. Schon die Titel verheissen Grosses!
Ich habe das Thema übrigens schon vor gut zwei Wochen in meinem Blog aufgegriffen ;-)
http://sosciency.wordpress.com/2008/02/03/answers-in-genesis/

Kommentar-Direktlink Don Quijote· 18.02.08 · 16:34 Uhr

Slate hat vor kurzem die
Anleitung für Autoren
des "Answers Research Journal" ins Netz gestellt. Der Zusammenhang mit der Bibel scheint das einzig zu sein, dass wirklich von Relevanz ist für die Herausgeber. Besonders witzig ist, dass eine anonyme Publikation vorgeschlagen wird.
Es ist bei echten Wissenschaftlern doch eher selten, dass man nicht will, dass der eigene Name mit seiner Forschung in Verbindung gebracht wird. Dabei sind mir die Kreationisten bisher nicht als sehr bescheiden aufgefallen.

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