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"Was ist schön?" In diesem Blog machen wir uns auf die Suche nach einer Antwort auf diese Frage, die so alt ist wie die Menschheit.

Welche Schönheitsideale prägten die Antike? Wie verändern sich die Vorstellungen von dem, was als schön gilt? Gibt es Konstanten, die unser ästhetisches Urteil bestimmen? Und wie erklärt die moderne Wissenschaft, weshalb es so menschlich ist, nach Schönheit zu streben?

Am Ende werden wir vermutlich nicht eine, sondern viele Antworten haben...

Dieses Blog wird von L'Oréal unterstützt.

09. Februar 2011

Schön, dass wir drüber geredet haben

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 6

Beautycontest3.jpgIn diesem Blog haben wir versucht, "100.000 Jahre Schönheit" (so der Untertitel) von all den Seiten zu beleuchten, in denen sie sich zeigt. Dass selbst Neandertaler offenbar ästhetische Ideale und Bedürfnisse hatten, dass Schönheit nicht nur ein Signal im Balzverhalten von Mensch und Tier ist, sondern auch ganz sexlos dazu dient, den sozialen Umgang zu informieren. Dass die "Schönheit" der Objekte auch objektiv etwas über deren Qualität aussagen kann, und dass objektiv gesehen das Schönheitsideal auch nützliches Steuerungsinstrument der Hygiene und Gesundheit sein kann (und das ist nur ein kleiner Anriss der Themen dieses Blogs).

Wie so oft bei komplexen Themen, warf jede versuchte Antwort nur neue Fragen auf, die einer weiteren Erforschung wert wären. Aber diesem Blog, das von der Firma L'Oreal gesponsort wurde, war von Anfang an ein begrenztes Leben beschieden - es ist nun an der Zeit, das Buch zu schließen. Doch das heißt nicht, dass keine Fragen und Kommentare mehr erwünscht sind. Auch wenn es keine neuen Einträge her mehr geben wird, bleiben die Kommentarspalten offen und werden redaktionell gepflegt.


Autor: Jürgen Schönstein· 09.02.11 · 19:57 Uhr· 6 Kommentare

28. Januar 2011

Schön glatt - Körperbehaarung als Zeichen schlechter Hygiene

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 4

Ein Kopf mit schönen und gepflegten Haaren galt in der islamischen Welt als erotisch, was man von der restlichen Körperbehaarung kaum behaupten konnte.

In Anlehnung an den Artikel "Hair, here and there" (100.000 Years of Beauty ) von Malek Chebel.

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Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 28.01.11 · 09:36 Uhr· 4 Kommentare

26. Januar 2011

Formelhafte Schönheits-Betrachtungen

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 7

Schroedingergleichung.JPG

Mathematics, rightly viewed, possesses not only truth, but supreme beauty
Bertrand Russell, "The Study of Mathematics"
Der Gedanke, dass eine mathematische Formel - oder, um hier den Bogen gleich ein wenig weiter zu spannen: eine wissenschaftliche Erkenntnis - als Beispiel für das gelten könnte, was wir "schön" nennen, wird nicht jedem, der sich mit Fragen der Ästhetik beschäftigt, zwingend in und durch den Kopf gehen. Dass
a2+b2=c2
aufgeräumter, knackiger ist als
In jedem euklidischen rechtwinkligen Dreieck ist die Summe der Quadrate über den Katheten gleich dem Quadrat über der Hypothenuse
wird niemand bestreiten - aber ist dies wirklich "schöner"?

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Autor: Jürgen Schönstein· 26.01.11 · 07:18 Uhr· 7 Kommentare

21. Januar 2011

Die Schattenseite der Schönheit

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 4

WahenGutenSchoenen.jpgDas Schöne und das Gute gehören in unserer Sprache und Vorstellung meist zusammen, nicht nur in der ubiquitären Redewendung, etwas sei ja "gut und schön", sondern auch in unserem humanistisch geprägten Kunst- und Kulturverständnis, in dem Wahrheit, Schönheit und Güte scheinbar untrennbar verbunden sind. Und in einer idealen Welt könnten wir's auch dabei belassen - aber die Realität ist weitaus unattraktiver. Denn die Schönheit hat auch ihre dunkle Seite: Attraktive Menschen sind zu den gleichen Straftaten fähig wie unattraktive. Selbst das wäre noch eher banal - nicht aber ihre wissenschaftlich nachweisbar höheren Chancen, milde Richter zu finden. Zwei prominente Beispiele aus den USA für Mörder, die dank ihres guten Aussehens letztlich mit einer geringeren Strafe davon gekommen waren, sind etwa der "Preppie-Killer" Robert Emmet Chambers und die "Fatal-Attraction-Mörderin" Carolyn Warmus.

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Autor: Jürgen Schönstein· 21.01.11 · 18:05 Uhr· 4 Kommentare

20. Januar 2011

Körperpflege als Gebot

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 9

Körperpflege und Religion sind in islamischen Ländern untrennbar miteinander verbunden. „Allah liebt die sich Bekehrenden und die sich Reinigenden", heißt es im Koran. Da körperliche und seelische Reinheit hier in engem Zusammenhang stehen, ist Körperpflege quasi ein religiöses Gebot.

Nicht umsonst besitzt die islamische Badekultur daher eine Jahrtausende alte Tradition. Sie geht zurück auf die römische und byzantinische Thermenkultur. Im Gegensatz zu dieser fehlen ihr aber Bäder und Wasserbecken. Den Mittelpunkt bilden hier vielmehr Schwitz- und Dampfbäder.

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Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 20.01.11 · 14:59 Uhr· 9 Kommentare

17. Januar 2011

Schönheit - die Fernsteuerung der Natur?

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 2

The sense of beauty obviously depends on the nature of the mind, irrespective of any real quality in the admired object, and the idea of what is beautiful is not innate or unalterable.
Charles Darwin: On the Origin of Species
Was ist Schönheit? fragen wir uns in diesem Blog. "Ein gleichmäßiges, symmetrisches Gesicht", würden manche vielleicht antworten, oder "volles Haar", "rote Lippen", blasse oder auch gut gebräunte Haut, naturbelassen oder mit Farben verziert ... all das erklärt zwar, was wir als schön bezeichnen - aber nicht, warum wir überhaupt einen Sensor für so etwas wie Schönheit besitzen. Mit anderen Worten: Wozu ist Schönheit überhaupt gut?

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Autor: Jürgen Schönstein· 17.01.11 · 05:26 Uhr· 2 Kommentare

14. Januar 2011

"Schönheit ist Parasitenresistenz"

Kategorie: Kultur·ScienceBlogs Kategorien  ·  Kommentare: 4

Auf der gestrigen Podiumsdiskussion zum Blog Beauty Full Science debattierten im Deutschen Museum in München Fachleute und Publikum eine Frage, die keinen Menschen unberührt und jeden zum Experten werden lässt: „Was ist schön?" Die Antworten überraschten und inspirierten.

Über Geschmack, so sagt ein Allgemeinplatz, ließe sich bekanntlich hervorragend streiten. Weil Wissenschaftler aber mindestens darüber diskutieren können, an welchen Kriterien Schönheit und Attraktivität definiert werden kann, startete Scienceblogs.de mit Unterstützung von L'Oréal Deutschland im Juni 2010 den Gastblog „Beauty Full Science". Dort wurden neben der Schönheit des Faustkeils, den Frisuren im alten Rom, bizarren Schönheitsidealen oder Ergebnissen der psychologischen Attraktivitätsforschung so grundlegende Fragen diskutiert wie: Wie verändern sich die Vorstellungen von dem, was als schön gilt? Gibt es Konstanten, die unser ästhetisches Urteil bestimmen? Und wie erklärt die moderne Wissenschaft, weshalb es so menschlich ist, nach Schönheit zu streben? Diese Diskussion bekam am vergangenen Donnerstag reale Gesichter: Unter der Moderation von Dr. Christine Eichel, Kulturressortleitung beim FOCUS, gingen im Zentrum für Neue Technologien im Deutschen Museum in München Evolutionsbiologe und Attraktivitätsforscher Prof. Dr. Karl Grammer (Universität Wien), Soziologe Prof. Dr. Otto Penz (Wirtschaftsuniversität Wien) sowie Publizist und Arzt Dr. Ulrich Renz vor rund 100 geladenen Gästen und Journalisten aus ihrer fachlichen Sicht der alles summierenden Frage nach: Was ist schön?

Beauty_Full_Science_Diskussion_Deutsches_Museum_Grammer_Renz_Eichel_Penz_2.jpg

Prof. Wolfgang Heckl, der Generaldirektor des Deutschen Museums, zitiert in seiner Begrüßung Werner Heisenberg: „Wenn eine natürliche Gleichung nicht schön ist, bildet sie nicht die Wirklichkeit ab". Die Natur, sie habe also gesetzmäßig eine Tendenz zum Schönen. Aber was das ist? „Jedes Exponat hat eine Schönheit. Für den Ingenieur ist ein ölverschmierter Motor schön", sagt Heckl. Um ein verbindliches Mindestmaß an Objektivität kann und soll es hier also gehen.

Jérome Bruhat, Geschäftsführer L'Oréal-Gruppe Deutschland, erklärt das Anliegen seines Unternehmens damit, dass Menschen schließlich in jeder Gesellschaft nach Schönheit strebten, sie würde nur anders empfunden. „Wir müssen Gedanken darüber unterstützen und teilen", sagt er mit dem Hinweis auf das Buch zum Thema, „100.000 Years Of Beauty", und dessen Umfang „von der Venus von Willendorf bis Heidi Klum", zusammengetragen von 300 Experten aus 35 Ländern. So wenig, wie sich die drei geladenen Experten auf die Eingangsfrage von Christine Eichel, was denn für sie ein Beispiel überwältigender Schönheit wäre, zu einer eindeutigen Antwort hinreißen ließen, so sehr nahmen die folgenden 60 Minuten an professionellem Schwung und Standpunkten auf.

Natürlich, sagt Renz, seien wir eine Schlankheitswahn-Gesellschaft, „aber das spielte bei allen Gesellschaften eine Rolle. Wir sind da ganz normal." Die von ihm und Penz im Folgenden immer wieder aufgegriffenen kulturellen und soziologischen Aspekte spielten für Attraktivitätsforscher Grammer nur eine untergeordnete Rolle. „Ich bin eigentlich Zoologe", erklärte der 60-Jährige seinen grundsätzlich kühlen Standpunkt. „Nach 100 Millisekunden kann man Personen einschätzen, das weiß man schon aus der japanischen Skorpionsfliegenforschung: Die attraktiveren Männchen oder Weibchen sind symmetrischer." Man unterscheide weiterhin nur zwischen Bilateralsymmetrie oder flukturierender Asymmetrie, „das gilt für alle Organismen".

Der Durchschnitt ist attraktiver als seine Einzelteile

Über diese Säulen der Schönheit hinaus ist Schönheit, das weiß jeder Laie schon aus eigener Erfahrung, vor allen Dingen ein soziales Konstrukt. „Keiner spricht mehr über Da Vincis Goldenen Schnitt", sagt Penz. Unser Begriff von Schönheit werde vor allem durch unsere kulturellen Sehgewohnheiten bestimmt. „Kein Wunder", entgegnet der Soziologe also dem Biologen, „dass Symmetrie als schön empfunden wird." Einigkeit herrscht darüber, dass natürliche Attraktivität beruflich und privat von Vorteil sei, auch wenn es keinerlei Belege dafür gebe, dass als hässlicher geltende Menschen unglücklichere Beziehungen hätten. Die Frage, wie er denn nun Attraktivität definiere, beantwortet Buchautor Renz („Schönheit - Eine Wissenschaft für sich") so überraschend wie anschaulich: Am attraktivsten sei noch immer die Durchschnittlichkeit. Als Beleg für dieses Grundgesetz der Attraktivitätsforschung führt er die von Lisa DeBruine, Benedict Jones und Eric Little begründete Seite faceresearch.org ins Feld. Wahllos übereinander gemorphte Gesichter erscheinen dort attraktiver als jedes der Einzelgesichter. Das gleiche Prinzip passiere in unserem Kopf, aus allen gesehenen Gesichtern würde ein Prototyp extrahiert. Kulturübergreifend hieße das, dass es kein fixes Schönheitsideal geben könne (Ein Dschungelkind wie Mowgli zum Beispiel hätte ein Affengesicht als Prototyp im Kopf); wir, die wir alle ähnliche Gesichter um uns herum haben, deshalb aber einen ähnlichen Geschmack hätten. Über den man also nur bedingt streiten kann.

Beauty_Full_Science_Diskussion_Deutsches_Museum_Dr_Christine_Eichel_Focus.jpgWo aber kommen diese Gesichter her? Grammer, der über die Genauigkeit von Littles Faceresearch-Methode so seine Bedenken äußert, grundsätzlich aber zustimmt, weiß: „Die Gesichtsform wird in der 2. bis 6. Schwangerschaftswoche bestimmt." Und auf dieses Gesicht komme es zwar neben anderen körperlichen Vorzügen und Nachteilen an, aber es ginge eben auch im persönliche Haltung und Selbstbewusstsein, wie Penz ausführt. Ob jemand sympathisch oder unsympathisch ist, sei nicht messbar, feststehe aber, dass Schönheit wie Geld, Zeit oder Bildung eine Handlungsressource sei. Und diese Schönheit - damit lenkt Christine Eichel das Gespräch auf den Aspekt unserer eigenen unmittelbaren Gegenwart zurück - ist heute durch Chirurgie und Photoshop schließlich manipulierbarer denn je.

Es darf zwar als streitbar festgehalten werden, dass, so Penz, die gegenwärtigen Idealbilder von ungebildeten Millieus nachgeahmt würden, während die Gebildeten sich abgrenzten. Was als normal gilt, ist aber attraktiver geworden. Wir finden uns deshalb tendenziell weniger schön als zu anderen Zeiten, während das Erscheinungsbild immer wichtiger wird. Grammer weiß zu belegen, dass hübsche Kinder schon im Kindergarten weniger Strafen bekommen, hübsche Menschen also in der Regel besser davon kommen als hässliche. „Mit einer Ausnahme vor Gericht: Bei Heiratsschwindlern zieht das nicht!"

Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Der Karrierefaktor Schönheit macht auch vor Männern nicht Halt. Der Stereotyp, dass Männer, die sich um ihren Körper kümmern, als homosexuell gelten, existiere zwar noch, sei aber längst überholt (Penz). Außerdem gehe es um Machtanspruch. Frauen gelten seit jeher als das schöne Geschlecht, und bereits deshalb müssen Männer aufholen, „weil sie auch im Wirtschaftsleben mehr in die Defensive kommen", wie Ulrich Renz glaubt. Bevor die Diskussion aber zu soziologisch wird, bricht Karl Grammer eine letzte Lanze für die biologische Komponente. „Schönheit ist Parasitenresistenz", sagt er, „jeder hat mehr Parasiten als Körperzellen, 5-7 Kilogramm Masse, mehr als das Gehirn." Je weniger Parasiten, desto stabiler das Immunsystem, desto gesünder und ausstrahlender der Mensch.

Beauty_Full_Science_Diskussion_Deutsches_Museum_Grammer_Renz_Eichel_Penz_1.jpg

Ein globales Ideal, nach dem Eichel die Runde fragt, gebe es noch nicht, „es breitet sich aber eines aus", sagt Penz. „Viele Asiaten wollen rundere, westliche Augen, viele Schwarze wollen weiße Haut." Und selbst, wenn die Behauptung stimmen würde, dass sich attraktive Menschen öfter fortpflanzten, würde die Menschheit nicht schöner werden. „Fertilität hat nichts mit Schönheit zu tun", sagt Penz, und Grammer stellt versöhnlich fest: „Ohne Biologie keine Kultur, ohne Kultur keine Biologie."

Das Schlusswort der einstündigen kurzweiligen Diskussion, die auch „Welt der Wunder"-Geschäftsführer Frank Winnenbrock verfolgte, gebührte aber dem Generaldirektor des Deutschen Museums, Prof. Wolfgang Heckl. Der resümiert fast romantisch: „Schönheit und Wahrheit liegen immer noch im Auge des Betrachters. Wir müssen also weitermachen. Wie attraktiv für Museen und Forschung!"

Bis Ende Januar 2011 wird auf „Beauty Full Science" zum Thema Schönheit und Wissenschaft weitergebloggt und -diskutiert. Diskutieren Sie mit!


Autor: Fabian Soethof· 14.01.11 · 17:44 Uhr· 4 Kommentare

13. Januar 2011

Hennamalerei - Körperschmuck mit langer Tradition

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 3

Seit Jahrtausenden wird Henna zum Schminken der Haut und zum Färben der Haare benutzt. Vor allem bei Frauen wird rotfärbendes Henna zur Körperverzierung verwendet. Schon im alten Ägypten wurden Haare, Finger, Zehen sowie Hand- und Fußsohlen mit Henna bemalt, wie Grabfunde belegen.

Im Islam geht der Überlieferung zufolge diese Arte der Körperbemalung auf den Propheten Mohammed zurück. Die Frauen in seiner Umgebung pflegten sich mit goldenen Ohrringen, Armreifen und Ketten zu schmücken, um sich attraktiver zu machen und ihren Wohlstand zu zeigen. Mohammeds Tochter bestaunte den Schmuck der Frauen und bat ihren Vater, ihr ebenfalls Schmuck zu schenken.

Doch Mohammed besaß nicht genügend Geld, um seiner Tochter diesen Wunsch zu erfüllen. Da gab ihm eine alte Frau eine Schale mit getrockneten und gestampften Henna und sagte zu ihm: "Male deiner Tochter Blumen aus Henna auf die Hände und Füße und sie wird von Schönheit strahlen wie die Frauen mit ihrem Goldschmuck."

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Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 13.01.11 · 14:40 Uhr· 3 Kommentare

10. Januar 2011

Schönheit schärft den Blick des Betrachters

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 1

"To me, Beauty is the wonder of wonders. It is only shallow people who do not judge by appearances." Für mich ist Schönheit das Wunder aller Wunder. Nur hohle Menschen urteilen nicht nach dem Schein.
Oscar Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray

1024px-Peter_Paul_Rubens_115.jpgDas Urteil des Paris, Peter Paul Rubens (ca. 1638), Museo del Prado, Madrid

Zugegeben: Kaum jemand wird öfter falsch aus dem Zusammenhang heraus zitiert als Wilde (auch obiges Zitat stammt von einer negativ besetzten Figur des Romans, dem dekadenten Lebemann Lord Henry Wotton). Aber wenn man einem neuen Paper glauben darf, das im aktuellen Journal Psychological Science erschienen ist, dann wäre zumindest ein Teil dieser Aussage richtig: dass es nicht zwingend oberflächlich sein muss, nach dem Äußeren zu urteilen. Das Paper, verfasst von Genevieve Lorenzo, Jeremy Biesanz und Lauren Human (alle drei vom Social Accuracy Lab der University of British Columbia in Vancouver), kommt zwar zu dem Schluss, dass attraktive Menschen vorteilhafter beurteilt werden - aber dass dieses Urteil eben nicht oberflächlich gefällt wird, sondern im Gegenteil das Resultat einer im Vergleich zu nicht besonders attraktiven Personen deutlich eingehenderen Betrachtung ist.

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Autor: Jürgen Schönstein· 10.01.11 · 06:24 Uhr· 1 Kommentar

07. Januar 2011

Von der Medizin zur Körperpflege

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 2

Haut, Brüste, Haare, Zähne, Ernährung, Psyche, Sexualität: Die arabische Medizin richtete sich an jeden Teil des weiblichen Körpers.
In Anlehnung an den Text von CAMILO ALVAREZ DE MORALES (School of Arabic Studies (CSIC), Grenada, Spain)"From medical care to body care" aus dem Buch 100.000 Years of Beauty. Bd.4, Gallimard 2009

Die in der arabischen Literatur reichlich vorhandenen und ausführlichen Beschreibungen weiblicher Schönheit helfen uns heute das Schönheitsideal der arabischen Frau zu rekonstruieren: Volle schwarze Haare sollte sie haben, eine weiße glatte Haut und eine hohe Stirn. Über die großen schwarzen Augen sollten sich schwarze Augenbrauen wölben. Als perfekt galt ein möglichst ovales Gesicht auf einem schlanken Hals mit einer schmalen Nase und einem roten Mund mit schönen weißen Zähnen. Weiche Arme, kleine Hände und Füße und eine schlanke Figur rundeten das Schönheitsideal der arabischen Frau ab.

Um diese Schönheitsattribute zu erlangen oder möglichst lange zu behalten, bot man in der arabischen Medizin den Damen nicht nur Gesundheits- und Ernährungsberatungen an, sondern empfahl ihnen auch die Verwendung von Kosmetika und die Durchführung von Operationen.

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Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 07.01.11 · 09:22 Uhr· 2 Kommentare

06. Januar 2011

Jugendlichkeit kommt von nebenan

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 1

Ob blasse, glatte Haut oder bunt bemalte Schmucknarben, ob knabenhafte Schlankheit oder füllige Üppigkeit, ob blond, ob braun - Schönheit manifestiert sich in vielen Formen und Farben. Doch ein Element gehört fast immer dazu: die Jugendlichkeit, die wir hier bewusst nicht alleine der Jugend vorbehalten wollen, da sich letztere ja primär nur durch ihr Alter und nicht durch ihr Aussehen definiert. Doch während die sprichwörtliche Schönheit von innen kommen soll (und manchmal genügt dafür schon eine vom Schlaf gesegnete Nacht), kann man sich Jugendlichkeit aus dem sozialen Umfeld, also quasi von nebenan holen.

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Autor: Jürgen Schönstein· 06.01.11 · 05:55 Uhr· 1 Kommentar

22. Dezember 2010

Rote Lippen machen attraktiver

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 1

Rote Lippen besitzen einen Hauch von Extravaganz, wirken verführerisch und machen, wie Studien zeigen, zudem noch attraktiver. Kein Wunder also, dass der Lippenstift  zu einem unverzichtbaren Accessoires der Damenwelt geworden ist.

Will Frau auf ihre Mitmenschen attraktiver wirken, sollte sie anscheinend hin und wieder doch einmal zu Make-up greifen. Verschiedene Studien zeigen, geschminkte Frauen werden nicht nur als gesünder, klüger und umgänglicher beurteilt, sondern auch attraktiver und sexuell anziehender (Osborn 1996). Welche Faktoren beim Make-up eine besondere Rolle spielen, darüber gibt die Studie von Hergovich (2002) Auskunft. Demnach haben vor allem Augen-Make-up und Lippenstift eine positive Wirkung. Letzterer primär dann, wenn er von dunkelroter Farbe ist.

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Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 22.12.10 · 11:54 Uhr· 1 Kommentar

21. Dezember 2010

Was ist schön?: Expertendiskussion am 13. Januar 2011

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 2

Was ist schön? Wie verändern sich die Vorstellungen von dem, was als schön gilt? Welche Auswirkungen auf die Kultur, die Mode, die Liebe und unser alltägliches Leben hat dieses Streben nach Schönheit, das sich durch die Menschheitsgeschichte zieht? Diese Fragen sind Ausgangspunkt für die Texte hier in diesem Blog. Und um dieselben Fragen dreht sich auch eine Podiumsdiskussion, die am 13. Januar 2011 im Deutschen Museum in München stattfinden wird. Worüber die Experten dann im Januar wirklich diskutieren, können unsere Leser jetzt mitbestimmen.

Podiumsdiskussion rund um die Frage "Was ist schön?". Die virtuelle Diskussion bekommt jetzt reale Gesichter.

Die unzähligen Facetten des Themas Schönheit haben uns an dieser Stelle in den letzten Monaten beschäftigt. Wir haben etwas über die "Schönheit des Faustkeils" erfahren und über die Frisuren im alten Rom. „Bizarre Schönheitsideale" haben uns genauso beschäftigt wie die Ergebnisse der psychologischen Attraktivitätsforschung. Nun bekommt die virtuelle Diskussion endlich auch reale Gesichter.

Für eine Podiumsdiskussion haben wir drei wirklich hochkarätige Wissenschaftler begeistern können. Aus Wien wird am 13. Januar der Evolutionsbiologe und Attraktivitätsforscher Prof. Dr. Karl Grammer nach München reisen. Ebenfalls aus Wien kommt Prof. Dr. Otto Penz, der sich als Soziologie vor allem mit Fragen von Körperlichkeit und Emotionalität beschäftigt und erst vor wenigen Monaten ein Buch mit dem Titel „Schönheit als Praxis" vorgelegt hat. Komplettiert wird die Expertenrunde durch Dr. Ulrich Renz, dessen Buch „Schönheit - Eine Wissenschaft für sich" quasi Pflichtlektüre zum Thema ist.

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Autor: Marc Scheloske· 21.12.10 · 09:30 Uhr· 2 Kommentare

19. Dezember 2010

Was schöne Hände für uns schön macht

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 3

Hände sind nicht nur unserer wichtigsten Werkzeuge, sondern auch ein Aushängeschild, eine Visitenkarte. Ob wir Hände schön finden oder nicht, hängt von verschiedenen Attributen ab -und ob wir bei einem Date unserem Gegenüber eine weiteres Treffen gewähren nicht selten auch von dessen Händen.

Die Hände, eine Komposition aus drei Nerven, 27 Knochen, 17.000 Fühlkörperchen , 33 Muskeln und diverse Sehnen, gehören zu den kompliziertesten Körperteilen des Menschen. Sie sind nicht nur unsere wichtigsten Werkzeuge, sondern auch täglich den Blicken anderer ausgesetzt. Neben Gesicht und Hals sind sie das mit am häufigsten sichtbare Körperteil.

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Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 19.12.10 · 10:57 Uhr· 3 Kommentare

17. Dezember 2010

Der Schönheitsschlaf ist keine Mär

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 2

Ausgeschlafen? Für ein attraktiveres Erscheinungsbild wäre es auf jeden Fall besser. Denn der sogenannte Schönheitsschlaf ist anscheinend doch nicht nur eine von Omas Weisheiten. Eine Studie schwedischer Wissenschaftler bestätigt: Wer "ausgeschlafen" hat wirkt auf seine Mitmenschen nämlich attraktiver.

Erstmals haben schwedische Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Schlaflänge und Attraktivität experimentell nachgewiesen.
Ausgeschlafene wirken demnach auf ihre Mitmenschen nicht nur gesünder, sondern sie werden auch attraktiver eingeschätzt als diejenigen, bei denen der Schlaf etwas zu kurz gekommen ist.

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Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 17.12.10 · 10:25 Uhr· 2 Kommentare

15. Dezember 2010

Hören mit den Augen: Was die Optik mit guter Musik zu tun hat

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften  ·  Kommentare: 6

Er spielt wahnsinnig gut Violine und sieht wahnsinnig gut dabei aus. Geiger David Garrett hat in den in den letzten Jahren beiden Jahren eine beachtliche Karriere hingelegt. Seine Konzerte sind ausverkauft, die CDs stehen in den Charts ganz oben. Doch liegt das wirklich an der Musik? Studien zeigen, dass es auch in der Musik keineswegs nur um das geht, was wir hören.

Zuletzt hatten wir schon festgestellt, dass es ganz natürlich ist (und eben keinesfalls „erlernt") Schönheit schön zu finden. Wir halten schöne Menschen beispielsweise für vertrauenswürdiger. Aber wie weit reichen eigentlich die Effekte des Schönheitsstereotyps? Wir halten doch niemanden für einen tollen Künstler, nur weil er zufälligerweise gut aussieht und gekleidet ist?

Anne-Sophie-Mutter_2006_200.jpgGanz so einfach ist die Sache vermutlich nicht, aber gerade im Feld der Musik spielen Äußerlichkeiten eine größere Rolle, als wir denken. Das hat sicher auch damit zu tun, dass die Wahrnehmung von Musik stark von der jeweiligen Situation abhängig ist. Im Kaufhaus-Aufzug nervt uns das Gedudel aus dem Lautsprecher, an einem anderen Ort, in anderer Stimmung würden wir dieselben Melodien vielleicht als ganz entspannend empfinden.

Musik ist viel mehr als nur das, was wir hören

Dass die Rahmenbedingungen unter denen wir Musik „konsumieren" entscheidend sind, ist keine neue Erkenntnis. Vor knapp 20 Jahren stellte Richard Leppert diesbezüglich fest, dass dies dem abstrakten Wesen der Musik geschuldet sei. Und insofern seien musikalische Darbietungen genauso an die körperlichen und visuellen Momente gekoppelt wie Theater oder Tanz.

„Precisely because musical sound is abstract, intangible, and ethereal [...] the visual experience of its production is crucial to both musicians and audience alike for locating and communicating the place of music and musical sound within society and culture. [...] Music, despite its phenomenological sonoric ethereality, is an embodied practice, like dance and theater." (Leppert, 1993: xx-xxi).

Wie entscheidend das Erscheinungsbild von Musikern ist, zeigt eine aktuelle Studie der Musikpsychologin Noola K. Griffiths.1

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Autor: Marc Scheloske· 15.12.10 · 12:00 Uhr· 6 Kommentare

12. Dezember 2010

Ziernarben, ein Körperschmuck der besonderen Art

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 2

Die Haut -mit ihren rund 1,6 Quadratmetern das größte Organ des menschlichen Körpers- bietet viel Fläche für Verzierungen aller Art. Schon seit Jahrtausenden nutzen die Menschen diese letzte Körperschicht als Feld für kreative Veränderungen und Plattform zur Weitergabe nonverbaler Informationen.

Unsere Haut bietet eine Menge Platz für Kreativität; Tätowierungen, Bemalungen, Ringe und Piercings. Inzwischen ist dieser Körperschmuck, der noch vor wenigen Jahren oft skeptisch beäugt und eher mit diversen Randgruppen in Verbindung gebracht wurde, zum Teil schon fast salonfähig geworden. Doch Hautverzierungen dieser Art sind bei Weitem nicht nur eine Modeerscheinung unserer Zeit, sondern besitzen häufig eine lange Tradition. So verhält es sich auch mit einem der neueren Trends in Sachen "Hautverschönerung", den Schmucknarben.

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Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 12.12.10 · 10:08 Uhr· 2 Kommentare

07. Dezember 2010

Wunderbare Wimperntusche

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 1

Schmachtende Blicke und lange, glänzende Wimpern gelten in vielen Kulturen als verführerisch. Immer wieder haben daher Frauen im Laufe der Geschichte nach Wegen gesucht, ihre Augen größer und die Wimpern länger erscheinen zu lassen. Eine kleine Geschichte der Mascara ...

In Anlehnung an den Text von Sylvie Guichard und Karl Pays "Marvellous Mascara" aus dem Buch 100.000 Years of Beauty. Bd.4, Gallimard 2009

Es gibt wohl kaum eine Frau, die sich nicht schöne, lange und dunkle Wimpern wünscht. Doch meist entsprechen die vorhandenen Tatsachen nicht unbedingt den Vorstellungen der Trägerin. Um dem Wunsch möglichst nahe zu kommen, wird deshalb zu verschiedenen Hilfsmitteln gegriffen - an erster Stelle natürlich in diesem Fall zur Wimperntusche.
Die Mascara (italienisch maschera = Maske), wie sie auch genannte wird, ist heute aus keinem Schminktäschchen mehr wegzudenken und eine der wichtigsten Utensilien im "Kampf" um den perfekten Augenaufschlag.

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Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 07.12.10 · 10:59 Uhr· 1 Kommentar

04. Dezember 2010

Schöne aller Länder, vereinigt euch!

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 3

Hier ist nur Platz für die Schönen. Die Community BeautifulPeople.com hat ihre eigenen Gesetze; hier entscheiden die Mitglieder, wer in den Kreis der Schönheits-Elite aufgenommen wird. Und da man mit seiner Schönheit nicht geizen sollte, soll ein Fruchtbarkeits-Forum zukünftig hässlicheren Paaren zu schönen Kindern verhelfen.

Offenbar kennt Eitelkeit keine Grenzen. Auf den Gedanken kann man zumindest kommen, wenn man im Internet über die Seite und die Berichte von BeautifulPeople.com stolpert. Eine Partnerbörse und Community für die Schönen dieser Welt. Neue Geschäftskontakte knüpfen oder das private Glück finden, hier können die Schönen untereinander wählen.

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Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 04.12.10 · 09:20 Uhr· 3 Kommentare

01. Dezember 2010

Viele Muttermale machen vielleicht nicht schön - halten aber länger jung

Kategorie: Medizin  ·  Kommentare: 3

Muttermale gelten nicht unbedingt als Schönheitsmerkmal und schon gar nicht dann, wenn es viele sind und sich diese auch noch im Gesicht befinden. Aber als Trost für alle, die mit ihren vielen braunen Flecken eventuell nicht glücklich sind: Denn je mehr Leberflecken ein Mensch hat, umso langsamer altert er offenbar auch.

Natürlich kann ein Muttermal an der richtigen Stelle das Gesicht eines Menschen noch betonen und es unverwechselbar machen- siehe beispielsweise Cindy Crawford. Doch im Allgemeinen ist es nun einmal die reine und ebenmäßige Haut, die als besonders schön empfunden wird, wie verschiedenen Studien belegen.


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Autor: Liane Vorwerk-Gundermann· 01.12.10 · 11:00 Uhr· 3 Kommentare

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