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10.08.11 · 11:10 Uhr
Meteorströme: Romantische Sternschnuppen oder Vorboten des Weltuntergangs?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 36
Ich finde das Wort "Sternschnuppe" ja höchst großartig. Es klingt so niedlich und schön und beschreibt dabei doch einen Vorgang, bei dem die Erde mit einem außerirdischen Himmelskörper kollidiert. In einer klaren Nacht kann man immer die eine oder andere Leuchtspur so einer Kollision am Himmel sehen. Manchmal treten sie aber auch gehäuft auf. Solche "Meteorströme" oder "Sternschnuppenschauer" sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass dort draußen ein Komet seine Runden zieht und dabei das Weltall schmutzig macht. Ein Komet, der durchaus auch das Potential hat, mit der Erde zusammen zu stoßen.
Aber bleiben wir erstmal beim romantischen Teil. Was gibt es schöneres, als in einer warmen Sommernacht auf der Wiese zu liegen, den Himmel zu betrachten und eine Sternschnuppe nach der anderen zu sehen? Wer möchte, kann das in den nächsten Nächten ja mal ausprobieren - obwohl es zur Zeit vermutlich ein wenig an den warmen Nächten mangelt. Denn seit Ende Juli und noch bis Ende August kreuzt die Erde die Staubspur, die der Komet Swift-Tuttle hinterlassen hat. Der braucht knapp 133 Jahre um die Sonne einmal zu umrunden und hat eine sehr langgestreckte Bahn. An seinem sonnenfernsten Punkt befindet er sich weit hinter der Bahn des fernen Zwergplaneten Pluto. Dann bewegt er sich durch das ganze Sonnensystem an den Planeten Neptun, Uranus, Saturn, Jupiter und Mars vorbei bis er schließlich auch noch die die Erde hinter sich lässt und seinen sonnennächsten Punkt ein kleines Stückchen innerhalb ihrer Bahn erreicht. Die Nähe zur Sonne macht dem Kometen zu schaffen. Er besteht ja aus einer Mischung von Staub, Gestein und Eis und das Eis beginnt zu verdampfen. Wenn es ins All entweicht, reißt es Staub und kleine Gesteinsbrocken mit sich. So entsteht ein Teil des dramatischen Kometenschweifs der so typisch für diese Himmelskörper ist, viel von diesem kosmischen Dreck bleibt aber auch auf der Bahn des Kometen zurück. Das passiert bei jedem Umlauf erneut, bis der Komet irgendwann komplett zerbricht oder alles Eis verdampft ist und der nun nicht mehr aktive Kometenkern kaum noch von einem normalen Asteroiden zu unterscheiden ist.

Wenn die Bahn der Erde die Staubspur kreuzt, dann sehen wir bei uns die schönen Sternschnuppenschauer. Während der Zeit die es braucht, die Hinterlassenschaft des Kometen zu durchqueren, sehen wir deutlich mehr Sternschnuppen also sonst und im Gegensatz zu den 08/15-Schnuppen scheinen die Leuchtspuren eines Meteorstroms alle vom selben Punkt des Himmels zu kommen. Bei den Sternschnuppen die den Perseidenschauer ausmachen ist das das Sternbild "Perseus", daher auch der Name.
Die Staubspur verändert sich im Lauf der Zeit, neben der Gravitation wirkt zum Beispiel auch noch der Strahlungsdruck der Sonne auf die kleinen Teilchen. Je nach Alter der Staubspur sind die Effekte unterschiedlich. Eine frische Spur ist klumpig; die kleinen Teilchen die bei den verschiedenen Ausbrüchen des Kometen entstanden sind, hatten noch nicht genug Zeit um sich um die ganze Bahn zu verteilen. Das bedeutet, dass es mal auf der Erde zu richtig gewaltigen Sternschnuppenschauern kommt, mit hunderten Meteoren pro Minute und mal wenig bis gar nichts passiert - je nachdem ob wir gerade den Weg eines Klumpen kreuzen oder nicht. Die Leoniden die wir immer Ende November beobachten können sind so ein variabler Meteorstrom. Alle 33 Jahre besteht die Möglichkeit, dass die Erde einen frischen Klumpen aus Kometenstaub durchquert. Denn dann war der Komet Temple-Tuttle (der für die Leoniden verantwortlich ist) gerade kurz vorher im Inneren Sonnensystem und mit etwas Glück gibt es regelrechte Meteorstürme! 1966 beobachtete man einige 1000 Sternschnuppen pro Stunde und 1833 sollen es sogar ein paar Hunderttausend Sternschnuppen pro Stunde gewesen sein.

Seit kurzer Zeit gibt es einen neuen Meteorstrom in der Liste der Astronomen. CAMS, die Cameras for Allsky Meteor Surveillance sind ein Netzwerk von Kameras mit großem Gesichtsfeld die den Himmel ständig im Blick haben. Damit wird nach Meteoren gesucht und es werden Sternschnuppen gezählt. Am 4. Februar zeigten zwei der Stationen eine Gruppe von Meteoren, die alle vom gleichen Punkt am Himmel zu kommen schienen. Dort war noch kein Meteorstrom bekannt und die Berechnungen zeigte, dass sie von einem Kometen stammen müssten, der die Sonne mit einer Periode von etwa 53 Jahren umläuft. Die "Februar Eta Draconiden" (sie kommen aus der Richtung des Sterns Eta Draconis und sind nicht identisch mit dem Eta Draconiden die im April auf die Erde treffen) sind daher auch ein Hinweis auf die Existenz eines bisher unbekannten Kometen. Eines Kometen, der eine Bahn hat, die auch zu einer Kollision führen kann. Denn wenn wir mit dem Staub zusammenstoßen können, den der Komet abwirft, dann können wir auch mit dem Kometen selbst kollidieren, wenn das Timing gerade schlecht ist. Natürlich ist es nicht ganz so einfach; die Dynamik die die Bahn des Kometenstaubs bestimmt ist komplex und die Staubspur muss nicht zwingend die Bahn des Kometen selbst widerspiegeln. Die Bahn des Kometen ist auch gegenüber der Erdbahn geneigt und generell ist die Wahrscheinlichkeit einer Kollision gering. Nur wenn der Komet am 4. Februar (das ist der Zeitpunkt an dem die Erde die Spur des Kometen kreuzt) gerade die Erdbahn kreuzt ist eine Kollision möglich. Wir wissen also auch ganz genau, wonach wir wann Ausschau halten müssen und wüssten im Fall des Falles schon vorher Bescheid um entsprechende Abwehrmaßnahmen einleiten zu können.
Kein Grund zur Panik also! Genießt lieber die Perseiden und schaut euch ein paar Sternschnuppen an! Und wer sich die Wartezeit mit passender Lektüre verkürzen will, dem empfehle ich "Rain of Iron and Ice" von John Lewis. Hier erklärt Lewis nicht nur allgemein wie das mit den Kollisionen und ihren Folgen ist sondern geht auch detailliert auf Sternschnuppen und Meteorströme ein (Das Buch ist zwar schon etwas älter aber immer noch gut zu lesen).
Autor: Florian Freistetter· 36 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (36)
Woher kommt eigentlich der Volksglaube, man dürfe/könne sich etwas wünschen, wenn man eine Sternschnuppe sieht? Weiss da jemand etwas drüber?
Sofern man nicht bewusst nach Sternschnuppen Ausschau hält ist es extremes Glück, dass man eine sieht. Und da man das Glück in dem Moment auf seiner Seite hat, soll man die Strähne schnell ausnutzen und sich etwas wünschen.
(Ich hab keine Ahnung ob das stimmt, aber so oder ähnlich stelle ich mir den Ursprung vor)
Seit über einem jahr lese ich schon regelmäßig hier, habe die Seite abonniert um immer auf dem laufenden zu sein, da auch mich damals die Angst gepackt hat, als so ein großes Tamtam um 2012 gemacht wurde.
Bisher war das hier geschriebene immer alles so überzeugend und es hat mich enorm beruhigt.
Ich werd allerdings das flaue Gefühl im Bauch nicht los, je mehr neue Entdeckungen gemacht werden, von denen bislang Niemand wusste...
Ich hoffe ich geh hier nicht als Spinnerin durch oder werde direkt gesteinigt, aber ich werd einfach die Angst nicht los, dass die Maya tatsächlich etwas wussten, was wir wahrscheinlich erst in den kommenden Monaten erfahren.
@ShirleySue:
Wenn de Maya so toll waren und alles wussten, warum sind die untergegangen?
Nee, die wussten einfach nix. Und die haben auch nix von dem Zeug aufgeschrieben. Das sind nur irgendwelche seltsamen Menschen die aus den Funden dieser Zeit etwas hinein interpretieren.
Du kennst doch Goethes Faust, oder? Würdest du auch nur einen ernsthaften Gedanken dran verschwenden, dass der dort vorkommende Homunculus eine Weissagung Goethes bezüglich künstlicher Befruchtung ist? Egal wie viele Ähnlichkeiten man darinnen sehen kann. Würdest du Goethe als Seher der Zukunft bezeichnen?
Dass man sich was wünschen darf, wenn man eine Sternschnuppe sieht, finde ich prima.
Und dieses Jahr stehen die Chancen auf Erfüllung extrem gut, denn
@ShirleySue: ", aber ich werd einfach die Angst nicht los, dass die Maya tatsächlich etwas wussten, was wir wahrscheinlich erst in den kommenden Monaten erfahren. "
Naja, was soll ich dazu noch groß sagen. Wenn du eh schon alles von mir zu 2012 (http://2012faq.de) gelesen hast, dann müsstest du ja eigentlich wissen, das die Maya nix prophezeit haben, das der Kalender weder "endet" noch sonst irgendwas spezielles macht. Usw.
Und natürlich machen die Wissenschaftler ständig neue Entdeckungen von denen niemand bisher wusste. Das ist ihr Job, das ist Sinn und Zweck der Wissenschaft! Aber nur weil man viele Dinge noch nicht weiß, heisst das nicht, dass alles möglich ist. Ein Planet X z.b. der 2012 mit uns zusammenstossen soll, ist NICHT möglich, völlig egal, was irgendwer irgendwann nochmal entdecken wird...
@Mr_mad_man: hä? Was meinst du mit "dieses Jahr"? Dein zitierter Text spricht von "HInzu kam der Neumond in der Nacht vom 9. auf den 10. August im Sternzeichen Löwe."
Heute ist der 10.8. und ich hab gestern einen deutlich zunehmenden überhalben Mond gesehen. Wikiwiki sagt zu den Mondphasen 2011 daher auch:
Neumond________30. Juli 2011_____19:39:53
Erstes Viertel_____6. August 2011___12:08:25
Vollmond _______13. August 2011___19:57:37
Letztes Viertel__ 21. August 2011___22:54:36
Neumond_______29. August 2011___04:04:10
Bullet: Einfach den ersten Teil vom mr_mad_man bei Google einwerfen, dann gibt es einen einzigen Treffer und der murmelt von 2010
www.suite101.de/content/sternschnuppen-im-august---wuenschen-erlaubt-a83596
Extra ohne http damit kein Link draus wird.
Bis auf die Mondphasen sind die Zeiten für mögliche Sternschnuppen sowieso jedes Jahr die gleichen. Die sind immer, wenn in Wurglhausen bewölkter Himmel ist :-( Und die astrologischen Deutungen hol ich mit lieber aus den Frauenzeitschriften beim Friseur (wobei ich das letzte mal irgendwann in den 90ern beim Friseur war ...).
@Bullet: Grrr, hab gerade noch mal den Artikel rausgesucht aus dem ich zitiert habe.
Der stammt aus 2010, und das steht da sogar mehrfach drin - wie peinlich.
@ Wurgl:
Ach was! 'N langhaariger Bombenleger also!
@mr_mad_man: Macht nix, der Text ist bestimmt mindestens so gut wie jedes andere Horoskop.
olf·
11.08.11 · 10:16 Uhr
Glaub ich nicht. Entweder ist er ein Glatzkopf oder er hat zum Geburtstag einen Ganzkörperrasierapparat geschenkt bekommen.Sooo, da bin ich mal wieder, nach langer Zeit, bin nach 4 Wochen wieder frisch aus dem Urlaub zu Hause :) Aber ich habe diesen Blog natürlich auch im Urlaub aufgerufen :)
@ Florian, nun zu meiner Frage
Die Erde soll die Spur des Kometen am 4. Februar kreuzen. Das ist ja schon Anfang nächsten Jahres. Ist das nicht für eine Abwehrmaßnahme zu früh? Wann weiß man denn ganz genau, dass keine Gefahr besteht? Und, wenn der Himmel doch beobachtet wird, wie kommt es das dieser Komet unbekannt war?
@Tatjana
Zitat FF im Artikel!Zum Thema Abwehrmaßnahmen:
Selbstverständlich sind alle Militärs der Welt bereits im Alarm-Modus! Die Produktion an Regenschirmen wurde angekurbelt (gegen Meteoritenstaub!) und die Produktion von Titanweiss (falls Schnee liegt) wurde weltweit erhöht!
Und beinahe hätte ich es vergessen:
Mach Dir keine Sorgen! Die wirklich GROßEN Brocken sind bekannt oder werden frühzeitig entdeckt. Da ist kein 'Killer' im Anflug!
Es ist halt normal, dass neue Asteroiden oder Kometen entdeckt werden - schließlich wird danach *gesucht*!
@Tatjana: "Wann weiß man denn ganz genau, dass keine Gefahr besteht? Und, wenn der Himmel doch beobachtet wird, wie kommt es das dieser Komet unbekannt war? "
Meinst du keine Gefahr für 4.Feb. 2012? Das weiß man jetzt schon. Wenn da ein großer Komet in der Nähe wäre, dann sähe man den. Und wenn man ihn nicht sieht, ist er entweder weit weg oder nicht da. Der Komet selbst muss ja nicht am 4. Feb. in Erdnähe sein; nur seine Spur wird da gekreuzt. Der Komet kann auch ne langgestreckte Bahn haben und z.B. nur all 70 Jahre mal in die Nähe der Erde kommen. Außerdem sind Kometen Objekte die aus sehr viel Eis bestehen. Bei einer Kollision zerbrecjhen sie sehr leicht und erreichen nur dann den Boden wenn sie sehr groß sind. Im Vergleich mit Asteroiden kann die Erde Kometentreffer viel besser wegstecken.
@Tatjana
Dass die Erde einen Kometenschweif durchquert, ist ja nichts neues. Gab es vor 100 Jahren auch schon mal.
Wiki zum Halleyschen Kometen:
Die einzige Auswirkung des Schweifs war also kräftiges Bechern.
In einem Kometenscheif ist das (nahezu) vollkommene Vakuum des Weltraums halt nur etwas weniger vollkommen.
Wir durchkreuzen doch gerade im Moment den Sternschnuppenschwarm der Perseiden, der auf den Kometen 109P/Swift-Tuttle zurückgeht. Der zugehörige Komet flog 1992 das letzte mal in Erdnähe vorbei, kam der Erde aber weniger nahe, als der Abstand zur Sonne.
Entsprechend die Leoniden im November, die alle 33 Jahre besonders intensiv sind, weil der Komet Temple-Tuttle diese Umlaufzeit hat und bei jeder Annäherung an die Sonne eine frische, dichte Spur von Meteoroiden hinterlässt. Der kam der Erde zuletzt 1998 nahe.
Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Sternschnuppenschwärme, z.B. die Eta-Aquariden und die Orioniden, die beide zum Halleyschen Kometen gehören, die Geminiden im Dezember, die Lyriden im April etc., und immer gehört ein Komet (oder Asteroid) dazu, der die Bahn dieser Körper teilt. Dennoch stürzen nicht laufend Kometen auf die Erde. Da oben ist so wahnsinnig viel Platz, und die Meteorströme sind im Verhältnis zum Kometen so breit, dass die Erde zwar den meist über die ganze Umlaufbahn verteilten Partikelstrom des Kometen regelmäßig trifft, aber die Chance eines Zusammenstoßes mit dem Kometen selbst außerordentlich klein ist. Das gilt genauso für den neu entdeckten Strom am 4. Februar. Da weiß man halt nur noch nicht, welcher Komet dazugehört, aber das war bei den anderen Strömen von 50, 100 Jahren nicht anders.
@ Florian
Dann lass doch bitte die Worte " Vorboten des Weltuntergangsweg " weg :) Diese beunruhigen mich ja und verleiten mich zu Fragereien :) Denn deine Antwort auf meine Frage widerspricht ja dann wieder deiner apokalyptischen Worte, bin grade wegen deines Blogs und nun wegen deiner Antwort auf meine Frage ein wenig durcheinander :/ ....
@ MartinS
Die Abwehrmaßahmen sind ja auf eine mögliche Kollisione mit dem Kometen bezogen...
Ich frag mich die ganze zeit,wie alle wissen können was bei dem angeblichen Weltuntergang,genu passiert.Komisch ist das alles genau so passieren soll,wie bei dem
Emmerich Film 2012.Ich werde die Angst auch nicht los aber wenn man genauer liest und etwas nach forscht,wird alles genau so sein wie im Film2012.Ich hab ihn mir darum auch angesehen,weil ich diese angst trozdem nicht los werde.Wenn man alles genau durch liest,alles ansieht,wird die Sache schon komisch.Wenn jetzt niemand einen Komet sieht,glaub ich auch nicht das er ausgerechnet am 21.12.2012 da sein soll.Klar ein komisches Gefühl hab ich auch,aber da hilft nichts ausser warten bis 21.12.2012
@ Melli
Hast du dir die Blogs von Florian über 2012 mal genau durchgelesen? Dann sollte doch eigentlich deine Angst genommen sein. Ich hatte auch sehr große Angst vor 2012 und dem ganzen Esoterikmist aber als ich die Seite gefunden habe, beruhigte ich mich wieder. Wenn du im Internet forschst dann auf seriösen Seiten, kein Quatsch von irgendwelchen Esoterikern. Ok, man erkennt auf den ersten Blick nicht vom wem nun welche Seite erstellt wurde aber trotzdem. Die ganzen Bücher, Dokus oder Filme wie auch der von Emmerich, sind einfach nur darauf ausgelegt, die Angst der Menschen zu nutzen, damit diese auch schön deren Bücher kauft und in die Kinos stürmt. Es gibt von Florian auch einen Artikel, wie man keine Angst mehr vorm Weltuntergang/2012 haben kann, den solltest du dir auch mal genau durchlesen. Was wird denn alles genau so wie im Film 2012? Meinst du Tsunamis, Erdbeben oder Vulkanausbrüche? Die gibt es schon seit vielen Jahren und nicht erst jetzt, kurz vor 2012! Darauf sind die Esoteriker aus, die "prophezeien" solche Katastrophen weil man sich wahrscheinlich sicher sein kann, dass irgendwas von den Szenarien auch eintritt WEIL sie ja schon jahrenlang passieren aber die Welt steht immernoch. Es gibt auch eine Seite, auf der etliche Weltuntergänge aufgelistet sind, die natürlich nicht eingetreten sind. Mach dich nicht verrückt, das beste ist, dir mal alle Blogs von Florian zum Thema Weltuntergang 2012 durchzulesen und falls dir was nicht klar sein sollte, kannst du immernoch deine Frage stellen, wenn Florian Zeit hat beantwortet er diese bestimmt.
@Tatjana
Ja hab ich,so richtig angst hab ich auch nicht mehr.Es ist einfach ein komisches Gefühl im Bauch.
@Tatjana 13:51
Sehr netter und richtiger Kommentar :-)
Ich hatte Dich in 'die falsche Ecke' gesteckt ... und entschuldige mich!
@melli
Was ist mit Dir plötzlich los???
War das nicht schon alles 'gegessen'?
@ MartinS
Hehe, schon in Ordnung :)
LG
@Martin S
Ja klar Sorry
Sorry dass ich erst jetzt antworte.
Nein ich glaub nicht an irgendwelche Vorhersagen, die man sich ohne Fakten einfach aus dem Finger saugt.
Nostradamus ist da ja ein nettes Beispiel.
Ich brauche logische Erklärungen die ich nachvollziehen, naja und auch verstehen kann - und bis heute habe ich keine richtige Vorstellung darüber, wie viel die Mayas damals eigentlich wussten.
Mich fasziniert das Thema, geb ich zu.
Klar ist, dass sie ein hochintelligentes Volk waren, und auch viel über den Himmel wussten, überragende Kenntnisse in Astronomie und Mathematik hatten.
Ist es denn so unmöglich, dass sie damals über eine Zeitspanne von knapp 850 Jahren auch schon Kenntnis über Kometen/Asteroiden bzw. gefährliche Himmelskörper hatten und deren Bahnen berechnen konnten? Oder haben sie sich nur mit Planeten und der Sonne befasst?
Also dumm waren sie ja nun nicht, und ich denke auch nicht dass sie untergegangen sind, weil sie so wenig Ahnung hatten.
Angeblich soll ja eine Dürreperiode zu dem Untergang geführt haben.
Aber wie genau kann man das heute schon noch nachvollziehen.
Im Übrigen, bin ich mir eben nicht ganz sicher, wie manche so überzeugt sein können, dass deren Kalender nicht endet, sondern neu beginnt.
Wer weiß das denn schon? Im Grunde, ist es doch auch nur reine Spekulation, genau so, als wenn man behauptet, die Welt gehe da unter, oder nicht?
@Shirley Sue
Von den Asteroiden hätten die Maya bestenfalls Ceres kennen können, das ist der einzige, der, wenn er der Erde am nächsten ist, gerade noch mit bloßem Auge gesehen werden kann. Das gleiche gilt übrigens für den Planeten Uranus. Die beiden sind dann aber so kleine schwache Sternchen, dass es schon mehr als verwunderlich wäre, wenn auffiele, dass sich diese im Verlaufe mehrerer Tage oder Wochen am Himmel bewegen.
Natürlich kannten die Maya Kometen, die können ja gelegentlich sehr auffällig werden, vor allem an einem von Lichtverschmutzung völlig freien Himmel, wie ihn die Maya noch kannten. Jedoch zischt so ein Komet in ein paar Tagen über den Himmel, da sieht man nur ein winziges Stückchen der Bahn. Aufgrund dieser kurzen Zeitspanne wäre es selbst für unsere Astronomen heute nicht einfach, eine halbwegs genaue Bahn zu bestimmen, geschweige denn für die Maya, ohne exakte Messmöglichkeiten wie wir sie haben. Zumal sie ja auch nichts von Keplers Gesetzen wissen konnten. Die Leute vor Kepler haben sich ja schon "einen abgebrochen", die Positionen der hellen Planeten vorauszuberechnen. Ihr Hauptfehler war, dass sie stets von Kreisen statt Ellipsen ausgingen. Dass sie die Planetenbahnen als Kreise auf Kreisen (Epizykel) darstellten, war gar nicht mal so verkehrt, denn von der Erde aus gesehen sieht es genau so aus: der kleine Kreis ist die Projektion der Erdbewegung um die Sonne, die einen in einer gewissen Entfernung stehenden Planeten einen Bogen ziehen lässt, der große Kreis ist die Bewegung des Planeten selbst. Nur waren das halt keine Kreise, sondern Ellipsen. Es mussten aber Kreise sein, denn die Planeten waren göttlich und somit perfekt, und Kreise sind perfekt, Ellipsen sind es nicht (nach der damaligen Denke).
Aber für ein so flüchtiges Objekt wie einen Kometen eine Bahn auszurechnen, das traue ich den Maya nicht zu. Ihr geheimnisvolle Fähigkeit, Sonnenfinsternisse vorherzuberechnen, beruhte übrigens ganz simpel auf dem Abzählen von Tagen des Saros-Zyklus. Nach 18,03 Jahren wiederholt sich eine bestimmte Geometrie einer Sonnen- oder Mondfinsternis wieder, nur um 1/3 Erddrehung versetzt. Nach 3*18,03 = 54,09 Jahren = 19756 Tagen hat man die gleiche Finsternis wieder am gleichen Ort. Man braucht also nur von einer Finsternis aus 19756 Tage in die Zukunft zu rechnen und kennt eine weitere. Wenn man das für alle beobachteten Finsternisse macht, kann man alle folgenden vorausberechnen. Die große Leistung der Maya ist die Entdeckung dieser Zyklen. Der Rest ist einfach eine Abzählleistung.
Also, wie sollen die Maya da das Ende der Welt vorausberechnet haben?
@ShirleySue
Viele Völker wussten zu ihrer Zeit viel über ihre Umgebung, was ja auch überlebensnotwendig war. Ihnen besonderes Wissen, also mehr als das heutige Wissen, zuzuordnen, entbehrt jedoch jeder Grundlage. Die Gabe der Vorausschau hatte und hat niemand, weder damals noch heute. Wahrsagerei stand immer hoch im Kurs, Astrologie und anderer Humbug sind keine heutigen Erfindungen. Die Vorhersagen waren dann zutreffend, wenn sie schwammig oder doppeldeutig (s. Legende von Krösus/Delphi) formuliert wurden. Vorhersagen reichen bei weitem noch nicht einmal an die Bauernregeln heran, die ja zumindest auf Naturbeobachtungen beruhen.
Mag sein, dass die Maya viel von Astronomie verstanden. Ohne moderne Instrumente war es ihnen aber völlig unmöglich den Aufbau des Sonnensystems, geschweige denn des Universums, zu verstehen. Vielleicht kannten sie periodische Kometen, vielleicht aber auch nicht. Der Asteroidengürtel sowie alles im Sonnensystem jenseits von Uranus war ihnen garantiert unbekannt.
Gravitation, Atome, Kernfusion usw., diese Begriffe hätten bei den Mayas nur ungläubiges Kopfschütteln hervorgerufen. Aber allein diese drei Begriffe sind für ein mini-minimales (!) Verständnis absolut notwendig.
Wann der Mayakalender beginnt, ist nicht genau bekannt, sein 'Ende' (witziger Begriff bei einem zyklischen Kalender) in die heutige Zeit zu legen, ist zumindest kühn.
@ShirleySue: "Ist es denn so unmöglich, dass sie damals über eine Zeitspanne von knapp 850 Jahren auch schon Kenntnis über Kometen/Asteroiden bzw. gefährliche Himmelskörper hatten und deren Bahnen berechnen konnten? "
Ja, das ist es. Denn um eine mögliche Kollision der Erde mit einem Asteroiden/Kometen ein paar Tausend Jahre im voraus vorherzusagen, muss man die Position der Kometen/Asteroiden am Himmel ganz exakt vermessen. Das war für die Maya unmöglich. Ohne Teleskope war das nicht zu schaffen. Die Maya konnten mit freiem Auge keinen einzigen Asteroiden sehen und höchsten ab und zu mal nen Kometen; aber auch nicht lange und genau genug um dessen Bahn zu berechnen. Die astronomische Kenntnisse der Maya waren nicht "überragend". Sie waren völlig normal für ein Volk ihrer Zeit.
"Im Übrigen, bin ich mir eben nicht ganz sicher, wie manche so überzeugt sein können, dass deren Kalender nicht endet, sondern neu beginnt. Wer weiß das denn schon?"
Schau, was soll das für ein Kalender sein, der endet? Meinst du, am 31.12.9999 "endet" unser Kalender? Oder kommt danach vielleicht doch der 1.1.10000? Wir könnten auch jetzt schon unser Datum z.B. mit 14.08.02011 angeben um klar zu stellen, dass der Kalender eben nicht nur bis 9999 läuft und dann "endet" . Aber das wäre etwas sinnlos. Genauso ist es auch bei den Maya.
Wenn ich die Antworten jetzt so mal durchlese, klingt es irgendwie einleuchtend. Vielen Dank !
Ich bin Niemand der jetzt unbedingt darauf pocht, dass es doch irgendein Indiz dafür geben muss, dass die Welt am 21.12 doch untergeht - versteht mich nicht falsch :)
Mit Ende des Kalenders, war auch meinerseits nicht das Ende der Welt gemeint.
Möglich dass es so gesehen kein 'Ende' in einem zyklischen Kalender gibt.
Aber im Gegensatz zu unserem, der ja unendlich weiterläuft, (Unserer fängt nie von vorne an, sondern zählt einfach endlos weiter) haben die Maya einen angefertigt, der über viele tausende Jahre läuft.
Okay sie hatten vielleicht nicht die Möglichkeiten, und mussten irgendwo ein Ende setzen, aber genau bei diesem Tag, an dem der Kalender endet – und von vorne beginnt, müssen sie sich ja was gedacht haben – irgendein für sie besonderes Ereignis ?
Angeblich sollen sie von der im Internet so verbreiteten „Milchstraßen- Konjunktion“ gewusst haben, welches genau an diesem Datum stattfinden soll.
Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie vertrauenswürdig diese Quellen sind.
Aber es wäre doch möglich, falls dem so stimmt und sie Kenntnis darüber hatten, sie sich davor gefürchtet haben, ODER es für sie der ideale Zeitpunkt war, eine neue Lange Zählung zu beginnen ?
Ganz ohne Weltuntergangsgedanken ;)
@ShirlesSue: "Aber im Gegensatz zu unserem, der ja unendlich weiterläuft, (Unserer fängt nie von vorne an, sondern zählt einfach endlos weiter) haben die Maya einen angefertigt, der über viele tausende Jahre läuft."
Nochmal: Die Maya haben keinen Kalender gebastelt, der irgendwann aufhört. Sinn und Zweck eines Kalenders, ist es, Tage zu zählen und periodisch zu gruppieren. Ein Kalender, der plötzlich aufhört, macht keinen Sinn und es hat deswegen auch nie jemand so was gemacht. Weder wir, noch die Maya. Die müssen sich auch nichts "gedacht" haben. Meinst du, die Typen die sich im 3. Jhdt den heutigen Kalender ausgedacht haben (oder die, die ihn später reformiert haben), haben sich etwas beim 31.12.9999 gedacht?
"Angeblich sollen sie von der im Internet so verbreiteten „Milchstraßen- Konjunktion“ gewusst haben, welches genau an diesem Datum stattfinden soll. "
Die gibt es halt nur leider nicht: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/die-sonne-die-milchstrasse-und-2012.php
Wer mal eine Sternschnuppe vor oben sehen will muss sich das APOD von heute ansehen...
@ Florian Freistetter wie sieht es eigentlich mit der Präastronautik Theorie aus? Kommen vieleicht Ausserirdische am 21.12.2012? Haben die Mayas nur die Rückkehr ihrer "Götter" berechnet/erklärt bekommen? Angenommen es gibt doch irgend ein Planet der der Erde ein Maya Kalender näher kommt als sonst und sie nur dann zu uns kommen können wegen der entfernung ?
@ Florian Freistetter wie sieht es eigentlich mit der Präastronautik Theorie aus? Kommen vieleicht Ausserirdische am 21.12.2012? Haben die Mayas nur die Rückkehr ihrer "Götter" berechnet/erklärt bekommen? Angenommen es gibt doch irgend ein Planet der der Erde ein Maya Kalender näher kommt als sonst und sie nur dann zu uns kommen können wegen der entfernung ?
@präastronautik: Die Theorien von Däniken etc sind ebenso Unsinn wie der ganze Rest: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/10/erich-von-daniken-gotterdammerung.php
Es gibt auch keinen Planeten, der der Erde näher kommt als sonst...
Bullet·
10.01.12 · 08:05 Uhr
Es muß soooo unglaublich schwierig sein, eine einzige Sekunde über den Mist nachzudenken ..."Leute, mir is was eingefallen. Ich kann nächsten Gronkhal nicht zum Baccah-Spiel kommen. Irgendein bescheuerter Expeditionskommandant hat vor ewigen Zeiten auf so einem Steinzeitplaneten ein paar Steinestaplern versprochen, in genau 2327, äh, "Jahren" oder wie das hieß, wiederzukommen. Und versprochen ist versprochen. Unser Schiff startet in drei Tagen, und wir kommen wahrscheinlich erst gegen Anfang Naaarghkh wieder. Sorry."
@ Bullet:
"Aber pack genügend Schwoona einm, auf diesem Drecksplaneten ist es verfringt plaarck."