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13.03.11 · 10:31 Uhr
Der Weg zu den Sternen ist einfach
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften·Technik · Kommentare: 33
Schaut man sich die Nachrichten über die Vorgänge in Japan an und das, was dumme Leute daraus machen, dann kann man schnell recht depressiv werden. Vielleicht ist es Zeit für ein wenig Optimismus. So wie in diesem Video von philhellenes (der auch schon für dieses absolut fantastische Video verantwortlich war).
Ja, die Sterne zu erreichen ist tatsächlich vergleichsweise einfach. Wenn wir es erstmal geschafft haben, nicht mehr so dumm zu sein, dann ist der Rest fast schon ein Kinderspiel. Das Video sagt zu recht:
"Anything possible is possible. And there are so many possibilities!"
Allerdings! Es gibt so verdammt viele Möglichkeiten! Und jede davon ist möglich!
Autor: Florian Freistetter· 33 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (33)
All zu optimistisch finde ich die Aussichten des Videos für uns da kurzfristig gesehen nicht. Und es ist jetzt einige Jahrzehnte her, dass ein Mensch seinen Fuß auf einem Erdtrabanten gesetzt hat. Ich glaube aber im Gegenzug auch daran, dass die Begrenzung der Lichtgeschwindigkeit von der Menschheit noch überwunden wird. Wozu wir in ein paar tausend, zehntausend, hunderttausend oder Millionen Jahren fähig sein werden, kann kein Mensch auch nur im Geringsten vorhersehen. Für den Menschen von vor 2000 wirkt das Jetzt wie eine komplette Wunderwelt. Man kann sich denken, wie es für einen Menschen von vor 20.000 Jahren wirken müsste.
Die Anzahl der Paradigmenwechsel steigt kontinuierlich an. Man muss natürlich nicht direkt eine technologische Singularität in Aussicht stellen, trotzdem ist das Law of Accelerating Returns beachtenswert; die Zukunft wird jedenfalls verflucht spannend.
@ Name:
Sorry, aber stell Dir die "Überwindung der Lichtgeschwindigkeit" nicht so einfach vor. Da gibt es so einige Naturgesetze, die etwas dagegen haben.
Aber grundsätzlich gebe ich mich zumindest der Hoffnung hin, dass in 50, 100 oder 500 Jahren irgendein intelligenter Kopf (oder mehrere) zumindest das Problem des schnellen Unterlicht-Fluges lösen werden. Dann wären zumindest Generationenschiffe auch über Alpha-Proxima hinaus möglich. Und wenn wir gaaanz viel Glück haben, treffen wir ja dann vielleicht auch auf andere intelligente Lebensformen.
xxx
also ich glaub auch mal feste dran, dass die lichtgeschwindigkeit nicht alles ist. teilweise sind die startrekmythen ja schon keine mehr. ich sag nur communicator = handy.
und so gibt es sicher noch einige beispiele mehr, die heute realitaet sind aber in aelterer science fiction literatur eben noch die 'gespinste' der autoren waren, z.B. 3D fernsehen oder flachbildschirme. ebenso muessen heute moderne computer sogar solchen autoren unvorstellbar gewesen sein. in der in den 50igern angefangenen perry rhodan serie beispielsweise gab es anfaenglich noch lochfolienausdrucke zur programmierung der maschinen und aehnliches, heute kennt sowas kaum noch einer.
wenn man die science fiction so betrachtet sind die autoren die besseren nostradamusse :) oder nostradamen LOL
wenn wir nicht auf andere lebensformen treffen, dann sie vielleicht auf uns, wie in district 9 oder vielen anderen scifi werken, wer weiss das schon.
@marco
Die Lichtgeschwindigkeit überwinden ist einfach Blödsinn. Man darf sich unter Lichtgeschwindigkeit nicht das gleiche, wie ein Auto mit 100km/h vorstellen und dann meinen, dass man da irgendwann bessere Motoren erfindet, die dann 200km/h bringen.
@thomas
aha, das wusste ich ja noch gar nicht...
vielleicht sollte man besser sagen, ich glaube fest daran, dass der mensch (falls er lang genug existiert) in der lage sein wird kosmische entfernungen zu ueberwinden, ob nun mit ueberlicht, warp 10, hyperaum oder transdimensionsflug oder wie auch immer.
Gestern Abend waren wohl die Server überlastet, also 2. Versuch:
Danke für das Video, für einen Sci-Fi Begeisterten seit Raumschiff Enterprise (TOS) und Mondbasis Alpha Eins (Originaltitel: Space 1999) auf jeden Fall ein Leckerbissen. So besonders optimistisch sehe ich die nähere Zukunft allerdings auch nicht. Wenn wir es aber in den nächsten 30 - 50 Jahren schaffen, unsere sozialen und ökonomischen Probleme in den Griff zu bekommen, sprich unsere Dummheit zu überwinden, könnten wir tatsächlich nach den Sternen greifen, sozusagen.
Betreffend die zu überwindenden Distanzen werden wir wohl erstmal auf Generationenschiffe und/oder Kryoschlaf angewiesen sein, aber die Wurmlochphysik steckt ja noch in den Kinderschuhen. In hunderten oder tausenden Jahren... wer weiß, vielleicht könnten wir dann tatsächlich die Raumzeit "falten". Schade, dass wir das wohl nicht mehr erleben werden:(
@ marco:
Sind leider alle vom physikalischen Standpunkt aus Blödsinn.
Einzig die Nutzung bzw. Erschaffung eines Wurmloches wäre eine physikalisch korrekte Methode, den Weg zu den Sternen zu verkürzen. Leider bräuchte man jedoch für die künstliche Erzeugung eines solchen Wurmloches mehr Energie, als derzeit in der gesamten Milchstrasse vorhanden ist. Und ein natürliches liegt nicht in erreichbarer Nähe (geschweige denn, dass überhaupt schon eins gefunden worden wäre).
Und dann müsste man ja auch noch ein Raumschiff konstruieren, welches den enormen Belastungen eines Wurmlochtransfers standhält. Und das Wurmloch wäre nur in eine Richtung benutzbar, d.h. selbst wenn man es damit in eine entfernte Galaxie geschafft hat, müsste man den ganzen Konstruktionsaufwand ein weiteres Mal betreiben, um wieder zurückzukommen.
Was aber auch ein Problem wäre, da bislang überhaupt nicht klar ist, wie man steuern könnte, wo der Ausgang von so einer "Einstein-Rosen-Brücke" denn überhaupt liegt.
Also: alles noch weite, weite Zukunftsmusik.
ich gebe stone recht, erstmal muss die dummheit ueberwunden werden
@noch n' floh
das ich nicht von uebermorgen rede ist ja wohl klar. alles als bloedsinn abzutun ist auch bloedsinn. wenn der heutige physikalische standpunkt es nicht hergibt, muss es noch lange nicht bloedsinn sein. nein, ich behaupte nicht dass die dinge mal so heissen werden, wie ichs hier geschrieben habe! ich schrieb ja 'oder wie auch immer'.
vielleicht erweist sich ja heimsches, maxwellsches oder sonstwessen werk mal als schluessel fuer solche dinge. (ich betone und unterstreiche vielleicht)
naja wie der herr freistetter bereits geschrieben hat: 'keiner kann in die zukunft sehen'
@ marco:
Wir können zwar heute tatschlich noch nicht vorhersagen, was in naher oder ferner Zukunft möglich sein wird, wir können aber recht genau sagen, was nicht möglich sein wird. Nämlich alles, was gegen die Naturgesetze verstösst. Und dazu gehören nun einmal alle bisherigen Konzepte für Überlichtantriebe.
@noch´n Flo....
jetzt nimm das doch mal nicht ganz so eng auf - Nagel dich nicht so am Boden fest und lass mal der Vorstellung ein bisschen Freiraum. Ist nicht der menschliche Geist eines der wenigen Dinge auf dieser Welt, der geradezu keine Freiheitsgradbeschränkung hat (/haben sollte..)?
So wie wir uns gerade eben an fundierten Naturgesetzen festhalben bzw. durch eine falsivizierte Neutheorie zu einer noch neueren Theorie gelangen, so ist es schon immer im Wissenssektor gewesen. Bewegte sich früher das Heim der Götter noch in Kreisbahnen, so eiern heutzutage da oben nur noch Klumpen um einen noch heißen Klumpen. Und von den Klumpen gibts noch viele viele mehr...
Ist doch ein bisschen trostlos wenn wir uns vorstellen müssen, dass wir diese anderen Klumpen nie in einer Zeit erreichen können, die nichtminder Generationsübergreifend wuchert.
Die Gedanken sind frei, auch wenn es physikalische Gesetze gibt, die uns immer auf den Boden der Welt zurück holen - ein bisschen mehr Willen zur Überwindung bestehender Ansichten würde ich mir schon von dir wünschen, schließlich gelangt man ja nur weiter voran, wenn man auch vorausdenkt und nicht an einem Pflock angeleihnt immer engere Kreise zieht....
p.s.: Ich mag die Vorstellung der expandierenden Wissenschaft, aber Mensch bleibt Mensch - da gibt es keine Millionen Jahre als Zeitraum ....
@Quixottel
Das ist eben der Unterschied zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft.
@Thomas: Ich glaub bei dem Spruch hätten sich auch manche heute hoch angesehene Physiker und Wissenschaftler den Kopf gekratzt und die Schultern gezuckt ...
Ssagt mal, bei dem Video ab etwa 5min - die durch Explosionen vorangetriebene kleine Rakete, ist das eine Videoaufnahme des "Orion" Projekts aus den 50er/60er Jahren? Weiß da jemand was dazu, bzw. hat da jemand schon mal die volle Aufnahme gesehen? Das würde mich interessieren, habe bisher nix dazu gefunden...
Mich würde auch nicht wundern, wenn es doch Möglichkeiten gäbe, sich um die Lichtgeschwindigkeitskiste drumrumzumogeln.
Ich sehe sehr wohl, dass das derzeit nur durch eine Faltung des Raumes theoretisch erreichbar ist und praktisch ausgeschlossen ist.
Andererseits haben sich immer irgendwelche Wege für alles mögliche finden lassen um scheinbare oder reale Grenzen zu überwinden.
Allerdings hatten wir Menschen oft irgendwelche Vorbilder in der Welt um uns rum. Vögel die fliegen, Netzwerke mit irrsinnigen Rechen- und Speicherkapazitäten usw. usf.
Ein Teilchen, das heute hier ist und morgen in irgendeinem anderen Galaxienhaufen in einem Glas Milch schwimmt ist mir hingegen leider nicht bekannt.
Ich bin also optimistisch, erleben werden das aber eh weder wir noch die nächsten 20-50 Generationen, von daher ist es müßig.
Übrigens ist es garnichtmal so einfach, überhaupt erstmal von diesen irrsinnigen Entfernen überhaupt zu fantasieren. Mein Hirn - wie wohl das der meisten - fühlt sich schon bei Distanzen wie von hier zur Oortschen Wolke ausgesprochen wabbelig an.
@knorke: Vögel sind auch ein bisschen leichter zu beobachten, zudem trällern sie ganz gern mal ein paar Liedchen von den Bäumen, um notfalls auf sich aufmerksam zu machen -
Auch wenn es seit der Antike eine der schönsten Theorien (meiner Ansicht nach) war, dass die Himmelskörper eine Melodie erzeugen, die den kosmischen Klang erzeugt - habe ich bisher noch keine Atome zwitschern hören.. ebensowenig Elektronen... die machen also nicht unbedingt offensichtlich darauf aufmerksam, was uns bisher entgangen ist - die Hintergehung der physikalischen Gesetze...
Quixxottel
Gesetze kann man nicht hintergehen. Physikalische Gesetze beschreiben, wie die Welt funktioniert.
Ein Naturgesetz ist nicht etwas, woran man sich halten kann oder nicht. die Gesetze bedingen das Universum. Könnte man die Gesetze umgehen, wäre dieses Universum nicht stabil.
Folgende Aufgabe für dich:
Gibt es eine Zahl mit zwei Ziffern (vor dem Komma natürlich), die kleiner ist als 10? Muss nicht viel sein, nur gaaaanz ganz wenig kleiner 10. Gibts das?
Falls du zum SChluss kommst, die gibt es nciht. Was macht dich so sicher?
... wissenschaftliche Blog-Seiten scheinen/sollten auch des öfteren einer inneren Krise ausgesetzt zu sein - immerhin gibts anscheinend immer einen Grund sich über Dinge aufzubauschen, die so harmlos sein könnten, aber es passt wohl nicht ins jeweilige Weltbild, auch mal friedlich zu sein...
Gesetze sind Gesetze sind Gesetze? Für Rosen mag das gelten (Eine Rose ist eine...), aber im Falle der Wissenschaften bin ich mir da nicht so sicher, da es doch nur vom menschlichen Geist verstanden werden muss. Dass dieser von Mensch zu Mensch unvereinbar ist, sollte doch langsam auch annähernd bewiesen sein, oder?! Gut, Thomas, mit mir kommst du auf keinen grünen Zweig, da du mich für dumm hältst. Finde ich, ist dein gutes Recht. Ich hoffe du bist in der Hinsicht tolerant und nachsichtig...
Ich für meinen Teil reite jetzt zumindest gegen die 10 an - eine getarnte Windmühle, sage ich dir! So wie alles um uns herum - alles nur eine Tarnung, in Wirklichkeit sitzen wir auf dem Flügel einer Windmühle die sich im Ätherwind dreht...
@Quixottel
Das manche Vöglein gar wundersam zwitschen können ist ein toller Beleg wofür?
Ich schrub doch, dass ein Vorbild für "eher als das Licht da sein, ohne schneller als das Licht geflogen zu sein" bisher nicht bekannt ist.
Mich muss es doch eh nicht kümmern. Ich werde diesen Planet mit 99,99% Sicherheit nie verlassen, und ich muss auch zu keinem Meeting mit den Klingonen im Beta Quadranten.
... und ich habe dir eigentlich in nichts widersprochen...? Zumindest nicht von mir aus so gewollt. Du schriebst (schrubst?) etwas von Vorbildern der Natur und ich meinte, dass es welche gibt die sich in den Vordergrund drängeln (brüllt das gefiederte Pack von den Bäumen und so... ) und andere, die sich zart im Hintergrund halten... oder einfach nicht wissen, wie sie sich so präsentieren sollen, damit wir es bemerken und ein Beispiel daran nehmen können.
Das war so ziemlich alles was ich dazu sagte. Das impliziert natürlich, das ich davon ausgehe, dass es noch Vorbilder in der Natur gibt, die uns Dinge lehren können, die wir uns bisher nicht vorstellen können. Deine Worte, nur ein bisschen umgemoschelt, möchte ich meinen...
Vielleicht baut ja Quixottel in nächster Nähe die Orion, für seine Frage gibt es nämlich da drüben eine siebenteilige Antwort.
hey danke, das sieht doch mal interessant aus. Wenn ich allerdings in Berlin anfange die Testläufe zu starten... das könnte direkt die ein oder andere Proteststimme provozieren. Muss man vorsichtig sein mit diesem Thema... damals wie heute, wie sich wohl zeigt...
@Quixottel
Ich halte dich nicht für dumm... ich versuche nur, die zu erklären, wieso Naturgesetze eben nicht zu hintergehen sind..
Wie steht denn nun mit der Zahl... gibts die, oder nicht?
Da musst du, bei jedem Menschen den du zu beeinflussen ersuchst, schon einschneidendere Maßnahmen vornehmen als ein Zahlenspiel, dass meines Erachtens nach auch nicht sooo sonderlich viel mit dem ursprünglichen Thema hier zu tun hat - nämlich die Erweiterung der Sicht des Menschen auf Natur/Universum. Zahlen sind von Menschen geschaffene Gebilde, welche determinieren (man kann sich verrechnen, aber Zahlen bleiben wohl doch immer Zahlen mit einer Bedeutung...); Wörter sind Modelle, die Kommunikation und "Gedankenübertragung" immerhin ansatzweise sicher stellen (kann durchaus schief gehen) und Naturgesetze sind beobachtete Verhaltensweise von Kausalität, die auch auf Vorraussagen zutreffend sind, nicht nur nachgereichte Erklärungen darstellen. Ja.
Aber sich als determiniert im Bezug auf die vom Menschen formulierten Gesetze zu betrachten, erscheint mir so... naja, wie aufgeben. Ist halt schade vom Bekannten und deshalb "Richtigen" leiten zu lassen.. verstehst du mich jetzt besser?
Auch die Naturgesetze sind keine Wahrheiten und unumstößlich, sie sind genauso Hypothesen wie andere Hypothesen auch und sie müssen (!) widerlegbar sein. Und es gibt durchaus zahlreiche Experimente um die Unveränderlichkeit von Naturgesetzen zu widerlegen.
So kann nicht gesagt werden, ob irgendwann Überlichtflug möglich sein wird. Und falls nicht, ob es nicht Wege gibt diese zu "umgehen", also, wie etwa schon geschrieben wurde, Wurmlöcher, aber auch Krümmung von Raum (Warp) oder welche Ideen es auch immer dafür gibt und in ernsthaften Papers vorgestellt werden.
Es bringt nur nicht sehr viel darüber zu diskutieren, da das maximal nur Kaffeesudlesen ist, auch lehne ich Sätze wie "Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde als..." ab, wie auch "Ihr könnt nicht sagen was in x Jahren ist". Seriös muss man vom jetzigen Wissensstand ausgehen und die Möglichkeiten danach beurteilen (wie Martin auf http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2010/12/schneller-als-einstein-erlaubt-uberlichtantriebe-in-der-science-fiction.php ).
Aber zu sagen "das wirds niemals geben" ist genauso falsch wie "das wird irgendwann sicher möglich sein" und zeugt von einer sehr positivistischen Sicht der Welt, die von "positiven Wissen" ausgeht, also von Wissen, von dem wir sicher sagen können das es zutrifft. Auch der Glaube das Naturgesetze so etwas wie "Ankerpunkte" sind und nicht hinterfragbar sind, zeugt von einer positivistischen Sicht der Welt.
Wir wissen nicht ob unser momentanes Wissen korrekt ist und nicht vielleicht schon bald widerlegt wird. Die geläufige Übersetzung "Ich weiß, dass ich nichts weiß" von Sokrates Spruch ist falsch, Sokrates hat richtigerweise gesagt: "Ich weiß, dass ich nicht weiß" - das fehlende "s" macht den Unterschied. Sokrates behauptet nicht, dass er nichts wisse, sondern er hinterfragt sein bisheriges Wissen. Und nichts anderes bleibt uns übrig und daher sollten wir uns hüten zu behaupten was möglich sein wird und was nicht.
Wie sagt Professor Farnsworth in Futurama? Weil Überlichtgeschwindigkeit nicht möglich ist, "haben die Wissenschaftler die Lichtgeschwindigkeit erhöht" ;-)
@Thomas J: Ist doch ganz einfach: 10 ist deutlich kleiner als 10.
Um das etwas klarer zu machen: 10binär
Und wenn die Lichtgeschwindigkeit sich nicht umgehen lässt, dann krümmen wir halt den Raum, theoretisch sind Warp-Drives schon berechnet worden, realisieren können wir sie nicht. Ob man da ein "noch" vor das "nicht" setzen muss wird sich irgend wann zeigen.
@The Bug
Na ok... das war aber nicht der Witz der Sache.
Ich störte mich an der Feststellung, man könne NAturgesetze hintergehen. Das ist Quatsch, auch "umgehen" wäre Quatsch. Ich kann nur MIT den Naturgesetzen arbeiten, da ich Teil des Universums bin.
Ja, die Naturgesetze kann man nicht umgehen, da wir die aber nicht komplett kennen, würde ich nicht behaupten es gäbe keinen Weg für eine Ortsveränderung schneller als Licht. Nur nach dem aktuellen Kenntnisstand wissen wir, das dazu wahrscheinlich sog. Strange Matter notwendig wäre, von der nicht klar ist,ob sie wirklich existiert.
wie sieht es eigentlich mit sowas wie "Teleportation" aus?
Wenn man ein Objekt (z.b. einen Menschen) 1:1 an einen anderen Ort kopieren könnte wäre schonmal das Problem der Reisegeschwindigkeit zum Teil gelöst. Es müsste ja nichtmehr der Mensch selbst sondern nurnoch die "Bauanleitung" übertragen werden. Reine Informationsübertragung wäre mit sehr hoher Geschwindigkeit möglich.
Natürlich müsste am Zielort eine Maschine sein, die das ganze Empfängt und "zusammenbaut", aber diese wäre vielleicht einfacher durchs All zu jagen als ein Raumschiff mitsamt Crew, Nahrung, usw.
Problematisch erscheint mir aber auch hier vorallem die benötigte Energie. Immerhin müsste man bei immer größeren Distanzen auch immer größere/bessere Sende- und Empfangseinheiten haben. Außerdem wäre die "Datenmenge" für einen kompletten Menschen, z.b. in Form aller seiner Quantenzustände, für heutige Verhältnisse und sicher auch in der nahen Zukunft enorm groß, zumal man auch erstmal "eingelesen" werden müsste.
Und wenn man tatsächlich Objekte wahllos aus Quanten zusammenstellen könnte würden hier auch erstmal ganz andere Dinge passieren :)
@1984: Hier hab ich ein bisschen was zu Teleportation geschrieben: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/05/teleportation-und-zeitreisen-was-bringt-die-zukunft.php
Wer von Generationenraumschiffen träumt, hat zu viel Science Fiction gesehen. Der Mensch, wie wir ihn kennen, wird den Weltraum mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie längerfristig bereisen können. Ich halte schon eine bemannte erfolgreiche Marsmission (die seinerzeit für 2020 für realistisch gehalten wurde) auf absehbare Zeit für völlig unmöglich. Da glaube ich noch eher daran, dass eine Maschine Bewusstsein (oder zumindest das, was sicher der Mensch unter Bewusstsein vorstellt) entwickelt und diese Aufgabe übernimmt. Die Menschheit als solche findet auf diesem Planeten ihr Ende, davon kann man ausgehen.
@nur info
auf welchen grundlagen äusserst du diese vermutung?
Aufgrund der enormen Entfernungen, der unglaublichen Lebensfeindlichkeit des Weltraums und der daraus resultierenden technischen, physischen und auch psychischen Probleme, die sich für eine menschliche Besatzung ergeben würden. Nur ein nichtmenschliches "Wesen" kann das Erbe des Menschen ins Weltall tragen. Es sei denn, der Mensch macht noch einen entscheidenden evolutionären Sprung.
als 100% Wissenschaftsfan und zugleich 100% SciFi Fan kann ich von meiner Person behaupten dass ich da in einem Dilemma stecke.
Auf der einen Seite sehe ich die heutigen technischen Möglichkeiten, Naturgesetze (c als absolute Geschwindigkeit), bisher nur gefundenen Tardyonen usw usf. Auch aus der Tatsache dass wir bisher noch keine Evidenz von den "Anderen" gefunden haben (auch wenn Ufo-gläubige das Gegenteil behaupten).
Auf der anderen Seite sehe ich durchaus ernstzunehmende Auseinandersetzung mit den Themen Warp, Tachyonen und Wurmlöcher. (selbst in BdW gab es den Einen oder Andren Artikel diesbezüglich).
Ich bin da sehr Zwiegespalten, ich glaube nicht dass diese Reisen möglich sind oder dass es "Andere" tun, anderseits wünschte ich mir das sehnsüchtig.
Bitte schaut Euch aber mal an wie ausgesprochen LAHM die Lichtgeschwindigkeit wirklich ist. Im entsprechenden Wiki-Artikel bewegt sich ein Lichtstrahl von der Erde zum Mond. http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtgeschwindigkeit das ist einfach oberlahm, so kommen wir nicht weiter.
Was ich als Laie besonders interessant finde ist die Tatsache dass die Wirkung der Raumzeit (Gravitation ohne Austauschteilchen) instantan funktioniert. Würden zur Wirkung der Gravitation Austauschteilchen mit Lichtgeschwindigkeit einer Masse die Anwesenheit einer Anderen mitteilen müssen damit sich Gravitation bemerkbar macht, würden sich Strukturen imho einfach sehr schnell auflösen müssen. Wir kennen ja alle das anschauliche Beispiel mit den Massen auf dem Gummituch, würde die Sonne von einem Augenblick zum nächsten einfach verschwinden, würden wir die Wirkung allerdings erst nach ca. 6 min merken. Anhand dieser Tatsache könnte ich mir vorstellen dass eine Reise irgendwann schneller sein kann als die "Lahme" Lichtgeschwindigkeit. Nüchtern betrachtet muss ich das momentan jedoch stark bezweifeln.