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18.02.11 · 08:07 Uhr
Eine Galaxie wie aus dem Bilderbuch
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 39
Gehen euch die vielen Bilder von Galaxien schon langsam auf die Nerven? Wenn nein, dann ists ja sowieso kein Problem. Und falls ja - dann schaut euch mal das hier an und sagt dann nochmal, dass Galaxienbilder langweilig sind ;)
Sehr cool! Klickt das Bild an um eine sehr große Version zu bekommen. Oder holt euch hier eine noch größere bzw. eine zoombare Version.
Das ist NGC 2841. Eine Galaxie, an der eigentlich erstmal nichts außergewöhnlich ist. Abgesehen von ihrer generellen Coolness natürlich ;) Und sie könnte in jedem Lexikon als Illustration zum Stichwort "Spiralgalaxie" abgebildet sein. Man sieht hier wunderbar, was so eine Galaxie ausmacht. In der Mitte findet sich der helle und sphärische "Bulge" - die Zentralregion jeder Spiralgalaxie. Hier sitzt in der Mitte das supermassive schwarze Loch und die Sterne rundherum sind sehr nahe beieinander und man sieht eigentlich nur einen hellen Fleck und kann den Bereich nicht in Einzelsterne auflösen. Aussen finden sich dann die Spiralarme. In diesem Fall gleich jede Menge und nicht nur ein paar große wie z.B. in unserer Milchstrasse. Man erkennt den ganzen interstellaren Staub der sich zwischen den Sternen befindet und jede Menge Regionen in denen gerade Sterne entstehen bzw entstanden sind: das sind die blauen Bereiche wo sich helle, junge Sterne befinden.
Autor: Florian Freistetter· 39 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (39)
Ein wunderschönes Bild!
Sieht beeindruckend aus!
einfach herrlich! da wird einem doch immer wieder bewusst was WIR doch winzige staubkoernchen sind...
Sehr schön! Gibt's eigentlich auch irgendeine Darstellung, wie von der Position des schwarzen Lochs aus, der "Sternenhimmel" aussehen würde, also so wie wenn man irgendwo in der Nähe des Schwarzen Lochs aufhalten würde (selbstverständlich weit genug über dem Schwarzschildradius). Wir hell wäre es dort? Wie dicht würde man die nähesten Sonnen sehen?
zur Ursprungsfrage:
ganz klares Nein!
;-)
Zoomen und scrollen geht bei mir irgendwie nicht.
Muss an Win XP oder Firefox liegen.
Also grosse Version speichern und in Photoshop betrachten.
Dann man ich es geniessen.
Der perfekte Desktop für mich :)
staunen ist als emotion immer noch zu wenig erhaben.aber was fangen wir damit an? wissen ist ja schön, aber bevor ich selbst den raum falten und im vakuum überleben kann, könnte das ganze ebenso eine computergrafik sein. immerhin ist die erde ja auch eine scheibe:-)
Joah, ziemlich cool. Florian: sag mir bitte bescheid, wenns was in vergleichbarer Detailtiefe von M104 gibt. Mein bestes Bild ist nur 11472x6428px groß. Und da kann man nicht einen einzigen Planeten eines Sterns in M104 sehen. Nicht mal die ganz großen. ;)
eine frage an den autor. hat man theorien, wie ein schwarzes loch strukturell beschaffen ist oder sollte man es als einen eingang zu einem wurmloch sehen......,.
@YouMan: Also ein entsprechendes Bild vom Zentrumshimmel wäre mir nicht bekannt. Wäre aber sicher recht spektakulär anzusehen ;)
@nervenfein: Hmm - also über die Struktur eines schwarzen Lochs weiß man wenig. Alles hinter dem Ereignishorizont ist ja quasi unerkennbar... Was nicht heisst, dass für über SL nicht doch das eine oder andere wissen würden ;) Hier gibts ein schönes Buch dazu: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/09/wurmlocher-zeitmaschinen-und-ein-universum-dass-sich-selbst-erzeugt.php
Wie kommst Du darauf, dass uns Bilder von Galaxien auf die Nerven gehen könnten?
Ethan Siegel hat ⇒hier ebenfalls die obige Galaxie mit phantastischen Bildern erklärt. Es lohnt sich, das mal anzusehen!
@Florian: Nicht bös sein, aber die Bilder sind wirklich soo schön und die Erklärungen auch so klar wie bei Dir!
@YouMan
zu Deiner Frage wegen dem schwarzen Loch,
vielleicht wird dich dieser Link interessieren:
"Falling to the Singularity of the Black Hole" als Animation zu sehen ;)
http://casa.colorado.edu/~ajsh/singularity.html
Wie schön ! Da kommt sich ja richtig klein vor. Und mal echt, wenn man dass sieht, muss man einfach an das Thema "Platzverschwendung " & "Sind wir allein? und so denken.
the universe is... a pretty big place
Wow. Da kann man sich nicht sattsehen. Danke:)
Also diejenigen die solche Bilder langweilen sollen weiterhin Dschunglecamp oder
DSDS anschauen. Bilder von Galaxien oder planetaren Nebeln werden mir nie langweilig.
Bei der ersten Betrachtung habe ich mir überlegt wie wohl ein Sonnnensystem im Randbereich aussehen könnte. Auch wenn dort (wie in astronews beschrieben) eine geringe Sternengeburtsrate herrschen soll, scheinen die Dunkelwolken eine andere Sprache zu sprechen.
Aber irgendwie schaffe ich's nicht das als Bildschirmhintergrund abzuspeichern (Sch...Linux-Kiste bei der Arbeit).
Wer wie ich nicht genug davon bekommen kann, der sollte den APOD-index als Bildschirmschoner einrichten (Hab ich zuhause bei meinen Macs so gemacht)
@Florian Freistetter:
Ist eigentlich geklärt, warum die Bulge immer sphärisch sind?
@Florian
Wie groß ist die denn?
Angenommen die Auflösung wäre hoch genug, würden wir dann in der Mitte an Stelle eines Lichtflecks (wegen der Überstrahlung?) einen kleinen schwarzen Punkt sehen?
Selbst beantwortet durch deinen Link
http://scienceblogs.com/startswithabang/2011/02/like_seeing_ourselves_in_a_mir.php
"the black hole only keeps light from escaping from a volume about the size of our Solar System"
Was passiert mit der ganzen Materie, die ins schwarze Loch fällt?
Mit dem Wort Staubkörnchen triffst du es ganz gut, finde ich. Eigentlich ist schon mehr als Zeit, das wir uns selbst nicht mehr so wichtig nehmen!
@edlonle was habt ihr da wildes auf arbeit? rechtsklick, Configure Desktop->Background->Picture auswählen und gut is auf KDE, in Gnome sollte das nich viel schwerer gehen
Soweit seit ihr Mac Jungs doch gar nicht von Unix weg, ihr seid blos etwas verweichlicht ;-)
@Flo
klasse bild, danke
Schönes Bild
@Schwar_A: "Ist eigentlich geklärt, warum die Bulge immer sphärisch sind? "
Also ich als Himmelsmechaniker würde meinen, dass es an der Sterndichte liegt. Im Zentrum sind mehr Sterne d.h. sie kommen sich auch öfter nahe. Wenn zwei Sterne sich nahe kommen, dann kann sich ihre Bahn ums schwarze Loch ändern; vor allem kann sich ihre Bahnebene drehen. Bei den Asteroiden im Sonnensystem kommt das z.B. oft vor. Deswegen werden sich im Laufe der Zeit die Sterne sphärisch um das SL anordnen. Draussen in der Scheibe, wo wesentlich weniger Sterne sind begegnet man sich nicht so oft und dramatische Änderungen unterbleiben. Aber ich bin mir nicht sicher ob man die Himmelsmechanik die ich aus dem Sonnensystem kenne einfach so auf die galaktische Dynamik umlegen kann oder ob da noch zusätzliche Effekte (Gezeiten, dynamische Reibung, ...) eine Rolle spielen. Da bin ich leider zuwenig Experte für Extragalaktik.
@celsus: "Wie groß ist die denn? "
Ein klein wenig größer als unsere Milchstrasse. NGC 2841 hat nen Durchmesser von 130000 Lichtjahren.
@Florian Freistetter:
Vielen Dank. Kleinere Objekte (zB. Asteroiden) können demnach auf quasi beliebigen Ebenen im Sonnensystem laufen, richtig? Das ergäbe dann bei sehr vielen solcher Ebenen eine Art Sphäre. OK.
Es scheint aber so zu sein, daß sich auf lange Dauer alle Objekte wieder nahe einer Ebene versammeln und in etwa eine Scheibe bilden. Das ist wohl der energetisch günstigste Zustand für das System aus vielen Objekten.
Die Frage ist nun: Warum passiert das nicht auch bei Galaxien? Gibt es vielleicht eine Art 'kritische Objekt-Dichte', ab die Scheibenform zu stark gestört wird und immer auch viele andere Ebenen behalten werden?
Ich vergleiche das mit den ebenfalls sphärisch laufenden Kugelsternhaufen unserer Milchstraße: die haben auch keine Tendenz, sich in die Scheibe einzufügen. Davon gibt es 140(?) Stück, also bestimmt unterhalb der 'kritischen Objekt-Dichte'. In der abgebildeten Galaxie kann man nur erahnen, daß die Objekt-Dichte sehr viel höher ist...
Hören die Bulge eigentlich da auf, wo die Spiralarme beginnen, oder überlappt sich das?
@SCHWAR_A: Naja, damit die sich wieder in einer Ebene anordnen müssen schon besondere Bedingungen herrschen. So wie bei den Saturnringen z.B. Da ist die Dichte SEHR hoch und ein Teilchen das sich nicht in sondern durch die Ebene bewegt stösst dabei regelmässig mit anderen Teilche zusammen und verliert dadurch Energie und kommt wieder auf die ebene Bahn zurück. Das ist aber bei Sternen im Zentrum und Asteroiden nicht so.
@Florian Freistetter:
Wenn sich SEHR viele Objekte in beliebigen Ebenen um das Zentrum der Galaxis bewegen, dann muß es zwangsweise zu sehr vielen Kollisionen kommen, was wiederum die Energie einzelner Objekte vermindert und auch hier letzlich zu einer Scheibe führen müßte, wie beim Saturn. Aber möglicherweise ist die Bulg-Sternen-Dichte wesentlich geringer als die der Brocken um Saturn. Das würde dann sehr viele 'Beinahe'-Kollisionen bedeuten, die die Bewegungs-Energien nur umverteilen, aber nicht vermindern, wodurch die Sphäre letztlich erhalten bleibt. Kann man das so als Mechanismus sehen?
Gibt es eigentlich einen bekannten maximalen Bulg-Radius?
@Andreas P.
normal sollte das so funzen und ging bisher immer so...meine Kollegen schauen immer auf meinen Schirm wenn sie zum Fax gehen welches Spacepicture ich heute wieder auf dem Schirm habe. Probier's morgen nochmal.
BTW: Hab mir ne OpenBSD-FW gebastelt die ich mit Webmin administriere, das gehört eher nicht in die Kategorie verweichlicht ;-) Muaharhar Puffy lässt grüßen...
oftopic ende
@Schwar_A: Sorry, ich weiß wirklich nicht genug über galaktische Dynamik um hier definitive Antworten zu geben. Wie ich schon sagte: ich bin mir nichtmal sicher ob meine Ausgangshypothese überhaupt stimmt und welchen Einfluss die ganzen nichtgravitativen Kräfte im Galaxienzentrum haben. Ich kann da momentan wirklich nicht mehr dazu sagen.
Wunderschön! Wo und wie weit weg ist denn dass da, was jetzt meinen Desktop ziert?
In dem Link ist von zwei Spiralarmen die Rede, nicht von vielen. Kann man an der Anzahl und der "Verdrehtheit" (Gibts da ein Fachwort dafür? Torsion?) der Arme was aussagen über die Rotationsgeschwindigkeit oder der Menge an dunkler Materie?
Die Galaxie ist im Sternbild Großer Bär am Himmel zu sehen und etwa 46 Millionen Lichtjahre entfernt. Das mit den Spiralarmen versteh ich nicht. In der Pressemeldung steht "(...) for a type of galaxy called a flocculent spiral, such as NGC 2841 shown here, which features short spiral arms rather than prominent and well-defined galactic limbs."
@geldi: Ist bekannt beim Firefox, liegt hier an den Link- & Bildattributen.
Rechtsklick auf Link und "Link in neuem Tab öffnen", Scrollen geht dann. Nochmal Rechtsklick aufs neue Bild und "Grafik anzeigen", der Zoom-Modus geht dann auch.
Also was ich an dem Bild nicht verstehe, ist die Tatsache das gesagt wird diese Galaxie hätte eine sehr geringe Sternengeburtsrate obwohl dort offensichtlich soviele Staubwolken zu sehen sind. Ich dachte immer da gibt es einen direkten Zusammenhang.
Kann mir da mal jemand auf die Sprünge helfen?
Fuer die die noch nicht genug Galaxien gesehen haben:
Hier ist eine fantastische Sammlung:
http://cas.sdss.org/dr5/en/tools/places/page1.asp
Herzlichen Glückwunsch, Florian. Diesmal warst du schneller als das Astronomy Picture of the Day.
Florian, du schreibst:
Das mit den Spiralarmen versteh ich nicht. In der Pressemeldung steht "(...) for a type of galaxy called a flocculent spiral, such as NGC 2841 shown here, which features short spiral arms rather than prominent and well-defined galactic limbs."
Meinst du, dass du eine Übersetzung bräuchtest? Für diesen Fall schicke ich dir eine mit:
"....für eine Art von Galaxie die eine flockenartige Spiralgalaxie genannt wird, so wie die abgebildete NGC 2841, die kurze Spiralarme aufweist, statt herausragender und gut umrissener galaktischer Glieder."
Tolles Bild! Ich bewundere Galaxien schon seit langem..
LG,
Annelie
@Annelie: Danke - aber mit englisch komm ich klar ;) Mir war nur nicht klar wo das mit den "zwei Spiralarmen" herkommt...