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28.10.10 · 13:24 Uhr
DRadio Wissen und Astrologie: War ja alles nur ein Scherz!
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 44
Es gibt noch einen kurzen Nachtrag zum peinlichen Astrologiebeitrag bei DRadio Wissen. Im Blog von DRadio Wissen hat sich nun der Redaktionsleiter Ralf Müller-Schmid zu Wort gemeldet.
Und natürlich gibts aus seiner Sicht mit dem Beitrag absolut kein Problem. Neihein... das war alles ganz ok. Der Moderator hat das Gespräch mit seiner nach "Humescher Skepsis geschulten Art" souverän geführt und außerdem war das alles ja eh nur ein Scherz!
"Bemerkenswert daran ist vor allem, dass keiner der Diskutanten auch nur einen Moment auf die Idee kommt, wir hätten vielleicht die Sache mit den Sternen nicht ganz so ernst gemeint, wie Herr Reimer (Astrologe) es schon allein aus Gründen des Selbstrespekts tun muss, und Herr Freistetter (Astronom) es befürchtet."
Aber ich konnte das nicht verstehen, denn ich bin ja nur ein Naturwissenschaftler und die haben keinen Humor:
"Wir sind aber nicht allzu gekränkt, denn Humor ist naturgemäß in den strengen Wissenschaften, oder genauer: bei denen, die sie besonderes eifrig vertreten, selten."
Und soll ich euch was sagen: Müller-Schmid hat wahrscheinlich recht! Ich bin wohl wirklich so eine Spaßbremse dass ich den "Humor" in diesem Beitrag nicht verstehe (hier kann man ihn nochmal hören). Ein Astrologe schwafelt genau das, was Astrologen immer so schwafeln und der Moderator sagt dazu "Mhm" und "Ok" und "Astrologie ist sinnvoll!". Den Witz verstehe ich echt nicht...
Aber ich verstehe ja auch anscheinend nicht, was Wissenschaft so ist denn Müller-Schmid erklärts mir nochmal:
"Wissenschaft ist für uns, wenn jemand etwas wissen will. Nicht wenn er behauptet, etwas zu wissen. Wir haben nämlich unseren Popper gelesen, aber auch unseren Rorty. Die meisten Supatopcheckabunnies findet man dementsprechend in den Proseminaren, auf dem Weg zur Promotion werden sie seltener."
Na dann können wir ja auch gleich mal ein wenig Wissenschaft betreiben. Ich will nämlich auch etwas wissen: Kommt sich DRadio Wissen wirklich nicht ein klein wenig lächerlich vor? Wissenschaft ist nämlich auch, Fehler zuzugeben. Das ist nichts Schlimmes, das passiert dauernd und ist völlig ok. Aber damit hatte man ja schon beim letzten Mal Probleme. Damals hat man absurde Aussagen über die Stringtheorie aufgeboten und behauptet Wissenschaft würde falsche Thesen verbreiten um den Beitrag über Astrologie zu rechtfertigen. Und diesmal war eben alles nur ein Scherz und ich war zu blöd und humorlos um ihn zu verstehen...
Ernsthaft, Herr Müller-Schmid: Naturwissenschaftler haben keinen Humor und wer promoviert hat, der hat keine Ahnung mehr wie die Welt läuft? Solche plumpen Klischees vom Redaktionsleiter eines öffentlich-rechtlichen Wissenssenders? Sie scheinen wirklich einen Humor zu haben den ich nicht verstehe - denn solche Aussagen finde ich höchstens peinlich; was daran lustig sein soll, erschließt sich mir nicht. Vielleicht liest ja irgendjemand mit der noch nicht promoviert hat und kein Naturwissenschaftler ist und kann mir erklären, was ich hier nicht verstehe?
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Autor: Florian Freistetter· 44 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (44)
Because.
Ich befürchte, bei DRadio Astrologie ist nichts mehr zu retten. Das Experiment eines Wissenssenders kann nach noch nicht einmal einem Jahr als gescheitert betrachtet werden.
Christian W·
28.10.10 · 13:42 Uhr
Vom Redaktionsleiter von DRadio Wissen. Ich ziehe mal kühn eine Parallele zu einem Schwestersender...Jo, klar.
War natüüüüürlich nur Spaß!
Sagen das nicht alle die sich bis auf die Knochen blamiert haben, das aber nicht zugeben wollen?
Und für sowas wollen die Rundfunkgebühren???
Man kann übrigens direkt am zitierten Blog kommentieren: http://blog.dradiowissen.de/aus-den-sternen-gelernt
Und zur Entspannung noch was zum Thema Homöopathie.
http://www.cicero.de/1725.php?ress_id=34&kol_id=11094
Ab 4:40 wirkt's entspannend :-)
@Gerry Gutes Video, vor allem der Beitrag vom BR: "am Tag acht Liter Kaffee und abends vier Liter Bier zu Wieder-Runter-Kommen" :)
Also ich bin Megaparsecs davon entfernt, Wissenschaftler zu sein. Und ich finds auch nicht witzig.
Aber da keimt in mir doch gerade ein Funken Hoffnung auf.
Vielleicht lassen die ganzen Nibiruisten dieser Welt demnächst auch so die Witzbombe platzen:
"Liebe Wissenschaftler, war doch alles nur Spass! Klar gibts den ganzen 2012 Blödsinn nicht! HaHa! Der war doch gut, oder...?"
Dann wär mein Glauben an die Menschheit doch noch nicht ganz verloren...*hach*
Traurig sowas ... Und dann muss wieder das "Humor-Argument" herhalten. Als ob es nicht schon genug Bloedelshows und -Programme gibt. Mir mangelt es mit Sicherheit nicht an Sinn fuer Humor, aber DOCH, ich bin nach wie vor an guten alten "ernsthaften" Wissensprogrammen ohne versteckten Humor interessiert! Egal, wie unmodern das manchem Zeitgenossen erscheinen mag. Egal, dem Mueller-Schmid nehme ich das "War doch nur Spass"-Argument ohnehin nicht ab: Das riecht fuer mich eher nach Ausrede, wie wir sie damals im Grundschulalter gerne verwendet haben ...
@Gerry
Und es ist genau das eingetreten, was ich befürchtet hatte und worauf ich schon mehrmals auf Scienceblogs hinwies :
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/148984/index.html
***"Homöopathen sind Meister darin, Placeboeffekte zu maximieren", meint der Würzburger Physiker und Biologe Dr. Rainer Wolf."Durch die Vielseitigkeit, mit der Homöopathen auf den Patienten eingehen, fühlen diese sich verstanden und die Bereitschaft anzunehmen, dass das Mittel wirkt, ist sehr groß", so das Mitglied im Wissenschaftsrat der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften.
"Wenn man fest an die Homöopathie glaubt, wird man automatisch skeptisch gegenüber der Schulmedizin und wenn man annimmt, dass die Schulmedizin ja doch nur schädliche Chemie verschreibt, dann wirken bestens erprobte Medikamente weniger gut oder gar nicht mehr."***
Dazu sage ich nur: Schwachsinn, Schwachsinn, Schwachsinn!
Die Schulmedizin hat nichts mit dem Placeboeffekt zu tun. Und da wo der Placeboeffekt "wirkt" sollte man gefälligst über das reden um was es sich dabei handelt.
Diese dauernde Vermischen und Verwechseln von psychischen, psychosomatischen und reinen reflexartigen konditionierten physiologischen Effekten unter dem Sammelbegriff "Placebo" macht mich regelrecht krank.
Wenn jemand einen Wein besser findet weil er angeblich 10.000 € die Flasche kostet fällt man ja auch nicht um vor Bewunderung sondern denkt "Trottel".
Da du ja kein Spaß verstehst, der "Supernova-Flyer" von letzter Woche war auch nur ein Witz von mir!
Der Inhaber der Firma hat aber leider auch promoviert, dehalb glaube ich der meint das ernst.
Gruß Kai
So, nun hab ich´s mir auch mal angehört. Mein Eindruck: Der Moderator hat sich schön überrumpeln lassen, ohne auf das Gespräch wirklich vorbereitet gewesen zu sein. Das ist recht peinlich und ganz bestimmt keine Satire oder "humesche Skepsis" gewesen.
Bah, der hat sich schon verplappert: "Ein spannedes Jahr... wie jedes Jahr". Der Rest nichts besonderes, ein Horoskop mit "Stimmt-Effekt".
Grauenhaft. Grauenhaft. Einfach nur Grauenhaft.
Lieber gar kein Humor als den DRadio Wissen-Humor
Gestern gab es in der Nano-Sendung sogar eine ganze Sendung zu Homöopathie gesehen. Diese war sehr interessant.
Da gibt es dann so komische Formen von "Scheinplacebo", soll heißen, Placebo (meist Kochsalzlösung) mit einer sehr geringen Menge des benötigten Wirkstoffes. Die Menge war natürlich so gering, dass es im Prinzip null Wirkung hat. Den Sinn dahinter habe ich nicht verstanden? Ich denke eher, dass solche Studien so streuen, dass man den Unterschied mit dieser minmalen Menge gar nicht "rauslesen" (gegenüber reinem Placebo) kann. Leider hören aber solche Reportagen immer dann auf, wenn es interessant wird. Schade.
Namedropping beherrscht Müller-Schmid allemal
"Wissenschaft ist für uns, wenn jemand etwas wissen will. Nicht wenn er behauptet, etwas zu wissen. Wir haben nämlich unseren Popper gelesen, aber auch unseren Rorty. Die meisten Supatopcheckabunnies ..."
Was für eine Frechheit - und dumm ist es auch noch. Muss man sich sowas als humorloser Wissenschaftler eigentlich gefallen lassen?
Ist denn irgend jemand unter den Zuhörern auf den Astrologen hereingefallen?
@Kratzer
Weiß ich nicht. Kann man ja mal jemanden fragen. Aber was soll das bringen? Daß da jemand auf irgendetwas hereingefallen ist wird er nicht einfach so zugeben. Und daß wir alle auf den vermeintlichen Scherz hereingefallen sein sollen halte ich (genauso wie auch viele andere hier) für eine reine Schutzbehauptung der beleidigten Redaktion. Aber ich kann mir schon vorstellen, daß die Art und Weise der Reportage in gerade diesem Rahmen einen durchaus nicht wünschenswerten Effekt haben kann. Warum und wieso kann man ja in Florians vorherigem Artikel lesen. Da steht alles dazu notwendige.
Aufgepasst, das wäre doch was für Höschen und Konsorten! Dingens -- äh wie hieß der noch? Ich glaube Termin, war doch der große Erdbebenexperte!
http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article10588818/Deutsches-Tsunami-Warnsystem-hat-versagt.html
Vor allem wirds billiger!
Diese Denke ist doch typisch für Geisteswissenschaftler und insbesondere Philosophen: Naturalismus & Co. sind nur eine von vielen Strömungen in der Philosophie, also sind Naturwissenschaften eine willkürliche Meinungssache. Hört man auch gerne von Theologen. Wenn diese Leute dann Wissenschaft kommunizieren sollen, kann doch dabei nichts herauskommen.
Abgesehen davon, verstehe ich nicht, welches Ergebnis Müller-Schmid aus welchen Prämissen herleitet:
War alles nur Spass + Naturwissenschaft ist Meinungssache + Promovierte Wissenschaftler sind arrogant und haben keine Bauernschläue = Ich habe Recht und ihr seid doof?
So ungefähr??? (Ist das nicht der übliche Eintopf den man von Pseudowissenschaftlern, Verschwörungstheoretikern und Esoterikern serviert bekommt?)
Ist nach Müller-Schmid jetzt Freistetter im Recht und war nur zu doof den jungen und hippen Humor des Senders zu verstehen?
Ist Freistetter im Recht, aber trotzdem doof und arrogant weil der Herr Philosoph ein Problem mit den Naturwissenschafften hat?
Ich verstehe nicht was Müller-Schmid überhaupt mitteilen will. Der ganze Blogpost von Müller-Schmid ist doch eine einzige Null-Aussage.
@Klaus
Nö, das Tsunamiwarnsystem hat nicht versagt: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,725882,00.html
aso ich hab noch nicht promoviert und bin auch kein wissenschaftler.
aber diesen "witz" verstehe auch ich nicht
denen ists nur peinlich, weil sie gemerkt haben das du (Florian) recht hast
Joe, unbegründetes Philosophen-bashing wird hier nicht unbedingt toleriert, besonders von mir nicht.
Nur weil Müller-Schmidt sich absolut dämlich aus der Affäre gezogen hat, heißt das nicht, dass deswegen alle Philosophen seine Ansichten teilen oder doof sind. "Hustanfall"
So, ich geh wieder ins Bett, ehe meine Frau mich hinprügelt.
Hm.....
Ganz ehrlich - der erste Absatz bei denen* erscheint mir nachvollziehbar.
Der restliche Artikel liegt auf einem hässlichen zänkischen Niveau - aber dieses Fass hast du mit "Bei DRadio Wissen ist man anscheinend echt zu blöd [...]" selbst aufgemacht.
Hier hat sich in meinen Augen keine der beiden Seiten mit Ruhm bekleckert.
*"Dies war nur einer in einer Reihe von Beiträgen, die sich an unserem Thementag mit langfristigen Prognosen der Bevölkerungs- bis hin zur Wirtschaftsentwicklung befassten. Da auch methodisch strenge Wissenschaften wie Demographie und Ökonomie in einem säkularen Prognosezeitraum nicht mit letzter Gewissheit Auskunft über die zukünftigen Zustände geben können, schien es uns redlich, hier den Vertreter einer Prognostik zu befragen, die sich solche Zeiträume mühelos zutraut."
Entlarvend: "Wir haben nämlich unseren Popper gelesen, aber auch unseren Rorty."
Ein typisches exclusives "Wir": Wir sind klug, ihr seid doof. "Wir" hier be dradio können lesen, und ihr blöden Wissenschaftler nicht.
Kann Bundes-Angie auch in Perfektion. Die sagt auch dauernd "Wir" und meint das immer exclusiv, nie inclusiv.....
@NK Den für Dich nachvollziehbaren Absatz halte ich nicht für besonders großartig. Die Berücksichtigung der Astrologie damit zu rechtfertigen, dass Wissenschaft irrt und korrekturbedürftig ist, scheint mir doch recht leichtfertig.
Das Wesen von Wissenschaft ist, dass sie durch Fehler fortschreitet und ihre Erkenntnisse permanent kritisch betrachtet, korrigiert und auch verwirft. Die Astrologie tut nichts in dieser Art, sie "traut sich" nach Müller-Schmid zu, gültige Aussagen zu machen, ohne ihre Methode kritisch zu betrachten. Zwischen diesen beiden Ansätzen liegen doch Welten.
Ich habe zwar keinen Doktortitel, aber leider bin ich recht bewandert in Astronomie, daher kann ich den Witz wohl auchnicht verstehen. Also Florian, Du bist nicht allein.
Wahrscheinlich muß man so ein ... sein um den Witz zu verstehen. Allein schon der Name spricht Bände. Man müßte mal Herr Jogeshwar fragen, was er davon hält.
Der Sender bedient wohl eher die ESO-Ecke und ist wohl als Wissenssender nicht ernst zu nehmen. Sollte man vor ihm warnen?
Ich verstehe den Witz auch nicht. Und wo bleibt jetzt mein Doktortitel?
@cydonia
Ok... Das Wörtchen 'typisch' ist vielleicht ein bisschen undifferenziert gewesen. Unbegründet finde ich meine Aussage aber nicht. Bashing war es auch nicht.
Es gibt diese Denke in der Disziplin Philosophie und sie ist unter den Philosophen im Allgemeinen auch Gesellschaftsfähig.
Es ist eben 'typisch', das Geisteswissenschaftler als Verantwortliche bei den Medien die Erkenntnisse und Bedeutungen der Naturwissenschaft verwässern und herunterspielen, weil sie nicht wissen wie 'strenge' Wissenschaft funktioniert und die Naturwissenschaften als gegnerisches Team warnehmen.
@joe
Nein, "gesellschaftsfähig" ist diese "Denke" unter Philosophen nicht.
Worin ich Dir aber recht gebe, ist die Tendenz mancher Philosophen ihre naturwissenschaftlichen Grundlagen zu vernachlässigen, und auch noch stolz darauf zu sein. Ich bin der Überzeugung, dass ohne Naturwissenschaften gar nichts geht, damit empfinde ich mich aber nicht als Exot unter Philosophen.
"Geisteswissenschaften" ist mir viel zu schwammig, und es gibt genügend Teildisziplinen einer modernen, naturwissenschaftlich orientierten Philosophie, die äußerst präzise arbeiten und argumentieren. Aber mir ist bewusst, dass sich das Wissen über Philosophie nicht gerade erweitert hat, und viel zu viele Vorurteile herumgeistern, die man als Philosoph aufgreifen und diskutieren müsste.
Versuche ich gerade, in Buchform.
Mimimimimi!!1
Ach herrlich, dieses im Chor-Geblöke. Ihr seid so knuffig. Für mich gehört zur Definition von Humor auch, dass man einen Grund zum Lache gibt, demnach habt ihr hier alle wirklich ne Menge davon.
Ähm...
"Supatopcheckabunnies"?
Supatopcheckabunnies? Ernsthaft?
What the ...
Mit seinem 'Humor' wär er wohl besser bei DSDS aufgehoben. Oder Mario Barth.
"einen Grund zum Lache" ? Du meinst, einen Grund zur Lache, weil es nämlich "die" Lache heißt.
Wozu man aber für eine Pfütze jetzt einen speziellen Grund bräuchte ist durchaus eine mögliche Frage, interessiert aber Keinen.
Schön, dass wir auf Dich knuffig wirken, Du wirkst erstmal nur ein bisschen wirr, und vollkommen unverständlich.
Danke für die pedantische Rechtsschreibkorrektur. Nur durch deine glorreiche Hingabe können jetzt wenigstens alle den Inhalt meines Kommentars verstehen. Ein Glück aber auch, vorher war es ja wirklich nur wirres Kauderwelsch, das war mir nicht aufgefallen.
Gut dass du das klargestellt hast, sonst würden die anderen anwesenden Apologeten hier ja völlig im dunkeln tappen!
Ja siehst Du, so nett sind wir nun mal hier! Selbst der größte Wirrkopf wird noch darauf aufmerksam gemacht, dass er doch bitte etwas präziser sein sollte.
Aber machen wir doch weiter: Apologeten wovon?
@ Gast
Gibt es hier auch noch irgendwann einen Beitrag mit Inhalt?
Allerdings könnten Sie bei dradio-Wissen mit Ihrem planetengroßen Raumschiff garantiert Sendezeit bekommen, insbesondere falls Sie tatsächlich ein Scherzkeks sind, denn daran besteht dort offensichtlich Bedarf.
@Lutz Horn
Es geht ja nicht darum, ob die Wissenschaft häufig irrt, sondern dass bei einem Zeitraum von 100 Jahren Vorhersagen von Wissenschaftlern auch nicht weniger spekulativ sind als die von irgendwelchen Sternendeutern.
Also, NK, wenn Du das, was Du hier schreibst wirklich glaubst, und nicht merkst, wie Du es schaffst, in einem einzigen Satz gleich drei Logikfehler unterzubringen, solltest du dringend den blog wechseln.
Es würde mich ehrlich interessieren, welche das sind :) Würde wahrscheinlich auch eine flüssigere und angenehmere Diskussion erlauben.
Es tut mir leid, aber die Mühe kann ich Dir aus pädagogischen Gründen nicht abnehmen.
Wenn Du über Deinen Satz intensiv nachdenkst, wirst Dus schon sehen. Wenn nicht, dann nützt es auch nix, Dir was zu erklären.
Man könnte vielleicht die Aussage des Satzes an sich kritisieren. Dazu muss ich anmerken, dass ich mich auf diejenigen Dinge beziehe, über die DRadio versucht hat, Vorhersagen zu bekommen. Das sind Dinge wie "Gibt es in 100 Jahren noch Radio?" oder es geht um Politik und Gesellschaft. Wissenschaft kann manche Dinge über sehr lange Zeiträume vorhersagen (Astronomie ist ja selbst das beste Beispiel), aber eben nicht das Zeugs, nach dem DRadio-Wissen gefragt hat.
Aber wenn du nicht diskutieren möchtest, respektiere ich das natürlich.
@NK
Natürlich weiß auch "die Wissenschaft" nicht was in 100 Jahren passiert oder wie wir dann leben werden. Alles daran dürfte Spekulation sein, aber während ein Wissenschaftler darauf hinweisen würde (und könnte) wie er zu seiner Einschätzung kommt (... und ggf. für wie wahrscheinlich er sie hält) sieht das bei den Astrologen ganz anders aus. Die können sich (dank wissenschaftlicher Erkennntnisse übrigens) die Gestirnskonstellationen für alle nur erdenklichen Zeitpunkte anschauen (geht mit PC ganz einfach) und dann wird inhaltsleer (aber bedeutungsschwanger) drauflos schwadroniert. Von einem selbst ernannten (öffentlich rechtlichen) Wissenschaftssender verlange ich ein wenig mehr sls solch schlichtes Blabla - hätte Galileo bei einem solchen Themenschwerpunkt einen Astrologen befragt, dann hätte man das schmunzelnd oder kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen (je nach Laune), aber hier wird dieser Sender einfach nicht seinem eigenen Anspruch gerecht.
... und der Redaktionsleiter macht es mit seiner nachgeschobenen "war ja nur ein Joke"-Ausrede eigentlich nur noch schlimmer.
Okay, ich muss hier mal was klarstellen:
Ich sage nur, dass ich mir aufgrund der dortigen Argumentation vorstellen kann, dass es tatsächlich als harmloser Gag gemeint war. (der völlig schief ging)
Das ist alles.
Vielleicht gebe ich den Leuten dort zuviel "benefit of doubt", aber ich habe einfach keine Lust, so einen "du bist blöd! - nein du!"-Kampf zu ertragen, über etwas, das möglicherweise so ernst nie gemeint war.
PS: Unabhängig davon, was ich vom Stil dieses Streits halte, bin ich natürlich fachlich voll auf eurer Seite!
"Wissenschaft ist für uns, wenn jemand etwas wissen will. Nicht wenn er behauptet, etwas zu wissen." Selten so was Doofes gelesen. DRadio Wissen ist sooo peinlich! Wenn jedes Wissen wollen schon Wissenschaft ist, dann ist ja der Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet, dann kann man kritiklos über alles berichten, weil "die wollen ja nur wissen". Für "die" kann man einsetzen was man will.