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27.02.10 · 11:17 Uhr
Video: Wissenschaft ist dumm
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 23
Jörg Wipplinger kennt wie immer Die Wahrheit. Naja - zumindest ist das der Titel seines Videoblogs ;) Dort gibt es immer sehenswerte Videos. Im neuesten Video beschäftigt sich Jörg mit einem der häufigsten Vorurteile gegenüber Wissenschaft.
Wissenschaft ändert sich. Es gibt immer neue Erkenntnisse und alte Erkenntnisse werden abgelöst. Das scheint viele Menschen zu irrtieren (was sie aber nicht hindert, der Wissenschaft Dogmatismus vorzuwerfen...) - denn wie soll man sowas wandelbaren Vertrauen.
Aber schaut euch das Video mit dem etwas seltsamen Titel "Wissenschaft ist dumm" einfach selbst an (falls das mit dem Einbinden funktioniert, ansonsten klickt auf den Link):
Autor: Florian Freistetter· 23 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (23)
Nett gemacht, und auch Balsam auf das durch wirre Behauptungen geschundene Hirn.
Da er sich aber an Wissenschaftsverächter richtet, sollte er glamouröser auftreten, an seiner Gestik arbeiten, und das Ganze mit pompöser Musik untermalen.
Nur so hat er eine Chance, bei den Obengenannten Aufmerksamkeit zu erregen, und sie vielleicht zum Nachdenken zu bringen.
Das Problem ist überhaupt nicht dass sich der Stand der Wissenschaft ändert, sondern vielmehr dass der momentane Wissenstand oftmals als die Erkenntnis schlechthin dargestellt wird, und diese Erkenntnis nach einiger Zeit dann nicht mehr gilt.
Mitunter erfolgt sogar eine unbewußte Dogmatisierung, eine Theorie wird als die Wahrheit schlechthin verkauft.
Nein dass sich der Stand der Wissenschaft ändert ist nicht der Grund warum Wissenschaft in Frage gestellt wird, den Stand der Wissenschaft als die Wahrheit schlechthin hinzustellen, und das geschieht oft genug, ist schon sehr viel eher ein Grund die Glaubwürdigkeit von Wissenschaft in Frage zu stellen
@rmw : "sondern vielmehr dass der momentane Wissenstand oftmals als die Erkenntnis schlechthin dargestellt wird"
Dafür hätte ich gern ein Beispiel. Normalerweise machen Wissenschaftler das nämlich nicht!
"den Stand der Wissenschaft als die Wahrheit schlechthin hinzustellen, und das geschieht oft genug"
Wie gesagt - dafür will ich Belege sehen.
Kein ernstzunehmender Wissenschaftler verkauft seine Erkenntnisse als absolute Wahrheit.
(Inhalt des Videos: remember?)
Der Vorwurf der Dogmatisierung wird auch dadurch nicht wahrer, dass er immer von den gleichen Leuten wiederholt wird.
Es geschient nie! (bitte sich das hinter die Ohren zu schreiben), dass der Stand der Wissenschaft von den Wissenschaftlern selber als Wahrheit schlechthin hingestellt wird. Das tun nur die Wissenschaftsverächter.
Sie sehen das wahrscheinlich so, weil Sie es gewohnt sind in absoluten Wahrheiten zu denken, und sich nicht vorstellen können, dass es Menschen gibt (Wissenschaftler z.B.), die das nicht nötig haben.
Erst wenn man absolute Wahrheiten ablehnt, kann man überhaupt wissenschaftlich tätig werden.
So, jetzt gehe ich aber wirklich raus, das Wetter ist einfach zu schön.
schönes Video.. toll, dass es eingebettet wurde. Perfekt wärs, wenn es nicht automatisch starten würde.
Dafür gibts Haufenweise Beispiele, die Zeitungen sind voll davon. "Wissenschaftler sagen, dass XYZ so ist". Dass die Wissenschaftler in Wirklichkeit gesagt haben, dass sich unter der Annahme ein Modell entwickeln lässt, dass vermutlich mit einer gewissen Genauigkeit geeignet ist, das Wesen der Abläufe zu beschreiben, will doch keiner lesen.
@Sarah - Leider kann ich das nicht abstellen...
@derari: Ja - die Medien sind hier tatsächlich ein Problem.
@Sarah: Ha! Ich kanns doch abstellen ;)
@derari
Eben! Nicht die Wissenschaftler stellen es so dar, sondern die Massenmedien.
Tip o' da Tinfoil-beany to Jörg.
Tja, Menschen hätten lieber 100% Gewissheit, und wenn ihnen die jemand verkauft, dann ist man halt geneigt, das zu glauben, was einem irgendein Guru als Die Wahrheit(TM) verkauft. Aber die Wissenschaft hat ja nur Theorien.
Ja, genauso nur eine Theorie ist, dass Gravitation immer bewirkt, dass der Apfel/Hammer/Feder immer nach unten fällt. Viel Spass beim Widerlegen, die Esos können ja gerne auf den Aufzug aus dem 10. STock verzichten und sich in Intelligent Falling üben.
Dummerweise hat niemnd eine 100% Gewissheit, dass man nicht gerade nach dem Aufstehen von einem Herzinfarkt erwischt oder auf dem Weg zum Bäcker überfahren wird, also schön im Bett bleiben.
Gib es zu, du hast das Video nicht mal angesehen, sondern hier erst-mal dein Getrolle zum Besten geben wollen.
Danke Jörg, schön gemacht, wie deine anderen Videos auch immer.
@ Florian Freistetter
Ich mag hier keinen Streit anfangen, das liegt mir einfach nicht, aber auf Scienceblogs sind allemal Artikel zu finden, wo der Autor so schreibt als ob er im Besitze einer umumstößlichen Wahrheit wäre.
@ derari
Die Medien haben natürlich erst recht ihren Anteil daran.
@rmw: "aber auf Scienceblogs sind allemal Artikel zu finden, wo der Autor so schreibt als ob er im Besitze einer umumstößlichen Wahrheit wäre"
Dann kannst du ja sicher nen Link bringen, oder? Und wir müssen ja nicht streiten. Aber du kannst nicht einfach irgendwas behaupten und dann den Beleg schuldig bleiben. Zumindest dann nicht, wenn du willst das man dich ernst nimmt.
"Ich mag hier keinen Streit anfangen, das liegt mir einfach nicht, aber auf Scienceblogs sind allemal Artikel zu finden, wo der Autor so schreibt als ob er im Besitze einer umumstößlichen Wahrheit wäre."
Die Welt der Wissenschaft von rmw.
http://www.markweger.at/
Gruß
Peter
Oh mann...Dieser "Markweger" schreibt ja, als ob er im Besitz einer absoluten Wahrheit wäre....richtig wissenschaftlich.
Zitat von rmws Seite:
"Die Relativitaetstheorie ist nur dazu da um Dinge wie Schwarze Loecher zu erfinden. Niemand hat bisher Schwarze Loecher nachgewiesen, es gibt auch keine."
Klingt ja wirklich wie eine typisch vorsichtige Einschätzung eines echten Wissenschaftlers.
Richtig konsistent ist er aber nicht: einerseits konsequenterweise mit der Relativitätstheorie gleich die Schwarzen Löcher leugnen, anderseits aber LHC-Warnerseiten promoten.
Richtig, streiten braucht man dafür nicht, sondern schlicht und einfach Belege ( ergo hier Artikel von SB ) für seine Behauptungen bringen.
Also Belege bitte, sonst solche Aussagen einfach sein lassen und sich nicht mit Sätzen wie "keinen Streit anfangen ... liegt mir nicht" subtil von vornherein um die Beweislast bringen wollen.
Tja, es scheint ja nicht so weit her zu sein mit den Belegen von rmw.
Immer das gleiche mit diesen dogmatisch-verbohrten Gestalten.
Neben der Schuld, die die Medien an der verzerrten Darstellung von Wissenschaft tragen, denke ich schon, dass Äußerungen von Wissenschaftlern, auch wenn diese in der Regel vorsichtig formulieren, beim Laien so ankommen können, als seien es absolute Wahrheiten. Man kann eben schlechterdings die Vorläufigkeit der Erkenntnis nicht in jedem Satz betonen. Dann gibt es aber auch Wissenschaftler, die als Reaktion auf Kritik etwas als absolute Wahrheit darstellen, wie zum Beispiel beim Klimawandel oder der Evolutionstheorie. Das bekannte „theory of evolution is a fact“.
Vielleicht liegt es schlicht daran, daß Wissenschaftler viele Aussagen unter bestimmten Prämissen tätigen, die aber dem nicht wissenschaftlich nicht unbedingt bekannt sind. Eben die Sache, daß es keine Absolute Wahrheit gibt und das jede Aussage nur vor dem Kontext des aktuellen Wissenstandes zu sehen ist.
@Adromir: ich denke, hier liegt ein wichtiger Hintergrund für pauschale Ablehnung der Wissenschaft - man kann eben nicht voraussetzen, dass sich alle mit wissenschaftstheoretischen Fragen beschäftigen oder aus dem Schulunterricht ein Verständnis davon entwickeln, was Wissenschaft eigentlich ist. In diesem Zusammenhang halte ich auch Beiträge für sinnvoll, in denen erläutert wird, warum Behauptungen Belege brauchen... (siehe hier ganz oben rechts). Dann findet sich auch ein Weg aus sinnlosen Streitereien, in denen haufenweise leere Behauptungen aufeinander prallen. Die Idee, dass Wissenschaft etwas mit Vernunft zu tun haben sollte, hat eben etwas für sich... Das alles so zu erklären, dass es auch der wahrheitskundige Österreicher versteht, dürfte zwar nicht einfach sein... aber immerhin, der Anfang ist gemacht.
ich finde Wahl meines Beispiels ja gereadezu prophetisch :-) :
http://derstandard.at/1271376138701/Diskussion-Der-Neandertaler-in-uns