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Florian Freistetter promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg als Astronom gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, bloggt über Wissenschaft und schreibt manchmal Bücher:

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23.02.10 · 17:28 Uhr

Phobos: Mond oder Raumstation?

Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 33

Mars-express-volcanoes-sm.jpgMars Express ist eine Raumsonde der europäischen Weltraumagentur ESA die sich schon seit Dezember 2003 in einer Bahn um den Mars befindet. Sie hat den ganzen Planeten kartografiert, Methan in der Marsatmosphäre entdeckt und noch ein paar mehr coole Sachen gemacht. Eigentlich wäre die Mission schon seit 2005 zu Ende - wurde aber immer weiter verlängert.

Momentan beobachtet die Sonde eine Serie von nahen Vorbeiflügen am Marsmond Phobos. Am 3. März wird Mars Express den kleine Mond (er ist etwa 27 x 22 x 19 km groß) in einer Entfernung von nur 50 Kilometer passieren. Diese Vorbeiflüge werden von der ESA mit einem Blog begleitet das äußerst lesenswert ist! Denn es gibt dort nicht nur technische Details und Bilder der Vorbeiflüge sondern auch immer wieder interessante Geschichten über die Marsmonde Phobos und Deimos. Manche davon kannte ich selbst noch nicht. Zum Beispiel die, als man Phobos mal für eine außerirdische Raumstation gehalten hat...

Phobos ist ein interessanter Mond. Eigentlich sind Monde bei den inneren Planeten Mangelware. Merkur hat keinen Mond; ebenso die Venus. Die Erde hat ihren mehr oder weniger zufällig bei einer kosmischen Kollision bekommen. Und die beiden Mond des Mars sind nichtmal richtige Monde. Phobos selbst ist nur knapp über 20 Kilometer groß und der zweite Mond - Deimos - ist noch kleiner. Die Monde sind unregelmäßig geformt und sehen aus wie Asteroiden. Das sind sie aller Wahrscheinlichkeit auch - man geht davon aus, dass der Mars sich die beiden "Monde" aus dem Asteroidengürtel eingefangen hat.

So sieht Phobos aus:

Phobos_PIA10369.jpg
(Bild: NASA)


Er hat einen coole großen Krater - Stickney, benannt nach der Ehefrau von Asaph Hall, des Entdeckers der Marsmonde - der mit einem Durchmesser von 10 Kilometer die Oberfläche von Phobos absolut dominiert:


Phobos_stickney.jpg
Bild: NASA


Aber Phobos hat noch mehr Besonderheiten auf Lager. In den 1960ern hat man die Bahn von Phobos untersucht und herausgefunden, dass er sich mit 5 Zentimetern pro Jahr dem Mars nähert. Damit hat man damals nicht gerechnet!

Es war die Zeit, als man die ersten Satelliten ins All schickte. Und auch die blieben nicht dort, wo sie waren sondern bewegten sich quasi auf Spiralbahnen um die Erde und kamen ihr dabei immer näher. Der Grund dafür war die Reibung mit der Erdatmosphäre. Die hört ja nicht einfach irgendwo auf sondern wird immer dünner und dünner. Auch dort wo die Satelliten ihre Runden drehen findet man noch ein paar Moleküle und die bremsen die künstlichen Monde - natürlich umso schneller, je näher sie der Erde sind (tiefliegende Spionagesatelliten haben z.B. nur eine Lebensdauer von einigen Monaten).

Der russische Astronom Iosif Shklovsky vermutete einen ähnlichen Effekt beim Marsmond Phobos. Auch er befindet sich relativ nahe am Mars und die Reibung mit der Atmopshäre könnte durchaus einen Einfluss haben. Aber als Shklovsky die Sache durchrechnete, stellte er fest, dass dieser Einfluss zu gering wäre, um die beobachtete Abbremsung bei Phobos zu verursachen. Es sei denn... Es sei denn, Phobos wäre hohl!

Wenn Phobos ein Hohlkörper wäre, dann würde es passen! Aber ein Asteroid oder Mond wird nicht einfach so hohl! Zumindest nicht auf natürlichen Weg. Wenn Phobos hohl ist, dann muss er ein künstliches Objekt sein - eine Raumstation vielleicht? Vielleicht gehörte sie einer früheren Zivilisation auf dem Mars die heute nicht mehr existiert?

Möglich wäre es - und diese Option wurde immerhin ernst genug genommen um den damaligen Präsidenten der USA, Dwight D. Eisenhower von der Sache zu informieren. Auch andere Astronomen beschäftigten sich mit der Angelegenheit; darunter auch der berühmte Ernst Öpik. Er veröffentlichte 1964 eine kurze Abhandlung im "Irish Astronomical Journal" mit dem Titel Phobos, Nature of Acceleration.

Darin beschäftigt er sich auch mit der Möglichkeit, die Shklovsky aufgeworfen hatte, erwähnt aber noch eine dritte Variante.

oepikphobos.png
Ausschnitt aus Öpiks Arbeit aus dem Jahr 1964


Denn nicht nur die Atmosphäre übt eine bremsende Wirkung auf den Mond aus - auch die Gezeitenkraft zwischen Mars und Phobos, die verstärkt durch Phobos' unregelmäßige Form zu einem Energieverlust und einer schrumpfenden Bahn führt.

Heute wissen wir, dass diese Möglichkeit tatsächlich die richtige ist. Phobos wird sogar durch Mars zerstört werden. Er befindet sich nämlich hinter der sogenannten Roche-Grenze. Das ist der Bereich, in dem die Gezeitenkräfte größer werden als die Kräfte, die den Mond zusammenhalten. Irgendwann wird Phobos also auseinanderbrechen und der Mars wird einen (temporären) Ring aus Trümmern erhalten.

Eine spannenden Geschichte! Shklovsky hat sich übrigens noch weiter mit der Suche nach außerirdischen Leben beschäftigt und sogar gemeinsam mit Carl Sagan ein Buch veröffentlicht: "Intelligent Life in the Universe"

Aber auch wenn wir heute wissen, dass Phobos keine Raumstation ist, geistert diese Geschichte immer noch in den Pseudowissenschaft- und Verschwörungsforen herum (hier zum Beispiel). Phobos könnte übrigens vielleicht wirklich nochmal zur Raumstation werden. Wenn sich die Menschen irgendwann mal entschließen, selbst zum Mars zu fliegen, dann bietet sich der kleine Mond als ideale Basis für die Erforschung des Planeten an. Dort könnte es nämlich auch Wasser geben und die Bodenschätze des Mondes können abgebaut werden.

Und wer weiß - vielleicht höhlen wir Phobos ja irgendwann wirklich noch aus ;)

Das ist übrigens auch ein gutes Beispiel dafür, dass sich seriöse Wissenschaftler durchaus auch mit außergewöhnlichen Thesen auseinandersetzen und das auch veröffentlichen...

 

Autor: Florian Freistetter· 33 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Trackbacks (6)

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Kommentare (33)

Kommentar-Direktlink Ulrich· 23.02.10 · 17:50 Uhr

Danke für den interessanten Artikel.
Aber ich glaube, ich habe da etwas nicht ganz verstanden. Der Mond nähert sich dem Mars, sagst du. Und er wird abgebremst? Wie passt das zusammen?

Author Profile Page Florian Freistetter· 23.02.10 · 17:52 Uhr

@Ulrich: "Der Mond nähert sich dem Mars, sagst du. Und er wird abgebremst? Wie passt das zusammen? "

? Wieso soll es nicht zusammenpassen?

Kommentar-Direktlink Ulrich· 23.02.10 · 18:43 Uhr

Ich dachte, dass Monde, die näher zum Planeten kommen, schneller werden müssen. Ist das nicht bei Satelliten auch so?

Kommentar-Direktlink Ulrich· 23.02.10 · 18:54 Uhr

Ahh, Blödsinn, du meinst natürlich die Rotationsperiode. Sorry.

Author Profile Page Florian Freistetter· 23.02.10 · 19:02 Uhr

@Ulrich: "Ich dachte, dass Monde, die näher zum Planeten kommen, schneller werden müssen. Ist das nicht bei Satelliten auch so? "

Doch klar - die werden durch den Luftwiderstand abgebremst, verlieren Energie, fallen auf ne tiefere Umlaufbahn. Auf dieser neuen Umlaufbahn sind sie dann natürlich schneller (die Gravitationskraft ist ja jetzt auch stärker). Sie werden jetzt aber noch stärker abgebremst; fallen wieder tiefer usw... bis es irgendwann kracht ;)

Kommentar-Direktlink Gluecypher· 23.02.10 · 19:27 Uhr

Uiuiuiuiuiuiiiii......DIE Überschrift ist aber jetzt reines Trollfutter. Die Jungs haben ja bekanntlich die Aufmerksamkeitsspanne einer Amöbe und weiter als bis zur Überschrift schaffen die's nicht.

*Setzt sich den Trollschutzhelm auf und geht in Deckung*

Aber die Photos sind schon spektakulär. Hat man denn schon eine Idee, wie die Rillen auf Phobos entstanden sein könnten?

Kommentar-Direktlink Gluecypher· 23.02.10 · 19:28 Uhr

Uiuiuiuiuiuiiiii......DIE Überschrift ist aber jetzt reines Trollfutter. Die Jungs haben ja bekanntlich die Aufmerksamkeitsspanne einer Amöbe und weiter als bis zur Überschrift schaffen die's nicht.

*Setzt sich den Trollschutzhelm auf und geht in Deckung*

Aber die Photos sind schon spektakulär. Hat man denn schon eine Idee, wie die Rillen auf Phobos entstanden sein könnten?

Kommentar-Direktlink H.M.Voynich· 23.02.10 · 19:39 Uhr

Mhh, und der Erdmond entfernt sich aufgrund der Gezeitenkraft von der Erde ...

Kommentar-Direktlink Forodrim· 23.02.10 · 20:10 Uhr

kann man denn abschätzen wie lang es dauert bis phobos auseinander bricht?
kann man sich auf ein nettes spektakel freuen oder dauert das noch zu lange?

Kommentar-Direktlink Ulrich· 23.02.10 · 20:15 Uhr

Eine Forschungsstation auf Phobos?
Na, dann können sie sich aber ordentlich festhalten an diesem "Stein", sonst haut's as in die unendlichen Weiten :-)

Author Profile Page Florian Freistetter· 23.02.10 · 20:34 Uhr

@Forodrim: "kann man denn abschätzen wie lang es dauert bis phobos auseinander bricht? "

Ich hab jetzt keine Zahlen im Kopf. Aber wir werdens definitiv nicht mehr erleben... Das dauert schon noch.

Kommentar-Direktlink grübelzwang· 23.02.10 · 20:44 Uhr

Hat man denn schon eine Idee, wie die Rillen auf Phobos entstanden sein könnten?
Das sind ganz klar Einparkschäden! Einmal beim Zurücksetzen des Mondes nicht aufgepasst und schon hat man den Salat ;-)

Besonders die weißen bzw. grauen Strukturen auf dem ersten Bild machen mich neugierig. Sehen für mich wirklich aus wie die Folgen einer Kollision mit irgendwas. Oder sind das nur Artefakte von der Zusammenstellung des Bildes aus mehreren Aufnahmen?

Kommentar-Direktlink rolak· 23.02.10 · 20:55 Uhr

Zu den Rillen: Da fallen mir auch wg der Perlenketten-Krater zuerst Schürfwunden bzw Streifschüsse ein - trotz des überdimensionalen Nasenstübers ist das natürlich nur dann sinnig, wenns seiner Flugrichtung/Rotationsrichtung entspräche.

Was an der Beziehung zu seiner Frau ist denn bitte schön Mr.Hall durch den Kopf geschossen, als er diesen Mordskrater nach ihr benannt hat?

Kommentar-Direktlink Bad Robot· 23.02.10 · 21:11 Uhr

Danke auch für den super informativen Link zu dem Gezeitenbeitrag.

Was mich immer faziniert ist die Genauigkeit von Entfernungsangaben in der Astronomie.

5 cm jährliche Annäherung, wie mißt bzw. errechnet man solche Distanzen so genau?

Unter trigonometrischer Parallaxenmessung für nahe Objekte kann ich mir ja noch etwas vorstellen, wobei mich hier schon die Genauigkeit unserer Altvorderen begeistert.

Kommentar-Direktlink Thomas J· 23.02.10 · 21:13 Uhr

@Gluecypher

Der Troll-Titel ist doch super. Wieviele sonstige Leute kommen sonst noch dadurch auf diese Seite und lernen etwas? Vielleicht, 100, 1000 pro Troll?
Und wenn nur 10% von denen etwas lernen und fasziniert sind vom Thema, hat der Blog sein Ziel doch schon erreicht.
Ganz allgemein find ich, dass florian hier das sehr geschickt macht, auch wenn der werte Herr Webbaer oft was zu brummen hat.

Author Profile Page Florian Freistetter· 23.02.10 · 21:31 Uhr

"Aber die Photos sind schon spektakulär. Hat man denn schon eine Idee, wie die Rillen auf Phobos entstanden sein könnten?"

Da müsste ich auch nochmal recherchieren - ich bin ja kein Planetologe ;) Aber ich vermute mal, dass die durch die Gezeitenkräfte kommen. Phobos wird da ja von Mars ordentlich durchgeknetet (auf Europa findt man ähnliche Strukturen, da sinds auch die Gezeitenkräfte des Jupiter). Und wenn Phobos dann vielleicht auch noch ein bisschen was von einem rubble pile hat, dann kann ihn sowas schon ordentlich mitnehmen ;)

Was auch sein kann, ist, das die Rillen Überreste der Kollision sind, bei der Stickney entstanden ist. Das muss ja ein ordentlicher Kracher gewesen sein, der Phobos fast außeinander gerissen haben muss.

Kommentar-Direktlink Ronny· 24.02.10 · 09:30 Uhr

Aber wenn auf Phobos so starke Gezeitenkräfte wirken.müsste er dann nicht auf Grund seiner geringen Größe flüssig sein ? Oder strahlt die Energie schnell genug ab ?

Müsste auch nicht der Schleudereffekt durch die Eigenrotation den Mond höher heben ? Oder ist das wie auf der Erde Flüssigkeit notwendig ?

Kann man als Fazit sagen:
Weil Phobos so tief fliegt wird die kinetische bzw. potentielle Energie mit Hilfe von Gezeitenreibung in Wärme verwandelt und abgestrahlt und dadurch reduziert sich die Flughöhe. Als weiterer Effekt kommt noch die Reibung an der Athmosphäre hinzu.
Der entgegen wirkende Schleudereffekt durch die Marsrotatilon ist in Summe geringer.

Author Profile Page Florian Freistetter· 24.02.10 · 09:39 Uhr

@Ronny: Hmm - also soo stark sind die Gezeiten auch nicht. Schau dir z.B. die Monde Io und Europa von Jupiter an. Io ist zwar heiß und vulkanisch; aber nicht flüssig und Europa ist gefroren (an der Oberfläche). Ok; Phobos ist kleiner - aber auch der Mars ist nicht grade groß... Man könnte das alles genau durchrechnen - aber das ist mir grade zu aufwendig ;)

Was du mit "Schleudereffekt" meinst, versteh ich nicht ganz? Der Mond ist auf einer Ellipsenbahn um Mars -so wie das auch bei allen anderen Monden der Fall ist.

Kommentar-Direktlink Ronny· 24.02.10 · 10:19 Uhr

@Florian
Man könnte das alles genau durchrechnen - aber das ist mir grade zu aufwendig
Das denke ich mir auch oft :) Ich habs mal versucht zu berechnen wie lange der Mond zum Abkühlen gebraucht hätte. Irgendwo bei einem Differential habe ich dann aufgegeben :)

Mit Schleudereffekt meinte ich den Effekt, dass der Mond durch die Eigenrotation der Erde auf eine höhere Umlaufbahn gehoben wird. Ich wollte nicht Gezeitenreibung schreiben, denn das würde sich mit der 'Gezeitenreibung' durch die starke Ellipse und Planetennähe überschneiden.

Ist jetzt für die 'erste Geizeitenreibung' (die mit Mond höher) Wasser notwendig ?

Kommentar-Direktlink Ludmila· 24.02.10 · 11:42 Uhr

@Voynich: Ja, weil der Mond langsamer umläuft, als die Erde um sich selbst rotiert. Bei Mars und Phobos ist es genau umgekehrt.
@Forodrim & Florian: Ein paar 100 Millionen Jahre. Astronomisch gesehen nix, für uns Menschen immer noch zu lang.
@Ronny & Florian: Soweit ich weiß haben die Rillen nix mit Gezeitenkräften zu tun. Falsche Ausrichtung. Gezeiten sind Differenz von Graviationskraft Mars - Zentrifugalkraft im gemeinsamen Schwerpunkt. Der resultierende Kraftvektor ist niemals so parallel.

Ich meine mich dunkel daran zu erinnern, dass die Rillen eventuell von anderen Asteroiden kommen könnten, die im Schwarm mit Phobos geflogen und dabei über den hinweggeschrabbt sind. Müsste ich aber mal raussuchen.
@Ronny: Ne, der Mars ist definitiv nicht innen flüssig. Io ist ein Spezialfall, weil Jupiter, der die Gezeiten hervorruft, so ein Oschi ist. Die Masse des Jupiter ist ca. 100 mal größer als die vom Mars. Kein Vergleich. Außerdem kühlt ein so kleiner Körper wie Phobos wesentlich effektiver aus als Io, der ja doch ne Größenordnung größer ist. Man kennt das auch aus dem Alltag. Wärme wird nur über Oberfläche abgegeben und die verfügbare Oberfläche steigt mit R^2. Das Volumen aber, indem sich die Wärme verteilen kann, steigt mit R^3. Deswegen kühlen kleine Körper bei mehr oder weniger gleicher Form wesentlich schneller aus als größere.

Und wenn Phobos wirklich innen aufgeschmolzen wäre, dann würde man das an der Oberfläche sehen. Wenn was aufschmilzt, verändert sich im Inneren zumindest das Volumen. Wenn der Kern sich bei fester Oberfläche ausdehnt, dann gibt das ganz schöne Knautschzonen außen.

Author Profile Page Florian Freistetter· 24.02.10 · 11:47 Uhr

@Ludmila: Danke für die Erklärungen. Ich hab auch wegen der Phobos-Rillen auch nochmal nachgeschaut. Wikiedia meint, es wären Spuren vom Stickney-Impakt...

Kommentar-Direktlink Geoman· 24.02.10 · 23:29 Uhr

Ach ja ihr lieben, ach so rationalen Wissenschaftler, wie immer erzählt ihr dem wissenschaftsgläubigen Volk - mit euren auf aktuellste Forschungsergebnisse aufbauenden Wirklichkeitsbeschwörungen - nur die oberflächliche Variante der Wahrheit oder der tatsächlichen Rätsel.

Zitieren wir aus dem Werk "Welten im Zusammenstoß" (1949) des offenbar zeitlos aktuellen Dr. Immanuel Velikovsky:

"Jonathan Swift machte in seinem Buch Gullivers Reisen (1726) eine merkwürdige Angabe:

'Gewisse Astromomen ...haben desgleichen zwei kleinere Sterne oder Satelliten entdeckt, die den Mars umkreisen, wobei der innere vom Mittelpunkt des Planeten drei Durchmesser und der äußere fünf entfernt ist, der eine vollendet einen Umlauf in zehn Stunden, der andere in einundzwanzigeinhalb..., was offenbar zeigt, daß sie von dem selben Gravitationsgesetz reagiert werden, wie die anderen Himmelkörper.'

In der Tat hat der Mars zwei Satelliten, bloße Gesteinsbrocken, von denen der eine ungefähr 16 km im Durchmesser mißt, der andere sogar nur 8 km (?). Der eine umkreist den Mars in 7 Stunden 39 Minuten, der andere in 30 Stunden 18 Minuten. Ihr Abstand vom Mittelpunkt des Marses ist sogar noch geringer, als Swift angab. Beide wurden von Asaph Hall im Jahre 1877 entdeckt. Mit den optischen Instrumenten aus den Tagen Swifts konnten sie nicht sichtbar sein, und weder Newton und Halley, Zeitgenossen von Swift, noch William Herschel im 18. oder Leverrier im 19. Jahrhundert vermuteten etwas von ihre Existenz."

Also unbestreitbar ein wirkliches und kein konstruiertes oder kokettes Rätsel. Zu dessen Lösung vielleicht später!


Author Profile Page Florian Freistetter· 25.02.10 · 07:25 Uhr

@Geoman: "Also unbestreitbar ein wirkliches und kein konstruiertes oder kokettes Rätsel. Zu dessen Lösung vielleicht später!"

Sie sind hier falsch. Den Kollegen, der meint die aktuelle Wissenschaft findet sich in alten Texten wieder können sie hier finden.

Kommentar-Direktlink S.S.T.· 25.02.10 · 07:28 Uhr

Eine recht einleuchtende Erklärung zum 'Geheimnis der Marsmonde' findet sich hier:
http://www.efodon.de/html/archiv/weltraum/mars/2007_topper_marsmonde.pdf

Kommentar-Direktlink Geoman· 25.02.10 · 10:51 Uhr

@S.S.T.

Wirklich interessanter und (diesmal auch) gut recherchierter Text (des mir natürlich... persönlichen bekannten) Chronologiekritikers Uwe Topper, leider in einem etwas dubiosen Magazin veröffentlicht.

Aber das ist kein von Topper zu verantwortendes Defizit, sondern ein Problem der Wissenschaftszunft, die glaubt Naturforschung ohne die Auswertung von Mythen- oder Literaturwissen betreiben zu können.

Infolge dieses scheinbar faktenorientierten Vorgehens, neigt die Wissenschaft selbst dazu, immer wieder moderne Mythen (Sensationen wie vermeintliche Raumstationen etc.) zu produzieren, die dann später unter großem Towabo wieder rationalisiert werden usw.

Kommentar-Direktlink Bullet· 25.02.10 · 11:56 Uhr

@Geoman:

Zitieren wir aus dem Werk "Welten im Zusammenstoß" (1949) des offenbar zeitlos aktuellen Dr. Immanuel Velikovsky:

Was meinst du, wie oft hier schon irgendwelche selbsternannten Experten mit Velikovsky aufgeschlagen sind? Was kommt als nächstes - Z. Sitchin?

Aber eins ist klar: diese "die Wissenschaft tut dieses doofe und macht jenes blöde" ist alt, langweilig und vor allem falsch. In allen Punkten.

ein Problem der Wissenschaftszunft, die glaubt Naturforschung ohne die Auswertung von Mythen- oder Literaturwissen betreiben zu können.
Dieter Bremer, bist du das?

P.S. :Das Wort heißt "Tohuwabohu.

Kommentar-Direktlink Gluecypher· 25.02.10 · 12:06 Uhr

@Bullet

Ach Mennoooooooo, wie kannst Du nur so fundierte, großartige Werke wie Velikowskys "Welten im Zusammenstoß" kritisieren?? Das ist eeeeeecht doooooof von Dir, ich spiel gleich nicht mehr mit!

P.S.: Ausserdem gibbet den goldenen Krümel am Hosenband für.....naja, Du weisst schon ;)

Kommentar-Direktlink Bullet· 25.02.10 · 12:25 Uhr

Haha.
Doofwurst. ;)

Kommentar-Direktlink ZielWasserVermeider· 25.02.10 · 13:17 Uhr

Pfftt... Raumstation!! Das ist eindeutig ein Mobybaby daß hier im Solarsystem verstorben ist....

Kommentar-Direktlink Bullet· 25.02.10 · 14:34 Uhr

Hä? Mobys? Gehören die nicht nach M31?

Kommentar-Direktlink JanG· 25.02.10 · 17:16 Uhr

Dann lasst uns hoffen dass Don Redhorse und Gucky da sind BEVOR die Mobymutter, die ihr Kleines sucht, ankommt.

Kommentar-Direktlink JanG· 25.02.10 · 17:18 Uhr

Dann lasst uns hoffen dass Don Redhorse und Gucky da sind BEVOR die Mobymutter, die ihr Kleines sucht, ankommt.

@Florian: mal wieder n schöner Artikel, immer interessant hier bei den ScienceBlogs vorbeizuschauen. Weiter so.

Kommentar-Direktlink Franz_F· 04.03.10 · 10:58 Uhr

@Ludmilla: Kleiner Fehler beim Massenvergelich J/M da liegt ein Faktor von ca 3000 vor, nicht 100.

Zu den Rillen: Für mich schauts so aus, als ob da manche Körper gelandet, und eine gewisse Strecke gerollt wären. Weiss man da was über die Flugrichtung. Ich nehme mal an, dass Phopos eine gebundene Rotation hat, also immer eine Seite in Hauptbewegungsrichtung schaut.
Das würde dann die starke Parallelität erklären, wenn man annimmt, dass die Strukturen nicht gleichzeitig entstanden sind

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