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Florian Freistetter ist Astronom. Er promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und forscht zur Zeit in Jena und Heidelberg über die Dynamik extrasolarer Planeten und die Probleme virtueller Observatorien.

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06.01.09 · 18:40 Uhr

Mathematiker haben die besten Jobs

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 17

Thilo vom Mathlog kann sich freuen: der Beruf des Mathematikers führt die Liste der "besten Berufe" an, die kürzlich von JobsRated.com veröffentlicht wurde.

Auf Platz 2 liegen die Versicherungsmathematiker, gefolgt von den Statistikern. Die Astronomen haben es immerhin noch auf Platz 20 geschafft - immerhin einen Platz besser als der Job des Öl-Ingenieurs:

  • 1. Mathematiker
  • 2. Versicherungsmathematiker
  • 3. Statistiker
  • 4. Biologe
  • 5. Software-Entwickler
  • 6. Computer-Systemberater
  • 7. Historiker
  • 8. Soziologe
  • 9. Industrie-Designer
  • 10. Buchhalter
  • 11. Ökonom
  • 12. Philosoph
  • 13. Physiker
  • 14. Bewährungshelfer
  • 15. Meteorologe
  • 16. Medizin-Labortechniker
  • 17. Rechtsanwaltsgehilfe
  • 18. Programmierer
  • 19. Filmredakteur
  • 20. Astronom
Ein bisschen überraschend ist der Bewährungshelfer auf Platz 14 - der passt irgendwie so gar nicht zum Rest der Liste.

Wer wissen möchte, wie diese Reihenfolge berechnet wurde, kann das hier nachlesen. Arbeitsbedingungen, Stressfaktoren, Zukunftsaussichten, Einkommen und noch einige andere Kriterien wurde berücksichtigt.

Vermutlich kann man die Liste nicht wirklich so einfach auf europäische Verhältnisse umlegen (laut dieser Statistik verdienen Astronomen angeblich auch 6290 € im Monat - das kann ich so nicht bestätigen ;) ).

Aber es ist zumindest recht interessant, darin zu stöbern. Der Allgemeinarzt liegt als schlechtester akademischer Job nur auf Platz 142. Und "child-care workers" (ich weiß nicht, welchem Beruf das auf deutsch genau entspricht) sind erschreckenderweise nur auf Platz 182 gelandet. Lehrer sind auch nicht viel weiter vorne - nur auf Platz 127. Ganz am Ende der Liste steht auf Platz 200 übrigens der Beruf des Holzfällers. 

 

Autor: Florian Freistetter· 17 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Trackbacks (1)

Befristete Arbeitsverträge sind demotivierend! · Astrodicticum Simplex · 16.03.09 · 17:30 Uhr


Kommentare (17)

Kommentar-Direktlink Christian· 06.01.09 · 18:51 Uhr

Hmm...Software-Entwickler sind auf Platz 5 - schon mal gar nicht schlecht! Aber wieso haben die wenig Stress und gute Arbeitsbedingungen? :-) Vielleicht sollte ich doch noch in die Marktforschung umsatteln - da könnte ich mich noch um zwei Plätze verbessern. Wie allerdings die Bewährungshelfer auf Platz 14 kommen, ist mir vollkommen schleierhaft. So angenehm ist der Beruf meines Wissens nach nicht - und ich glaube auch kaum, dass er besonders gut bezahlt wird...

Kommentar-Direktlink Natalie· 06.01.09 · 18:54 Uhr

Diese Liste ist recht interessant. Habe ich es in dieser Liste doch tatsächlich noch unter die ersten 100 geschafft, während meine Mitarbeiterinnen weit vor mir rangieren. Muss ich mir jetzt Sorgen machen???

Kommentar-Direktlink Thomas· 06.01.09 · 19:03 Uhr

Wow! :-) Platz 12 freut (und wundert nicht wenig...)

Kommentar-Direktlink Simchen· 06.01.09 · 20:01 Uhr

Ha! Es wird sich also doch noch bezahlt machen, dass meine Studienwahl auf Mathematik fiehl x)

Kommentar-Direktlink Micha· 06.01.09 · 20:26 Uhr

@Simchen
Zu dieser Wahl kann ich nur gratulieren! Wenn ich dann noch daran denke, dass ich als "normaler" Mathematiker vor meinem Chef (Aktuar) liege - herrlich!

Kommentar-Direktlink Jürgen Schönstein· 06.01.09 · 22:16 Uhr

@Florian
Hatte gerade ein Stück zum gleichen Thema in Arbeit, als ich sehen musste, dass Du schneller warst ;-). Muss meinen Beitrag also auf die Übersetzungshilfe beschränken:
"child-care workers" (ich weiß nicht, welchem Beruf das auf deutsch genau entspricht)" - früher hätte man dazu "Kindermädchen" gesagt, aber da Berufe heute geschlechtsneutral bezeichnet werden müssen (in den USA ist das jedenfalls so), wird daraus halt eine Kinderpflegeperson.

Author Profile Page Florian Freistetter· 06.01.09 · 22:23 Uhr

@Jürgen: Danke für die Übersetzung. Ich dachte zuerst, das würde den "Kindergartenpädagogen" (bzw. das, was man früher "Kindergartentante" nannte) entsprechen. Aber "child-care-workers" sind dann wohl doch was anderes.

Kommentar-Direktlink Stefan· 06.01.09 · 23:06 Uhr

Ein Biologe (immerhin auf Platz 4) verdient laut denen etwa 6200 EUR monatlich. Naja, schön wärs. Wenn die mir sagen wo: Ich zieh da hin... ;-)

Kommentar-Direktlink Stefan· 06.01.09 · 23:08 Uhr

Ich muss mich korrigieren. Sind natürlich Dollar. Damit relativiert sich das zwar etwas, aber erscheint mir immer noch außerordentlich hoch.

Kommentar-Direktlink isnochys· 06.01.09 · 23:18 Uhr

Brutto oder netto?
Das ist dann auch noch die Frage:)
Aber schön zu sehen, dass ich durch meinen Studiumswechsel gleich den Rang halbiert habe
:))
Von 13 auf 6.
\o/

Kommentar-Direktlink Odysseus· 07.01.09 · 00:07 Uhr

Als zukünftige #13 der Liste frage ich mich natürlich, warum Statistiker und Soziologen vor uns Physikern liegen sollen...
Aber die versprochenen 9000$ Monatsgehalt trösten mich dann doch. Kann man die Ergebnisse der Studie später vor Gericht einfordern? ^^

Kommentar-Direktlink isnochys· 07.01.09 · 00:17 Uhr

Is doch klar..die kennen Euch nur zu gut..
Gesinde und Pack alles!
:))

Sag das mit dem Gehalt nicht zu laut..wenn du Pech hast, wird dein 12k Job auf 9k abgestuft. vor ericht.
;)

Kommentar-Direktlink Anne-Kathrin· 07.01.09 · 11:02 Uhr

Müsste es mir gut gehen...
Aus meiner Sicht und mit dem Blick auf hiesige Verhältnisse erscheint mir das Ergebnis mehr als absurd.
Vielleicht sollte man auswandern?

Kommentar-Direktlink GeMa· 07.01.09 · 13:25 Uhr

Der Sargtischler weit vor dem Allgemeinmediziner und noch weiter vor dem Chirurgen. Sollte das zu denken geben? ;-)

Kommentar-Direktlink Odysseus· 07.01.09 · 16:43 Uhr

Ganz ehrlich, ich wäre auch lieber Särgner als Dr. med.; es ist kein Geheimnis, dass um die Arbeitsbedingungen von Ärzten - zumindest hierzulande - nicht zum Besten steht. Zu diesem Beruf gehört eine ganze Menge an Idealismus, da braucht sich niemand über den Ärztemangel beschweren.

Kommentar-Direktlink Chrischdl· 07.01.09 · 22:38 Uhr

Soziologie auf dem 8. Platz - und ich dachte immer, ich hätte brotlose Kunst studiert.... dafür fehlen Musikwissenschaft und Jura, was ich im Nebenfach immerhin bis zur Zwischenprüfung durchgehalten habe.

@GeMa: Der Sargtischler hat einfach den krisensichersten Job, gestorben wird immer ;-)

Kommentar-Direktlink Argent23· 08.01.09 · 08:40 Uhr

Hey, Nummer 4! Was mich daran überrascht hat ist der große Unterschied zu den Jobrankings in deutschen Magazinen. Da landeten die Biologen eigentlich immer auf den letzten Plätzen. In den Naturwissenschaften kann es doch keine so großen länderspezifischen Unterschiede geben?!?

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