Blog durchsuchen
Profil
Letzte Einträge
- Vahrenholts kalte Sonne, Svensmarks kosmische Strahlen und der Klimawandel90 Kommentare· 10.02.12
- Schüler animieren die Entstehung der Planeten15 Kommentare· 09.02.12
- Das Viktorianische Internet14 Kommentare· 09.02.12
- Was Büchereien alles können18 Kommentare· 08.02.12
- Planeten-Ping-Pong zwischen zwei Sternen15 Kommentare· 08.02.12
Kommentare
- stillerleser · 10.02.12 · 18:18 Uhr Vahrenholts kalte Sonne, Svensmarks kosmische Strahlen und der Klimawandel
- x3Ray · 10.02.12 · 18:16 Uhr John Asht und die organisierte Literatur-Kriminalität im Internet
- Chris · 10.02.12 · 17:56 Uhr Verschwörungsgeplauder VI: Die Invasion der süßen Miezekatzen
- Compuholic · 10.02.12 · 17:53 Uhr Einsteins Relativitätstheorie als Stummfilm aus dem Jahr 1923
- Frank Wappler · 10.02.12 · 17:46 Uhr Die dunkle Materie ist keine Erfindung
Blogroll
Vernetzung


Astronomie
- astropixie
- Bad Astronomy
- Cosmic Diary
- Einsteins Kosmos
- Lichtecho
- Clear Sky-Blog
- Alles was fliegt
- Astronomers do it at night
- Mike Browns' Planets
- Supernova-TV
- systemic
Andere Wissenschaft
Skeptiker-Blogs
- Austroscepticus
- Esowatch-Blog
- Exposing Pseudoastronomy
- GWUP-Blog
- Rational Moms
- Science, Reason and Critical Thinking
- Skepbitch
- Skeptic as hell
- The Skeptic Dad
- Wahrsagercheck
- Die Wahrheit.at
Anderes
- cimddwc
- Na wie wars in der Schule?
- niemehrschule
- Online Leben - Offline Leben
- the urban vegan
- The Way the Future Blogs

Dieses Blog nimmt am Amazon Partnernet teil. Es werden dabei keine persönlichen Daten übermittelt.
Kategorien
- 40 Jahre Mondlandung
- Adventskalender
- Astronomia Nova
- Astronomie in der Schule
- Blog-Teleskop
- Der Drache in meiner Garage
- Der große Entwurf
- Der Stern zum Wochenende
- Der Stoff aus dem der Kosmos ist
- Geistes- & Sozialwissenschaften
- Hidden Reality
- Kultur
- Medizin
- Naturwissenschaften
- Neues aus der Forschung
- Open Science
- Politik
- Technik
- Themenwoche
- Umwelt
- Wissenschaft für Kinder
Archiv
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
« vorheriger Beitrag · nächster Beitrag »
20.10.08 · 14:25 Uhr
Wer viel lernen will, der soll viel zahlen!
Kategorie: Politik · Kommentare: 10
Kurz vor den Nationalratswahlen im September wurden in Österreich die umstrittenen Studiengebühren abgeschafft. In einer außergewöhnlichen Koalition hatten SPÖ, Grüne und FPÖ für die Abschaffung gestimmt - gegen den erklärten Willen der ÖVP (die die Gebühren gemeinsam mit der FPÖ im Jahr 2000 eingeführt hatte).
Nach der Wahl sieht es so aus, als hätte die ÖVP und mit ihr der Wissenschaftsminister Johannes Hahn (dessen unrühmliches Verhalten in Sachen Esoterik hier auch schon Thema war) diese Tatsache immer noch nicht überwunden.Meine Meinung zu den Studiengebühren habe ich ja schon in einem eigenen Artikel kundgetan. Zur Verteidigung eines kostenpflichtigen Studiums wird von den Befürwortern immer wieder angeführt, dass sowieso nur die zahlen müssen, die es sich leisten können. Sozial Bedürftige bekommen die Gebühr, wenn schon nicht erlassen, dann zumindestens zurückerstattet.
Ich war von diesem Argument nie sonderlich begeistert. Auch wenn nicht jeder zahlen muss - allein die Tatsache, dass ein Studium kostenpflichtig ist, stellt meiner Meinung nach eine psychologische Abschreckung dar. Gerade Jugendliche aus bildungsfernen Schichten könnten so von einem Studium abgehalten werden.
Genau das bestätigt nun auch eine Studie des Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover die vom deutschen Bildungsministerium in Auftrag gegeben wurde. Hier wurden 5240 repräsentativ ausgewählten Studienberechtigten des Jahrgangs 2006 befragt. Seit einigen Wochen ist die Studie abgeschlossen - das Ministerium hielt die Veröffentlichung allerdings zurück (kein Wunder bei diesen Ergebnissen).
Heute sind die Resultate doch durchgesickert: Studiengebühren schrecken ab! Allein 2006 haben etwa 18000 junge Menschen wegen der Studiengebühren kein Studium aufgenommen. Die Studie zeigt auch, dass gerade Abiturienten aus bildungsfernen Schichten durch Gebühren von einem Studium abgehalten werden. Die Studie belegt also genau das Gegenteil dessen, was Befürworter der Studiengebühren behaupten (mehr dazu gibt es in der Wissenswerkstatt).
Ein zweites Argument für die Studiengebühren ist die angebliche Beschleunigung des Studiums. Wer für sein Studium bezahlen muss, der wird dafür sorgen, so schnell wir möglich fertig zu werden. Es gibt keine "Bummelstudenten" mehr und die Absolventen stehen dem Arbeitsmarkt früher zur Verfügung.Ich persönlich bin ja nicht unbedingt der Meinung, dass ein schnelles Studium das Maß aller Dinge ist. Abgesehen davon müssen - gerade wegen der Studiengebühren - viele neben ihrem Studium arbeiten und brauchen erst Recht länger für einen Abschluss.
Ein neuer Vorschlag von Wissenschaftsminister Hahn führt aber auch dieses Argument ad absurdum. Er möchte eine "neue Art von Studiengebühren" einführen. Nun soll nicht mehr pauschal pro Semester bezahlt werden, sondern jeweils pro belegter Lehrveranstaltung. Die Höhe der Kursgebühr soll sich nach der Anzahl der ECTS-Punkte richten.
Ich habe keine Ahnung wie ein Wissenschaftsminister auf so eine unsinnige Idee kommen kann. Abgesehen vom bürokratischen Overkill ist das exakt die Umkehrung dessen, was man früher erreichen wollte. In diesem neuen System zahlt der am wenigsten, der wenig Vorlesungen belegt. Wer viele Lehrveranstaltungen besucht muss viel zahlen. "Bummelstudenten" werden durch diesen Vorschlag also massiv gefördert. Studenten würden dann wohl auch nur noch die Lehrveranstaltungen besuchen, die für den Abschluss des Studiums notwendig sind. Wer sich freiwillig zusätzliche Qualifikationen verschaffen will, der muss zahlen.
Während meines Studiums habe ich immer wieder mal Vorlesungen zu Themen besucht, die nicht unbedingt nötig für meinen Abschluss waren. Trotzdem waren die Lehrveranstaltungen zu z.B. Geophysik, Funktionalanalysis, Astrobiologie und Informatik sehr interessant und haben mir auch später genützt. Hätte ich dafür noch extra bezahlen müssen, wäre ich dort wohl nicht hingegangen.
Ich habe ja gedacht, dass es nach der unsäglichen Elisabeth Gehrer mit der österreichischen Wissenschaftspolitik nur noch aufwärts gehen kann. Aber Ministern Hahn tut sein Bestes, dem zu widersprechen. Man kann nur hoffen, dass er nicht mehr Teil der neuen österreichischen Regierung sein wird. Ansonsten wird Österreich wohl immer weiter in eine bildungspolitische Misere schlittern.
Autor: Florian Freistetter· 10 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Trackbacks (1)
Skandal! Zu viele Studenten in Österreich! · Astrodicticum Simplex · 12.10.09 · 14:33 Uhr
Kommentar schreiben
Top5
- Franz Hörmann und die Gaskammern: vom Wissen und vom GlaubenKritisch gedacht· 27.01.2012
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Kein Platz für junge Wissenschaftler - Das Problem der fehlenden JuniorpositionenAstrodicticum Simplex· 31.01.2012
- Die Praxis der "Alternativmedizin": Ein Insider berichtetKritisch gedacht· 08.02.2012
- Newton, Hunter, Jenner, Cavendish und Co: Der Einfluss der britischen Naturwissenschaftler des 18. JahrhundertsAstrodicticum Simplex· 27.01.2012
Top5
- Franz Hörmann und die Gaskammern: vom Wissen und vom GlaubenKritisch gedacht· 27.01.2012
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Sonderrechte für Religiöse?blooDNAcid· 01.02.2012
- World Skeptics Congress 2012 in BerlinKritisch gedacht· 06.02.2012
- Die dunkle Materie ist keine ErfindungAstrodicticum Simplex· 07.02.2012
ScienceBlogs.com
- Awful House transportation bill forgets that transit benefits drivers, tooThe House of Representatives Natural Resources Committee has approved what ...The Pump Handle· 10.02.2012 · 11:16 Uhr
- Independence Days Challenge Update #1I won't usually publish ID updates here but I did ...Casaubon's Book· 10.02.2012 · 11:02 Uhr
- Just in Time for Valentine's Day: The Science Behind the KissBy Larry Bock Founder and organizer USA Science Engineering Festival ...USA Science and Engineering Festival: The Blog· 10.02.2012 · 10:00 Uhr
- An uncomfortable questionWork called last night It happens Basically I had two ...Respectful Insolence· 10.02.2012 · 08:00 Uhr
- Hey, America! Break out the Binoculars after Sunset and see Uranus tonight!The phenomena of nature especially those that fall under the ...Starts With A Bang· 09.02.2012 · 17:07 Uhr


Kommentare (10)
Du meine Güte! Hoffentlich bekomme ich die Bilder von Eintrittskarten abreißenden Dozenten vor Hörsälen und Seminarräumen jemals wieder aus dem Kopf!
Hm, sehr komisch das alles. Der einzige Vorteil, den man aus dieser "Idee" mit viel Phantasie heraus ziehen könnte, wäre die Tatsache, dass sich die Profs endlich Mühe geben müßten, gescheite Vorlesungen zu machen, denn nur dann würde jemand dafür zahlen und hingehen... Qualitätskontrolle im Hörsaal, das wäre doch mal was.
@Chris: also nichtmal als Qualitätskontrolle würde das funktionieren. Es gibt ja genügend Grundlagen- und Einführungsvorlesungen die die Studenten besuchen müssen, ob sie wollen oder nicht. Sorgen müssen sich dann nur die Profs machen, die Wahlveranstaltungen anbieten. Gerade Studien mit geringen Studentenzahlen hätten dann Probleme. Ich kann mich an einiger Astronomie-Spezialvorlesungen erinnern, bei der nur 3-4 Leute waren. Aber notwendig waren diese VOs eben trotzdem...
@ florian Stimmt auch wieder. Und der Schwarzmarkt mit Vorlesungsskripten würde extrem zunehmen.
omg!
Schade, schade, dass der GAU (Größte Anzunehmende Unsinn) schon vom vdb mit Bezug auf die Mehrwertsteuersenkung (die ja dann eh nicht durchkam) belegt wurde, hier würde er super passen!
Also ich befinde mich gerade auf der Zielgeraden zum Abitur und viele meiner Mitleidenden gehen nicht studieren bzw. suchen sich einen BA-Platz. Grund ist oft das die Familie es sich nicht leisten kann/will. Einige davon haben aber definitiv Potential für einen sehr guten bis guten Abschluss an der Uni...
Ich finds ja verständlich das man Geld für haben will, aber warum gleich so viel. Oft sind die 500€ (BW) ja nicht der endgültige Betrag, sondern es kommen noch Verwaltunggebühren, Fahrkarte, Literatur etc dazu. Da ist man schnell mal bei locker 800-1000€/Semester. Und davon lebt man noch nicht.
Hier in Deutschland ist das Thema eh durch und Gebühren, die einmal eingeführt werden, sind ja kaum noch abzuschaffen...
Gruß
ein Abiturient
mir schwebt noch immer die humanistische bildung vor, die man an der uni erlangen sollte und diese doch von den fachhochschulen unterscheidet. Florian spricht mir aus der seele: was habe ich mir nur zusaetzlich reingezogen, wie ethik in der medizin, partielle differentialgleichungen, ringvorlesungen ueber stochastik im unterricht, paedagogikseminare, supervisionen, grammatik des mittelhochdeutschen, verfassungsrecht - einiges mit, anderes ohne pruefung. weil es spass gemacht hat und wissen eine GEILE SACHE ist. mir gefaellt es, vieles zu wissen. sollte es kein gut mehr sein, ... by the way, ich bin nur mehr bummelstudent, der eine pruefung im semester macht.
@matthias: "was habe ich mir nur zusaetzlich reingezogen, wie ethik in der medizin, partielle differentialgleichungen, ringvorlesungen ueber stochastik im unterricht, paedagogikseminare, supervisionen, grammatik des mittelhochdeutschen, verfassungsrecht - einiges mit, anderes ohne pruefung. weil es spass gemacht hat und wissen eine GEILE SACHE ist."
ach deswegen... ich dachte immer du machst das, damit du beim Trivial Pursuit besser bist als ich ;)
ist noch immer ein nuetzlicher nebeneffekt, :-)!
TSIB
Manchmal kommt mir vor, die übliche "linkslinke" Anschuldigung, dass die Leute, die derzeit in der ÖVP an der Macht sind, das Volk absichtlich dumm halten wollen, sei gar nicht so einfach von der Hand zu weisen.