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Florian Freistetter promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg als Astronom gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, bloggt über Wissenschaft und schreibt manchmal Bücher:

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23.05.08 · 08:15 Uhr

Vom richtigen Zeitpunkt: Esoterischer Unsinn über den Mond

Kategorie: Kultur·Medizin·Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 63

Das der Mond großen Einfluss auf die Erde hat habe ich ja schon in den letzten Beiträgen beschrieben. Sehr viele Menschen glauben allerdings auch daran, dass der Mond ganz konkret ihr persönliches Lebens beeinflusst und dass man besser dran ist, wenn man sein Leben nach dem Mond ausrichtet. Über den Unsinn dieser Mondkalender und andere pseudowissenschaftliche Vorstellungen möchte ich heute schreiben.

mond.jpgNatürlich beeinflusst uns der Mond - oder?

Wenn man dem glaubt, was in Zeitschriften, gewissen Büchern und dem Internet zu finden ist, dann beeinflusst der Mond nicht nur auf physikalische Art und Weise die Erde sondern bestimmt auch unser ganz persönliches Leben. Jeder weiß doch, dass man bei Vollmond schlecht schläft. In Krankenhäusern und auf Polizeiwachen ist bei Vollmond der Teufel los. In der Landwirtschaft bekommt man bessere Ergebnisse, wenn man sich nach dem Mond richtet und auch der Frisörbesuch sollte sich nach der Mondphase richten um bessere Ergebnisse zu bekommen. Wenn so viele Menschen sich bei so vielen Dingen nach dem Mond richten, dann muss da doch was dran sein, oder?

Und außerdem ist das ganze doch sehr plausibel! Das glauben zumindest viele Menschen. Ich habe mal kurz im Internet recherchiert und folgende typische Aussagen über den Mond gefunden. In "Odenwalds Universum", einer Kolumne des Focus, wurde über den Einfluss des Mondes diskutiert. Und in den Kommentaren zum Artikel fand sich unter anderem folgende Aussage (die man so oder so ähnlich immer wieder hören kann):
 
"An den Meeresgezeiten /Ebbe und Flut sieht man, wie stark die Anziehungskraft des Mondes auf Flüssigkeit wirkt. Wenn man dann bedenkt, daß der menschliche Körper überwiegend aus Flüssigkeit besteht, dann drängt sich ein Zusammenhang auf mit Wirkungen wie "schlecht schlafen können", Unruhe u.s.w." (Thomas, 02.11.2007, 13:05)

Klar, wenn der Mond es schon schafft die riesigen Ozeane zu bewegen, wie soll er dann keinen Einfluß auf die viel geringere Flüssigkeitsmenge im menschlichen Körper haben!
Wenn der Mond Gezeiten verursacht, dann muss er doch auch den Menschen beeinflussen können! Und der Vollmond muss doch auch einen größeren Einfluss haben - immer sieht der Mond da doch völlig anders aus als z.B. bei Neumond.
Und überhaupt: das der Mond das Leben der Menschen beeinflusst ist ja schon seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden bekannt! Und solche altes, überliefertes Wissen muss ja zwangsläufig richtig sein, sonst würde es doch nicht überliefert werden!

Aber wie sieht das ganze nun aus, wenn man es vernünftig und wissenschaftlich betrachtet? Nun, die kurze Version lautet: Alles Blödsinn! Die lange Version folgt jetzt:


Jahrtausendealtes Wissen?


kalender1712.jpgIn allen gängigen Mondkalendern ist zu lesen, dass das Wissen über den Mondeinfluß den Menschen schon seit langem bekannt. Um "altes Bauernwissen" soll es sich handeln oder um "Geheimwissen" das schon seit Jahrtausenden im Umlauf ist.
Die "Mondgurus", Johann Paungger-Poppe und Thomas Poppe, die mit ihrem Buch "Vom richtigen Zeitpunkt" den aktuellen Mondkalenderboom in den 90ern ausgelöst haben schlagen in die selbe Kerbe. Als Quelle für das in ihrem Buch präsentierte Wissen wird der Großvater von Johanna Paungger-Poppe genannt, der seiner Enkelin alles über das alte Wissen über den Mond beigebracht haben soll. 

Naja... Natürlich hat der Mond in fast allen Kulturen immer eine wichtige Rolle gespielt - in religiöser Hinsicht und auch als Grundlage für die Kalenderrechnung. Das, was wir heute in den diversen esoterischen Mondkalendern lesen können hat allerdings bei weitem keine so lange Tradition. Ich kann hier keinen komplette kulturgeschichtlichen Überblick über die Entwicklung des Mondkalenders geben - aber glücklicherweise hat das schon jemand getan. Und zwar Helmut Groschwitz, Kulturwissenschaftler der Universität Regensburg der seine Dissertation zum Thema "Mondzeiten: Zu Genese und Praxis moderner Mondkalender" geschrieben hat. Im Skeptiker (2/2007) findet sich eine Zusammenfassung seiner Arbeit. In diesem Artikel ("Moderne Mondkalender aus Sicht der Volkskunde") kommt er zu folgendem Schluß:

"Das in den heutigen Mondkalendern vermittelte "Wissen" ist kein uraltes, empirisches Bauernwissen wie in den Kalendern zur Legitimation der Regeln behauptet wird. Vielmehr sind es die Versatzstücke ehemals elitekultureller Welterklärungssysteme, die mehrmals aus dem jeweiligen Zusammenhang genommen und neu kontextualisiert wurden. Das Interpretament der "lebendigen Bauernweisheit" entstand im 19. Jahrhundert und wird im 20. Jahrhundert als Etikettierung höchst moderner Erscheinungen verwendet. (...) auch heute noch wird an den Mondkalendern weitergeschrieben."

Auch Paungger und Poppe haben ihr "Wissen" wahrscheinlich nicht unbedingt nur vom weisen Großvater erhalten. Groschwitz zeigt, dass zentrale Aussagen des Buchs aus den "Aussaattagen" (veröffentlicht ab 1963) der Antrophosophin Maria Thun entnommen und dann einfach als "altes tirolerisches Bauernwissen" bezeichnet wurden.

Und wenn man sich ansieht, was heute alles mit dem Mond zusammenhängen soll, dann wird schnell klar, das es sich um neu geschaffene Regeln handeln muss und nicht um altes Wissen. Denn die wissenden Bauern vergangener Jahrhunderte werden sich wohl kaum mit Operationsterminen, Frisörbesuchen oder Kosmetika beschäftigt haben...


Was kann der Mond beeinflussen?

Gut, die Mondkalender beinhalten also keine alte Überlieferung. Aber er beeinflusst die Menschen ja sicherlich trotzdem, oder? Da war doch was mit Gravitation und dem menschlichen Körper, der auch aus Wasser besteht und so...

Das der Mond die Erde beeinflusst ist klar. Über die Gezeitenkräfte und den Einfluss des Mondes auf die Stabilität der Erdachse habe ich schon geschrieben. Daraus aber nun zu schliessen, das der Mond auch einen Einfluss auf den menschlichen Körper hat, ist allerdings falsch. Der Mensch besteht zwar zu einem großen Teil aus Wasser - aber verglichen mit den Ozeanen ist die Wassermenge in einem Menschen enorm klein. Und bei den Gezeitenkräften kommt es eben auf die Menge an! Ebbe und Flut kann man nur in sehr großen Gewässern beobachten. Oder hat schonmal jemand Gezeiten im Bierglas beobachtet? Oder in der Badewanne? Selbst in Seen beobachtet man kaum Gezeiten (die ganz großen ausgenommen) - die Gezeitenkräfte, die der Mond auf einen Menschen ausübt, sind vernachlässigbar gering. Ein kleines Beispiel kann das illustrieren: Wie stark die Gravitation wirkt, hängt ja von der Masse ab. Ändert sich die Masse, ändert sich auch der gravitative Einfluss. Und ein normaler Mensch ändert seine Masse ständig! Wer ein Haar oder eine Hautschuppe verliert, wird ganz minimal leichter. Und der Unterschied in der Anziehungskraft des Mondes der durch den Verlust einer Hautschuppe entsteht ist viel größer als die Gezeitenkraft, die der Mond auf den Mensch ausübt! Über die viel stärkeren Masseänderungen durch Nahrungsaufnahme und Ausscheidungen will ich jetzt gar nicht reden. Die gravitative Anziehung des Mondes ist natürlich auch völlig unabhängig von der Mondphase! Die Gravitation wird bei Vollmond nicht stärker und bei Neumond nicht schwächer! Ein eventueller gravitativer Einfluss auf den Menschen wäre also unabhängig von der Mondphase oder davon, wo und in welchem Sternzeichen der Mond am Himmel steht!
Die Gravitation scheidet also eindeutig als mögliche Quelle für einen möglichen Einfluss auf den Menschen aus!

mondlicht.jpgDer Mond strahlt aber auch Licht aus! Vielleicht gibt es hier einen Einfluss? Das einige Lebwesen sich bei verschiedenen Dingen nach dem Mond richten, ist bekannt. Die Forschungsrichtung, die dieses Thema untersucht nennt sich Chronobiologie und beschäftigt sich mit der zeitlichen Organisation und dem Auftreten von Rhythmen bei den verschiedensten Organismen. Und der Mond, als hellste natürlich Lichtquelle in der Nacht stellt hier natürlich einen der stärksten Rhythmusgeber dar. Für Tiere die in Küstengebieten leben stellen die Gezeiten einen wichtigen Umwelteinfluss dar und darum ist es auch nicht verwunderlich, dass manche Tierarten z.B. ihren Paarungszyklus mit dem Mond synchronisiert haben.
Aber das hat immer noch nichts mit dem zu tun, was in den Monkalender behauptet wird. Ebbe und Flut spielen für die meisten Menschen keine große Rolle im Alltag und das Licht des Mondes wird meistens von künstlichen Lichtquellen überstrahlt.

Wissenschaftlich gesehen gibt es also keinen Mechanismus, der den behaupteten Einfluss des Mondes auf den Menschen bewirken könnte. Esoteriker werden nun sicher behaupten, dass die Wissenschaft ja nicht alles weis und vielleicht ein noch unbekannter Mechanismus für den Mondeinfluss verantwortlich sein könnte. Prinzipiell stimmt das - aber da die Mondphasen eine Schlüsselrolle in allen Mondregeln spielen kann es sich eigentlich nur um das Mondlicht handeln. Den die Mondphasen entstehen ja nur dadurch, dass der Mond zu verschiedenen Zeiten von der Erde aus gesehen verschieden hell erscheint.

Aber den echten Esoteriker interessieren Mechanismen meisten sowieso nicht. Auch Paungger und Poppe schreiben auf ihrer Homepage:

"Es ist ein altes Erfahrungswissen, das sich nur durch sich selbst begründet."

Aus wissenschaftlicher Sicht braucht man sich aber sowieso erst da
nn Gedanken über Mechanismen machen, wenn der Einfluss zweifelsfrei nachgewiesen werden kann. Solange nur anekdotische Überlieferungen von alten Bauern oder unspezifische Beobachtungen á la "Gestern war Vollmond und ich hab schlecht geschlafen" bekannt sind, lässt sich wissenschaftlich gesehen keine Aussage treffen. Behauptungen gibt es ja genug - und im Gegensatz zu sonstige Aussagen in der Esoterik sind diese meistens auch noch falsifizierbar. Wenn z.B. behauptet wird, bei Vollmond werden mehr Kinder geboren, weil der "volle Mond die Kinder zieht", dann muss man eigentlich nur die Geburtenzahlen untersuchen und sollte sofort sehen, ob es hier Häufungen mit dem Vollmond gibt oder nicht.
Das wurde natürlich auch gemacht - und es wurden keine Häufungen gefunden. Ich möchte jetzt aber nicht Unmengen an Studien zitieren und vorstellen - das würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Auf der Homepage von Klaudia Einhorn von der Kuffner-Sternwarte findet sich aber ein detaillierter Überlick über die diversen behaupteten Effekte und Studien, die diese Effekte widerlegen. Weder gab es den behaupteten Babyboom zu Vollmond, auch Autounfälle, Selbstmorde und Gewalttaten treten unabhängig von der Mondphase auf.
 

Warum glauben so viele an einen Einfluss?


Wenn es keinen Einfluss des Mondes auf den Menschen gibt, warum sind dann aber trotzdem so viele Menschen davon überzeugt? Erschreckende 92% der Deutschen glauben an den Einfluss des Mondes! Hier kommt ein psychologischer Effekt ins Spiel, der sehr mächtig sein kann: selektive Wahrnehmung!

Im Gespräch mit verschiedensten Leuten über dieses Thema fand sich fast immer eine Person die felsenfest davon überzeugt war, bei Vollmond schlechter schlafen zu können. Wie lässt sich das erklären?
Erstmal gibt es natürlich die simpelste Erklärung: der Vollmond ist hell und Licht stört beim schlafen. In Einzelfällen mag das wirklich die richtige Erklärung sein. Aber dazu müssten Schlafzimmer, Fenster, Bett und Mond zufällig gerade so orientiert sein, dass das Mondlicht auch auf den Schlafenden treffen kann. Auch Vorhänge dürfen nicht im Weg sein und meistens wird der Mond sowieso durch künstliche Lichtquellen überstrahlt (Unmittelbar vor meinem Schlafzimmerfenster hängt z.B. eine Strassenlaterne - und da ich keine Vorhänge habe kann ich eigentlich jede Nacht in meinem Bett ohne Lampen Bücher lesen ;) Auf meinen Schlaf hat das allerdings keinen Einfluss.) Die eigentliche Ursache ist also eine andere.
Betrachten wir folgendes Szenario: Ich gehe zu Bett, schlafe schlecht und wache in der Nacht auf. Gründe für schlechten Schlaf gibt es zuhauf (Stress, Probleme, Alkohol, etc.). Vielleicht wache ich nur kurz auf, schlafe gleich weiter und merke am nächsten Tag nichts mehr davon. Vielleicht stehe ich auch auf, trinke ein Glas Wasser, lese ein bisschen und schlafe dann weiter. So etwas ist sicher jedem schon mal passiert und wenn es nicht regelmäßig auftritt macht man sich meistens keine weiteren Gedanken dazu. In einer anderen Nacht wache ich vielleicht wieder auf - diesmal schaue ich aber zufällig aus dem Fenster und sehe einen großen, hellen prächtigen Vollmond! So ein Vollmond kann wirklich enorm beeindruckend sein - besonders dann, wenn man nicht damit rechnet ihn zu sehen. Und dann liegt natürlich der Gedanke nahe: "Klar, Vollmond! Kein Wunder, dass ich nicht schlafen kann!". Solche Ereignisse bleiben im Gedächtnis - und die vielen anderen Zeiten, in denen ich nachts aufgewacht bin und nichts weiter passiert ist werden vergessen. Das ist die selektive Wahrnehmung. Im Laufe der Zeit kann daraus eine selbsterfüllende Prophezeihung werden. Wenn ich also weiß, das heute Nacht wieder Vollmond ist, dann werde ich aus lauter Angst, schlecht zu schlafen, wirklich schlecht schlafen!
 
Die meisten Leute beschäftigen sich nicht systematisch mit diesen Angelegenheiten. Ansonsten wäre es z.B. ein leichtes, einfach ein Tagebuch zu führen und genau aufzuzeichnen, wann man schlecht schläft und wann nicht. Wenn wirklich jedes Ereignis aufgezeichnet wird und nicht nur die "beeindruckenden", dann wird sich schnell zeigen, dass kein Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Mondphase besteht. Die gleiche selektive Wahrnehmung ist auch für die anderen Vollmondmythen (mehr Babys, mehr Gewalt, ...) verantwortlich. Und aufbauend auf diesen falschen Glauben an einen Einfluss des Vollmondes lassen sich natürlich leicht die verschiedensten Mondregeln und Mondprodukte vermarkten! "Mond" ist ja heutzutage fast schon so ein Label wie "Bio". Es gibt Mondwasser, Mondbier, Mondbrot, Mondseife - Paungger und Poppe haben überhaupt gleich einen kompletten Mondshop auf ihrer Homepage eröffnet. Wenn man Geld damit verdienen kann, dann ist nichts zu absurd...

(c) Wikimedia Commons http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Biella-Trecciolino_-_legna.jpgHierzu passt auch das "Mondholz". Holz, nach den Mondphasen geschlagen soll eine viel bessere Qualität haben, als normales Holz. Es soll widerstandsfähiger sein und eine viel längere Haltbarkeit haben. Auch hier gibt es Studien, die diesen Einfluss des Mondes widerlegen. Manche Studien zeigen allerdings, dass Mondholz tatsächlich von besserer Qualität ist also normales Holz! Ist also doch was dran an Einfluss des Mondes?
Nein, natürlich nicht - aber man muss eben immer genau schauen, wie und was untersucht wird! Die Produktion von Mondholz ist noch keine Massenindustrie geworden. Dieses Holz wird meist von kleinen Firmen angeboten, die wenig produzieren, viel in Handarbeit machen und i.A. sehr sorgfältig bei der Verarbeitung sind (sie müssen sich ja auch an die verschiedensten Mondregeln halten). Dann ist es auch nicht verwunderlich, wenn dieses Holz eine bessere Qualität hat, als ein billiges Brett aus dem Baumarkt das in Massenproduktion hergestellt wurde.


Aber das stört doch niemanden!


Kann man die Leute nicht einfach machen und glauben lassen, was sie wollen? Wenn jemand unbedingt seine Pflanzen nach dem Mondkalender anpflanzen will, dann stört das doch niemanden. Wer viel Geld für unnütze Mondprodukte ausgeben will, der soll das doch machen - und besonders dann, wenn es wie beim Mondholz tatsächlich ab und zu einen Mehrwert zu normalen Produkten hat. Muss man immer und überall dagegen sein, nur weil etwas nicht ins eigene "Weltbild" passt?

Ja, muss man ;) Das hat auch nichts mit Ideologie und Weltbild zu tun oder damit, dass ich mich als Wissenschaftler von den Esoterikern angegriffen fühle. Ich will auch niemanden den persönlichen Glauben an irgendwas verbieten. Es gibt aber doch einige Gründe, warum hier (und in anderen Themenbereichen) Aufklärung absolut notwendig ist.

Warum soll es Leuten erlaubt sein, andere schamlos auszunützen und abzuzocken? Wenn ich ein Jogurth o.ä. auf den Markt bringe und z.B. behaupte, es würde den Cholesterinspiegel senken, dann muss ich dafür auch konkrete Nachweise bringen - ansonsten wäre es Betrug. Bei esoterischen Produkten aller Art muss das seltsamerweise nicht sein - hier dürfen die Verkäufer die wildesten Sachen behaupten um ihre Produkte zu verkaufen. Ich sehe nicht ein, warum es solchen Leuten erlaubt sein soll, ihre Kunden einfach abzuzocken.

Natürlich sind nicht alle Menschen, die mit Mond & Co Geld verdienen Betrüger. Viele glauben selbst an die Wirksamkeit ihrer Produkte und Regeln. Aber auch hier kann das ganze nicht ungefährlich sein. Wer sich bei der Pflanzenpflege nach dem Mond richtet, bringt im schlimmsten Fall nur ein paar Blumen um. Wer sich aber bei medizinischen Fragen kritiklos an Mondkalender hält und vielleicht Behandlungen oder gar Operationen verschiebt, nur damit sie zum "richtigen Zeitpunkt" stattfinden, der spielt mit seiner Gesundheit bzw. seinem Leben! Paungger und Poppe behaupten selbst auf ihrer Homepage dass

"Operationen und Medikamentengaben, an bestimmten Tagen durchgeführt, hilfreich sind, an anderen Tagen nutzlos oder gar schädlich - oft unabhängig von Dosis und Qualität der Medikamente, von aller Kunst des Arztes."

Solche Aussagen sind meiner Meinung nach grob fahrlässig! Wer krank ist, sollte schnellstmöglich die richtige Behandlung bekommen und nicht erst dann, wenn der Mond richtig steht!

Aber auch ganz allgemein gesehen sind Mondkalender und Co. gefährlich. Wie viele andere Dinge aus der esoterischen und pseudowissenschaftlichen Ecke leiten sie die Menschen dazu an, kritiklos an irgendetwas zu glauben. Und das ist ein gefährlicher Zustand! Wer es gewöhnt ist, alles zu glauben, was ihm sein Guru/Heiler/Rutengeher/Astrologe/Kartenleger/etc erzählt, der ist auch ein leichtes Opfer für andere Manipulatoren.

Paungger und Poppe schreiben auf ihrer Homepage übrigens auch folgenden interessanten Satz:

"Echter Aberglauben ist es, wenn man der modernen Wissenschaft blind vertraut und ihr manchmal sogar die Verantwortung für die eigenen Gefühle und Gedanken, für das eigene Leben überträgt."

Also nicht der Wissenschaft soll blind vertraut werden sondern lieber dem Mondkalender! Abgesehen davon, dass man auch der Wissenschaft nicht blind vertrauen soll - aber wenn ich die Wahl hätte, einerseits einer jahrhundertelang erprobten Methode des Wissensgewinns zu vertrauen die ständiger Prüfung und Kontrolle unterworfen ist oder andererseits einer Anektdotensammlung, für die es keine Grundlage in der Realität gibt, dann entscheide ich mich sofort für ersteres!
 
Aber auch bei Paungger und Poppe scheint die in Esoterikkreisen übliche falsche Vorstellung über Wissenschaft zu herrschen. Oder wie sonst lässt sich folgende Antwort auf die Frage welche Reaktionen seitens der Wissenschaft auf ihre Bücher kamen:

"Nur Gutes, großes Interesse und viel Enthusiasmus. Wir arbeiten mit vielen echten Ärzten und echten Wissenschaftlern zusammen. Das sind Menschen, die niemals etwas ablehnen oder abwerten, nur weil sie sich damit noch nicht vertraut gemacht haben. Das sind Menschen, für die Beweis genug ist, wenn etwas seit Jahrtausenden gut funktioniert. Sie verlangen nicht unbedingt Antwort auf die Frage, warum etwas funktioniert, bevor sie es mit Freuden anwenden. Sogenannten "Wissenschaftlern" sind wir allerdings auch schon hier und da begegnet. Menschen, für die nicht existiert, was nicht in ihre starren Denkschablonen paßt. Wir kümmern uns nicht um sie und versuchen auch nicht, sie zu überzeugen. Unsere Zeit ist uns dafür zu wertvoll"

Also Menschen, "für die Beweis genug ist, wenn etwas seit Jahrtausenden gut funktioniert" und die  "nicht unbedingt Antwort auf die Frage [verlangen], warum etwas funktioniert" sind  definitiv keine Wissenschaftler! Eher das Gegenteil. Danach zu fragen, wie etwas funktioniert, ist eine der grundlegenden Eigenschaften eines Wissenschaftlers Und Menschen "für die nicht existiert, was nicht in ihre starren Denkschablonen paßt" sind ebenfalls keine Wissenschaftler. Und entgegen der Vorurteile die Paungger und Poppe anscheinend haben, sind Wissenschaftler auch nicht so! Für einen Wissenschaftler existiert nicht das nicht, was nicht in seine starre Denkschablone passt, sondern es existiert das nicht, was den Naturgesetzen widerspricht und für das es keinerlei Belege in der Realität gibt.

Das was die Proponenten der Mondkalender anscheinend als ideale Geisteshaltung ansehen, sind Menschen, die nicht nachfragen. Aber wer seine Fähigkeit, kritisch zu denken aufgibt und das, was man ihm vorsetzt vorbehaltlos glaubt, der gibt auch seinen freien Willen auf und lässt sich von anderen die Entscheidungen in seinem Leben abnehmen!

Und darum stehe ich diesem ganzen esoterischen Unsinn über den Mond äußerst kritisch gegenüber!

P.S.

Obwohl dieser Beitrag schon sehr lang geworden ist habe ich es natürlich nicht geschafft, alle Mythen und falschen Vorstellungen anzusprechen, die sich um den Mond ranken. Wenn jemand gerne über ein ganz bestimmtes Thema sprechen möchte, dann können wir das ja in der Kommentarabteilung tun.


 

Autor: Florian Freistetter· 63 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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Trackbacks (5)

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Kommentare (63)

Kommentar-Direktlink Argent23· 23.05.08 · 10:56 Uhr

Vorsicht, wenn du den Leuten eine selektive Wahrnehmung nachsagst! Da wird man leider sehr schnell der Beleidigung bezichtigt. Oder zumindest einer eigenen selektiven Wahrnehmung. Wir Wissenschaftler nehmen nämlich diese ganzen tollen Phänomene, die wir mit unseren rückständigen Methoden nicht beantworten können, bewusst nicht wahr, weil sie nicht in unser Weltbild passen...

Kommentar-Direktlink florian· 23.05.08 · 11:05 Uhr

@Argent23: Hmm - naja - also selektive Wahrnehmung ist sicher nicht als Beleidigung gemeint. Aber ich verstehe, was du sagen willst - diese Argumentation der Esoteriker hab ich schon öfter erlebt. Ist ja auch recht praktisch - man sieht die Effekte nur, wenn man daran glaubt - für die Skeptiker sind sie unsichtbar ;)

Naja - ich hab festgestellt, das man vielen Leuten die Sache mit der selektive Wahrnehmung sehr gut erklären kann. Bei den Hardcore-Gläubigen hilft das natürlich nicht - aber der normalen "Ich schlaf bei Vollmond schlecht"-Typ lässt sich damit oft zum Nachdenken bringen...

Kommentar-Direktlink Schlattan· 23.05.08 · 12:20 Uhr

Noch eine interessante Beobachtung: Wenn in einem beliebigen Kino- oder Fernsehfilm eine Nachtszene vorkommt, ist immer Vollmond (nicht nur, wenn's um Werwölfe oder Vampire geht).

Kommentar-Direktlink florian· 23.05.08 · 12:30 Uhr

Hmm - Das hat dann aber wohl eher ästhetische Gründe - oder hat der Mond etwa auch Einfluss auf den Erfolg eines Films ;)

Kommentar-Direktlink Monika · 23.05.08 · 12:45 Uhr

Hi Florian, super Artikel mit ausführlichen schlüssigen, logischen Begründungen.....

Mist nur, an welchen Guru soll ich jetzt noch glauben?????....hab ich doch bei Vollmond...alles mögliche beobachtet ;-))), bin aber ehrlich, die anderen Tage hatten mich auch nicht interessiert...schöner mystischer Vollmond...und tschüss. Muss wohl meine selektive Wahrnehmung und mein selffullfilling-Denken auf etwas anderes konzentrieren....hat jemand Vorschläge ? ;-))))))))

Aber es gibt noch anderen schönen Esoterik-Krimskrams, den man kaufen und sammeln kann....... Die einen geben viel Geld für ihre Schuhe aus, die anderen sammeln Schmuck, Uhren oder Krawatten.....nur das Label ist anders.

Und mancher Aberglaube kann ja tatsächlich "Wunder" bewirken - es reicht schon, wenn man nur fest genug daran glaubt. Die Medizin lebt davon trefflich ;-))))

Kommentar-Direktlink florian· 23.05.08 · 12:54 Uhr

Ja - die selektive Wahrnehmung ist hinterhältig! Ich stand gerade in der Küche und hab mich über meine Mitbewohner geärgert... "Immer muss ich abwaschen" war mein Gedanke. Aber da ich die selektive Wahrnehmung noch im Hinterkopf hatte habe ich mal nachgerechnet, wie oft ich tatsächlich abgewaschen habe in letzter Zeit und wie oft die anderen - und siehe da... ich muss ja gar nicht immer abwaschen ;) Aber der Riesenberg schmutziges Geschirr, den ich jedesmal gewaschen habe ist mir eben stärker im Gedächtnis geblieben als die Geschirrhaufen, die die anderen gespült haben ;)

Und "Esoterik-Krimskrams" gibt es Unmengen. Leider. Nichts ist zu blöd und absurd, das irgendjemand nicht doch bereit ist, sehr viel Geld dafür auszugeben. Mit den Hoffnungen (und im Gesundheitssektor auch leider den Ängsten) der Menschen lässt sich leider viel Geld verdienen...

Übrigens: Das Glauben in gewissen Fällen tatsächlich eine Wirkung hat, will ich gar nicht bestreiten: der Placebo-Effekt ist ja bestens dokumentiert...

Kommentar-Direktlink L. Carone· 23.05.08 · 17:27 Uhr

Das Problem ist, dass immer noch sehr viele Menschen dem Irrglauben unterliegen, dass ihr Gedächtnis wie eine Kamera alle Dinge aufzeichnet. Die Idee, dass die eigene Wahrnehmung eine äußerst verzerrte Darstellung der Wirklichkeit wiedergibt, ist den meisten Menschen zutiefst zuwider.

Es gab dieses wunderschöne Experiment von dem "Cognitive Daily" von Scienceblogs.com berichtete, wo die Leute erzählen sollten, wo sie waren, als sie von den Anschlägen am 11. September erfuhren. Das schrieben sie dann handschriftlich nieder und verglichen das Jahre später mit der Erinnerung, die sie zu dem Zeitpunkt hatten. Nicht wenige Leute hatten auf einmal eine ganz andere Erinnerung, wie sie von den Anschlägen erfuhren. Eine Person sagte sogar: "Das ist zwar meine Handschrift, aber das was da steht, das kann nicht sein. Ich habe es ganz anders erlebt."

Leider sind sehr viele Menschen nicht willens ihre Erinnerung und ihre Wahrnehmung mit Skepsis zu betrachten. Vielleicht fühlen sie sich auch in ihrem Innersten dadurch erschüttert oder angegriffen, denn wenn man seinem eigenen Gehirn nicht trauen kann...Wem oder was kann ich dann trauen? Einige reagieren sogar aggressiv und behaupten dann, dass man sie der Lüge bezichtige. Meine Schwägerin ist z.B. Hebamme und ich kann sie nicht dazu überreden anhand einer Statistik zu überprüfen, ob wirklich mehr Kinder zu Vollmond geboren werden. Sie würde das doch ständig erleben, sie hätte es nicht nötig, das zu überprüfen.

Früher hat man auf die Bibel als alleinseligmachende Autorität gepocht, heute sind es die eigenen Erfahrungen, die man meint gemacht zu haben, die man nie in Zweifel ziehen sollte, weil man so angeblich den Menschen persönlich angreift und das geht gar nicht.

Aber auch das ist letztendlich der Versuch, Kritik und eine Überprüfung der Erfahrung abzuwehren.

Kommentar-Direktlink florian· 23.05.08 · 17:59 Uhr

@Ludmila: Vielleicht ist das auch der Grund für die herrschende Wissenschaftsskepsis? Die Wissenschaft probiert ja gerade die eigentliche Realität zu beschreiben die unabhängig von persönlichen Erlebnissen und Vorstellungen existiert. Und die moderne Wissenschaft (Relativitätstheorie, Quantenmechanik) widerspricht zunehmend dem "Hausverstand". Aber gerade das ist aus meiner Sicht ja das fasznierende an der Wissenschaft - das wir ein System geschaffen haben, mit dem man die persönlichen Beschränkungen überwinden und die eigentliche Realität erklären kann!

Kommentar-Direktlink matthias· 23.05.08 · 18:52 Uhr

gute sache das mit dem artikel. die gezeiten kommen ja durch die gravitation des mondes zustande und damit spielt ja auch die tiefe der meere mit hinein. zwischen der anziehungskraft an der meeresoberfläche und im 11000 m tiefen Marianengraben ist schon ein gehöriger unterschied zu einem (bei vollmond nicht) schlafenden (liegenden) menschen von einer "höhe" von 0,3 m.
wann wird denn der mond die erde so weit abgebremst haben, dass sie sich nicht mehr dreht?

Kommentar-Direktlink florian· 23.05.08 · 18:57 Uhr

@matthias: haben wir das nicht eh im zweiten Semester mal ausgerechnet? Die Protokolle musst du ja theoretisch noch haben ;)
Übrigens: die Erde wird nie aufhören sich zu drehen ;) Aber sie wird ihre Umlaufzeit so mit dem Mond synchronisieren, dass vom Mond aus gesehen immer die selbe Seite sichtbar ist.

Kommentar-Direktlink L. Carone· 24.05.08 · 14:03 Uhr

@Matthias: Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann waren es etwa 10 Milliarden Jahre, aber in der Zeit ist die Sonne längst zum Roten Riesen geworden.

Kommentar-Direktlink matthias· 24.05.08 · 19:06 Uhr

wir haben uns ausgerechnet wie lang ein tag bei den dinos war, das mit der locked (wie heisst das auf deutsch) rotation war klar, hab mich nicht ganz korrekt ausgedrückt.
@L.Carone: da sind wir wahrscheinlich schon in der Weißen Zwerg zeit der sonne angelagt.

Kommentar-Direktlink florian· 24.05.08 · 19:28 Uhr

@matthias: also ich kann mich noch gut erinnern - wir haben auch ausgerechnet, wann sich der mond soweit von der erde entfernt hat, dass er kein mond mehr ist. und wenn sich die erde langsamer dreht muss sich ja der mond entfernen. das hat aber keine 10 milliarden jahre gedauert, so weit ich mich erinnere. komplett gebundene erd-mond rotation (so wie bei pluto und charon) wirds dann wohl nie geben.

Kommentar-Direktlink L. Carone· 27.05.08 · 01:22 Uhr

@Mathias: Ja, sicherlich. Die Rote Riese-Phase dauert ja nicht sehr lange. Also astronomisch betrachtet. Aber wenn sich die Sonne aufbläht, dann ist doch die Frage, ob das Erde-Mond-System das überlebt und selbst wenn...Hinterher ist sowieso niemand da, der es zu würdigen wüsste, weil die Erde dann ein ziemlich steriler Ort sein wird.

Kommentar-Direktlink Walter Kern· 07.06.08 · 23:30 Uhr

Hallo, es ist doch eine Tatsache, dass viele Zyklen vieler Organismen, nicht zuletzt vom Menschen, an an verschiedene Mondzyklen gekoppelt sind. Z.B. "Äquatoriale Affen Südamerikas menstruieren zur Zeit des Neumondes" aus "Uhren, die nach dem Mond gehen" von W. Engelmann. Oder der echte Gezeitenrhythmus der Kieselalge (also kein Tages/Licht-Rhythmus). Wenn man dann bedenkt wie empfindlich beispielsweise das menschliche Gehoer ist und welche Auswirkungen das auf das Empfinden hat, dann scheinen mir alle moeglichen Mondeinfluesse auf alle moeglichen Organismen plausibel und vieles ist ja auch belegt wie "Bei Vollmond schüttet der Körper mehr Hormone aus." Die Frage ist nur wie sie konkret funktionieren und diese Forschung ist ja noch mehr als nur am Anfang. Dagegen schreibst du als waere sie am Ende, hast du da keine Neugier?

Das die modernen Mondbuecher eher nach markttechnischen Belangen aufgebaut sind ist ja eine Binsenweisheit. Die kulturwissenschaftliche Forschung geht aber dagegen eher dahin, dass der "Mondeinfluss" frueher wesentlich bedeutender war und erst mit der Stadtentwicklung zurueckging. Oh, ich koennte noch viel schreiben und dir auch noch viel Lit. empfehlen (Ulrich Koehler,Institut für Völkerkunde, Freiburg), aber ich weiss nicht, ob das hier passt, weil du ja deine "Erklaerungen" wohl schon alle gefunden hast. Interessant waere auch die ganze tiefenpyschologische Forschung abgefangen bei Jung. Aber mir ist das auch etwas anstrengend mit diesem Computer hier zu schreiben. Viele Gruesse, Walter

Kommentar-Direktlink florian· 08.06.08 · 10:56 Uhr

@Walter: Also ich bin durchaus offen für andere Erklärungen: Wenn sie denn sinnvoll sind!
Zur Menstruation: Die Menstruatuinszyklen der Lebewesen sind extrem unterschiedlich. Das reicht von wenigen Tagen bis deutlich über einem Monat! Das es beim Menschen und manchen verwandten Affen einigermassen (nicht genau!) übereinstimmt, ist Zufall. Das Wasserlebewesen ihren Organismus auf die Gezeiten abfgestimmt haben, ist auch wenig überraschend und hat nichts mit dem von den Esoterikern behaupteten Mondeinfluss zu tun.
Wenn du behauptest, es wäre belegt, das bei Vollmond mehr Hormone ausgeschüttet werden, dann bring bitte auch eine Quelle - ansonsten läßt sich mit der Behauptung nichts anfangen.

"dann scheinen mir alle moeglichen Mondeinfluesse auf alle moeglichen Organismen plausibel" - das ist eine sehr typische Behauptung (siehe auch den ersten Kommentar von Ludmila). Nur weil dir (oder mir oder sonstwem) irgendwas plausibel erscheint, bedeutet das noch lange nicht, das es auch plausibel ist! Dafür gibt es ja die Wissenschaft - um herauszufinden, wie es wirklich ist!

Und die Wissenschaft spricht hier eine klare Sprache - auch wenn es für dich nicht plausibel sein mag - aber die Realität kümmert sich leider nicht darum, was die Menschen von ihr halten ;)

Was die Kulturhistoriker erforscht haben mag sicher relevant sein - wenn auch nicht unbedingt relevant für das Thema. Die Menschen früher glaubten auch, Blitze werden von Zeus geschleudert und bei Gewitter streiten sich die Götter. Nicht alles was alt ist, ist auch gut. Und irgendwelche "Tiefenpsychologie" kann definitiv nichts zum Problem der Kräfte, die zwischen Mond und Erde wirken, beitragen.

Ich bin absolut neugierig! Und ich habe auch nicht "meine" Erklärungen schon alle gefunden - sondern die Erklärungen der Wissenschaft. Nur weil daneben noch Unmengen an unwissenschaftlichen und esoterischen "Erklärungen" existieren. Die können aber absolut nicht mit der Wissenschaft mithalten - weil sie eben nicht wirklich was erklären, unlogisch sind bzw. den Naturgesetzen widersprechen. Solange da nichts fundierteres kommt, bin ich mit der aktuellen Situation der Dinge und Erklärungen ganz zufrieden.

Kommentar-Direktlink Karsten F. Kröncke· 11.06.08 · 12:16 Uhr

Über den Unsinn hinaus, der im Zusammenhang mit dem Mond verbreitet wird, kann, wer mag, sich den Ergebnissen von Ernst Zürcher, ETH Zürich, Forstingenieur und Professor an der Hochschule Architektur, Bau und Holz
widmen. U.a. steht eine Diplomarbeit, die seine Arbeiten erwähnt, zum Download bereit unter www.wald.gr.ch/download/Mondholz_GR.pdf

Kommentar-Direktlink florian· 11.06.08 · 14:03 Uhr

@Karsten F. Kröncke: Ich habe mir die Arbeit mal angesehen. Aber allein der Titel zeigt schon, das sich hier keine großartigen Informationen rausholen lassen. Eine Diplomarbeit einer Erarbeitung eines angehenden Betriebswirtschaftsingenieurs mit dem Titel "Marketingkonzeptes für Graubündner Mond- und Gebirgsholz" ist nicht unbedingt eine reputable Quelle für ein naturwissenschaftliches Thema. Der Teil der Arbeit, der sich mit dem Mondeinfluss beschäftigt ist auch nur 3 Seiten lang und kommt zu dem Schluß, dass die vorhandenen Studien keine allgemeingültige Aussage zulassen. Ausserdem sind die entsprechenden Quellenangaben ziemlich schleissig. Einmal wird auf einen Artikel der "Coopzeitung" verlinkt, der nicht mehr aufrufbar ist; eine andere "Quelle" ist ein Artikel auf der Homepage des Magazins "Spuren - Magazin für ein neues Bewusstsein". Mit wissenschaftlicher Betrachtung hat das nicht viel zu tun.

Die eigentlich Quelle, die sie hätten verlinken sollen wäre vermutlich

Ernst Zürcher: "Holzforschung im Zeichen des Mondes", Lebendige Erde 6, 2003

Aber auch diese Zeitung ist kein reputables, durch peer-review abgesichertes wissenschaftliches Journal. Insofern ist schwer, einzuschätzen wie gültig diese Studien sind und wie vertrauenswürdig der Versuchsaufbau. Abgesehen davon haben die Ergebnisse von Zürcher sowieso wenig mit den klassischen Mondkalendern zu tun.

Kommentar-Direktlink Jürgen Schönstein· 11.06.08 · 22:44 Uhr

@ Florian: Ich will ja nicht pedantisch sein, aber wer anderen schnell und gern mal ihre nicht wissenschaftlich begründeten Argumente um die Ohren haut ;-), der sollte sich solche Formulierungen verkneifen:
"Erstmal gibt es natürlich die simpelste Erklärung: der Vollmond ist hell und Licht
stört beim schlafen. In Einzelfällen mag das wirklich die richtige Erklärung sein. Aber dazu müssten Schlafzimmer, Fenster, Bett und Mond zufällig gerade so orientiert sein, dass das Mondlicht auch auf den Schlafenden treffen kann. Auch Vorhänge dürfen nicht im Weg sein und meistens wird der Mond sowieso durch künstliche Lichtquellen überstrahlt (Unmittelbar vor meinem Schlafzimmerfenster hängt z.B. eine Strassenlaterne - und da ich keine Vorhänge habe kann ich eigentlich jede Nacht in meinem Bett ohne Lampen Bücher lesen ;) Auf meinen Schlaf hat das allerdings keinen Einfluss.) Die eigentliche Ursache ist also eine andere."

Denn das ist bestenfalls auch nur anekdotisch ("auf meinen Schlaf ..."), außerdem hat bestimmt nicht jeder diese Straßenlaterne vor seinem Fenster. Zudem berücksichtigt es nicht die Tatsache, dass durch atmosphärosche Streuung und Reflexionen (an Hauswänden und Fenstern) der Mond nicht immer direkt durchs Fenster scheinen muss, um es in Vollmondnächten schlafstörend (?) zu erhellen. Ansonsten aber stimme ich aus vollem Herzen der Kritik an dem esoterischen Mondquatsch zu.

Kommentar-Direktlink florian· 11.06.08 · 23:00 Uhr

@Jürgen: Hab ich das wirklich so verwirrend formuliert? Ich dachte, es ist klar, was hier Argument und was Beispiel ist. Mein Argument war: um schlafstörenden Mondschein im Zimmer zu haben, müssen viele speziellen Bedingungen gelten; ausserdem überstrahlen künstliche Lichtquellen den Mond meisten. Als Beispiel dafür habe ich - in der Klammer - meine persönliche Schlafsituation geschildert. Die ist selbstverständlich nicht allgemein gültig sondern sollte nur der Illustration dienen. Ich leite die Schlußfolgerungen ja auch nicht aus diesem Beispiel ab.

Die Sache mit dem Streulicht hab ich tatsächlich nicht berücksichtigt. Ich würde aber mal schätzen, dass das hier keinen großen Einfluss hat. Vielleicht in dünn besiedelten Gebieten aber auf keinen Fall in den Städten - denn auch das künstliche Licht wird ja gestreut und reflektiert! Die so entstehende "Lichtglocke" die über allen größeren Städten hängt überstrahlt eventuelles Mondlicht sicherlich.

Kommentar-Direktlink Corinna Carsten· 23.06.08 · 10:09 Uhr

Was fällt Ihnen eigentlich ein, hier ohne Genehmigung Beiträge eines Plattform-Users (noch dazu mit Namen) einzustellen. Raus damit oder es gibt eine Unterlassungsklage.

Kommentar-Direktlink florian· 23.06.08 · 10:29 Uhr

@Corinna Carsten: Was genau meinen sie? Die Zitate aus "gutefrage.net"? Ich würde mal sagen, dass ist ein zulässiges Zitat... Auch die "Namen" sind ja nur Internetpseudonyme... Was genau soll ich denn entfernen?

Author Profile Page Florian Freistetter· 23.06.08 · 10:43 Uhr

@Corinna Carsten: Nachdem ich mir den Artikel nochmal durchgelesen habe, kann es sich wohl nur um die Zitate von "gutefrage.net" handeln. Es gibt hier zwar wirklich keine journalistischen oder rechtlichen Gründe, diese Zitate zu löschen. Aber ich möchte auch nicht, das der Kommentarteil meines Blogs zum Austragsort diverser Streitigkeiten wird. Und mein Artikel funktioniert auch ohne dieses zweite Beispiel - also war ich mal so nett und hab den Abschnitt rausgenommen.

Kommentar-Direktlink alexis von croy· 24.06.08 · 21:51 Uhr

Schönes Thema. Natürlich ist die Beeinflussung des Menschen durch den Vollmond Quatsch - bis auf das Licht natürlich, das schon mal stören kann bein Einschlafen.

Vor allem der Aberglaube zum Vollmond ist wirklich albern - ich habe fast das Gefühl. dass viele Leute wirklich glauben, bei Vollmond sei der Mond nur zur Hälfte da. Bei der durchschnittlichen astronomischen Bildung ind Deutschland (und Österreich :-)) - wo der größere Teil der Bewohner weder den Unterschied zwischen einem Planeten zu eine Stern kennt, noch sonst irgendwelche a. Grundkenntniss hat, wundert das nicht. Wie hat die Kindergärtnerin meinem empörten 5-jährigen Sohn erklärt: "Die Sterne leuchten in der Nacht, weil sie von der Sonne angestrahlt werden".

Jetzt schreibe ich aber Luft- und Raumfahrtbücher und -Artikel, und das ist an meinem kleinen Sohn nicht vorüber gegangen. Er hat der Besatzung des KiGa das Sonnensystems ab dem Urknall erklärt :-) Da war Papi stolz :-)

Kommentar-Direktlink alexis von croy· 24.06.08 · 21:57 Uhr

Und: JEDER APFEL an einem Baum vor dem Schlafzimmerfenster hat eine größere Gravitationswirkung auf den Schlafenden als der Mond. Läßt sich anhand der Gesetze zur Gravitation recht leicht ausrechnen.

Wir lernen: Es sind die Äpfel, die an allem schuld sind!! (Und am schlimmsten sind die Äpfel wenn sie voll beleuchtet sind :-)) (Vom Vollmond :-))

Author Profile Page Florian Freistetter· 25.06.08 · 10:03 Uhr

@Alexis von Croy: Ja, die bösen Äpfel! Die waren ja schon schuld daran, dass wir aus dem Paradies rausgeflogen sind. Vor meinem Schlafzimmerfenster hängt übrigens ein ne Strassenlaterne: die wiegt soviel wie hunderte Äpfel UND leuchtet auch noch... ;)

Kommentar-Direktlink alexis von croy· 25.06.08 · 11:37 Uhr

Du meinst sicher, dass die Strassenlaterne eine hundert mal so große MASSE hat, wie der Apfel :-))

Kommentar-Direktlink florian· 25.06.08 · 11:46 Uhr

Masse, Gewicht.... diese Spitzfindigkeiten sind was für Wissenschaftler! Ich glaube an die Macht des Apfels - da interessiert mich dieser wissenschaftliche Kram nicht ;)

Kommentar-Direktlink alexis von croy· 25.06.08 · 13:40 Uhr

Ich dachte, du BIST Wissenschaftler ;-)

Kommentar-Direktlink florian· 25.06.08 · 13:49 Uhr

Alles nur Tarnung - das gehört alles zur großen Verschwörung! ;)

Kommentar-Direktlink Hopeless· 23.07.08 · 11:23 Uhr

Hallo!

Sehr guter Artikel!
Ich würde nur als Argument gegen "Wen stört es?" noch aufklärerische Argumente einfliessen lassen. Es ist eben nicht egal, wenn Unsinn verbreitet wird und dieser damit irgendwann in der Gesellschaft verankert ist.

Der Mond allerdings war lange Zeit vor dem elektrischen Licht sehr wohl unheimlich beeinflussend für den Menschen: Bei Vollmond konnte man Jagen - oder gejagt werden. Dass das noch rudimentäre Einflüsse auf den Menschen haben kann wird auch von der Chronobiologie nicht bestritten - ist aber völlig wissenschaftlich und logisch erklärbar und man muss keine neuen 'Mondkräfte' annehmen :))

Vielen Dank für die lesenswerten Artikel,

Hopeless

Kommentar-Direktlink florian· 23.07.08 · 17:11 Uhr

@Hopeless: Ja, da stimme ich zu. Je weniger Unsinn in den Köpfen der Menschen herumgeistert, desto besser ist es für die Menschheit insgesamt!

Kommentar-Direktlink Luiza· 03.10.08 · 12:36 Uhr

...ja, Mondkalender und auch alles Andere rund um den Mond ziehen die Esoterik an. Kein Wunder: der Mond ist mystisch, schön, er beeinflusst die Natur, man sieht seine Mystik nachts und so weiter.
Du scheinst Dich ja in Esoterikforen auszukennen, also wirst Du auch feststellen, dass fast alle, die den Mond in irgendeiner Forum anbeten, naturbewusste Menschen sind. Alleine das hat doch was schönes.
Warum sollen die Leute keinen Kalender benutzen, der für ihre Pflanzen gut ist?
Es gibt Leute, die an Gott glauben und deshalb Kriege anfangen. Dem versucht ja auch irgendwie keiner ein ernstes Ende zu machen...
Viele Grüsse aus dem Lenormand - Café!

Luiza

Kommentar-Direktlink florian· 03.10.08 · 12:45 Uhr

@Luiza: "dass fast alle, die den Mond in irgendeiner Forum anbeten, naturbewusste Menschen sind. Alleine das hat doch was schönes."

Ja - kann gut sein. Aber - was soll man jetzt daraus schließen? Es gibt auch Unmengen naturbewußte Menschen die nichts mit Esoterik am Hut haben.

"Warum sollen die Leute keinen Kalender benutzen, der für ihre Pflanzen gut ist? "

Weil die gleichen Leute so einen Kalender z.B. auch benutzen um ihre Arztbesuche zu planen - oder gar die Arztbesuche von Therapien von Kindern und Jugendlichen für die sie verantwortlich sind und so eventuell gesundheitliche Risiken eingehen.
Weil die gleichen Leuten irgendwann keine Entscheidung mehr ohne Rückgriff auf Mondkalender oder andere esoterische Methoden treffen können/wollen.

Mir persönlich ists ja egal wenn sich jemand unbedingt selbst entmüdigen will und für jede Entscheidung ein Orakel braucht anstatt selbst nachzudenken. Aber wenn sich dieses Verhalten in unserer Gesellschaft durchsetzt, dann geht die ziemlich schnell vor die Hunde...

"Es gibt Leute, die an Gott glauben und deshalb Kriege anfangen. Dem versucht ja auch irgendwie keiner ein ernstes Ende zu machen..."

Was meinst du mit "ernstes Ende"? Gewalt? Den Satz versteh ich nicht wirklich. Religiöse Fanatiker sind ein Problem, klar. Aber was hat das jetzt mit dem Mondkalender zu tun?

Kommentar-Direktlink Luiza· 03.10.08 · 13:07 Uhr

Hi!

Stimmt, es gibt eine Menge Naturleute, die nichts mit Esoterik zu tun haben. Macht aber auch nichts.
Die Esoteriker, die ihr Leben nach Orakeln, Kalendern und sonstigem Driss gestalten, halten sich sicherlich die Waage mit Wissenschaftlern, die alles analysieren und im Leben nach sinnvoll oder sinnlos gehen. Das kann auch nicht gut sein.
Ich betreibe zwar ein mehr oder weniger Eso - Blog, bin aber in keinster Weise für sowas empfänglich. Trotzdem habe ich was davon, weil es meine Phantasie anregt, das ist das, was vielen sinnvoll-sinnlos-Leuten einfach fehlt.

Lediglich Institutionen wie Questico etc. sollte man besser überwachen. Das ist Abzockerei und hat mit Esoterik nichts zu tun. Hier werden die dummen und armen tatsächlich ausgenommen.

Religionen braucht man gar nicht erst nach Fanatismus oder Tradition etc. zu sortieren. Religionen sollte man einfach ablehnen, die führen zu Aussonderung und nicht zuletzt zu Kriegen. Es hat mit Mondkalender nichts zu tun, ich habe es nur erwähnt, weil das Dinge sind, die von der breiten Masse akzeptiert werden und ihnen weniger gut als Mondkalender tun;-)

Viele Grüsse

Luiza

Kommentar-Direktlink florian· 03.10.08 · 13:25 Uhr

@Luiza: "mit Wissenschaftlern, die alles analysieren und im Leben nach sinnvoll oder sinnlos gehen. Das kann auch nicht gut sein."
"Trotzdem habe ich was davon, weil es meine Phantasie anregt, das ist das, was vielen sinnvoll-sinnlos-Leuten einfach fehlt."

Wenn ich sowas höre bin ich immer ein wenig traurig. Natürlich regt Wissenschaft und die Beschäftigung mit Wissenschaft die Phantasie an! Es gibt nichts, was faszinierender ist als die Welt um uns herum! Das Bild der emotionslos und kalt analysierenden Wissenschaftler ist schlicht und einfach falsch! So sind Wissenschaftler nicht und auf diese Art kann man auch keine Wissenschaft betreiben. Ohne offen für neues zu sein; ohne Kreativität und Phantasie kann Forschung nicht funktionieren!

Ich finde es immer sehr schade wenn Leute das nicht verstehen und immer noch dieses falsche Bild des emotionslosen Laborkittelträgers in ihren Köpfen haben. Wenn die Menschen die gleiche Faszination für die Welt um sie herum empfinden könnten wie die meisten Wissenschaftler sie empfinden, dann würde sich die ganze Esoterik Sache schnell von selbst erleben. Die Natur ist nämlich schon aufregend und geheimnisvoll genug - da muss man sich dann nicht auch noch irgendwelche Sachen ausdenken um sein Leben interessanter zu machen.

Kommentar-Direktlink Luiza· 03.10.08 · 13:35 Uhr

...ja, das kann sein. Aber ich weiss nicht, ob Dir aufgefallen ist, dass Menschen, die ewig nur studieren und lernen, für ihre eigene Umwelt, sprich auch die Menschen um sich herum, TOTAL unansprechbar sind? Mir ist das schon öfters aufgefallen und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass die Menschen eigentlich von der Gesellschaft abhängig sind und reden müssen. Manche sind aber so mit ihrer Wissenschaft beschäftigt, dass sie einem Nachtschattengewächs gleichen. An dieser Stelle ist zu viel des Guten, auch Wissenschaft, einfach zu viel...
Vielleicht muss man in seinem Leben, man hat ja nur eins, einfach die Waage finden....

Author Profile Page Florian Freistetter· 03.10.08 · 13:50 Uhr

@Luzia: "Aber ich weiss nicht, ob Dir aufgefallen ist, dass Menschen, die ewig nur studieren und lernen, für ihre eigene Umwelt, sprich auch die Menschen um sich herum, TOTAL unansprechbar sind?"

Also der Großteil meines Freundes- und Bekanntenkreises besteht aus Studenten bzw. Wissenschaftlern. Ich kann absolut nicht bestätigen, das die "TOTAL unansprechbar" sind. Das sind Menschen wie du und ich... naja - auf jeden Fall zumindest wie ich; ich bin ja auch ein Wissenschaftlern.

Übrigens: ist dir aufgefallen das du hier bei "Scienceblogs" bist? Das ist eine Plattform für Wissenschaftler die Blogs schreiben - sich also "freiwillig" und aktiv an Menschen um sie herum wenden und von ihrer Wissenschaft erzählen und - so wie ich gerade - ausgiebig mit den Lesern diskutieren... klingt auch nicht gerade nach "TOTAL unansprechbar" ;)

Kommentar-Direktlink MSmith· 03.10.08 · 14:06 Uhr

Es wurde ja bereits erwähnt, dass jene, die an diesen Unsinn glauben, behaupten, es handele sich um "altes Bauernwissen". Auf dieses Argument wurde zwar bereits schon eingegangen, trotzdem möchte ich meinerseits noch einmal zum Ausdruck bringen, dass es absolut unzutreffend ist.
Ich selbst habe bis vor kurzem in der Landwirtschaft gearbeitet und kann deshalb sagen, dass mir kein Kollege bekannt ist, der an einen Einfluss des Mondes auf Menschen, Tiere und Pflanzen glaubt. Genauso wenig haben meine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern an solche Dinge geglaubt.

Kommentar-Direktlink Ludmila· 03.10.08 · 16:01 Uhr

@Luiza: Willst Du damit andeuten, dass wir schlechte Menschen sind? Keine Gefühle haben? Innerlich tot sind? Meinst Du nicht, dass Deine Behauptungen ziemlich abwertend sind? Ja, ich bin anders als der viele Menschen, alleine durch meinen Beruf. Und? Bin ich deswegen weniger ein Mensch? Sollen wir alle, alle gleich sein und alle für das gleiche interessieren und alle gleich viel wissen? Was für eine Welt wäre das wohl?

Wieso sollten Florian oder ich Lust darauf bekommen, mit Dir zu kommunizieren, wenn Du uns unsere Menschlichkeit abspricht?

Frage Dich bitte selbst ehrlich: Hast Du Lust mit Menschen zu reden, die Dich von vornherein mit negativen Augen betrachten? Außerdem kommt hier irgendwo ein seltsame Einstellung gegenüber Lernen rüber: Ist Lernen jetzt igitt-i-pfui und jeder, der über gewisse Dinge mehr weiß als andere ein intellektueller Blödmann, oder wie soll ich das verstehen?

Kommentar-Direktlink Luiza· 03.10.08 · 16:07 Uhr

@Florian:
Ja, es ist mir aufgefallen:-) Bin froh, dass ich das Blog gefunden habe, denn es ist sehr interessant:-)
Wissenschaftler sind ja im grossen und ganzen auch nicht immer falsche Leute oder unecht oder so. Vielleicht aber ein wenig uneinsichtig, was Dinge angeht, von denen sie nichts halten. Aber auch das ist vollkommen ok. Manchmal haben sie ja auch Recht:-) Studenten sind noch lange keine Wissenschaftler, auch nicht wild. Was mich an Studenten fürchterlich aufregt ist ihr bohemian life style. Ich arbeite ziemlich viel und sehr intensiv [Grossbaustellen] und sehe immer wieder Leute wie Planer und Monteure, die gerade fertig mit ihrem Studium sind. Sie wissen alles besser, können es aber nicht in die Tat umsetzen. Dann schimpfen sie. Wenn ein Kraftwerk aber schliesslich und endlich doch steht und in Betrieb genommen wurde, lag es nicht an ihnen, sondern an Leuten, die wissen wie es wirklich geht:-)

@Mr. Smith: kann ja sein, heisst aber nicht, dass Du unbedingt Recht hast:-) Immerhin versetzt der Glaube an Dinge ja Berge.

Kommentar-Direktlink Luiza· 03.10.08 · 16:08 Uhr

...achja, jetzt sind wir vom Mond ganz abgekommen.

Findet Ihr ihn denn kein bisschen mystisch?

Kommentar-Direktlink florian· 03.10.08 · 16:20 Uhr

@Luzia: "Wissenschaftler sind ja im grossen und ganzen auch nicht immer falsche Leute oder unecht oder so."

Ich muss Ludmila recht geben - solche Aussagen wirken schon ziemlich herablassend...

"Vielleicht aber ein wenig uneinsichtig, was Dinge angeht, von denen sie nichts halten."

Im Gegensatz zu... ? Jeder Mensch ist erst mal uneinsichtig gegenüber Dingen von denen er nichts hält. Aber gerade Wissenschaftler haben gelernt dass es absolut wichtig ist Dinge nicht nur nach persönlicher Sympathie zu beurteilen sondern nach der Realität oder den Fakten. Auch wenn ich es z.B. noch so gern hätte, das meine Forschung ein bestimmtes Ergebnis liefert: wenn sich die Natur als anders herausstellt dann muss ich das akzeptieren.

"Was mich an Studenten fürchterlich aufregt ist ihr bohemian life style."

Auch das klingt für mich eher nach Vorurteilen. Man kann doch nicht alle Studenten verallgemeinern!

Kommentar-Direktlink Luiza· 03.10.08 · 17:18 Uhr

...hmmmmm. ich will nicht herablassend wirken, ganz im gegenteil, es war eine feststellung aus eigener erfahrung.

aber das man grundsätzlich uneinsichtig ist, ist nicht ganz wahr. manchmal trifft man auf dinge oder ereignisse und sie begeistern einen ohne wenn und aber.

berufsbedingt (ich kaufmann/frau - studiert) kann ich verallgemeinern, denn wenn ich %ual sagen kann, dass es mir in 95% der fälle so geht, dann kann ich sagen, dass es allgemeingültig ist. aber das ist ganz weit von esoterik und mond entfernt.
habe mit allen leuten aus meinem studium abgeschlossen, ausser mit einem: der verehrt klassische musik und kunst. er fühlte sich unter den bwl-wissenschaftlern auch nicht besonders toll...
ich ziehe meinen hut vor verfahrenstechnikern.

Kommentar-Direktlink Ludmila· 03.10.08 · 17:41 Uhr

@Luiza: berufsbedingt (ich kaufmann/frau - studiert) kann ich verallgemeinern, denn wenn ich %ual sagen kann, dass es mir in 95% der fälle so geht, dann kann ich sagen, dass es allgemeingültig ist.

Du schließt aufgrund Deiner eigenen persönlichen Erfahrung aus dem Studiengang BWL mal eben auf jeden anderen Studiengang (außer Verfahrenstechnikern)? Du glaubst ernsthaft, dass was Du subjektiv empfindest, muss allgemeingültig für den Rest der Menschheit ?

Ich hab neben meinem Studium einen Halbtagsjob gehabt, von bohemian-like-life war da gar nichts. Auch nicht bei meinen Freunden.

Luiza, Du kennst uns nicht. Wie wäre es denn bitte, wenn Du uns vorurteilsfrei begegnest und als Menschen ansiehst. Ginge das?

Kommentar-Direktlink florian· 03.10.08 · 18:02 Uhr

@Luzia: "aber das man grundsätzlich uneinsichtig ist, ist nicht ganz wahr. manchmal trifft man auf dinge oder ereignisse und sie begeistern einen ohne wenn und aber."

Das widerspricht aber dem was du weiter oben gesagt hast: "Vielleicht aber ein wenig uneinsichtig, was Dinge angeht, von denen sie nichts halten"

Wenn man von etwas begeistert ist, dann sind das keine Dinge von denen man nichts hält.

Deine Argumentation ist ziemlich verworren. Vielleicht wäre es wirklich gut, nochmal drüber nachzudenken und deine Meinung gegenüber Wissenschaftler als das zu sehen was sie ist: voller Vorurteile!

Wissenschaftler sind genauso Menschen wie alle anderen auch. Und es gibt sie in der gleichen Komplexität wie bei allen anderen Menschen. Nichts gegen deine Erfahrungen. Aber die sind höchst subjektiv. Du kennst nur einen kleinen Ausschnitt aller Wissenschaftler - wie willst du was allgemeingültiges ableiten? Das ist so als würde z.B. ein Japaner der noch nie in Deutschland war das Oktoberfest besuchen und dann aus seiner dortigen Erfahrung darauf schliessen das alle Deutschen immer besoffen sind und Lederhosen tragen.

was mir noch aufgefallen ist: "denn wenn ich %ual sagen kann, dass es mir in 95% der fälle so geht, dann kann ich sagen, dass es allgemeingültig ist." Vielleicht ist das Problem dann auch eher bei dir zu suchen und nicht bei denen Wissenschaftler-Bekannten?

Kommentar-Direktlink Luiza· 03.10.08 · 19:29 Uhr

@Ludmilla: nein, ich übertrage es nicht auf die ganze Menschheit. Ganz im Gegenteil. Mir wurde schon mehrmals von Studenten gesagt, dass sie wohl bald (nach dem Abschluss) in die Arbeiterklasse eintreten müssen. Wenn das mal nicht abstossend ist... Naja. Ich sage immerhin nicht UNS, sondern sehe alle Schichten und Sorten als eine Welt:-) Für mich sind selbsternannte Wissenschaftler und ewige Studenten nichts besseres und auch, genau wie andere Menschen, nicht besonderer Erwähnung wert. Warum auch?

@Florian: Warum widerspricht das? Ich habe doch nicht gesagt: JEDER ist uneinsichtig neuem gegenüber...
Wenn ich neuem gegenüber stehe und es noch gar nicht kenne, aber gut finde, dann gilt ja Dein Satz nicht. Oder? Hm. Aber ich habe jetzt meinen Absinth probiert (http://lenormand-cafe.de/2008/10/absinthe/ ) und muss nochmal in Ruhe nachlesen...

Natürlichist meine Meinung äusserst subjektiv, genauso wie Eure gegenüber Menschen, die Mondkalender beschwören. Es gibt halt Leute, die durch solche Dinge zu sich finden. Ist doch in Ordnung;-)

Kommentar-Direktlink florian· 03.10.08 · 19:37 Uhr

"Natürlichist meine Meinung äusserst subjektiv, genauso wie Eure gegenüber Menschen, die Mondkalender beschwören." Prinzipiell ist natürlich jede persönliche Meinung subhektiv. Aber es ist schon ein Unterschied zwischen Wissenschaftlern (diese Gruppe umfasst ja schließlich alles - von Ägyptologen über Philosophen bis zu Zoologen) oder einer Gruppe von Menschen die an etwas glauben was erwiesenermaßen falsch bzw. nicht-existent ist.

"Für mich sind selbsternannte Wissenschaftler und ewige Studenten nichts besseres und auch, genau wie andere Menschen, nicht besonderer Erwähnung wert."

Naja - das Wissenschaftler bessere Menschen sind hat ja auch niemand behauptet. Wäre auch Blödsinn. Es ging nur darum das deine Vorstellung von Wissenschaftlern so nicht ganz stimmt... Und was sollen jetzt bitte "selbsternannte Wissenschaftler" sein?

Kommentar-Direktlink MSmith· 04.10.08 · 00:29 Uhr

Dass Luiza mit ihren Vorstellungen über Wissenschaftler nicht richtig liegt, beweist schon die Tatsache, dass sehr viele Wissenschaftler musikalisch sind. Albert Einstein spielte bekanntlich Geige, Max Planck war ein hervorragender Pianist und erst vor ein paar Tagen habe ich im Radio gehört, dass Christiane Nüsslein-Volhard gerne Arien von Bach singt.

Kommentar-Direktlink florian· 04.10.08 · 00:43 Uhr

@MSmith: Ich kann jonglieren ;) (Und sogar lyrisch-religiös hab ich mich schon mal betätigt ;) )

Kommentar-Direktlink MSmith· 04.10.08 · 06:33 Uhr

@Florian: Solange Du keine Kammermusik machst, wird's wohl mit dem Nobelpreis nichts werden. ;-)

Kommentar-Direktlink Susanne· 07.03.10 · 21:36 Uhr

Jetzt setze ich hier fort.

Auch wenn es nur das Mondlicht sein sollte, ist das ein Einfluß - oder nicht? Aber was ist wenn es Wolken gibt und man dieses Licht nicht sehen kann? Nicht nur der Vollmond macht zudem Licht.

"Schon seit der Antike beispielsweise ist gut dokumentiert, dass Seeigel ihr Gewicht mit dem Mond verändern – basierend auf der Tatsache, dass Keimzellen bei diesen Tieren einen Großteil des Körpers ausmachen und deren Anzahl und Größe tatsächlich mit den Mondphasen schwanken."
http://www.kepler-salon.at/de/Veranstaltungen/Luna-Baby-wie-der-Mond-die-Fortpflanzung-der-Tiere-steuert2

Gibt es dort unten überhaupt noch genug Licht um Schwankungen zu erkennen?

Oder hier:
"Nur im Oktober und einmal im November schlängeln sie sich nach Mitternacht zum schimmernden Mondlicht und bescheren den Insulanern ein Festmahl - gebacken, gedünstet in Bananenblättern oder roh. "Mbalolo" heißen die borstigen Ringelwürmer. Zoologen nennen ihre Gattung Palola.
Das Naturschauspiel ereignet sich nur nach dem dritten Mondviertel im Oktober, stets in der zweiten Nachthälfte, eine Nachhut folgt einen Monat später. "Liegt das dritte Mondviertel vor dem 18. Oktober, findet das Hauptschwärmen im November statt", schreibt Wolfgang Engelmann, ein Fachmann für biologische Rhythmen, in seinem Werk "Uhren, die nach dem Mond gehen" über den "Einfluss des Mondes auf die Erde und ihre Lebewesen"."
http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article1102067/Tiere-die-nach-dem-Mond-leben.html

Ich glaube nicht, dass man das so einfach mit "Licht" erklären kann.

Ändert sich zeitweise etwas an den Gezeiten?

Vögel sehen Magnetfelder. Vielleicht nehmen Tiere im Meer etwas anderes wahr.

Ich sehe das auch nicht "esoterisch" Ich glaueb nicht an "Esoterik", sondern ich glaube, dass es nichts "außernatürliches" in der Natur gibt. Aber ich glaube, dass wir lange noch nicht wissen was es alles gibt, was alles möglich ist.

Author Profile Page Florian Freistetter· 07.03.10 · 21:40 Uhr

@Susanne: Wenn du deine Kommentare auf mehrere Artikel aufteilst, werden sie dadurch auch nicht besser. Das was du hier beschreibst nennt sich "Chronobiologie" (hab ich auch im Artikel erwähnt) und hat nichts mit dem esoterischen Glauben an den Einfluss des Mondes zu tun.

"Aber ich glaube, dass wir lange noch nicht wissen was es alles gibt, was alles möglich ist. "

Hab ich dir ja schonmal gesagt: wir können durchaus gewisse Dinge mit Sicherheit wissen. Z.B. das der Mond keinen Einfluß auf die Geburtenrate hat. Oder auf die Psyche des Menschen. Oder die Menstruation der Frauen. Etc. Das alles kann man eindeutig nachweisen.

Kommentar-Direktlink Wolfgang Graßmann· 18.06.10 · 15:57 Uhr

Ha,

aber

Alles falsch!

gegenbeweis: Die Amateurastronomen

sind meistens nur bei Neumond mit ihren teleskopen draussen!
Damit ist der Einfluss des Mondes nicht mehr zu leugnen!

Kommentar-Direktlink Querdenker ohne Hochschulabschluß· 19.12.10 · 21:02 Uhr

Lieber Autor,
haben Sie sich schon einmal gefragt, warum viele Menschen mit "höherer" Schulbildung und sogar und insbesondere mit Diplömchen und Doktortitelchen so einfach auf irgendwelchen esotherischen oder sonstigen Schwachsinn hereinfallen?
Die Antwort ist ganz einfach: Sie sind ausnahmslos alle in die Schule gegangen.... und viele von ihnen haben dann auch noch auf einer Universität studiert....
Dort wird nämlich genau das herangezüchtet: kollektives und unkritisches Nachplappern von irgendwelchem Unsinn sowie bedingungsloser Gehorsam gegenüber "Autoritäten", sogenannten "Diplom Pädagogen", die dann später durch Eso-Gurus ersetzt werden.
Ich kenne gewisse Esotheriker, die ständig immer wieder den selben Unsinn predigen, auch wenn ich ihnen schon hundertmal anhand zahlreicher Beispiele bewiesen habe, das ihr Dogma nonsens ist. Es sind im übrigen alles Leute mit einem Hochschul- oder zumindest Fachhochschulabschluß.
Die Realität spielt bei den esotherischen Papageien so wenig eine Rolle wie bei gekauften "Wissenschaftlern", die übrigens in früheren Zeiten den Patienten sogar Tabak als Heilmittel empfohlen haben... Die Wissenschaft schreitet voran, von einem Irrtum zum anderen ... und ab und zu ist ein Körnchen Wahrheit untergemischt, das gilt für die materialistisch ausgerichtete Wissenschaft genauso wie für die Esotherikszene.
Davon unabhängig gibt es immer einige wenige Menschen, die bestehende Dogmen hinterfragen und eigenständig denken. Diese Fähigkeit wird durch das natürliche und individuelle Lernen gefördert und ausgebildet jedoch durch die Zwangsbeschulung weitestgehend zerstört.
Um es auf den Punkt zu bringen: Das kollektive Zwangsschulsystem ist hauptverantwortlich für die Papageienmentalität. Das natürliche und anwendungsbezogene Lernen, auch Unschooling, Learnig by doing, Selbststudium, Homeschooling usw. sind dagegen Wege, die eher geeignet sind, Selbständigkeit im Denken und Handeln auszubilden. Goethe zum Beispiel war in keiner Schule und ist der weltbekannteste Dichter geworden!

Kommentar-Direktlink Basilius· 20.12.10 · 00:07 Uhr

Lieber Querdenker,
und bis wann dürfen wir erwarten, daß es bei Ihnen so weit ist?

Kommentar-Direktlink Bullet· 20.12.10 · 09:54 Uhr

Alter ... dieses Gequatsche is ja nich auszuhalten...

Kommentar-Direktlink EEBO· 20.12.10 · 12:56 Uhr

Die einzig vernünftige Antwort auf gewisse Leute (etwas off topic und zur Nachahmung nicht empfohlen): http://www.youtube.com/watch?v=UUFO8AGMwic . Enjoy!

Kommentar-Direktlink Oliver Debus· 20.12.10 · 14:25 Uhr

@ Querdenker

Goethe zum Beispiel war in keiner Schule und ist der weltbekannteste Dichter geworden!

Wer erzählt denn so einen Mist. Goehte besuchte eine öffentliche Schule und erhielt danach Privatunterricht von einem Privatlehrer. In Leipzig studierte er Jura. Er beschäftigte sich nebenher auch mit Literatur und Kunst.

Ich schätze mal die allermeisten ihrer Hochschul- und Fachhochschulabsolvente sind keine Naturwissenschaftler. Denn die Fallen auf die Esoterik nicht rein.

Kommentar-Direktlink 973· 27.05.11 · 03:32 Uhr

Natürlich hat der Mond und auch seine Position und die von Sternen Einfluß auf den Lebenszyklus, zumindest auf die Schlaflosigkeit. Einschließlich Effekten von 'Mondsüchtigkeit'. Das läßt sich auch teilweise vorausberechnen. Und hat konkret mich und einige Bekannte betroffen. Über Jahre hinweg, immer wenn eine streifende Sternbedeckung im näheren Umkreis prognostiziert war, hat uns das zumindest einen Teil der Nacht lang keine Ruhe und keinen Schlaf gelassen, sind wir draußen umhergeirrt und haben uns intensiv den Mond angesehen ... ;)

Kommentar-Direktlink rolak· 27.05.11 · 07:31 Uhr

moin 973, ohne Angabe der Basisdaten ist so eine Hypothese nur sinnleeres Buchstabenrauschen.

Kommentar-Direktlink Bullet· 27.05.11 · 07:54 Uhr

rolak:
ich denke, 973 hat nur vergessen zu erwähnen, daß noch ein levitativer Effekt hinzukam: immer bei solchen Ereignissen hatte er/sie dann plötzlich und unerwartet ein Fernglas oder ähnliches unter den Fingern...

Kommentar-Direktlink Prunebutt· 01.10.11 · 13:15 Uhr

„Mondkuchen - Was für eine Zeit in der wir leben!“ ^^

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