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Profil
Jörg Friedrich wurde 1965 geboren. Er studierte Meteorologie und Physik an
der Humboldt-Universität Berlin und ist Diplom-Meteorologe. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit der Simulation von Konvektionsstrukturen mit Zellulären Automaten.
Seit 1994 ist er Software-Unternehmer und berät Großunternehmen bei Sourcing-Projekten.
Seit dem Frühsommer 2009 ist er nach einem Philosophie-Studium an der FernUni Hagen Master of Arts in Philosophie. Er schrieb seine Masterarbeit über die Existenz theoretischer Entitäten in den Wissenschaften.
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Archiv Mai 2009
28. Mai 2009
Im Sonnenlicht
Kategorie: Politik · Kommentare: 32
Der Dichter Günther Eich hat im Jahr 1955 ein Gedicht mit dem Titel "Im Sonnenlicht" veröffentlicht. 1955 - das war die Zeit des Wirtschaftswunders, die ist lange vorbei. Heute verknüpfen wir das Wort Wirtschaft nicht mit Wunder, sondern mit Krise.
Aber heute wie damals wird Geld verteilt, um die Wirtschaft auf Trab zu bringen. Und auch heute kann man sich wieder Sorgen machen, ob das Geld, was die Politik so freizügig zum Retten von Banken, Opel, Karstadt und Milchbauern ausgibt, nicht irgendwann irgendjemand zurück verlangen will. Deshalb heute hier mal ein Gedicht:
Autor: Jörg Friedrich· 28.05.09 · 10:12 Uhr· 32 Kommentare
26. Mai 2009
Unsicherheit und Öffentlichkeit
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 26
Manchem Physiker, Chemiker oder Biologen, der in den letzten Tagen ahnungslos in der nature-Ausgabe vom 14. Mai 2009 geblättert hat, dürften die Worte im Editorial noch in den Ohren klingen: "Scientist must rigorously assess the limits of their knowledge and communicate them to officials and the public ... they must admit their mistakes and seek to learn from them" [1].
Worum geht es? In erster Linie spricht die nature-Redaktion über das Erdbeben von Sichuan, das vor einem Jahr wenigstens 70.000 Menschen das Leben gekostet hat. Und es geht darum, dass die Geologen und Seismologen die Gegend um Sichuan als weit sicherer eingeschätzt hatten, als sie letztlich war. Aber es geht auch allgemein um die Frage, ob und wie Wissenschaftler über ihre Unsicherheiten und die Begrenztheit ihres Wissens in der Öffentlichkeit sprechen sollten.
Autor: Jörg Friedrich· 26.05.09 · 09:45 Uhr· 26 Kommentare
25. Mai 2009
Medizin und Kultur
Kategorie: Medizin · Kommentare: 50
Medizin - das ist ein doppeldeutiges Wort. Medizin kann man im Schrank zu stehen haben und bei Bedarf, beim Auftauchen verschiedener kleiner oder größerer Leiden - herausholen und herunterschlucken, in der Hoffnung, es möge helfen, es möge wirken.
Medizin, das ist auf der anderen Seite eine Disziplin, die man erlernen kann, ein gesellschaftliches System, dem man durch Studium und Prüfungen beitreten kann, in dem man wirken kann - indem man hilft, und man hilft, indem man Medizin im obigen Sinne entwickelt und verschreibt.
Autor: Jörg Friedrich· 25.05.09 · 10:40 Uhr· 50 Kommentare
21. Mai 2009
Vagheit und Wissenschaft
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 19
Das Münsterland ist eine flache Landschaft, darum ist es ein Paradies für Fahrradfahrer. Aber wir haben hier auch Berge: Die "Baumberge" - die "Gipfel" liegen etwa 160 m über dem Meeresspiegel. "Berg" ist eben ein vager Begriff, ein "vages Attribut"
In der natürlichen Sprache sind viele Attribute "vage": Es ist unsicher, es scheint von der persönlichen Einschätzung des Sprechers abzuhängen, on einem Objekt ein Attribut zukommt oder nicht.
Autor: Jörg Friedrich· 21.05.09 · 10:46 Uhr· 19 Kommentare
20. Mai 2009
Wirksamkeit und Wirkungsweise
Kategorie: Medizin · Kommentare: 15
Warum Heilbehandlungen erfolgreich sind oder fehlschlagen und damit die Frage, worin ihre Wirkungsweise besteht, ist oft schwer zu beantworten und stellt eine im Einzelfall komplexe Herausforderung an die medizinische Forschung dar, in der physiologische, biologische, psychologische, biochemische, neurologische Aspekte eine Rolle spielen. Davon zu trennen ist die Frage nach der Wirksamkeit einer Behandlung: diese kann in empirischen Studien nach allgemein anerkannten wissenschaftlichen Standards festgestellt werden.
Gerade weil die Wirksamkeit einer Behandlung von vielen Faktoren abhängen kann, die vor oder während der Behandlung nicht vollständig medizinisch kontrolliert werden können (z.B. psychologische Faktoren) ist es für die medizinische Wissenschaft unbefriedigend, nur die Wirksamkeit einer Behandlungsmethode zeigen zu können und nicht auch die Wirkungsweise zu verstehen. Es genügt nicht, zu wissen, dass etwas funktioniert, man will auch wissen warum. Aber das ist auch bei anerkannten Behandlungsmethoden und seit Jahrzehnten verwendeten Medikamenten oft ungewiss, wie das Beispiel des Paracetamol zeigt.
Autor: Jörg Friedrich· 20.05.09 · 11:30 Uhr· 15 Kommentare
19. Mai 2009
In der Fremde
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 50
"Gewissermaßen ist die Philosophie als jene Form des Denkens, die gemäß ihrem eigenen Ursprungsmythos ihren Ausgang beim Staunen genommen hat, immer schon auf Fremdes bezogen" schreibt Thomas Bedorf [1]. Wenn man Diskussionen zwischen Philosophen und Wissenschaftlern [2] verfolgt, begegnet dieses Fremd-Sein auf Schritt und Tritt. Der Philosoph, der z.B. wie Bruno Latour in seinem "Laboratory Life" [3] dem Wissenschaftsbetrieb wie ein Anthropologe begegnet, der einen fremden Volksstamm erforscht, kommt aus dem Staunen nicht heraus - und wenn er die Ergebnisse seines Staunens publiziert, erscheint den Wissenschaftlern Latours Fallstudie so fremd, dass sie ihm mit offener Ablehnung begegnen.
Was ist dieses Fremde, was sind überhaupt Fremde und wie werden sie vom Eigenen unterschieden, und wie ist damit umzugehen?
Autor: Jörg Friedrich· 19.05.09 · 13:35 Uhr· 50 Kommentare
18. Mai 2009
Wenn man sie versprühen kann...
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 11
Auf die Frage, ob jene nicht direkt beobachtbaren Objekte wirklich existieren, mit deren Eigenschaften und Verhalten wissenschaftliche Theorien die beobachtbaren Phänomene erklären, hatte Ian Hacking Anfang der 1980er Jahre eine sehr pragmatische Antwort: „Nicht weil die Elektronen Bausteine wären, sind wir dazu berechtigt, von ihrer Wirklichkeit zu sprechen, sondern weil wir wissen, dass sie ganz bestimmte Kausalkräfte aufweisen." schreibt Hacking, und noch pointierter, ebenfalls bezogen auf Elektronen: „Wenn man sie versprühen kann, sind sie real"
Hacking rechtfertigt also seine Ansicht, dass Elektronen existieren, damit, dass er die offensichtliche Möglichkeit aufzeigt, dass man mit Elektronen etwas machen kann, dass man ihre kausalen Kräfte dazu nutzen kann, um experimentell in die Welt einzugreifen. Wir behaupten Existenz oder gehen davon aus, dass die Gegenstände der Wissenschaften wirklich existieren, weil wir mit ihnen auf dieser Basis handelnd in die Welt eingreifen können. „Die Wirklichkeit steht in Verbindung mit der Kausalität, und unsere Realitätsvorstellungen werden aufgrund unserer Fähigkeiten zur Weltveränderung gebildet."
Autor: Jörg Friedrich· 18.05.09 · 11:33 Uhr· 11 Kommentare
15. Mai 2009
Nancy Cartwright: der Als-Wenn-Operator
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Auch wenn Cartwright an die Existenz theoretischer Entitäten glaubt, so bestreitet sie, dass wissenschaftliche Theorien, insbesondere die Theorien der Physik, wahr sind. Hinsichtlich der Theorien ist sie Anti-Realistin. Fundamentale physikalische Gesetze, ausgedrückt in mathematischen Gleichungen, sagen niemals die Wahrheit über das Verhalten theoretischer Entitäten.
In ihrem Aufsatz „Fitting Facts to Equations" schreibt Nancy Cartwright ziemlich am Anfang: „My basic view is that fundamental equations do not govern objects in reality; they govern only objects in models" . Wie aber kommen unter diesen Bedingungen theoretische Entitäten und fundamentale physikalische Gesetze zusammen? Cartwright nutz eine interessante Konstruktion, um die Objekte der Realität mit denen der Modelle und damit mit den Gleichungen der Theorien zu verbinden: den „alswenn"-Operator: „The radiating molecules in an ammonia maser behave as if they are classical oscillators."
Autor: Jörg Friedrich· 15.05.09 · 14:00 Uhr· 2 Kommentare
Der Notificator: Twitter von 1935
Kategorie: Technik · Kommentare: 2
Bei Twitter macht im Moment ein Zeitungsausschnitt von 1935 die Runde, der vor drei Tagen bei Flickr eingestellt wurde: Zu sehen ist ein Automat und ein seriöser Herr mit Melone, und der Text daneben beschreibt den Zweck dieses Automaten, der in den 1930er Jahren in London aufgestellt war, auf eine Weise, wie man heute den Zweck von Twitter beschreiben würde.
"To aid persons who wish to make or cancel appointments or inform friends of there whereabouts, a robot message carrier has been introduced in London, England."
Autor: Jörg Friedrich· 15.05.09 · 10:01 Uhr· 2 Kommentare
14. Mai 2009
Natur und Naturwissenschaft
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 36
Existieren die Phänomene der Naturwissenschaften unabhängig von den Forschern, die sich mit ihnen beschäftigen? Die Antwort, die man auf diese Frage gibt, hängt natürlich ganz davon ab, wie man den Begriff der Unabhängigkeit versteht. Klar ist, dass viele Untersuchungsobjekte der Naturwissenschaften ihre Existenz nur den Forschern verdanken, die sie untersuchen.
Exakte Reproduzierbarkeit von Experimenten, Darstellbarkeit von Zusammenhängen in mathematischen Modellen und Ableitbarkeit von Vorhersagen, die mit experimentellen Befunden verglichen werden können, aus solchen mathematischen Modellen - das sind die die Ideale der exakten Naturwissenschaften. Umso exakter eine Naturwissenschaft wird, desto weniger hat sie mit der Natur zu tun. Die exakteste Wissenschaft ist heute die Physik, und sie begann ihre Phase als exakte Wissenschaft mit Torricellis Röhre, Galileis Pendel und Newtons Mechanik. Damit begann auch die Zeit des modernen Experimentes, in dem Bedingungen geschaffen werden, die in der Natur niemals zuvor existierten und die unabhängig vom Handeln des Forschers auch nicht existieren können.
Autor: Jörg Friedrich· 14.05.09 · 11:48 Uhr· 36 Kommentare
12. Mai 2009
Nancy Cartwrights Entitäten-Realismus
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 4
Sind wissenschaftliche Theorien "wahr" - müssen sie es sein, um den Anspruch der Wissenschaftlichkeit zu erfüllen? Und ist es notwendig anzunehmen, dass theoretische Entitäten, also die (zum großen Teil unbeobachtbaren) Elemente wissenschftlicher Theorien, aus deren Verhalten die Regelmäßigkeiten in der Natur und in Experimenten erklärt werden, wirklich existieren.
Die Tatsache, dass immer wieder wissenschaftliche Theorien durch neuere ersetzt werden und dabei auch die Existenz von solchen theoretischen Entitäten widerlegt wird (man denke nur an den Äther als dem Medium, der das Licht leitet, oder das Phlogiston) spricht dafür, nach einer Deutung wissenschftlicher Theorien zu suchen,die ohne solch eine starke Existenzannahme auskommt.
Autor: Jörg Friedrich· 12.05.09 · 11:12 Uhr· 4 Kommentare
11. Mai 2009
Warum Wissenschaftsphilosophie?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 19
Umso größer die Rolle einer Gemeinschaft und ihrer Methoden in der Gesellschaft ist. desto mehr Widerstand schlägt ihr entgegen, umso größer die offensichtlichen Erfolge, desto mehr Zweifler an der Nachhaltigkeit dieser Segnungen, desto mehr Mahner, die die Misserfolge und Fehlschläge in den Vordergrund rücken, und umso größer der Anspruch auf universelle Lösungskompetenz für alle Probleme der Gesellschaft, desto mehr Gegner werden auf den Plan gerufen.
Das gilt zumindest für demokratische Gesellschaften, in denen die Meinungsfreiheit als hohes Gut angesehen und verteidigt wird, und in der keiner Gruppe von Menschen schon auf Grund ihrer Ausbildung oder ihrer bisherigen Leistungen ein Vorrecht gegenüber anderen eingeräumt wird. Das ist vermutlich auch gut so: Kritik und Widerstand wird von den Besten Vertretern einer Gemeinschaft immer als Herausforderung zur Argumentation und zur Verbesserung der eigenen Methoden begriffen werden, sie wachsen an den Widerständen, die sich ihnen entgegenstellen.
Autor: Jörg Friedrich· 11.05.09 · 09:39 Uhr· 19 Kommentare
08. Mai 2009
Bohrende Fragen
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften
In einem Kommentar zu meinem Text "Gibt es Wetterfronten" zeichnete Karl Mistelberger ein schönes Bild, dem ich nicht nur einen Antwort-Kommentar sondern - zum Wochenende - einen ganzen Text widmen möchte. Er schrieb: "(Wissenschafts-)Philosphen sind wie Zahnärzte, die Löcher bohren und dann nicht wissen, wie sie diese füllen sollen. Ob man solche Leute brauchen kann ist nicht so sicher."
Die Arbeit des Zahnarztes besteht ja, nach meiner teilweise schmerzlichen Erfahrung, aus zwei Schritten: Erst wird mit dem Bohrer die schmerzende Stelle freigelgt und gesäubert. Das ist zumeist der unangenehmere Teil, der aber oft schon Linderung verschafft. Manchmal wird das so geschaffene Loch sogar über einige Tage offen gelassen und die entzündete Stelle mit Medikamenten behandelt.
Autor: Jörg Friedrich· 08.05.09 · 10:20 Uhr· 0 Kommentare
Darwin und das "Recht haben"
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 73
Man muss kein Kreationist sein um die Frage, ob Darwin „recht hatte" mit einem klaren „Ja, aber..." zu beantworten. Das Problem, welches uns von einem endgültigen „Ja." abhalten sollte,liegt darin, dass natürlich keine Theorie alles erklären kann, was an Fakten tatsächlich vorliegt.
Die schlichten Fakten sind den Evolutionsbiologen bekannt. Um es vorweg zu schicken, die Probleme sind nicht von der Art, dass sie eine Krise in der Wissenschaft auslösen könnten oder geeignet wären, Gegnern der Evolutionstheorie Argumente zu liefern. Wie Prof. Joachim Kurtz, Evolutionsforscher an der Universität in Münster anlässlich seines Vortrages zur Eröffnung der Ringvorlesung „Hat Darwin Recht?" vor einer Woche in Münster erklärte, war Darwin selbst durchaus klar, dass beispielsweise die Erklärung der tatsächlichen Entstehung von Arten durch den Mechanismus der natürlichen Zuchtwahl (oder natürlichen Auslese) der schwierigste Teil seiner Theorie ist.
Autor: Jörg Friedrich· 08.05.09 · 08:31 Uhr· 73 Kommentare
06. Mai 2009
Gibt es Wetterfronten?
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 28
Die Frage, ob die nicht direkt beobachtbaren Entitäten der wissenschftlichen Theorien wirklich existieren, und ob man, um Wissenschaft treiben zu können, einen Realismus bezüglich wissenschftlicher Entitäten annehmen muss, wird zumeist an Theorien über Entitäten diskutiert, deren direkte Beobachtbarkeit wegen ihrer Kleinheit ausgeschlossen ist. Es gibt jedoch auch Entitäten in Theorien, bei denen andere Gründe gegen ihre unmittelbare Beobachtbarkeit sprechen.
Wetterfronten, die in meteorologischen Theorien benötigt werden, um die Entwicklung atmosphärischer Phänomene zu erklären, gehören dazu. Sie und die Theorien, in denen sie eine Rolle spielen, haben eine interessante Geschichte.
Autor: Jörg Friedrich· 06.05.09 · 20:16 Uhr· 28 Kommentare
05. Mai 2009
Karl Popper und das Problem der Falsifikation
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 27
Verifikation oder Falsifikation von Theorien, das könnte seit Karl Poppers "Logik der Forschung" als die Grundentscheidung der Erkenntnistheorie der Wissenschaften bezeichnet werden. Eine endgültige Bestätigung einer Theorie ist nicht möglich, sie ist logisch ausgeschlossen, da aus allen empirisch gewonnenen Erfahrungssätze nur induktiv auf allgemeine Gesetze der Theorie geschlussfolgert werden kann.
Deshalb hat Karl Popper das Verifikations- durch das Falsifikationsprinzip ersetzt: Theorien müssen widerlegbar sein, müssen der empirischen Nachprüfung durch Experimente ausgesetzt werden. Dieses Prinzip kann einerseits missverstanden werden, andererseits wird es in der tatsächlichen Wissenschaft kaum in reiner Form angewandt.
Autor: Jörg Friedrich· 05.05.09 · 09:14 Uhr· 27 Kommentare
04. Mai 2009
Wahrheit und Bedeutung
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften
Die Wahrheit einer Aussage kann man erst beurteilen, wenn man sich ihrer Bedeutung sicher ist. Das brachte Philosophen auf die Idee, dass man Bedeutung auf Wahrheit zurückführen kann. Danach würde man die Bedeutung eines Satzes kennen, wenn man seine Wahrheitsbedingungen kennt.
Aber so einfach ist es nicht immer, wie der aktuelle Philosophische Podcast zeigt.
Autor: Jörg Friedrich· 04.05.09 · 14:25 Uhr· 0 Kommentare
Klimaerwärmung durch Umweltschutz
Kategorie: Umwelt · Kommentare: 34
Es ist weithin akzeptierter Stand der Klimaforschung, dass die Industrialisierung der Gesellschaft merklichen Einfluss auf die Entwicklung des Klimas der Erde hat. Die genauen Auswirkungen der einzelnen antropogenen Einflüsse sind allerdings höchst unterschiedlich. Erstaunlicherweise wird über manche in der Öffentlichkeit sehr viel gesprochen, über andere nicht.
Die Wärmebilanz der Atmosphäre ergibt sich zu fast 100 % aus der Differenz zwischen der Sonneneinstrahlung und der Abgabe von Strahlung in den Weltraum. Zu einer Erwärmung kann es also auf zweierlei Weise kommen: Die Atmosphäre kann mehr Energie „hereinlassen" oder weniger „herauslassen".
Autor: Jörg Friedrich· 04.05.09 · 09:20 Uhr· 34 Kommentare
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