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Profil

Ernst Peter Fischer studierte Mathematik, Physik und Biologie und promovierte 1977 am California Institute of Technology in Pasadena, USA. Im Jahr 1987 habilitierte er in Wissenschaftsgeschichte. Heute ist er Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Konstanz. Als Autor zahlreicher Bücher wie Einstein für die Westentasche (2005) oder Die Andere Bildung (2003) will er Wissenschaft spannend für jederman präsentieren. Als Wissenschaftsautor schreibt er für die Zeitschriften GEO, Bild der Wissenschaft und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. epfischer.com

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11.10.08 · 15:42 Uhr

Nobelpreise - Langeweile in der Wissenschaft

Natürlich verdeckt der derzeitige Börsenschwachsinn vieles, aber eigentlich sollte es trotzdem spannend sein, wenn die Nobelpreisträger bekannt gegeben werden. Warum verwandelt die Presse das Ereignis nur in ein langweiliges Abschreiben der selbst schon langweiligen Zusammenfassungen, mit denen die Schwedischen Akademien vorstellen, wen sie nach Stockholm einladen? Bei der Literatur ist das anders. Da wagen es einige (mutige) Leute, geeignete Namen ins Spiel zu bringen, um sich anschließend zu beklagen, daß man nicht auf sie gehört hat. Das Kritisieren der schwedischen Entscheidungen mag zwar nicht die feine Art sein, sie ist aber auf jeden Fall unterhaltsamer als das tiefe Verneigen der Wissenschaftsjournalisten vor Leistungen, die sie nicht verstehen und deren Beschreibung sie nur kopieren. Der Nobelpreis zeigt, was uns fehlt - eine Streitkultur in der Wissenschaft, die das Publikum aufmerksam macht. Wie jedes Jahr werden wir vergessen, wer den Nobelpreis bekommt, bevor er (oder sie) ihn tatsächlich bekommt.

 

Autor: Ernst Peter Fischer· 0 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

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