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Profil
Ernst Peter Fischer studierte Mathematik, Physik und Biologie und promovierte 1977 am California Institute of Technology in Pasadena, USA. Im Jahr 1987 habilitierte er in Wissenschaftsgeschichte. Heute ist er Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Konstanz. Als Autor zahlreicher Bücher wie Einstein für die Westentasche (2005) oder Die Andere Bildung (2003) will er Wissenschaft spannend für jederman präsentieren. Als Wissenschaftsautor schreibt er für die Zeitschriften GEO, Bild der Wissenschaft und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. epfischer.com
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10.09.08 · 10:06 Uhr
Keine Angst vor schwarzen Löchern
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 3
In diesen Tagen geht die grosse Maschine am CERN in Betrieb, und die fast 10.000 Wissenschaftler sind in Hochspannung. Nicht nur sie, denn tatsächlich dringen die Forscher in unbekannte Regionen der energetischen Wirklichkeit vor, und wer kann schon vorhersagen, was dabei zu sehen ist bzw. was da passiert? Vielleicht gelingt es der Physik dabei, wieder die alte Wissenschaftlichkeit er erlangen, die sie berühmt gemacht hat. In den letzten Jahren wurde sie von Theoretikern wie Stephen Hawking dominiert, die sich über Bedingungen Gedanken machen, die sich keiner Überprüfung mehr fügten. Physik war spekulativ und ironisch abgedriftet, und es wird höchste Zeit, daß sich die Nachfolger Newtons auf ihre methodischen Grundlagen besinnen und Experimenten den Vorrrang einräumen. Wie verwirrt die Zunft geworden ist, zeigen die Klagen bzw. Sorgen, daß am CERN schwarzes Löcher entstehen können, die alles verschlucken. Da braucht sich niemand Sorgen zu machen. Jedes schwarze Loch ist von einem Ereignishorizont umgeben, an dem die Zeit still steht. Das tut sich in unserer Welt niemals - selbst wenn wir es uns oft wünschen.
Autor: Ernst Peter Fischer· 3 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (3)
"auf ihre methodischen Grundlagen besinnen und Experimenten den Vorrrang einräumen."
Naja, ohne die Theoretiker, die sich mit den "spekulativen" Theorien beschäftigt hätten, wüsste man gar nicht, nach was am LHC suchen sollte. Theorie und Experiment müssen immer zusammenarbeiten - das eine vom anderen zu isolieren bzw Vorrang zu geben macht kaum Sinn.
Mal locker durch die Hse atmen, denn ohne die Theoretiker wüßte man ja nicht, wo die Nadel in dem Heuhaufen zu finden ist.
Dem ersten Teil des Blogs mag ich ja zustimmen, aber was soll diese Aussage bedeuten:
"Da braucht sich niemand Sorgen zu machen. Jedes schwarze Loch ist von einem Ereignishorizont umgeben, an dem die Zeit still steht."
So what? Wenn am CERN hinreichend große Schwarze Löcher entstehen würden, würden sie natürlich die Erde vernichten,. ungeachtet dessen, dass an ihrem Ereignishorizont die Zeit stillsteht. Der Satz liest sich ja so, als könne es keine Schwarzen Löcher geben. Oder wie ist er gemeint?