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06.07.09 · 09:57 Uhr
Funkende Falter, Risikoreiche Anti-Babypille, Forschung an Hirn-Computer-Schnittstellen
Kategorie: Medizin·Umwelt · Kommentare: 2
Die Monarchfalter - das ist bekannt - ziehen jedes Frühjahr von Mexiko nach Norden, wo sie Monate später die großen Seen Kanadas erreichen. Die dort schlüpfenden Tiere ziehen dann wieder zurück nach Mexiko. Dieser unter Biologen berühmte Zug kann nun bald detailliert verfolgt werden: dank miniaturisierten Peilsendern, die nur noch 0,2 Gramm schwer sind.
Die immer ausgereiftere Technik erlaubt neue Studien zur Wanderungsbewegungen von Tierarten. Aber die Anwendungen gehen weit darüber hinaus: es ist bspw. bekannt, daß bestimmte Vögel und andere Tierarten sehr früh mit speziellen bewegungsmustern auf herannahende Hurrikane oder auch Erdbeben reagieren. Dank der Peilsender könnte man solche Tiere als Frühwarner nutzen...
"Forscher versehen Insekten und Vögel mit winzigen Sendern. Die Tiere könnten bald via Satellit vor Seuchen und Hurrikanen warnen."
→ Weiterlesen: [Claus-Peter Lieckfeld | Süddeutsche Zeitung]
In der Schweiz steht die Anti-Babypille "Yasmin" in der Kritik. Ein junges Mädchen hatte im Zusammenhang mit der Einnahme des Kontrazeptivums eine Lungenembolie und massive Folgeschäden erlitten. Der Hersteller Bayer erklärt, daß es sich hier um einen extremen Einzelfall handeln könnte - Venenthrombosen und Embolien sind eine bekannte, wenngleich seltene Nebenwirkung von niedrigdosierten oralen Verhütungsmitteln. Nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sind in den letzten 9 Jahren sieben Todesfälle im Zusammenhang mit Yasmin registriert. In der Schweiz ermittelt nun die Medikamentenaufsicht...
"In der Schweiz untersucht die Arzneimittelaufsicht, ob die Antibabypille Yasmin nicht hinnehmbare Nebenwirkungen hat. Der Hersteller Bayer streitet ab, dass die Pille besonders gefährlich ist."
→ Weiterlesen: [Lutz Debus | taz]
3. Hirnforschung: Das Prinzip Hoffnung
An der Universität Tübingen beschäftigen sich Forscher mit der Entwicklung sog. Gehirn-Computer-Schnittstellen (Brain-Computer-Interfaces). Zielsetzung des Projekts ist es, gelähmten "locked-in"-Patienten die Kommunikation mit der Außenwelt zu ermöglichen. Die Tübinger Forscher sind auf diesem Gebiet weltweit führend. Niels Birbaumer, der Leiter des Instituts für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie berichtet im Interview über die Forschungen...
"Seit Jahren versucht Niels Birbaumer, die Gedanken von Patienten zu lesen, die sich nicht bewegen und nicht äußern können. Ein Gespräch über Medizin an der Grenze des Möglichen"
→ Weiterlesen: [Niels Birbaumer im Interview | Die ZEIT]
Bei 3vor10 gibt es jeden Tag, von montags bis freitags, drei ausgewählte Links zu Artikeln in wissenschaftlichen Blogs und Nachrichtenportalen.
Autor: Marc · 2 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Anti-Babypille· Biologie· Hirn-Computer-Schnittstellen· Hirnforschung· Katastrophenschutz· Medizin· Ornithologie· Risiken
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Kommentare (2)
Da in der Schweiz die Komplementärmedizin (sprich: Hokuspokus) ja nun offiziellen Status geniest, sollten die Schweizer vielleicht statt "Yasmin" eine homöophatische Anti-Baby-Pille basteln. Nach homöophatischer Lehre braucht man dazu eine kleine Menge von dem was man nicht haben will (=Baby) und verdünnt das ganze dann ad infinitum. Das sollte doch klappen oder?
Natürlich schreibt die taz auch nicht, ob das Mädel evtl. rauchte oder übergewichtig war. Dann erhöht sich das Risiko nämlich auch erheblich - aber man kann ja weder Zigaretten noch fast food vom Markt nehmen, und ach ja, dann könnte man das der "bösen Pharmaindustrie" ja auch nicht ankreiden...