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Ali Arbia hat in Internationalen Beziehungen am Graduate Institute of International and Development Studies in Genf promoviert. Er ist überzeugter Europäer, ein echtes Zoon Politikon und interessiert sich für fast alles ausser Sport (und selbst das manchmal).

US Wahlen '08

Vorschaubild für Wahlen08.pngBis zu den US Präsidentschaftswahlen am 4. November findet man hier News und die neuste Daten zu Umfragen von Pollster.com. Ich beabsichtige Artikel und Fundstücke zum Thema zu posten, die es nicht zum Blogeintrag schaffen ich aber beachtenswert finde. Das meiste wird wohl auf Englisch sein, ich werde mich bemühen auch deutschsprachige Links aufzunehmen. Die Karten weiter unten sind eingebettet und werden so ständig aktualisiert.

Kurz & Knapp: Berichte aus der Kampfzone

Video (04/11): Eine Umfrage in World of Warcraft zu den Wahlen: Ist Obama ein Druide und McCain ein Zwerg (via)?





Video (02/11): Ein wie ein Sportbericht gefasstes Video vom Economist. Ein Muss für alle, die den Wahlkampf in den letzten Wochen mitbeobachtet haben (via).



Umfragen (01/11): Ich habe in einem Post vor kurzem auf die ausgezeichnete Visualisierung des Rennens durch ein Balkendiagram auf pollster.com hingewiesen. Nun ist ein Update erhältlich und es sieht nicht besser aus für McCain.


Audio/Artikel (01/11): Sarah Palin behauptete in einem Radiointerview die Kritik in den Medien, dass sie eine negative Kampagne führen würde, sei eine Einschränkung ihres Rechts auf freie Meinungsäusserung. Ein Kommentator wies darauf hin, dass ihre Kritik dann in der gleichen Logik eine Einschränkung der freien Meinungsäusserung für die Medien ist. Vielleicht sollten wir überhaupt aufhören zu kritisieren.


Umfragen (30/10): Mark Blumenthal von pollster.com entdeckt einen 'Hauch von Verkleinerung' im Vorsprung von Obama. Es scheint aber in erster Linie McCains Plus zu sein, dass den Abstand verkleinert, Obama blieb stabil. In den Wackelstaaten beobachten wir aber eher eine gegenteilige Bewegung. Die McCain Kampagne sollte sich daher nicht zu sehr an diesen Strohhalm klammern.


Zitat (30/10): McCains Umfrageanlytiker sagte gemäss der New York Times in einem internen Memo: "Ich glaube dass die Wahlbeteiligung ein Niveau erreichen wir, wie seit den Wahlen von 1960 und 1968 nicht mehr. Auf heutige Massstäbe übertragen, könnte das bedeuten, dass die 130 Millionen Grenze and wählenden überschritten wird! Es gibt schlicht kein Model, welches ansatzweise weiss oder vorhersagen kann wie ein solches Elektorat zusammengesetzt ist." Ich verdächtige mehr ein Motivationsschreiben als echte Zweifel.


Artikel (26/10): Spannungen in der McCain Kampagne kommen an die Oberfläche. Vor allem Vizekandidatin Palin scheint sich mit einigen Leuten zu überwerfen. Berater beklagen sich, dass sie eine 'Diva ist, die von niemandem Rat annimmt'. Politico berichtet wiederum, dass einige der Meinung sind, sie soll als Sündenbock vorbereitet werden und dass das Problem sei, dass sie zu sehr an der kurzen Leine gehalten wurde.


Artikel (24/10): Die Spekulationen um die Garderobe von Sarah Palin gehen weiter. Da es nicht um ästhetische Fragen geht, die bei weiblichen Kandidaten mit Vorzug diskutiert werden (übrigens fand ich McCains Krawatte bei der zweiten Debatte schrecklich!), ist die Diskussion legitim. Die selbsernannte 'Hockey Mom' die so gerne zu und ausschliesslich mit 'Joe Sixpack' spricht ist vermutlich zusammen mit ihrer Familie für 150 000$ eingekleidet worden. Nicht gerade wenig, in Mitten einer Finanzkrise wenn man als 'gewöhnliche Frau aus dem Volk' gesehen werden möchte. Das Wahlkampfkomitee der Republikaner hüllt sich in Schweigen da es sich um eine 'strategische Frage' handle.


Video (24/10): Überzeugt du wärst die beste Kandidatin, der beste Kandidat? Hier deinen Namen eingeben und feststellen wieviel Unterstützung man im Volk besitzt (vielen Dank an Marc via).


Artikel (24/10): Die New York Times unterstützt wenig überraschend die Kandidatur von Obama. In den Vorwahlen unterstützte sie bei den Republikanern John McCain, meint jetzt aber er hätte seine letzte Glaubwürdigkeit verspielt.


Artikel/Video (21/10): Die Trickfilmserie Family Guy, die nicht in erster Linie durch Understatement und Subtilität bekannt wurde und dessen Macher Obama unterstützt, hat wieder ein Skandälchen produziert. In einer der letzten Folgen reist man in das Polen des Jahres 1939. Einer der Charaktere entdeckt an einer von ihm übernommen Nazi-Uniform einen 'McCain-Palin' Button dass er mit der Aussage 'Weird' ('Schräg') kommentiert (das Video konnte ich auf die Schnelle nirgends finden, da es bei YouTube nicht mehr erhältlich ist Gefunden und unten verlinkt). Ein Fall von Reductio ad Hitlerum?

Das Video kann hier betrachtet werden (ich konnte es leider nicht einbetten).

Artikel (21/10): McCain wirft selber zwar keinen Dreck mehr, aber man kann sich den Eindruck nicht erwehren, dass ein gewisser latenter Rassismus angesprochen werden soll. So wurde in Florida ein unhübscher Flyer verteilt. Ein gefährlich dreinblickender Obama auf dunklem Hintergrund und einem Text den ihn 'näher beim Verbrechen als der Polizei' situiert.

Artikel (20/10): In einem langen Artikel diskutiert die New York Times die Geheimniskrämerei um den Gesundheitszustand der beiden Präsidentschaftskandidaten und deren Running Mates. Alle vier scheinen unübliche verschlossen zu sein, aber der von einem Arzt geschriebene Artikel ist wohl vor allem durch die Frage des Gesundheitszustandes von McCain motiviert (das grösste Fragezeichen zu Obama ist, dass er Raucher war oder eventuell noch ist). In Anbetracht von Palin als Ersatzfrau ist die Sorge um so verständlicher.

Video (19/10): Nach langem brodeln der Gerüchteküche war die echte Vize-Präsidentschaftskandidatin gestern in der Satire Show 'Saturday Night Live'. Der Auftritt war fade und mutlos und ich fand Sarah Palin wirkte verkrampft. Ich zweifle ob sie damit beweisen konnte, dass sie de fantastische Imitation von Tina Fey wirklich mit Humor nimmt.






Dazu gab es auch noch einen Rap bei dem Palin eigentlich nur als Statistin diente. Ich vermute mal, dass viel verhandelt wurde in den letzten Tagen (darum gab es solange keine Bestätigung des Auftrittes) und dass man nichts hat anbrennen lassen wollen indem man die Teilnahme inhaltlich auf ein Minimum reduzierte. Inhaltliches Minimum entspricht aber durchaus dem politischen Naturell von Gouverneurin Palin.





Artikel (17/10): An einer Benefizveranstaltung haben sich die beiden Kandidaten getroffen und sich gelobt und den Wahlkampf von der komischen Seite angepackt. McCain sagte er hätte sein Wahlkampfteam gefeuert und nun arbeite nur noch Joe der Klempner für ihn. Obama meinte sein Zweitnamen Hussein sei Suaheli für "That one". Mehr Sprüche und gegenseitige Lobhudelein sind bei der New York Times zu finden.

Blogeintrag (17/10): Joe der Klempner bleibt in den Schlagzeilen. Anscheinend besitzt er gar keine Lizenz um ein Geschäft zu eröffnen. Auch verdiente er nie wirklich soviel, dass er wegen Obamas Steuerplänen wirklich mehr Steuern hätte bezahlen müssen. Es stellte sich zudem heraus, dass er in der republikanischen Partei verwurzelt und verwandt mit Charles Keating ist, ein Name den John McCain wohl lieber nicht zu häufig hören möchte. Alles auch nachzulesen hier.

Links (16/10): Auch in Europa weiss man, dass man mit (polnischen) Klempnern gut Politik machen kann. In der gestrigen Debatte, brachte McCain den 'Klempner Joe' (Joe Plumber) ins Spiel. Eine an und für sich gute Idee um Volksverbundenheit zu demonstrieren aber vermutlich dann zum Schluss doch totgetrampelt durch ständige Wiederholung. Den Klempner gibt es übrigens wirklich und er heisst Joe Wurzelbacher. Ausserdem vermute ich, dass dieser Herr hier Zugriffszahlen auf seine Website kriegen wird, von denen er nicht zu träumen wagte.

Artikel (16/10): Im New Yorker findet sich ein interessanter Kommentar zur Negativität der Kampagnen. Er endet mit der Voraussage, dass McCains Kampagne als "Tragödie im aristotelischen Sinn" enden wird.

Video (15/10): Seit der Wahlkampf so richtig läuft, gehören zwei amerikanische Shows zu meinem täglichen Internetprogramm: Jon Stewart's Daily Show und der Colbert Report (ausgesprochen: 'Kolbär Ripor'). Der erste ist eine gelungen Mischung aus Polit-Kommentar und Comedy. Der Zweite ist ein Persiflage eines stellenweise schmerzhaft realistischen konservativen Talkmasters. Beide sind laut, frech und überdreht (und vielleicht im Stil kulturell etwas gewöhnungbedürftig für manche auf dieser Seite des grossen Teichs). Heute hat catta einen Clip aus der gestrigen Daily Show für diese Seite vorgeschlagen. Den verlinke ich hier gerne.

Als Zusatz findet man hier noch die letzten Auftritte von Obama, McCain, Biden (und Mangels Auftritt des Originals, der Palin Imitatorin Tina Fey, aber ohne Zusammenhang mit der Wahl) und ein Clip wo erklärt wird, warum McCain eigentlich der 'Black Guy' sei.





Jetzt aber cattas 10'000 McCainiacs:





Artikel (14/10): Chistopher Hitchens unterstützt Obama. Hitchens der sich mit seiner Unterstützung des Irakkrieges mit der Linken überworfen hat und sich selber als Ein-Themen-Wähler bezeichnet ("säkulare Demokratie oder religiöser Faschismus") schrieb eine für McCain vernichtende Kritik in Slate. Er hat schon mehrmals Obama als 'mutlos' kritisiert. Doch McCain scheint ihn noch weniger beeindruckt zu haben: Ihm 'fehle der Charakter' für das höchste Amt und Palin sei schlicht 'eine Schande'.

Artikel (14/10): Die Britische Times berichtet, dass sich McCain und Palin uneinig seien, wie aggressiv der Wahlkampf geführt werden soll. Könnte es sein, dass dies nur ein Ablenkungsmanöver ist, damit McCain um den es eigentlich geht, als Saubermann dasteht? Schliesslich wird weiterhin negative Werbung geschaltet.

Video (12/10): An eine Wahlkampfveranstaltung von Palin brachte ein Mann einen Plüschaffen (es ist wohl Curious George der schon auf einem T-Shirt für Schlagzeilen sorgte) der mit Obama angeschrieben war. Als er merkte das er gefilmt wurde, entfernte er den Namen und drückte den Plüschaffen einem unbekannten Kind in die Hand. Anscheinend haben sogar Rassisten ein schlechtes Gewissen.


Watch CBS Videos Online

Artikel (12/10): Die New York Times berichtet von Sorgen der Parteileitung bei den Republikanern. Man sorgt sich, dass die Zeit für McCain knapp werden könnte und dass er ohne klare Botschaft operiert (und ohne solche untergehen wird). Ausserdem dürfte die Tatsache dass Obama selbst in traditionellen roten Staaten Wahlkampf betreibt (noch dazu mit Erfolg) die Republikaner bei den gleichzeitig stattfindenden Erneurungswahlen des Kongresses schwächen. McCain ist nur halbherzig von der Anschuldigung gegen Obama abgerückt.

Daten (12/10): Eine weitere Website mit den letzten Statistiken auf der Basis einzelener Staaten und News. Interessant gerade um mit den Einzelstaaten Daten von pollster.com zu vergelichen (Dank an David Marjanović). Lesenswert auch der Artikel zum Bericht zu den Anschuldigungen gegen Palin wegen mutmasslichen Amtsmissbrauchs. Vermutlich wird das aber im Lärm um die Finanzkrise untergehen.

Video (11/10): Man könnte meinen die ganze Kampagne zerfällt. McCain kam unter Druck den agressiven Ton gegen Obama zu mässigen. Palin beschuldigte ihn mit 'Terroristen rumzuhängen' und beide wiederholten die suggestive rhetorische Frage "Wer ist eigentlich Obama?". Ziel war es wohl die rechtskonservative Basis zu mobilisieren. Nach Zwischenfällen wo im Publikum Zwischenrufer "Kill him" schrien, der Erwähnung des Namens Obama Buhrufe provozierte und ein Afro-Amerikanischer Kameramann mit "Boy" angesprochen wurde, hat das McCain Team offensichtlich beschlossen, dass dies keine gute Presse macht. McCain hat den Ton ehrenhaft geändert aber sein Publikum scheint dies nicht immer zu goutieren (Dank an Student_b für den Hinweis). Ich krieg Gänsehaut bei sowas.

Bild (11/10): Während der letzten Debatte hat McCain mehrmals einen 3 Millionen Dollar Projektor erwähnt, den Obama einem Observatorium in Chigaco sozusagen zugescheffelt habe. Dieser 'Overheadprojector' scheint doch etwas mehr als ein simpler Lichtraumprojektor zu sein. Hier findet man Fotos von diesem beeindruckenden Gerät.

Link /11/10): Wie motiviert man Wählerinnen und Wähler. Zum Beispiel mit ungewöhnlichen E-Cards. Nichts für Leute die Probleme mit einer etwas groben Sprache haben. Eine Kostprobe: Voting is the perfect way to not feel like an asshole when someone asks if you voted

Bild (11/10): Witziges Anti-Palin Protestplakat in Anlehnung an ihr Bonmot zu Russland. "I can see the end of your political career from my house"


Umfragen (via pollster.com)

Staat für Staat

Nachtrag: Es werden 270 Elektorenstimmen für einen Sieg benötigt. Diese werden normalerweise vollständig dem Gewinner in einem Staat zugschrieben und nicht proportional aufgeteilt. Dunkelrot sind Staaten mit einer klaren Mehrheit für McCain, hellrot mit Tendenz zu McCain. Dunkelblau sind Staaten die im Moment klar Obama bevorzugen und hell mit einer entsprechenden Tendenz. Gelbe Staaten sind im Moment zu knapp für eine Aussage.

Eine Zusammenfassung verschiedener Umfragen:



Nachtrag: Es handelt sich hier nicht um einen simplen 'Durchschnittswert' sondern um eine Regressionsanalyse


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