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Ali Arbia hat in Internationalen Beziehungen am Graduate Institute of International and Development Studies in Genf promoviert. Er ist überzeugter Europäer, ein echtes Zoon Politikon und interessiert sich für fast alles ausser Sport (und selbst das manchmal).
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21.04.09 · 09:12 Uhr
Die Schweiz ist Europameister, zumindest was Masernfälle betrifft
Kategorie: Medizin · Kommentare: 6
Seit zwei Jahren versendet die Universität Genf eine E-mail an alle Studenten, mit der Aufforderung den eigenen Impfschutz gegen Masern zu überprüfen. In der Schweiz gibt es ein Masernproblem und hier in Genf war anfangs Februar gar ein Todesfall eines jungen ungeimpften Mädchens zu beklagen. Aus aktuellem Anlass eine kleine Erinnerung an die Impfgegner und -kritiker was ihre Kampagne für Konsequenzen haben kann.
Die Schweiz versucht einer Masernepidemie Herr zu werden, die sei November 2006 die Eidgenossenschaft heimsucht. Es wird unter anderem auf eine bessere Durchimpfung der Bevölkerung gedrängt. Die Schweiz hatte 2007 und 2008 die meisten Masernfälle pro Kopf in Europa zu verzeichnen. Die zuständigen Behörden versuchen nun durch erstmalige Teilnahme an der europäischen Impfwoche auf das Problem aufmerksam zu machen und eine nationale Strategie auszuarbeiten (das Gesundheitswesen ist in der Schweiz zu bedeutenden Teilen eine kantonale Kompetenz). Man strebt eine Impfrate von 95% (ab 2 Jahren) an. Im Moment steht die Schweiz bei 87% (je nach Kanton ist die Rate von 95% erreicht oder gar auf nur 73%).
Quelle: Bundesamt für Gesundheitswesen, Schweiz
Wer den Leuten Angst macht wegen Impfungen sollte sich den Konsequenzen bewusst sein. Die grosse Masse der Bevölkerung stützt sich auf Meinungen von echten und leider all zu oft vermeintlichen Experten. Sie sind häufig nicht in der Lage plausible medizinische Behauptungen von weniger plausiblem zu unterscheiden und darauf basierend eine Risikoeinschätzung zu machen. Wenn man nachfragt, erzählt niemand etwas von Adjuvans aber man hört Geschichten von Autismus und Pharmaverschwörung.
Darum soll es hier auch nochmals erwähnt sein: Es handelt sich nicht um eine harmlose Krankheit. Kinder aus einem vagen Misstrauen heraus nicht zu impfen ist verantwortungslos (auch wenn man das Gegenteil meint). Wenn ein zu kleiner Teil der Bevölkerung geimpft ist, kann sich das Virus einfacher verbreiten. Man gefährdet also nicht nur sich (und/oder seine Kinder) sondern auch andere. Meine lieben Miteidgenossen: Holt euch eure Impfung und impft eure Kinder, bevor ihr jemanden auf dem Gewissen habt!
Autor: ali· 6 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Trackbacks (1)
Eine vorgetäuschte Impfkampagne der CIA und der angerichtete Schaden · zoon politikon · 28.07.11 · 20:24 Uhr
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Kommentare (6)
Die miserablen Impfraten gehen zu einem nicht geringen Teil auf die SKS-Broschüre der Ärzte Albonico(Schweiz) und Hirte(Deutschland) zurück.
Hier ist eine Replik auf darauf:
http://www.saez.ch/pdf/2005/2005-25/2005-25-777.PDF
Rate mal, welcher anthroposophische Allgemeinarzt direkt neben Beda Stadler bei der NZZ bloggt?
http://www.nzz.ch/blogs/nzz_votum/hansueli_albonico_19.134035.html
Wenn die Masern nicht so verdammt ansteckend und gefährlich wären, könnte man die ganze Sache gelassener angehen.
Das hier ist original anthroposophische Impfgegnerpornografie:
Ich erinnere mich auch an die masernkranken Kinder in unserer eigenen Fami-|lie. Alle vier waren recht schwer krank, lagen mit hohem Fieber und rotfleckigem Ausschlag in ihren Bettchen, wollten möglichst nicht gestört sein, sich aber gleichzeitig umsorgt und geborgen wissen. Es lag stets etwas Würdiges und Feierliches im Kranksein dieser Kinder. Man spürte: jetzt geschieht etwas Wesentliches. Und diese Stimmung liess mich erleben, dass Kranksein nicht nur von seinen physischen Äusserungen her beurteilt werden darf, sondern auch Ausdruck eines geistigen Geschehens ist. Es war für mich in solchen Augenblicken am Krankenbett schlicht unvorstellbar, dass das vor mir liegende Kind nicht auch Bezug zu einer geistigen Welt hat, aus der es bei Empfängnis und Geburt hervorgegangen ist, und zu welcher es bei seinem Tode zurückkehren wird. Es wurde mir klar: Kinderkrankheiten sind Grenzerlebnisse.
(Dr. med. Hans Ulrich Albonico
Gewaltige Medizin
Fragen eines Hausarztes zur Immunologie, zu den Impfungen gegen Kinderkrankheiten, zu AIDS und zur Gentechnologie, S.52)
Ein AIDS-Rethinker (blau) ist er natürlich auch noch:
http://rethinkingaids.info/quotes/rethinkers.htm
"Hansueli Albonico. MD, Langnau, Switzerland"
@Sil
Mmh. Den Beitrag wollte ich eigentlich erst morgen veröffentlichen. Da hab ich mich verklickt. Er war eigentlich meine Vorlage für einen Post wo ich mir ebenfalls Morgen den Herren Albonico vornehmen wollte. Dessen skurrilen Ansichten scheinen ja weit herum bekannt zu sein. Niemand sagt was. Seltsam, seltsam.
Masern ist ein europäisches Exportprodukt-grauenhaft.
Die Schweiz hat bereits ca 700 Fälle in diesem Jahr- im Vergleich dazu Gesamtamerika 2008 gesamt 193 Fälle bei 903 Mio Einwohner.bricht man das auf die Bewohnerzahl Schweiz (7,3 Mio) oder Ö (8,4 Mio) herunter wären das 1-2 Fälle- pro Jahr
Ausbruchszentren sind immer wieder anthroposophische Schulen so letztes Jahr ja auch in Österreich, regelmäßig sind mehr als 95% ungeimpft.
Alle Länder Europas haben sich zur Masernelimination bis 2010 verpflichtet.
Elimination bedeutet weniger als 1 Fall pro Mio Einwohner.
In DE hatte ein ungeimpfter 11 jähriger in einer Kinderarzt Ordi 6 andere Kinder angesteckt, davon 3 Säuglinge 2 davon haben jetzt SSPE (eine Masernspätkomplikation) und werden sterben. Was sagen Impfgegner dazu?
Ist das Mord, ist das Körperverletzung? Eine HIV pos Sängerin mit ungeschütztem GV wird ins Gefängnis gesteckt- den Eltern des 11 Jährigen passiert nichts? Ist das ok? Istd der damals 11 jährige informiert, dass er per Maserninfektion 2 Menschen unter die Erde gebracht hat?
Virenschleudern sind gefährlich für ungeimpfte, nicht erfolgreich geimpfte und für Personen die uA durch Immunsuppression ihre Immunität verloren haben., sowie für Personen die aus med Gründen nicht geimpft werden dürfen.
Im übrigen haben Kinder nach Kinderrechtskonvention (Art 24) das Recht auf höchstmögliche Gesundheit- die wird uA durch Impfungen erreicht.
In der Kinderheilkunde wird der Begriff Kindesmisshandlung in verschiedene Gruppen gegliedert. Eine davon ist Vernachlässigung, darunter fallen auch nicht Geimpfte Kinder und unzureichend geimpfte Kinder. Ungeimpfte Kinder sind vernachlässigte Kinder- nur anthroposophische Kinderärzte ignorieren beharrlich, dass sie Beihilfe zu Kindermisshandlung leisten, wenn sie nicht lt Impfplan impfen.
Also ob man jetzt für oder gegen eine Impfung ist sehe ich ja noch diskutabel, aber eine Krankheit MEINES Kindes als quasi als ein positives Erlebnis zu sehen grenzt für mich an Kindesmisshandlung. Das sind dieselben Menschen die immer noch meinen, dass man Kinder verprügeln sollte um 'bessere' Menschen aus ihnen zu machen.
Darüber kann man - leider alle Jahre wieder bloggen...
@Ronny
Ein Wesensmerkmal der Anthroposophie ist, dass Krankheiten Abbild eines schlechten Karma sind, und dieses wiederum auf Missetaten in früheren Leben schliessen lässt. Da MUSS man Krankheit positiv sehen, denn wie sonst will man schlechtes Karma abtragen?
@ Ronny
liest man sich die Definitionen der Formen der Kindesmisshandlung beispielsweie in pädiatrischen lehrbüchern durch so ist nicht oder unzureichendes impfen Kindesmisshandlung.
Aus Fortbildung für Kinderärzte besonders die Tabelle anschauen
http://www.kindesmisshandlung.de/mediapool/32/328527/data/VN-KJA-2005.pdf
- köperliche Vernachlässigung ist eine Subgruppe der Kindesmisshandlung- und da steht
- keine oder unzureichende Impfungen jeweils aus
- Misstrauen gegenüber Medizinsystem
- Religiöser oder kultureller Einstellung
Trifft doch für Eltern mit anthroposophischer Weltanschauung genau zu-oder.
Und Ärzte sollten dazu nicht noch Beihilfe leisten.
Ungeimpfte Kinder sind vernachlässigte Kinder. Bei UNICEF gibts da noch einen Armutsvorbehalt- wenn sich die Eltern nicht leisten können ists keine Vernachlässigung- sollte in der EU regelmäßig aber nicht zutreffen.