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21.10.10 · 11:30 Uhr
Holocaust auf Youtube (Unterrichtsfilme)
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 11
Nach der Ankündigung zur Konferenz zum "Holocaust im Unterricht" Mitte November 2010 in Amsterdam habe ich gerade mal geschaut, welche besonderen Filme es zu diesem Thema auf Youtube gibt, die man auch im Geschichtsunterricht zeigen kann. Anbei meine Aufstellung mit vorerst fünf Beispielen, die in den kommenden Wochen optimiert und ausgebaut werden kann. Falls ein Film mehrere Teile hat, ist der 1. Teil direkt anklickbar. Bei Anregungen bitte einfach einen Kommentar schreiben.
Der Holocaust - Opfer, Täter, Tat - (1.Teil von 4)
Hölle Auschwitz (1/6)
Dr. Mengele (1/3)
Holocaust-Gedenktag: Benedikt XVI. in Auschwitz (2009)
US-Serie "Holocaust" von 1978 (1/59) - im Original
Autor: Christian Jung· 11 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (11)
Vielleicht man es Sinn einen Blick auf Adolf Eichmann zu werfen, der ein beachtliches Interesse am Judentum hatte und nach eigenen Angaben kein Antisemit war:
http://www.youtube.com/watch?v=OqbWOYO6bAg&feature=related
(und anderes)
MFG
Wb
Der Holocaust hat lange vor Auschwitz angefangen. Ein Beispiel von vielen, aus: Alpinismus im Hitlerstaat von Helmuth Zebhauser
http://www.rother.de/leseprob/8102.htm
http://www.wienerzeitung.at/Desktopdefault.aspx?TabID=3946&Alias=wzo&lexikon=Berge&letter=B&cob=7656
@Karl Mistelberger
Ohne irgendeines dieser Beispiele irgendwie klein reden zu wollen, ich würde eher sagen es waren die gezielten Vorbereitungen des Holocausts. Auch wenn der Antisemitismus weit verbreitet war und staatlich in verschärfter Form gefördert wurde, stießen gewaltsame Lösungen zwar nicht besonders stark auf Ablehnung, aber eben auch nicht auf eine flächendeckende Zustimmung, wie z.B. die Reaktionen auf die sog. "Reichskristallnacht" zeigen, die augenscheinlich unter der Erwartung der Regierenden blieb, trotz gleichgeschalteter Medien.Der Holocaust selbst wurde ja strengstens geheimgehalten. Auch wenn aufgrund der großen Anzahl der Mitwisser eine Menge durchsickerte, verschlossen viele ihre Augen, sei es aus Bequemlichkeit oder weil sie tatsächlich an ein solches Verbrechen nicht glauben konnten. Hitler und Konsorten war die Ungeheuerlichkeit schon bewusst, weshalb auch wohl Alternativen wie 'Madagaskar' erwogen wurden. Die eigentliche Durchführung wurde sehr schnell nach unten deligiert, ohne dass einer der Führer die Absicht hatte, sich einen Orden für den Holocaust anzustecken.
Selbst viele der (potentiellen) Opfer teilten die ungläubige Haltung, sogar bis nach der Einrichtung der Vernichtungslager.
Kurz zusammengefasst: Der exessive Antisemitismus, der vor der Wannseekonferenz ausgeübt wurde, sollte das 'Volk' in großen Bereichen für eine 'Endlösung' weichkochen. So wie eine Schraube, die man mit jeder Drehung weiter hineinbohrt.
...
@SST
Man darf nicht vergessen, dass die NSDAP nie mehrheitlich gewählt worden ist und sich die Sympathien in der Bevölkerung in gewissen Grenzen hielten.Viele fanden den NS-Staat mit ihrem Führer explizit nicht gut und...
hier widersprechen Sie sich auch ein wenig. Abgefragte Zeitzeugen wussten durchaus zeitnah von der Judenvernichtung, die in den Lagern stattfand. Sei es über Kontakte zu Leuten, die dort arbeiteten und trotz Verpflichtung zum Stillschweigen über die Sache zumindest teilweise redeten oder eben aus eigener Beobachtung: Nachts abgeholte Judenfamilien, die nie wiederkamen und irgendwo bleiben mussten, Lager, die immer und immer wieder angefahren worden sind, anscheinend ohne jemals voll zu werden, gerade im Osten, und die Rauchentwicklung, die in den Lagern durch das Verbrennen der Leichen entstand, war erkennbar und auch zu riechen. Im Nachhinein erinnerte sich niemand mehr gerne, gerade auch gegenüber offiziellen Stellen.
Wobei man dann bei der Kollektivschuldthese wäre, eine Kollektivschuld, die es bekanntlich nicht geben darf, die aber auch heute noch zwischen den Zeilen angefordert ist, vgl. auch den aktuellen Fall: http://www.google.de/#hl=de&q=%22Bundeszentrale+f%C3%BCr+politische+Bildung%22+Konrad+L%C3%B6w&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai=&fp=5ddfb7eb22bed821
MFG
Wb
Zum Abschluss sollte unbedingt dieses Video gezeigt werden, so sehen wahre Helden aus:
http://www.youtube.com/watch?v=GUoanho82H4
@Wb
Wiki ist bestimmt auch in dieser Frage nicht der Weisheit letzter Schluss, aber besseres ist mir in den letzten 40 Jahren auch nicht begegnet:
- Auf der einen Seite wird dort angegeben, dass zwischen 25 u. 40% der Bevölkerung konkrete Kenntnisse vom Holocaust hatten.
- Auf der anderen Seite schrieb Helmuth James Graf von Moltke 1943: "Mindestens neun Zehntel der Bevölkerung weiß nicht, dass wir Hunderttausende von Juden umgebracht haben."
Dieser Satz dort:
trifft ziemlich genau das, was ich ausdrücken wollte, wenn man es noch durch ein Nicht-Glauben-Können ergänzen würde.
Der Deutsche und Österreichische Alpenverein http://de.wikipedia.org/wiki/DuÖAV ist durchaus ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung gewesen, die Sektion Austria hat ihre Meinung klar geäußert : Im Jahr 1921 stimmen 98% der Mitglieder für Eduard Pichl: http://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Pichl Der ließ keinen Zweifel offen, wo es lang ging: http://de.wikipedia.org/wiki/Sektion_Donauland
Diese österreichischen Ideen waren Vorbild für die Entwicklung in Deutschland. Nach dem Anschluss wurden sie auch in Österreich konsequent durchgesetzt. Wenn Befragungen ein Nichtwissen andeuten, so ist das Wollen eine ganz andere Sache: Im Grunde genommen waren die Aktionen schon richtig und Details wollten viele nicht so genau wissen.
Eduard Pichl lebte noch über das Kriegsende hinaus und bei http://www.gustav-jahn.at/TourenGefaehrten.htm findet man die Textpassage:
Erwähnt werden muß auch Eduard Pichls Tätigsein als Funktionär: 1902 Präsident des ÖAK, ab 1921 jahrzehntelang Vorsitzender (Führer) der Sektion (des Zweiges) Austria und Begründer der Austria-Bergsteigerschaft. In diesem Kreis wuchsen namhafte Bergsteiger heran. Überblättern darf man Pichls weltanschauliches Wirken nicht. Er bezeichnete sich selbst als »einen der Hauptvertreter des deutsch-völkischen Gedankens«. Es kam zu unerfreulichen Auseinandersetzungen. Dennoch habe einer seiner härtesten Gegner anerkennend gesagt: »Pichl war ein großer Mann!«
Als er am 15. März 1955 starb, ließ er an seinem Grab in Goisern eine letzte Botschaft verlesen: »Ich blicke zurück auf ein langes Leben, und stünde ich am Anfang desselben, ich würde es genau wieder so leben wollen. Ich bereue nichts, ich grolle niemand und bitte, daß auch mir niemand mehr grolle. Es irrt der Mensch, solange er lebt!«
In der Gaststube der Wolayersee Hütte hängt heute noch das Bild "des großen Bergsteigers, der auch Wegbereiter des Nationalsozialismus gewesen sei", so der Kommentar dazu.
Eduard Pichl war ein bedeutender Wegbereiter von Auschwitz und des Holocaust.
In meinem Blog möchte ich keine Links auf rechtsextremistisch-völkische Seiten haben. Auch bitte ich darum, solche Beiträge nicht zu kommentieren. Auf dieser Unterseite und der Diskussion soll es um das Thema Holocaust auf Youtube und Möglichkeiten der Umsetzung im Unterricht gehen. Deshalb habe ich fünf Beiträge gelöscht.
Neues vom Auswärtigen Amt, aber eigentlich alte Hüte, denn mit ein bisschen Phantasie konnte man sich schon immer vorstellen, was da los war: Grund der Dienstreise: „Liquidation von Juden“
@wb
Die Deutschland befanden sich in der Novemberpogromnacht 1938 vom vom 9. auf den 10. im wundersamen Dornröschenschlaf oder auf Dienstreise.
wie sonst läßt sich sich eine bis heut andauernde kollektive Selbsthypnose erklären? E. Steinbach läßt grüßen.