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31.05.10 · 05:30 Uhr
Geplanter Mord ist immer problematisch
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 5
Unter dem Titel „Der perfekte Mord ist ungeplant" ist gestern in der NZZ am Sonntag (30. Mai 2010) ein interessantes Interview mit dem Kölner Kriminalbiologen und Buchautoren Mark Benecke erschienen.
(Foto: © Sybille Daden / Pixelio 2009).
Darin gibt der naturwissenschaftliche Kriminalist zu bedenken, dass Spuren eines Mordes zu fälschen, beinahe unmöglich sei, wenn man zum Beispiel an das sachgerechte Bestücken einer Leiche mit Fliegenmaden denke. So werde das menschliche Verhalten an sich bei Mordfällen zum größten Rätsel, wenn es sich um einen ungeplanten Mord handle. Trotz des wissenschaftlichen Fortschritts beispielsweise bei der Untersuchung und Zuordnung von DNA-Proben gelte es, auch mit Hilfe der Naturwissenschaften bei einem Tötungsdelikt ein Motiv herauszufinden, den zeitlichen und räumlichen Ablauf zu rekonstruieren und einen Profiteur der Handlung zu ermitteln.
Weiterlesen:
Interview in der NZZ am Sonntag (30. Mai 2010)
Website von Mark Benecke
Autor: Christian Jung· 5 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (5)
Ach, das ist viel zu wissenschaftlich.
Der "Perfekte Mord" ist ja schon erreicht, wenn der herbeigerufene (Haus-)Arzt eine natürliche Todesursache feststellt und die Leiche nicht in der Pathologie landet.
Das soll wohl - aufgrund mangelnder pathologischer+forensischer Kompetenz niedergelassener Hausärzte - häufiger vorkommen, als man gemeinhin denkt.
PS: Rein semantisch wäre jeder Mord, der zum Tode des Opfers führt, ein perfekter, weil vollendeter.
@Sascha
;-)
Das soll auch so, ist politisch ausdrücklich gewollt. Um insgesamt Geld zu sparen, die Bevölkerung nicht zu beunruhigen, etc.etc. pp.
Es war noch nie einfacher schnell zu erben, wie derzeit.
genau, nur nicht an zu wenige Verschwörugen glauben...
... oder an Herzversagen oder an Patellafraktur (mein heimlicher Favorit) als primäre Todesursache *lol*
Hat sich ansonsten etwas getan bez. bundeseinheitlichem Bestattungsgesetz? Vlt. gibt es ja jetzt auch mehr Geld an den Unis, statt Streichungen, gibt es für Studenten jetzt mehr als 10 Stündchen Ausbildung ... mit denen sie dann später als zur Leichenschau verpflichtete Ärzte, losziehen müssen?
Entkleiden Hausärzte bei der Leichenschau eigentlich immer noch lediglich zu ca. 1% ?
Was sagt denn die CDU zu den "unnötigen" Kosten der Nach-, bzw. Zweitschau? Die Forderung ist ja 2009 - wieder mal (zum wievielten mal ? - auf den Tisch gekommen.
https://ssl.kundenserver.de/interfafo.de/PDF/Gesetze/Schreiben%20der%20Bundesaerztekammer%20zur%20Durchfuehrung%20der%20aerztlichen%20Leichenschau.pdf
Aber der Eisenmenger ist schon auch so ein rechter VTler ;-) http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,300596,00.html
Ach ja, Nachtrag : in Sachen Qualitätssicherung sind wir zwischenzeitlich doch sicher auch schon wesentlich weiter gekommen? http://www.verbaende.com/News.php4?m=35836
" SZ: Aber ist es nicht ein Fortschritt, dass der niedersächsische Justizminister jetzt den "unerträglichen Zustand" anprangert?
Eisenmenger: Das ist seit Veröffentlichung der Münsteraner Studie 1997 so gut wie jedes Jahr passiert. Getan hat sich dadurch nichts."
http://www.sueddeutsche.de/panorama/ungeklaerte-todesursachen-tausend-unentdeckte-morde-1.196861