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31.01.10 · 16:15 Uhr
Den Klimawandel habe ich mir anders vorgestellt
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 32
Heidelberg am 31. Januar 2010. So viel Schnee hat es im Neckartal/Rheinebene schon lange nicht mehr gegeben...
Fotos: CJ 2010
Autor: Christian Jung· 32 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (32)
ist doch klar, kalte Winter sind die Folge der Klimaerwärmung.
Wenn Sie sich vorgestellt haben, dass es aufgrund des Klimawandels nie irgendwo mehr kalte Winter geben wird, dann haben Sie schlicht eine falsche Vorstellung vom Klimawandel. So und jetzt verzieh ich mich, bevor wieder diese Klimawandel-Leugner-Trolle hier aufschlagen, die einen Datenpunkt frenetisch feiern, wenn er in ihr Weltbild passt und die restlichen 1000 verwerfen, wenn die denen nicht ins Konzept passen.
ojeoje
Sie haben Wetter mit Klima verwechselt ;-)
Damit locken Sie wahrscheinlich ein paar Leute an, die Ihnen schon erklären werden warum Sie so eine Aussage auf keinen Fall treffen dürfen.
Grüße
Alexander
Ich hatte gedacht, es schneit bei uns nicht mehr, Holland geht unter und innerhalb Europas beginnt eine weitere Völkerwanderung.
Die Headline ist doch absichtlich provokativ gewählt, oder? :)
Wetter != Klima .
Komisch, dass Prof. Latif auch kein Wetter und Klima trennt.
"Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben"
(Prof. Dr. Mojib Latif, April 2000)
Tja Ludmila,
als hätt ich´s geahnt.
;-))
@ Thilo Kuessner,
wow, 130 Jahre. Das lässt sich wohl nur mit 310 Jahren toppen ;-)
http://www.readers-edition.de/2010/01/26/310-jahre-meteorologische-messungen-in-und-um-berlin/
Und mit Humor stehen Sie wohl auch auf Kriegsfuss. Wie anders lässt sich Ihre Interpretation der Aussage von Christian Jung wohl sonst bewerten ;-)
Klimaforschung ist eine extrem unseriöse Wissenschaft. Der behauptete Zusammenhang zwischen CO2-Konzentration in der Atmosphäre und Langfristiger Temperaturerhöhung exisitiert schlichtweg nicht. Statt einzuräumen, dass keine verläßlichen Daten, insbesonders verläßliche Zeitreihen exisitieren, die auch nur einigermaßen zuverlässige Vorhersagen ermöglichen würden, werden mittels fadenscheiniger Computersimulationen pseudowissenschaftliche Klimaprognosen erstellt. Man sollte sich mal die Frage stellen wie 10, 20 oder 30 jährige Klimaprognosen angesichts unkalkulierbarer Variablen möglich sein sollen, wenn die Wettervorhersage auch nicht mehr als 10 Tage vorhersagen kann. Meines erachtens hat auch noch nie jemand untersucht, ob angesichts chaotisch geprägter Vorgänge überhaupt mathematisch möglich ist, einigermaßen genaue Langfrist-Wetter-Klima-Prognosen zu erstellen (Gödel läßt grüßen). Meines Erachtens sollte die Deutsche Meteorologische Gesellschaft endlich einmal eine wissenschaftliche Stellungsnahme abgeben, in der klar gesagt wird, dass Klimaprognosen der reinste wissenschaftliche Humbug sind, selbst wenn sie auf irgendwelchen Supercomputern erstellt werden.
@ Ludmilla
Mit Klimawandel-Leugnern-Trollen hat dies nicht das geringste zu tun. Es geht vielmehr um wissenschaftliche Ehrlichkeit. Ich leugne nicht, dass zur Zeit die Gletscher schmelzen, jedoch hat dieser Prozeß schon vor der menschlichen Industrialisierung eingesetzt.
Du meine Güte, dieser Winter lädt nun wirklich dazu ein, ein paar Witze über den Klimawandel zu reißen. Ob die Witze dann auch gut sind, darüber kann man verschiedener Ansicht sein.
Ich glaube, hier ist jedem klar, dass extreme Einzelereignisse nichts mit einem Trend zu tun haben. Ein einzelner extrem heißer Sommer in Dt. wäre auch kein Indiz für eine Klimaerwärmung.
@ Alexander: lassen Sie Herrn Jung doch selbst antworten.
Thilo Kuessner·
31.01.10 · 17:39 Uhr
Einfach mal die vorhergehenden Kommentare lesen :-)@ SST: "Ich glaube, hier ist jedem klar, dass extreme Einzelereignisse nichts mit einem Trend zu tun haben."
Wir haben kein extremes Einzelereigniss, wir haben einfach nur Winter, passend zur Jahreszeit.
@Pink Panther
Na ja, nach den vielen milden Wintern hier im Norden, ist dieser schon eine Abwechslung. Immerhin ist es jetzt 13 Jahre her, dass sich Menschenmassen auf die Alster (Alstervergnügen) begeben konnten. In den vielen vergangenen Jahren hatte ich immer die Kinder bedauert, die ihren (Weihnachts-)Schlitten nur ein paar Tage hier einsetzen konnten.
Im übrigen bin ich ein Fan von Jahreszeiten und genieße daher diesen 'richtigen' Winter, trotz aller Einschränkungen (die Heizkostenrechnung hat ja noch Zeit).
Ha ha, sehr lustig. Du willst wohl die Ludmila ärgern. :-)
@ Urlich,
soll heißen Christian Jung wird von deinen Esowatch-Freunden verewigt?
Das mit der "Völkerwanderung" war Humor, da ich mir immer überlege, wohin die Holländer und Norddeutschen demnächst übersiedeln müssen, wenn der Meeresspiegel ansteigt. Aber Spaß beiseite: Seit Wochen höre ich besonders rund um "Kopenhagen" Klima-Horrormeldungen. Mal wird es wärmer, dann wieder soll es eine neue Eiszeit geben. Und nun - in meiner inneren Ratlosigkeit - schneit es im Neckartal/Rheingraben so heftig - wie noch nie in meinem bisherigen Leben!
Was sind Esowatch-Freunde?
Esowatch ist eine nette Seite, auf der die Umtriebe vieler Esoteriker festgehalten werden. Denn wie sich herausstellt, gibt es in der Szene viele Leute, die a) nen Vollschaden haben und/oder b) den Leuten mit Schwachsinn das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Damit man sich über diese Leute erkundigen kann (bevor man ihnen das Geld in den Rachen schmeisst), dafür gibts Esowatch.
Nun sind Leute mit einem Vollschaden nicht dafür bekannt, besonders rational zu handeln. Allerdings war für die Esowatchbetreiber von vornherein klar, dass ihre Tätigkeit Ärger geben wird, denn Aufklärung der Eso-Umtriebe schädigt direkt. Und wenns um Geld geht, dann wird sogar manchmal die Licht&Liebe-Fraktion garstig (vermutlich schneller als Leute, die ihr Geld auf ehrliche Weise verdienen).
Die sogenannten Klimaskeptiker (deren Bodensatz regelmäßig bei Georg von Primaklima aufschlägt) werden auf Esowatch ebenfalls mit wenig schmeichelndem Text bedacht.
Soviel zum Hintergrund der Geschichte. Übrigens zeigt schon der Post von Belzer, mit welchen Verdrehungen und Fehlern die "Klimaskeptiker" hausieren gehen. Zum Beispiel ist im Gegensatz zu Belzers Darstellung die Klimawissenschaft nicht einfach eine Wettervorhersage, die man sehr lange laufen läßt. Klima passiert auf viel längeren Zeitskalen als Wetter. Soweit ich das weiß, läuft eine Wettervorhersage im Prinzip so, dass man die Erde durch ein diskretes Gitter annähert mit Gitterpunkten, die im Bereich 10 Kilometer voneinander entfernt sind. Die Zeitentwicklung der Parameter auf diesen Gitterpunkten wird mit vielen gekoppelten Differentialgleichungen modelliert, und es ist bekannt, das solche Systeme dazu neigen, sehr empfindlich von den Anfangsbedingungen abzuhängen. Die Empfindlichkeit der Gleichungen ist höher als die Messungenauigkeit der Wetterstationen. In der Praxis sieht es dann so aus, dass verschiedene Simulationsläufe, die mit Werten die in der Messungenauigkeit liegen nach einigen Tagen weit auseinanderlaufen (können). Daher die notorisch ungenaue Wettervorhersage.
Klima passiert auf der Zeitskala von Jahrzehnten bis Jahrhunderten. Und da sind dann solche Einflüsse wichtig wie Sonneneinstrahlung im Jahresgang (im Winter ist es kälter, weil die Sonne tiefer steht), oder die Veränderung von Gaskonzentrationen in der Atmosphäre. Leute wie Georg gehen dann zum Beispiel dahin, wo man in die Vergangenheit der Atmosphäre schauen kann, nämlich ins ewige Eis, und versuchen, Parameter zu finden um a) das vergangene Klima zu rekonstruieren und b) Parameter zu finden, die mit dem vergangenen Klima korrelieren (Gaskonzentrationen). Natürlich spielt da noch viel mehr eine Rolle (Baumringe und andere Klima-Anzeiger). Es hilft auch, dass bei solchen langen Zeitskalen die Effekte des Wetters sich ziemlich gut rausmitteln, und eben andere Entwicklungen wichtig werden. Man kann das ganz gut mit Wasser vergleichen, welches eine schräge Glasscheibe hinunterfließt. Die einzelnen Ströme werden sehr stark und unvorhersehbar mäandern, aber wir wissen, dass das Wasser am Ende unten ankommen wird.
Na toll... da kann ich morgen wieder durch den Tiefschnee nach Schwabenheimerhof radeln.
Mit Gödel hat das nun wirklich nichts zu tun ...
@ Christian Jung,
Esowatch ist ein Internet-Mobbing-Portal mit dem Ziel der maximalen Rufschädigung.
So wird z.B. der ehemalige ScienceBlogs-Autor Peter Artmann auf Esowatch gezielt gemobbt, weil er hier auf ScienceBlogs nicht GWUP-linientreu gebloggt hatte.
http://esowatch.com/ge/index.php?title=Peter_Artmann
Auch zahlreiche Wissenschaftler werden auf Esowatch Rufgeschädigt.
Prof. Dr. med. Claudia Witt, Prof. Dr. med. Dietrich Groenemeyer, Prof. Gerald Hüther
Prof. Hans-Peter Dürr und viele andere.
Esowatch verweigert seine Impressumpflicht um juristisch nicht belangt zu werden.
http://esowatch.com/ge/index.php?title=EsoWatch:Impressum
Der Server von Esowatch steht im Ausland und entzieht sich somit jeder rechtsstaatlichen Verfolgung. Ein vorgehen wie es häufig bei Internetkriminellen zu finden ist.
Kurze Anmerkung der ScienceBlogs-Redaktion: Dieses Statement von Kommentator "Pink Panther" ist ausgemachter Blödsinn. Die Website "Esowatch" steht in keiner Verbindung zu ScienceBlogs.de, auch von einer GWUP-Linientreue zu sprechen, ist herbeiphantasiert. Weitere falsche Tatsachenbehauptungen in diesem Zusammenhang werden von mir umgehend gelöscht. | Marc Scheloske / ScienceBlogs
@PP: "Der Server von Esowatch steht im Ausland und entzieht sich somit jeder rechtsstaatlichen Verfolgung. Ein vorgehen wie es häufig bei Internetkriminellen zu finden ist."
Uh - ja. Die bösen ausländischen Server. Die sind echt überall. Das ganze Ausland ist voll damit! Dagegen sollte man echt was tun. Aber Scienceblogs ist der falsche Platz. Denn auch wir haben Server im Ausland. Scienceblogs.com z.B. hat Server in den USA. Und Sciencblogs.br welche in Brasilien. ;)
Und um wieder ernst zu werden: Esowatch mobbt nicht; Esowatch kritisiert. Natürlich mögen die Esoteriker keine Kritik also definieren sie sie als "Mobbing" und meckern rum. Aber die Aussagen bei Esowatch sind durch Quellen belegt, die jeder nachprüfen kann. Außerdem wissen wir eh alle, wer Esowatch betreibt: http://www.scienceblogs.de/diaxs-rake/2009/10/ich-betreibe-esowatch.php ;)
@ Florian Freistetter,
finden Sie es fair, wie Ihr ehemaliger ScienceBlogs-Kollege Peter Artmann auf Esowatch dargestellt wird?
@PP: "finden Sie es fair, wie Ihr ehemaliger ScienceBlogs-Kollege Peter Artmann auf Esowatch dargestellt wird?"
Ich kann in dem Artikel nichts finden, dass nicht den Tatsachen entspricht.
@an Alle: Danke für die Infos. Ich wollte übrigens nur mitteilen, dass es gerade unglaublich schneit und mich dies verwundert hat. Es war nicht beabsichtigt, mit den vier Bildern einen wissenschaftlichen Glaubenskrieg zu beginnen, von dessen Existenz ich vorher nichts wusste...
@ Christian Jung,
ich möchte Sie nur auf evtl. Kosequenzen aufmerksam machen, wenn Sie hier zu selbstbewusst wissenschaftliche Mehrheitenmeinungen in Frage stellen.
Ein möglicher "Tatsachenbericht" über Sie, auf dem Esowatch-Mobbing-Portal, würde einem Florian Freistetter nachträglich nicht leid tun.
@Pink Panther: Ich habe nichts in Frage gestellt. Was Esowatch ist, weiß ich jetzt. ;-)
Über den Klimawandel wird hier schon seit längerer Zeit ziemlich heftig diskutiert, veranschaulichen kann man sich das z.B. hier:
http://www.scienceblogs.de/weatherlog/2009/12/klimawandel-zitat-des-tages-prof-dr-mojib-latif-anno-2000.php
Die Debatte als einen Glaubenskrieg zu bezeichnen finde ich allerdings unangebracht, denn in der Wissenschaft geht es ja um Fakten und nicht um Glaube, wobei die Emotionalität der Debatte einen manchmal daran zweifeln lässt ; )
Um zur eigentlichen Frage zurückzukehren: Gibt es denn nun aktuelle Forschungsarbeiten zu Wanderungsbewegungen? Für einen Historiker ist das doch sicher ein spannendes Thema.
@Stan: Das war nicht so gemeint. Machen wir einfach Anführungszeichen vor "Glaubenskrieg". Ich habe heute aber schon eine Menge gelernt.
@Thilo: Stimmt, das wäre mal ein interessantes Thema. Mir sind aus historischer Sicht keine aktuellen Debatten/Bücher etc. bekannt. In der aktuellen Politikwissenschaft wird aber immer wieder über Krisenszenarien und die Reaktionen der Internationalen Beziehungen diskutiert, auch unter dem Gesichtspunkt des Klimawandels. Bisher ging es da eher um Wanderungsbewegungen in Afrika. Interessant finde ich aber in diesem Zusammenhang, dass es aus Deutschland heraus eine Wanderungsbewegung von gut ausgebildeten Menschen gibt. Vor einigen Tagen las ich, dass dies jährlich um die 200000 Menschen sein sollen. Für die Bevölkerungsentwicklung ist dies äußerst dramatisch, wird aber wenig diskutiert.
manchmal ist das bei einem Sb-Eintrag wie am Tresen: da gibt ein Wort das andere und schon geht's los. Oder einer bekommt was in den falschen Hals oder hat was missverstanden ...