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Profil

Ernst Peter Fischer studierte Mathematik, Physik und Biologie und promovierte 1977 am California Institute of Technology in Pasadena, USA. Im Jahr 1987 habilitierte er in Wissenschaftsgeschichte. Heute ist er Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Konstanz. Als Autor zahlreicher Bücher wie Einstein für die Westentasche (2005) oder Die Andere Bildung (2003) will er Wissenschaft spannend für jederman präsentieren. Als Wissenschaftsautor schreibt er für die Zeitschriften GEO, Bild der Wissenschaft und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

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Über das Blog

In den Jahren nach der Mondlandung und besonders nach dem Aufkommen der Gentechnik sind Personen, Parteien und Medien populär geworden, die die Naturwissenschaften oftmals wütend beschimpften und sich als Wissenschaftskritiker ausgaben. Doch das waren sie nicht. Sie waren nur Wissenschaftsverächter, die - ohne es zu wissen und zu merken - an dem Ast sägten, auf dem sie und unsere Gesellschaft seit Jahrhunderten sitzen. Ein Wissenschaftskritiker muss dasselbe Verhältnis zur Wissenschaft haben, das ein Literaturkritiker zur Literatur oder ein Theaterkritiker zum Theater hat. Er oder sie sollte die Sache selbst - die Literatur, das Theater oder die Wissenschaft - bewundern und vielleicht sogar lieben, um aus dieser Position heraus in der Lage zu sein, einzelne ihrer Hervorbringungen - eine Inszenierung, einen Roman, eine Untersuchung - abzulehnen und zu verwerfen oder hervorzuheben und anzupreisen. Solch eine Wissenschaftskritik fehlt uns. Mit diesem Blog soll ein Anfang versucht werden, der deshalb Wissenschaftsfeuilleton heißt, weil das Feuilleton der Zeitungen der Ort der Kritik ist. Auf den so bezeichneten Seiten müssen bzw. können aber nicht nur - zustimmend wie ablehnend - Werke oder Aufführungen kritisiert werden. Es ist auf ihnen auch möglich, allgemeine Kommentare zu Lage geben, wobei es stets gilt, einen kulturellen Bezug zu wahren. In einem Wissenschaftsfeuilleton gilt es folglich, stets einen wissenschaftlichen Bezug herzustellen, und wenn dies gelingt, kann dabei das erreicht werden, was der Autor allgemein anstrebt und was im alten Blog „Bildung" hieß. Bildung definiert sich durch das, über das Menschen reden, wenn sie die praktischen Fragen - Familienangelegenheiten, Ferienpläne, Einkaufslisten - erledigt haben und sich den Dinge zuwenden können, die aus sich selbst heraus lohnen. Es wäre gut für uns alle, wenn man dann auch einmal über Naturwissenschaftliches reden würde - über die Idee der Evolution ebenso wie über die Quellen künftiger Energie und die Möglichkeit eines nachhaltigen Verbrauchs von Ressourcen. Noch finden solche Gespräche zu wenig statt. Aller Anfang ist schwer, heißt es, aber durch das Blättchen - das Feuilleton - soll er leichter werden.
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