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Profil
Ernst Peter Fischer studierte Mathematik, Physik und Biologie und promovierte 1977 am California Institute of Technology in Pasadena, USA. Im Jahr 1987 habilitierte er in Wissenschaftsgeschichte. Heute ist er Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Konstanz. Als Autor zahlreicher Bücher wie Einstein für die Westentasche (2005) oder Die Andere Bildung (2003) will er Wissenschaft spannend für jederman präsentieren. Als Wissenschaftsautor schreibt er für die Zeitschriften GEO, Bild der Wissenschaft und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
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19.01.12 · 14:43 Uhr
Mein zweites Leben - langsam
Kategorie: Kultur · Kommentare: 8
Ich habe gestern knapp geschildert, wieso ich von einem zweiten Leben sprechen kann, das mir geschenkt worden ist und das ich führen darf, und dieses zweite Leben kann im Vergleich zu meinem ersten nur entschleunigt vonstatten gehen. "Du musst dein Leben ändern", wie Rainer Maria Rilke im Anblick eines großen Kunstwerks erfahren hat, wie aber auch anders entschieden werden kann. Ich muss mein Leben ganz konkret ändern, und ich habe mir fest vorgenommen, vieles langsamer zu machen und mehr Rücksichten zu nehmen. Das heißt in diesem Rahmen auch, daß ich mir vorgenommen habe, die Kommentare zu meinen Einlassungen zu lesen, und ich möchte an dieser Stelle betonen, wie sehr mich die freundlichen Aufmunterungen zu meiner gestrigen Ankündigung gefreut haben. Wirklich gefreut. Es ist schön, von Lesern zu lesen. Danke euch allen.
Autor: Ernst Peter Fischer· 8 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (8)
@Ernst Peter Fischer Es freut mich das es Ihnen besser geht, als sporadischer Leser dieses Blogs habe ich zwar mitbekommen, dass es hier ruhiger geworden ist, aber die Hintergründe blieben mir verborgen. Es freut mich um so mehr, zu lesen dass Sie jetzt auch Antworten auf Ihre Beiträge wahrnehmen und es würde mich noch mehr freuen, wenn es zu einem regen Austausch kommen würde.
Auch vom mir ein herzliches Willkommen!
Jedes Mal, wenn ich vor meinem Bücherregal stehe, genieße ich die Vorstellung, dass ich ja rein zufällig einigen der von mir geschätzten Autoren eines Tages irgendwo im richtigen Leben begegnen könnte.
Bei vielen, z.B. bei Ihrem Buchregal-Nachbarn Hoimar von Ditfurth, ist das leider nicht mehr möglich.
Wie dem auch sei… ich bin froh, dass Sie diesen lebensbedrohlichen Vorfall überlebt haben. Wobei - das möchte ich nicht verhehlen - dahinter der egoistische Wunsch steht, demnächst mehr von Ihnen lesen zu dürfen.
Weiterhin Gute Besserung!
Ich hatte gegen Ihr ... na ja ... arrogantes Überlesen der Kommentare nichts einzuwenden. Hatte irgendwie Stil, zeugte von einer interessanten Schrulligkeit. Aber wenn Sie das ändern wollen, soll mir das auch recht sein ;-)
Seltsam ist das. Als Kinder konnten wir alle "langsam". Die Tage waren endlos, wir hatten Zeit für sonderbare Beschäftigungen, sogar langweilen konnten wir uns.
@Joseph Kuhn Ja, seltsam, sonderbare Beschäftigungen und Langeweile, manche retten das immer wieder in das nächste Jahr und wieder in das nächste Jahr und... . Die meisten jedoch nicht. Und plötzlich kommt einem erst der Tag, dann die Woche, dann der Monat und dann das Jahr wie ein überlichtschnelles Neutrino vor. Leider sind wir Menschen nicht für diese Geschwindigkeit gemacht. Die Evolution ist noch nicht so weit und hinkt aussichtslos hinterher. Das einzige was uns bleibt, ist auf die Bremse zu treten oder auf die Strohballen zu hoffen. Halt, Stop! höre ich es aus nächster Ferne und gehe weiter...
Also - ich wohne in Heidelberg und verbringe die meiste Zeit jetzt zu Hause. Wo soll denn die zufällige Begegnung stattfinden? Übrigens - ich habe eine Autobiographie geschrieben und unter dem Titel "Die andere Leichtigkeit des Seins" bei einem Verlag abgegeben. Und demnächst erscheinen Bücher über Genetik "GENial" und Niels Bohr (eine Biographie).
Auch vom Webbaeren allerbeste Genesungswünsche!, man hat sich ja bereits ein wenig Sorgen gemacht als die Blogposts ausblieben...
Schön auch die Formulierung mit dem Sich-Vornehmen! - Wenn das Feedback missfällt, kann man ja schnell wieder auf Ignoranz umstellen, denn wir wollen mit Feedback alles mögliche tun, es nur nicht als Quelle des Ärgers nutzen.
MFG
Dr. Webbaer