Blog durchsuchen
Profil
Ernst Peter Fischer studierte Mathematik, Physik und Biologie und promovierte 1977 am California Institute of Technology in Pasadena, USA. Im Jahr 1987 habilitierte er in Wissenschaftsgeschichte. Heute ist er Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Konstanz. Als Autor zahlreicher Bücher wie Einstein für die Westentasche (2005) oder Die Andere Bildung (2003) will er Wissenschaft spannend für jederman präsentieren. Als Wissenschaftsautor schreibt er für die Zeitschriften GEO, Bild der Wissenschaft und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Letzte Einträge
- Platte Psychologie9 Kommentare· 08.02.12
- Provokation12 Kommentare· 02.02.12
- Im Halbschlaf10 Kommentare· 31.01.12
- Herz und Hirn43 Kommentare· 23.01.12
- Mein zweites Leben - langsam8 Kommentare· 19.01.12
Kommentare
- Markus Termin · 10.02.12 · 20:43 Uhr Platte Psychologie
- Sebastian R. · 04.02.12 · 12:08 Uhr Provokation
- Theres · 03.02.12 · 03:21 Uhr Im Halbschlaf
- BreitSide · 01.02.12 · 23:25 Uhr Herz und Hirn
- Webba er bak! · 24.01.12 · 09:23 Uhr Mein zweites Leben - langsam
Archiv
- Februar 2012
- Januar 2012
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Frühere Beiträge
« vorheriger Beitrag · nächster Beitrag »
18.02.10 · 08:11 Uhr
Und dafür wird man noch bezahlt
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Kultur · Kommentare: 3
"Und dafür wird man noch bezahlt!" - so hat ein Mitglied der Wiener Philharmoniker seine Memoiren überschrieben. Er wollte sagen, daß er für sein tolles Leben in dem tollen Ensemble eigentlich hätte zahlen müssen. Der Ästhetik Emeritus Bazon Brock vertritt eine ähnliche Ansicht. Viele wissenschaftlich tätige Menschen hätten so viel Freude am Vortragen und Schreiben, daß man dafür nicht sie, sondern die Zuhörer und Leser bezahlen sollte, die ihre Zeit opfern, um zu lauschen bzw. zu schmökern. Ein Problem mit dieser Umdrehung steckt darin, daß Rezipienten sich kaum vorbereiten, und meiner Ansicht nach wird man dafür - und nicht für die Performance - bezahlt. Aber damit sind wir beim nächsten Thema, das Brock kürzlich in einem Vortrag am Weimarer Nietzsche-Kolleg angesprochen hat. Er ist nämlich der Ansicht, daß die Wissenschaften (und die Künste) keine Probleme lösen, sondern sie generieren, und er hat offenbar zwei Stunden gebraucht, um das vorzutragen. Das Problem dieser These steckt in der Frage, was ein Problem ist. Brock meint sicher nicht Probleme der Art, wie sie jetzt Haiti hat. Er meint Fragen, die sich Forscher stellen, und sagt, daß Wissenschaft nie welche beantwortet, sondern nur neue stellt. Wenn ich das lesen oder hören muss, verschwende ich meine Zeit. Und dafür möchte ich tatsächlich bezahlt werden.
Autor: Ernst Peter Fischer· 3 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Kommentar schreiben
Top5
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Vahrenholts kalte Sonne, Svensmarks kosmische Strahlen und der KlimawandelAstrodicticum Simplex· 10.02.2012
- Die Praxis der "Alternativmedizin": Ein Insider berichtetKritisch gedacht· 08.02.2012
- Kein Platz für junge Wissenschaftler - Das Problem der fehlenden JuniorpositionenAstrodicticum Simplex· 31.01.2012
- Wie ich Wissenschaftler wurde und warum ich heute keiner mehr binAstrodicticum Simplex· 01.02.2012
Top5
- Vahrenholts kalte Sonne, Svensmarks kosmische Strahlen und der KlimawandelAstrodicticum Simplex· 10.02.2012
- "2012 - Keine Panik" - Das Buch zum WeltuntergangAstrodicticum Simplex· 30.01.2012
- Sonderrechte für Religiöse?blooDNAcid· 01.02.2012
- World Skeptics Congress 2012 in BerlinKritisch gedacht· 06.02.2012
- Die dunkle Materie ist keine ErfindungAstrodicticum Simplex· 07.02.2012
ScienceBlogs.com
- The Festival Recognizes Our First "Featured Fan"!The Festival will be here in April and we thought ...USA Science and Engineering Festival: The Blog· 11.02.2012 · 14:22 Uhr
- Great Plains Emerging Diseases ConferenceI ...Aetiology· 10.02.2012 · 14:25 Uhr
- Awful House transportation bill forgets that transit benefits drivers, tooThe House of Representatives Natural Resources Committee has approved what ...The Pump Handle· 10.02.2012 · 11:16 Uhr
- Independence Days Challenge Update #1I won't usually publish ID updates here but I did ...Casaubon's Book· 10.02.2012 · 11:02 Uhr
- Just in Time for Valentine's Day: The Science Behind the KissBy Larry Bock Founder and organizer USA Science Engineering Festival ...USA Science and Engineering Festival: The Blog· 10.02.2012 · 10:00 Uhr

Kommentare (3)
Ich finde, so ganz Unrecht hat er nicht. Schließlich werden durch eine gefundene Antwort oft genug auch neue Fragen aufgeworfen.
Das finden neuer Fragen ist für mich auch fast noch spannender als die Antwort auf bestehende Fragen.
"Er meint Fragen, die sich Forscher stellen, und sagt, dass Wissenschaft nie welche beantwortet, sondern nur neue stellt."
Aus seiner Sicht, die des Ästhetikers und Kulturwissenschaftler, stimmt es 100%ig. Wissenschaftler vertiefen ihr Spezifischen Wissen und bringen somit neue Facetten, Erkenntnissen etc. hervor, welche sine qua non neue Fragen hervorbringen. Das soll der Stoff sein mit dem Philosophen arbeiten. Leider ist dem nicht so.
Sicher beantworten Wissenschaftler praktische Fragen, aber die hat Bazon Brock nicht gemeint.
Die Zusammenfassung dieses Blogeintrags auf der Scienceblogs-Titelseite lautet:
Ich frage mich, ob Sie nicht in Ihrem Eintrag geau die beiden Begriffe, die Sie in der Zusammenfassung trennen, wieder vermischen?
Ich steheübrigens auf dem Standpunkt, dass Wissenschaft sehr wohl Fragen beantwortet (wobei dann interessant ist, wer diese Fragen stellt und warum) aber nur selten Probleme löst. Und natürlich sind viele Probleme, die wir heute haben, auf wissenschaftlich-technische Antworten zurückzuführen - meist Antworten auf Fragen, die sich die Wissenschaft selbst gestellt hat.