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Wissenschaft und ihre Faszination weiter zu geben, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen. Er ist Biologe und Wissenschaftsredakteur bei Wiedemeier Kommunikation und bereitet Wissen so auf, dass es verstanden wird.
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22.01.09 · 12:52 Uhr
Knöllchen gegen das Haushaltsloch
Kategorie: Politik · Kommentare: 1
Je schlimmer die finanzielle Situation der Stadtkasse ist, desto mehr "Knöllchen" werden geschrieben. Das ist scheinbar jetzt wissenschaftlich, statistisch bewiesen. Zumindest in der Pressemitteilung des Journals zur bald erscheinenden Ausgabe heißt es:
"Specifically, a one percentage point decrease in last year's local government revenue results in roughly a 0.32 percentage point increase in the number of traffic tickets in the following year," Garrett and Wagner write.
Nun ja, das erscheint nicht viel, mag man denken. Auch ein Autor sagt dazu:
That number may sound small, but it's a statistically significant correlation, the authors say.
Tja, wenn es eine statistisch signifikante Korrelation ist, dann... sagt das eigenlich nicht mehr aus als das, was es ist, eine Korrelation. Und, wenn sich die Stadtkasse wieder gefüllt hat, geht die Zahl der Knöllchen nicht zurück. Wie passt das in die Korrelation?
Das Paper kommt leider erst noch, so dass leider unklar bleibt, welche anderen Faktoren beachtet oder eben nicht beachtet wurden. Vielleicht deutet eine knappe Stadtkasse auch darauf hin, dass die Bürger unzufrieden sind (und weggezogen sind) und ihren Frust in aggressivem Fahrverhalten äußern? Oder die Politessen haben in den untersuchten 14 Jahren durch digitale Hilfmittel einfach eine steigende Effizienz?
Angesichts der Bankenkrise werden also jetzt mehr Knöllchen geschrieben, also theoretisch.
Autor: Chris· 1 Kommentar· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (1)
Nicht nur theoretisch, fürchte ich. Die Stadt New York kassiert jährlich 624 Millionen Dollar allein aus Strafzetteln fürs Falschparken; eine Steigerung seit dem Amtsantritt von Michael Bloomberg - der dafür eigens fast 800 Politessen und Hilfspolizisten eingestellt hatte - um 64 Prozent! Die Verkehrsbehörde macht damit sogar einen Profit (d.h. sie nimmt mehr ein, als sie insgesamt an Ausgaben hat). Alles nachzulesen hier, in der New York Times vom 27. November 2008: http://www.nytimes.com/2008/11/28/nyregion/28parking.html