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Wissenschaft und ihre Faszination weiter zu geben, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen. Er ist Biologe und Wissenschaftsredakteur bei Wiedemeier Kommunikation und bereitet Wissen so auf, dass es verstanden wird.
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Archiv Oktober 2008
30. Oktober 2008
Dr. House in der Vorlesung
Kategorie: Medizin · Kommentare: 18
Ging auch schon durchs Radio: Die Uni Marburg wird ihren Medizinstudenten mit Hilfe von Dr.House Folgen die Vorlesungen schmackhafter machen. Die Folgen sind extrem gut recherchiert (besonders im Vergleich zu anderen Arztserien) und manch ein (fertiger) Mediziner mußte selbst schon nachschlagen,um den Wahrheitsgehalt der Prognosen zu überprüfen.
Jürgen Schäfer, der akademische Direktor der Uni Marburg über seine Motivation:
„Jede Diagnose muss immer wieder kritisch hinterfragt werden, denn ständig kommen neue Aspekte hinzu, und manchmal sind es gerade die kleinen Hinweise, die zu wichtigen Einsichten führen. Ich möchte den Studenten vermitteln, dass die Medizin so spannend sein kann wie ein Krimi."
Hingegen sollen die Studis sich aber lieber ein anderes Vorbild suchen:
„Natürlich ist Nettigkeit in unserem Beruf nicht alles, wer sich aber menschlich so daneben entwickelt wie House, der gehört hier nicht hin."
Hm, also die Herzlichkeit von Dr.Brinkmann & Co. und den Scharfsinn von Dr.House....
Ich warte immer noch auf einen CSI-Abkömmling, wo die DNA Sequenzierung nicht mit einer Tischtzentrifuge und einem Drucker in 10 min erledigt wird, sondern realistisch dargestellt wird...
Autor: Chris· 30.10.08 · 20:52 Uhr· 18 Kommentare
24. Oktober 2008
Tiefsee-Kino
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften
Passend zum letzten Nobelpreis zu GFP hier ein sehr, sehr cooles Video von den legendären TED-Konferenzen:
Autor: Chris· 24.10.08 · 16:04 Uhr· 0 Kommentare
PR, Ethik und Gesundheit
Kategorie: Medizin · Kommentare: 2
Zum Wochenende noch ein kleiner Linktipp:
Über PR, moralische Verpflichtungen und vieles mehr bei SpON.
Krankheiten, die es gar nicht wirklich gibt und nur für die Pharmaindustrie "erschaffen" werden ist keine neues Thema, aber an dem akuten Beispiel der Gebärmutterhalskrebsimpfung (was für ein Wort!) vielleicht sehr viel anschaulicher.
Leider vermischt der Artikel (zu) viele Themen und wirft noch eine Runde Schleichwerbung, Kriegs-Propaganda und Patent-Streitigkeiten in den Topf. Aber manches wird dennoch angeschnitten, was den meisten bisher vermutlich unbekannt war.
Autor: Chris· 24.10.08 · 15:44 Uhr· 2 Kommentare
20. Oktober 2008
Phobien unter sich...
Kategorie: Medizin · Kommentare: 2
Phobien sind zwanghafte/krankhafte Ängste und sehr verbreitet. Am bekanntesten ist sicherlich die Arachnophobie, die Angst vor Spinnen. In der Serie Monk werden ein paar weitere vorgeführt.
Hier ist eine (unvollständige) Liste von Phobien und deren Fachnamen.
Arachibutyrophobie beschreibt als Beispiel die Angst, das Erdnussbutter am Gaumen kleben bleibt, kannte ich auch noch nicht.
Aber nun genug der Einleitung:
Was passiert, wenn verschiedene Phobien aufeinander treffen?
Danke, Frank!
Autor: Chris· 20.10.08 · 11:20 Uhr· 2 Kommentare
16. Oktober 2008
Unis haben kein Geld
Kategorie: Kultur · Kommentare: 6
Das hatte Florian hier schon berichtet, weder um Forscher würdig zu bezahlen, noch um richtig für sich zu werben. Ein Beispiel dafür ist hier zu finden.
Was will mir Halle damit sagen? Bei uns lernst Du soviel, dass Dein Kopf platzt? Bei uns mutierst Du zum Conehead?
Gefunden bei der Suche nach Photoshop-Dohs
Autor: Chris· 16.10.08 · 12:50 Uhr· 6 Kommentare
15. Oktober 2008
Skurrile Forscher gesucht
Kategorie: Medizin·Naturwissenschaften · Kommentare: 3
Ein kleiner Linktipp:
Ein sehr unterstützenswertes Projekt: Wissenschaftler sollen einfach mal nach Lust und Laune forschen, wozu sie Lust haben, was aber nicht in die üblichen Raster passt und daher normalerweise nicht finanziert werden würde.
Je verrückter, desto besser. *seufz* Hätte es das doch schon früher gegeben.
Hier geht es zum Zeit-Interview.
Autor: Chris· 15.10.08 · 10:18 Uhr· 3 Kommentare
08. Oktober 2008
EdT: Biotechnica
Kategorie: Erkenntnis des Tages·Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Ich stehe hier gerade in der Internet-Lounge auf der Biotechnica, daher nur ein kurzes Posting:
Die Erkenntnisse des Tages:
-Glaskolben scheinen eine extrem hohe Anziehung auf bunten Inhalt zu haben. Quasi alles aus Glas, was hier zu sehen ist, ist voll mit vielen, bunten Fluessigkeiten.
-Alles ist automatisierbar, Roboter pippetieren, sortieren, ruetteln, drehen.....
-Man kann sich theoretisch einmal durch die Halle futtern, Weingummi in verschiedenen Varianten, Kekse & Co. an fast jedem Stand.
-Schueler werden von dem vorherigen Punkt magisch angezogen. Sie sammeln auch gerne Tueten, Kulis etc.
-Bullshit-Bingo ist auf einer Messe lustig. Moegliche Keywords: Innovation, DNA, Genomics, Proteomics, iRNA....
-Anzugsmode: Schwarz, grau, dunkelgrau, hellgrau, mausgrau, steingrau...
-einen kompletten Stand mit goldener Folie zu beziehen soll wohl edel aussehen, hinterlaesst aber einen anderen Eindruck (zumindest bei mir)
-eine ferngesteuerter Rochen mit 3m Spanweiten ist extrem imposant, wenn er durch die Halle schwebt... Auch haben wollen...
soviel erstmal dazu....
Autor: Chris· 08.10.08 · 15:32 Uhr· 2 Kommentare
03. Oktober 2008
Die Ig-Nobelpreise 2008
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 2
Nur kurz einen ersten Schwung der Ig-Nobelpreise 2008:
Biologie:
Flöhe von Hunden können höher springen als Flöhe von Katzen:
"A Comparison of Jump Performances of the Dog Flea, Ctenocephalides canis (Curtis, 1826) and the Cat Flea, Ctenocephalides felis felis (Bouche, 1835)," M.C. Cadiergues, C. Joubert, and M. Franc, Veterinary Parasitology, vol. 92, no. 3, October 1, 2000, pp. 239-41.
Medizin (in meinen Augen schon eher Wirtschaft):
Teure Placebos wirken besser als billige
"Commercial Features of Placebo and Therapeutic Efficacy," Rebecca L. Waber; Baba Shiv; Ziv Carmon; Dan Ariely, Journal of the American Medical Association, March 5, 2008; 299: 1016-1017.
Neuro-Medizin:
Amöben können puzzeln
"Intelligence: Maze-Solving by an Amoeboid Organism," Toshiyuki Nakagaki, Hiroyasu Yamada, and Ágota Tóth, Nature, vol. 407, September 2000, p. 470.
Wirtschaftswissenschaften:
Stripperinnen verdienen während ihrer Tage mehrweniger
"Ovulatory Cycle Effects on Tip Earnings by Lap Dancers: Economic Evidence for Human Estrus?" Geoffrey Miller, Joshua M. Tybur, Brent D. Jordan, Evolution and Human Behavior, vol. 28, 2007, pp. 375-81.
Chemie: Cola wirkt (nicht) als Verhütungsmittel
"Effect of 'Coke' on Sperm Motility," Sharee A. Umpierre, Joseph A. Hill, and Deborah J. Anderson, New England Journal of Medicine, 1985, vol. 313, no. 21, p. 1351. und
"The Spermicidal Potency of Coca-Cola and Pepsi-Cola," C.Y. Hong, C.C. Shieh, P. Wu, and B.N. Chiang, Human Toxicology, vol. 6, no. 5, September 1987, pp. 395-6. [NOTE: THE JOURNAL LATER CHANGED ITS NAME. NOW CALLED "Human & experimental toxicology"]
Bald soll auch noch ein Video der Verleihung folgen....
Autor: Chris· 03.10.08 · 20:30 Uhr· 2 Kommentare
02. Oktober 2008
Statistik und Kausalität - Brustkrebs
Kategorie: Medizin · Kommentare: 12
Traue keiner Statistik.... kennt jeder, den Spruch. Und heute habe ich ein weiteres, schönes Beispiel gefunden. Je schwerer ein Mädchen bei der Geburt ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit für Brustkrebs, hier der Artikel des Ärtzeblatts.
Die Körperlänge sei dabei allerdings relativ ungefährlich -> zeigt keine so ""deutliche"" Korrelation.
Die Daten beruhen auf 22.000 Brustkrebspatienten und 600.000 "gesunden" Frauen aus Industrieländern. Wenn die Patientinnen allerdings aus Erinnerung/alten Unterlagen selber ihr damaliges Geburtsgewicht angegeben haben, gab es keine Korrelationen.
Wie jetzt? Also am besten dafür sorgen, dass Geburtsgewicht und Größe nicht statistisch erfaßt werden, weil dann sinkt ja das Risiko für Brustkrebs?
Autor: Chris· 02.10.08 · 09:33 Uhr· 12 Kommentare
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