Blog durchsuchen
Profil
Wissenschaft und ihre Faszination weiter zu geben, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen. Er ist Biologe und Wissenschaftsredakteur bei Wiedemeier Kommunikation und bereitet Wissen so auf, dass es verstanden wird.
Letzte Einträge
Kommentare
- Mike | Harley Blog · 23.03.12 · 16:50 Uhr Alles wird anders
- Katzenlieb · 20.03.12 · 15:16 Uhr Kamera-Elefant
- Reiner · 14.01.12 · 08:01 Uhr Insel zum Selberbauen
- Dietmar Hilsebein · 29.11.11 · 22:45 Uhr Kiffen statt Kondome
- MasterBlaster · 09.11.11 · 10:14 Uhr Teslaspule und Gitarre
Blogroll
Kategorien
Archiv
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Mai 2007
- April 2007
- März 2007
- Februar 2007
- Frühere Beiträge
« vorheriger Beitrag · nächster Beitrag »
22.09.08 · 15:00 Uhr
Henner Ertel zum vierten und letzten Mal
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 7
Die ganze Vorgeschichte läßt sich hier, deswegen dann hier, hier, hier und auch hier nachlesen. Hier, bei den Scienceblogs haben wir hier, hier und hier darüber berichtet.
Es ist eine etwas größere und komplexe Geschichte geworden, mittlerweile.
Weil gerade scheinbar schon verschiedene Gerichtsverfahren zwischen unterschiedlichen Parteien laufen, werde ich versuchen, mich halbwegs neutral zu den 45 Seiten "Gegendarstellung" äußern, die man bekommt, wenn man das Formular ausgefüllt hat.
Es ist nicht einfach, sich durch diese 45 Seiten zu kämpfen.
Sehr emotional reagiert Henner Ertel auf die "Vorwürfe" seitens Zeit Wissen und der taz. Alles sei eine Kampagne, Verleumdung und Beleidigung. In vielen Abschnitten wird er aber selbst recht abwertend gegenüber den von ihm beschuldigten Journalisten/Redakteuren. (Vielleicht endet es ja in einem Vergleich, wer wen wie oft in welcher Weise beleidigt hat?)
Wenn ich den ursprünglichen Zeit Artikel auf eine Aussage beschränken müsste, dann wäre das vermutlich der Vorwurf, Herr Ertel ist kein "richtiger" Wissenschaftler, weil er seine Verfahren nicht offenlegt.
Es ist gibt wohl recht wenige Veröffentlichungen von ihm in gängigen Journals zu dem Thema. Und von Peer Review kann man bei P.M. und Men´s Health nicht wirklich sprechen.
In der Gegendarstellung beruft sich Henner Ertel auf seine Jahrzehnte-langen Studien für große Unternehmen wie Karstadt oder auch die Lufthansa. (Nebenbei hat er, so seine Aussage, schon damals den Untergang von Karstadt vorhergesagt.)
Wissenschaft lebt im Allgemeinen davon, seine Ergebnisse der Community vorzustellen, auf das diese weiter erforscht werden können. Deswegen gibt es unzählige Fachmagazine, die quasi die gesamte Themenbandbreite abdecken. Wenn nun ein Forscher meint, seine Entdeckung sei es wert, patentiert und geschützt zu werden, dann macht er es. Notfalls geht der Patentantrag nachts per Fax an die zuständige Kommission, wenn am nächsten Morgen ein Vortrag auf einem Kongress dazu gehalten wird. Ganz normaler Forschungsalltag.
Das Institut von Herrn Ertel ist mittlerweile aufgelöst worden, die verschiedenen Weltneuheiten werden in den nächsten Jahren als Hardware und Software auf den Markt kommen, von den neuen, ausgegründeten Firmen.
Herr Ertel sieht seine wissenschaftliches Wirken also in den Studien und zigtausenden Umfragebögen, die mit seiner Software ausgewertet worden sind. Das Resultat wird in den nächsten Jahren patentiert auf den Markt kommen.
Die Universität ist übrigens eine Länder-übergreifende, virtuelle Universität. Aber eigentlich legt er auch gar keinen Wert auf den Titel.
Zusammengefaßt hat er also nur einen etwas längeren Forschungsprozeß durchlaufen. Die Experimente liefen über Jahrzehnte und das "Produkt" kommt in den nächsten Jahren.
Aber das ist nur mein Eindruck nach Durcharbeiten der Gegendarstellung. Jeder möge sich sein eigenes Bild davon machen. Nicht, dass ich auch durch Weglassen bestimmter Daten einen falschen Eindruck erwecke...
Ich bin gespannt auf die Urteile der Richter. Mehr dazu vielleicht dann.
Autor: Chris· 7 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
Gegendarstellung· GRP· Henner Ertel· taz· Wissenschaftskommunikation· Zeit Wissen
Kommentar schreiben
Top5
- Liebe Piraten, lasst uns endlich vernünftig miteinander reden!Astrodicticum Simplex· 14.05.2012
- Risikowahrnehmung: Wenn man vor den falschen Dingen Angst hatAstrodicticum Simplex· 20.05.2012
- Dr. h.c. im Sonderangebot für 39 Euro[sic]· 14.05.2012
- Pi auf dem Einrad!Astrodicticum Simplex· 20.05.2012
- Die Erde dreht sich nicht um die Sonne...Astrodicticum Simplex· 12.05.2012
Top5
- Liebe Piraten, lasst uns endlich vernünftig miteinander reden!Astrodicticum Simplex· 14.05.2012
- Klimaschmock des Monats Mai 2012Primaklima· 20.05.2012
- Die kalte Sonne von Vahrenholt/Lüning: Le Trend, c'est moi!Primaklima· 16.05.2012
- Risikowahrnehmung: Wenn man vor den falschen Dingen Angst hatAstrodicticum Simplex· 20.05.2012
- Der NRW Wahlkampf - eine Analyse mit Noten.Primaklima· 14.05.2012
ScienceBlogs.com
- Doubt and other products: The National Toxicology Program's Report on Carcinogens, bad for whose business?by Elizabeth Grossman As it pursues its anti-regulatory agenda the ...The Pump Handle· 22.05.2012 · 16:39 Uhr
- Weekend Recap: My Annular Eclipse Expedition!A little more persistence a little more effort and what ...Starts With A Bang· 22.05.2012 · 00:11 Uhr
- Water, waterThis image has been going around the intertubes recently I ...A Few Things Ill Considered· 21.05.2012 · 22:59 Uhr
- To be or not to be? The Prevention and Public Health Fundby Kim Krisberg We will pay for this by taking ...The Pump Handle· 21.05.2012 · 15:19 Uhr
- An important revelation regarding Heartland Gate (global warming denialism)Peter Gleick has been cleared of faking a key memo ...Greg Laden's Blog· 21.05.2012 · 12:52 Uhr



Kommentare (7)
Schreibt er wirklich, daß seine Studien als HARDWARE auf den Markt kommen werden?
Nicht direkt die Studien. Er ist der Meinung, dass Herr Paulus (der Journalist) uU das Know-How ausforschen wolle. Denn das seien Weltneuheiten, die in nächsten Jahren als neue Hardware-Produkte und Software-Programme auf den Markt kommen....
Eigentlich wollten wir uns in Blogs nicht mehr äußern.
Da der Kommentar aber für Fairness spricht, folgende Anmerkungen und für einige aus anderer Sicht auch interessant.
Jeder, der sich in unsere Situation hinein versetzt, wird sicher nachvollziehen können, dass man dabei nicht emotionsfrei reagieren kann. Es war auch nicht unsere Absicht die div. Strafanzeigen, vor allem auch gegen die bis dato von uns sehr geschätzten Professoren einzureichen. Aber die Sache hat sich auch für uns so dramatisch entwickelt, dass uns keine andere Möglichkeit geblieben ist.
*) Alle, die es nicht glauben, die University of Neuroscience ist keine Briefkasten-Uni, sondern eine virtuelle Forschungsuniversität mit einer Universitäts A-Lizenz, die aber kein Lehrangebot macht. Über London laufen nur die verwaltungstechnischen Abwicklungen.
Aufgabe der Neuroscience ist, sie koordiniert weltweit div. Forschungsprojekte mit verschiedenen Instituten und Unternehmen. In den Neuroscience Instituten sind nur Wissenschaftler mit einem Fachhochschul- oder Universitätsabschluss tätig. Die Wissenschaftler arbeiten dabei aber in den Räumlichkeiten der Brandnet-Partner.
Parallel wird von der Neuroscience mein Lehrstuhlkonzept ALMA MATER MULTIMEDIALIS ausgearbeitet und voraussichtlich 2010 von mehreren Hochschulen angeboten.
Also ab 2009/I/II einfach mal auf die Neuroscience Seiten gehen und interessante Info`s abrufen. Ab 2009/III wird die Neuroscience weitere Wissenschaftler und Entwickler für verschiedene Forschungprojekte rekurieren.
Das Modell I: Mediziner, Psychologen u.a. beispielsweise mit einer eigenen Praxis werden in laufende weltweite Forschungsprojekte eingebunden und werden für diese Mitarbeit honoriert. Sie können sich im Rahmen der laufenden Forschungsprojekte dann weiter qualifizieren. Dabei sind sie Teil eines internationalen Netzwerks von Forschungsinstitutionen. Die Projekte werden alle von der Neuroscience finanziert.
Modell II: Wissenschaftler, kreative Erfinder und Entwickler bringen ihre eigenen Projekte ein, die dann von der Neuroscience finanziert werden.
Und die Namen der in der University of Neuroscience tätigen Wissenschaftler müssen vermutlich ebenfalls aus patentrechtlichen Gründen geheimgehalten werden?
Es ist gut zu wissen, daß In den "Neuroscience Instituten" nur "Wissenschaftler mit einem Fachhochschul- oder Universitätsabschluss" tätig sind. Sicher gehen Sie selbst gerne mit gutem Beispiel voran, was den Nachweis dieser Qualifikationen betrifft, und beantworten die folgenden Fragen:
1) Wann, an welcher Universität, bei welchem Betreuer, und mit welcher Abschlussarbeit haben Sie Ihr Diplom erworben?
2) Wann, an welcher Universität, bei welchem Betreuer, und mit welcher Abschlussarbeit haben Sie promoviert?
3) Wann und von welcher Universität wurden Sie zum Professor ernannt?
Die Antwort auf diese Fragen ist sicher genauso aufschlussreich wie Ihre Nichtbeantwortung an dieser Stelle.
@Peter
Hier
http://www.scienceblogs.de/wissen-schafft-kommunikation/2008/09/der-fall-henner-ertel-die-dritte.php
hat er auf die Frage nicht geantwortet...
Neues (für mich) zum Fall Ertel gibt es im Blog des Zeit-Chefredakteurs:
http://www.zeit.de/zeit-wissen/2008/06/editorial-newsletter