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Wissenschaft und ihre Faszination weiter zu geben, ist Beruf(ung) von Christoph Larssen. Er ist Biologe und Wissenschaftsredakteur bei Wiedemeier Kommunikation und bereitet Wissen so auf, dass es verstanden wird.
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14.01.08 · 09:05 Uhr
Umfrage: Wissenschafts-Nonsense in Filmen
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 5
Durch die Kommentare hier angeregt, möchte ich mal ne Umfrage starten.
Welche Szenen, welche Stunts oder ganze Filme regen Euch am meisten auf, weil sie wissenschaftlich vollkommen absurd sind?
Mein Favorit:
CSI, egal ob Miami, Vegas oder NY. Eigentlich ganz nette Unterhaltung, meistens. Aber sobald mal eben eine DNA-Probe untersucht wird, fängt es an. Das obligatorische Wattestäbchen wird abgeschnitten und in ein Eppi überführt. Aber dann entnimmt der oder die aus einem offen (!) rumstehenden Becherglas mit einer durchsichtigen Flüssigkeit (etwa 300ml !) mit einer Pipette ein wenig und entleert die Pipette in dem Eppi. Der (oder das?) wird fachgerecht verschlossen und in eine tolle Maschine gestellt. Allgemein bekannt als Tischzentrifuge. Im nächsten Schritt greift der oder diejenige dann zum Drucker, der eine fertige DNA-Sequenz und oder Verwandschaftsverhältnisse ausspuckt.
Warum hat die Sequenzierung des menschlichen Genoms eigentlich so lange gedauert? Die im Fernsehen schaffen das immer ganz schnell!
Natürlich ähnlich realitätsnah ist der andere CSI-Effekt, der aber auch schon in etlichen anderen Filmen zum besten gegeben wurde. "Oh, wir haben ein schwarz-weißes Bild aus Omas Zeiten, wir vergrößern mal (Faktor >1000) eben die Reflektion in der Iris vom Enkel und entziffern das Nummerschild des Autos was hinter der Kamera stand..."
Autor: Chris· 5 Kommentare· Permalink· Trackback-URL
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Kommentare (5)
Bee Movie - Das Honigkomplott
Im Gegensatz zum realen Leben sind in diesem Film alle Sammelbienen männlich.
Der tierisch verrückte Bauernhof.
Dort haben die Bullen Euter.
Au ja fein. Das ist was für mich! Ich bin ein Film-/TV-Junkie ;-)
"Day after tomorrow" - Wo sich kalte Luft aus der oberen Atmosphäre nach unten ergießt. (Haha, Nr.1) Warum sollte sie das tun und warum gibt es keinen Luftpumpeneffekt. Luft sinkt nach unten, Druck ist höher, Luft wird komprimiert und dadurch erhitzt.
Dann friert ALLES augenblicklich ein: Benzin, Helikopter, die gesamten Wassermassen im überschwemmten NY. Wo doch Wasser ein so guter Wärmespeicher ist. (Haha, Nr. 2)
The "Core" Nur ein Beispiel unter soooo vielen. Eine Fundgrube für Science-Trash, ehrlich ;-)
"Mikrowellen werden unseren Planeten grillen, wie diesen Apfel hier, weil das Magnetfeld fehlt."
Öh, Mikrowellen werden durch das Magnetfeld der Erde gar nicht abgehalten. Nur geladene Teilchen. Mikrowellen sind elektromagnetische Wellen wie das hungsgewöhnliche sichtbare Licht. Wenn die durch das Magnetfeld abgehalten würden, wäre es auf der Erde ständig duster.
"Mission to Mars": Die Astronauten, die aus ihrem Raumschiff aussteigen und dann mit einem Lasso (!) einen Marssatelliten einfangen.
Etc. pp. et infinitum. Sobald mir in neueren Filmen was auffällt, werde ich es bloggen...
Stürze durch Fensterscheiben.
Erst letzthin wieder in dem (absolut dämlichen) Sci-Fi Film "Die Insel" (The Island) gesehen.
Held plus Heldin fliegen mit einem Flugmotorrad (btw. der Held hat keine Ahnung wie man es fliegt, trickst aber locker mehrere professionelle andere Flieger aus) und fliegen mit vollem Tempo in die Glasfassade eines Hochhauses und auf der anderen Seite wieder raus.
Meine Erwartung:
-Tiefe Schnittwunden
-Mehrfacher Schädelbruch wegen Panzerglas
Im Film:
Nichts, keinen Kratzer.
ARRRGGH!!!
Nach dieser dümmlichen Szene (und dem nachfolgenden Sturz aus 50 Stockwerken die ohne Verletzungen überlebt wurden) musste ich abschalten.
Suspension of Disbelief, hah, unmöglich bei so etwas!
Eine meiner Lieblingsszenen in "Der Staatsfeind Nr.1": Will Smith (kann mich nicht mehr erinnern, wie der Typ heißt, den er da spielt) kauft in einem Dessous-Shop ein Geschenk für seine Frau, als ihm ein Datenträger mit brisanten Videobildern unbemerkt in die Einkaufstüte gesteckt wird. Die bösen bösen Geheimdienstler bemerken das lange vor Will Smith selbst, weil sie Bilder aus der Überwachungskamera des Ladens auswerten. Das Besondere dabei: Sie verwenden die Aufnahmen einer einzelnen Kamera und drehen deren Bild am Rechner dreidimensional(!), um auf der Rückseite(!!) der Einkaufstüte jene Ausbeulung zu bemerken, die der Datenträger erzeugt. Auch schön: In der letzten Szene des Films wird Will Smith auf dem heimischen Sofa von einer Überwachungskamera an der Decke gefilmt, deren Aufnahmen perspektivisch aber so wirken, als befinde sich das Kameraobjektiv direkt im TV-Gerät vor ihm.
Ich traue moderner Überwachungstechnik ja vieles zu, aber die Konstruktion räumlicher Bilder aus einer einzelnen "flachen" Perspektive heraus kann wohl nie Realität werden. Zum Glück für den Film wirkt wenigstens Gene Hackman als Ex-Agent richtig authentisch ;-)