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11. September 2009

Neuro-elektronische Schnittstellen: Wie weit darf die Medizin gehen?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Medizin  ·  Kommentare: 6

Im Film „Matrix" lädt sich die Figur Trinity das Wissen herunter, einen Hubschrauber zu steuern - über eine Schnittstelle direkt in ihr Gehirn. Das ist die Science-Fiction-Version dessen, womit sich Steffen Rosahl von der Neurochirurgischen Klinik Erfurt beschäftigt. Neuro-elektronische Schnittstellen sind Elektroden, die mit dem menschlichen Nervensystem verknüpft sind. Diese Technologie wirft ethische Fragen auf, die Rosahl beim Weltkongress der Medizintechnik in München 2009 darlegte.

Scienceblogs: Was ist auf dem Gebiet dieser Schnittstellen möglich?

Rosahl.jpgSteffen Rosahl: Amputierte etwa können damit künstliche Gliedmaße steuern. Dabei werden Elektroden auf der Haut aufgesetzt und mit der Spannung, die noch die vorhandenen Muskeln erzeugen, die Prothesen gelenkt. Es geht weiter zu den implantierten Prothesen im Nervensystem, mit deren Hilfe taube Menschen hören können.

Scienceblogs: Wie funktioniert das?

Steffen Rosahl: Die Rezeptoren für Geräusche sind bei manchen Patienten so gestört, dass sie nichts hören. Solange der Hörnerv aber intakt ist, kann man Elektroden damit verbinden. Diese Schnittstelle wird dann implantiert. Ein Mikrofon, das der Patient hinterm Ohr trägt, und ein Sprachprozessor im Kopf ersetzen die Rezeptoren. (vgl. dazu den Beitrag über Cochlea-Implantate.)

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Autor: ScienceBlogs-Redaktion· 11.09.09 · 17:00 Uhr· 6 Kommentare

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