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Alexander Gerber ist Informationswissenschaftler und Geschäftsführer des innokomm Forschungs-zentrums für Wissenschafts- und Innovationskommu-nikation (GmbH). Sieben Jahre war er bei Fraunhofer verantwortlich für die Kommunikation des IuK-Verbunds sowie Chefredakteur von InnoVisions. Von Hause aus Journalist, ist Alexander Gerber Fachbeirat Wissenschaft des DFJV und des HPC, Vize der TELI in Berlin, WPK-Mitglied und Vertreter in der Euroscience Working Group "Science Communication". Er ist Moderator des "Forums Ideen- und Innovationsmanagement" und Initiator der "Trendstudie Wissenschaftskommunikation".
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11. Dezember 2010
Don't just PUSH: 40 Delphi-Experten zur Zukunft der Wissenschaftskommunikation
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 9
Wie kann die Wissenschaft in Zeiten des Web 2.0 am besten überzeugen? Was fördert Veränderungsbereitschaft? Wurden Wirtschafts- und Medienkrise für Innovationen im Wissenschaftsjournalismus genutzt - investigativer, interaktiver, professioneller? Wie könnte eine gute Wissenschaftskommunikation auch bei Berufungen und Förderanträgen eine Rolle spielen? Solche Fragen diskutieren 40 der renommiertesten Experten im Rahmen einer Trendstudie, deren Ergebnisse ich heute erstmals in Mannheim präsentieren durfte.
In den folgenden Postings sind die 56 Thesen geordnet in 7 Themenkomplexe. Einfach mitdiskutieren, eigene Erfharungen einbringen:
= Zukunft der Wissenschaftskommunikation
= Akzeptanz als Kommunikationsziel?
= Wirtschaftskrise = Medienkrise?
= Wissenschaft als Prozess?
= PUS oder SUP?
= Wissenschaftsmedien und das Web?
= PR oder Journalismus?
500 Jahre nach Luther habe ich diese Thesen natürlich nicht an die Kirchentür geschlagen, sondern dachte mir, Slideshare sei da etwas zeitgemäßer... ;-)
Autor: Alexander Gerber· 11.12.10 · 10:47 Uhr· 9 Kommentare
30. November 2010
Zukunft der Wissenschaftskommunikation
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien
Selbstverständnis und Anforderungen an die Wissenschaftskommunikation haben sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt - vom Versuch einer wissenschaftlichen „Aufklärung" der Bevölkerung seit den 50ern über die Überzeugungsarbeit von „PUSH" in den 80ern bis zum vertrauensbildenden Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft seit den 90ern. Was kommt als nächstes, und worauf sollte die Wissenschaftskommunikation zukünftig ausgerichtet sein?
Meinungen gefragt:
Diskussion der Thesen, Forderungen und Empfehlungen von 40 Delphi-Experten
(Leitfrage 1/7) im Rahmen der Trendstudie Wissenschaftskommunikationpräsentiert am Di 30.11.2010 auf dem 3. Forum Wissenschaftskommunikation (Mannheim)
Die Grafiken geben an, wie viele der Delphi-Experten der jeweiligen Aussage vollständig [grün], großteils [hellgrün], teils [orange] oder gar nicht [rot] zustimmen.
Aktueller Stand n = 21 (40).
Autor: Alexander Gerber· 30.11.10 · 08:47 Uhr· 0 Kommentare
Akzeptanz als Kommunikationsziel?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 2
Als ein Ziel von Wissenschaftskommunikation wird immer wieder genannt, Verständnis und Akzeptanz für Wissenschaft in der Bevölkerung zu steigern. Ist das die Aufgabe der Wissenschaftskommunikation beziehungsweise ist sie dazu überhaupt in der Lage? Welche Zielgruppen sollte die Wissenschaftskommunikation dabei besonders ansprechen (z.B. bildungsferne Schichten, Kleinkinder, Abiturienten)? Und welche Maßnahmen sind dafür am besten geeignet (Emotionalisierung, Verführung, Science Center, Schülerlabore)?
Meinungen gefragt:
Diskussion der Thesen, Forderungen und Empfehlungen von 40 Delphi-Experten
(Leitfrage 2/7) im Rahmen der Trendstudie Wissenschaftskommunikationpräsentiert am Di 30.11.2010 auf dem 3. Forum Wissenschaftskommunikation (Mannheim)
Die Grafiken geben an, wie viele der Delphi-Experten der jeweiligen Aussage vollständig [grün], großteils [hellgrün], teils [orange] oder gar nicht [rot] zustimmen.
Aktueller Stand n = 21 (40).
Autor: Alexander Gerber· 30.11.10 · 08:46 Uhr· 2 Kommentare
Wirtschaftskrise = Medienkrise?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 1
Verschärft die Wirtschaftskrise die strukturelle Krise im Medienbereich? Verdrängt die Krise Wissenschaftsthemen von der öffentlichen und medialen Agenda? Oder führt die Krise zu Innovationen im Wissenschaftsjournalismus, etwa zu neuen Formaten, user‐generated Content oder Verknüpfungen von Journalismus und Open Access?
Meinungen gefragt:
Diskussion der Thesen, Forderungen und Empfehlungen von 40 Delphi-Experten
(Leitfrage 3/7) im Rahmen der Trendstudie Wissenschaftskommunikationpräsentiert am Di 30.11.2010 auf dem 3. Forum Wissenschaftskommunikation (Mannheim)
Die Grafiken geben an, wie viele der Delphi-Experten der jeweiligen Aussage vollständig [grün], großteils [hellgrün], teils [orange] oder gar nicht [rot] zustimmen.
Aktueller Stand n = 21 (40).
Autor: Alexander Gerber· 30.11.10 · 08:45 Uhr· 1 Kommentar
Wissenschaft als Prozess?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 2
Immer wieder wird darauf verwiesen, dass der Schlüssel zum Verständnis moderner Wissenschaft darin liege, deren Abläufe, Prozesse und Arbeitsweisen zu verstehen und nicht nur deren Ergebnisse. Wie gut gelingt es bisher, die Methodik wissenschaftlichen Arbeitens und Publizierens, beziehungsweise die Mechanismen eines Innovationsprozesses zu vermitteln? Ist dies überhaupt das Ziel von Wissenschaftskommunikation? Und wenn ja, welche Wege sind erfolgversprechend?
Meinungen gefragt:
Diskussion der Thesen, Forderungen und Empfehlungen von 40 Delphi-Experten
(Leitfrage 4/7) im Rahmen der Trendstudie Wissenschaftskommunikationpräsentiert am Di 30.11.2010 auf dem 3. Forum Wissenschaftskommunikation (Mannheim)
Die Grafiken geben an, wie viele der Delphi-Experten der jeweiligen Aussage vollständig [grün], großteils [hellgrün], teils [orange] oder gar nicht [rot] zustimmen.
Aktueller Stand n = 21 (40).
Autor: Alexander Gerber· 30.11.10 · 08:44 Uhr· 2 Kommentare
PUS oder SUP?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 2
Wissenschaftliche Einrichtungen klagen oft darüber, sie würden in der Öffentlichkeit missverstanden oder unzureichend gewürdigt. Wo liegt das Problem: bei einem „Public Understanding of Science" (PUS) oder eher beim „Scientist's Understanding of the Public" (SUP)? Müssen wir die Wissenschaftler stärker in die Verantwortung nehmen, indem sie beispielsweise bei der Beantragung von Fördermitteln, in Berufungsverfahren oder bei der leistungsorientierten Bezahlung darlegen müssen, welche Erfolge sie bisher in der öffentlichen Kommunikation ihrer Forschung hatten?
Meinungen gefragt:
Diskussion der Thesen, Forderungen und Empfehlungen von 40 Delphi-Experten
(Leitfrage 5/7) im Rahmen der Trendstudie Wissenschaftskommunikationpräsentiert am Di 30.11.2010 auf dem 3. Forum Wissenschaftskommunikation (Mannheim)
Die Grafiken geben an, wie viele der Delphi-Experten der jeweiligen Aussage vollständig [grün], großteils [hellgrün], teils [orange] oder gar nicht [rot] zustimmen.
Aktueller Stand n = 21 (40).
Autor: Alexander Gerber· 30.11.10 · 08:43 Uhr· 2 Kommentare
Wissenschaftsmedien und das Web?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien
In welchen Mediengattungen werden die Umfänge bzw. Sendezeiten zu‐ oder abnehmen, und welche Formate werden sich langfristig durchsetzen? Was heißt das für die Qualität der Berichterstattung? Wird sich die Wissenschaftskommunikation in den Online‐Bereich verlagern?
Meinungen gefragt:
Diskussion der Thesen, Forderungen und Empfehlungen von 40 Delphi-Experten
(Leitfrage 6/7) im Rahmen der Trendstudie Wissenschaftskommunikation präsentiert am Di 30.11.2010 auf dem 3. Forum Wissenschaftskommunikation (Mannheim)
Die Grafiken geben an, wie viele der Delphi-Experten der jeweiligen Aussage vollständig [grün], großteils [hellgrün], teils [orange] oder gar nicht [rot] zustimmen.
Aktueller Stand n = 21 (40).
Autor: Alexander Gerber· 30.11.10 · 08:42 Uhr· 0 Kommentare
PR oder Journalismus?
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien
Verschwimmen die Grenzen zwischen PR und Journalismus? Und welche Folgen hat das für die Wissenschaftskommunikation?
Meinungen gefragt:
Diskussion der Thesen, Forderungen und Empfehlungen von 40 Delphi-Experten
(Leitfrage 7/7) im Rahmen der Trendstudie Wissenschaftskommunikation präsentiert am Di 30.11.2010 auf dem 3. Forum Wissenschaftskommunikation (Mannheim)
Die Grafiken geben an, wie viele der Delphi-Experten der jeweiligen Aussage vollständig [grün], großteils [hellgrün], teils [orange] oder gar nicht [rot] zustimmen.
Aktueller Stand n = 21 (40).
Autor: Alexander Gerber· 30.11.10 · 08:41 Uhr· 0 Kommentare
03. Oktober 2010
Expertise "to go" bei Fraunhofer
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 1
Das Fraunhofer IAO experimentiert jetzt mit einer neuen Form des Experten-Dialogs. Ausnahmsweise mal keine Fokusgruppen, keine Delphi-Runden, nein, über ein Webformular können Experten wie auch Laien nun ihre Forschungsfragen einbringen. Sozusagen also "Speed Dating with Scientists" zu Fragen der Social Software im Unternehmen.
Projektleiter und "Hard blogging scientist" Jochen Günther (Xing / Twitter), der sich mit eCollaboration schon befasst hat, lange bevor huddle und andere das Licht der Welt erblickten, zieht die Fäden für diese bei Fraunhofer neue Form der Wissenschaftskommunikation. Er war unter anderem auch für die Trendstudie "Wissensmanagement 2.0" verantwortlich.
Also: Was Ihr Fraunhofer schon immer mal fragen wolltet, aber nie zu zu fragen wagtet (oder wie hieß der Film?) -- im November ist Q&A-Zeit in Stuttgart!
IAO-Blog: http://blog.iao.fraunhofer.de/home/archives/535.html
Fragen-Formular: http://www.iao.fhg.de/index.php?option=com_chronocontact&chronoformname=social-software
Autor: Alexander Gerber· 03.10.10 · 10:26 Uhr· 1 Kommentar
12. Juni 2010
Wissenschaftsdebatte 2.0
Kategorie: Naturwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 13
Wie gefährlich ist tatsächlich die Konzentration von „Bisphenol-A" in Babysaugern? Was weiß man wirklich darüber, wann Vulkanasche für Flugzeugtriebwerke gefährlich wird? Welche Evidenzen haben wir dafür, dass Spekulanten auf dem Finanzmarkt die Währungskrise in der EU wirklich mit angeheizt waren - und nicht bloß „Überbringer schlechter Nachrichten" waren, durch die das Ausmaß staatlicher Misswirtschaft in den EU-Ländern erst so dramatisch sichtbar wurde?
Die ehrliche Antwort auf viele solcher Fragen lautet: Wir wissen es nicht. Dennoch sollte der Verweis auf existenzielle Unsicherheit keine Entschuldigung dafür sein, verfügbares Wissen schlicht nicht zur Kenntnis zu nehmen. Nicht wissen, das heißt nämlich oft auch: Vorhandene Informationen werden nicht genutzt, weil sie einfach zu verstreut sind. Selbst Experten haben oftmals Mühe, auch nur einigermaßen den Überblick zu behalten. Umso mehr gilt dies für die breitere Öffentlichkeit. Um im Diskurse über gesellschaftliche und politische Themen mit wissenschaftlichem Hintergrund trotz aller Komplexität überschaubar und zugänglich zu machen, arbeitet das innokomm-Projekt „DEBATE 2.0" (Laufzeit: 2010-2012) an einem neuen Format moderierter und visualisierter Online-Debatten. Dabei werden Forscher, Journalisten und politische Interessengruppen gezielt angesprochen und zur Teilnahme eingeladen. Indem die Darstellung auch kontroverse Standpunkte zulässt und abbildet, wird nicht nur der aktuelle Erkenntnisstand deutlich, sondern auch der ganze „Trial-and-Error"-Prozess des „Wissenschaffens" wird strukturiert der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben den ‚offiziellen' Experten hat im Grunde genommen jedermann die Möglichkeit, Argumente und Evidenzen einzubringen.
Autor: Alexander Gerber· 12.06.10 · 18:02 Uhr· 13 Kommentare
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