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Alexander Gerber ist Informationswissenschaftler und Geschäftsführer des innokomm Forschungs-zentrums für Wissenschafts- und Innovationskommu-nikation (GmbH). Sieben Jahre war er bei Fraunhofer verantwortlich für die Kommunikation des IuK-Verbunds sowie Chefredakteur von InnoVisions. Von Hause aus Journalist, ist Alexander Gerber Fachbeirat Wissenschaft des DFJV und des HPC, Vize der TELI in Berlin, WPK-Mitglied und Vertreter in der Euroscience Working Group "Science Communication". Er ist Moderator des "Forums Ideen- und Innovationsmanagement" und Initiator der "Trendstudie Wissenschaftskommunikation".

Alexander Gerber

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21.01.12 · 14:10 Uhr

Kulturelle Kernspaltung

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien  ·  Kommentare: 12

Die heutige Samstagskolumne des SZ-Bloggers Peter Glaser in der österreichischen FUTUREZONE lohnt sich:

Die herkömmlichen Kulturmoleküle werden durch die Digitalisierung wieder in ihre Atome aufgespalten. Jeder kann - und muss - sich jetzt seinen individuellen Medienmix selbst zusammenstellen. Was vielen als Zumutung erscheint, sehen andere als große Chance.
[...]
Musiker gehörten zu den ersten, die diese kulturelle Kernspaltung zu spüren bekamen. Ihre klassische Bündelungsform, das Album, hat im Internet praktisch aufgehört zu existieren. Die User sind zu Rosinenpickern geworden und holen sich nur noch einzelne Tracks.

 

Autor: Alexander Gerber· 12 Kommentare· Permalink· Trackback-URL

Kommentare (12)

Kommentar-Direktlink MartinB· 21.01.12 · 14:46 Uhr

Autsch! Moleküle werden zu Atomen aufgespalten und das heißt dann KERNspaltung?
Das ist ja schlimmer als ein "Quantensprung"!

Author Profile Page Alexander Gerber· 21.01.12 · 15:40 Uhr

Tja, so tief hat Kollege Glaser sicherlich nicht in die Gesetze der Physik reingeschaut. Ich selbst (auch Geisteswissenschaftler, *räusper*) hätte das mit den schon etliche Jahre zurückliegenden Schul-Nawi-Kenntnissen wohl auch nicht auf Anhieb gesehen. Interessant finde ich, wie hier unterschiedliche Leute mit ganz unterschiedlichen Bildungshintergründen ganz unterschiedliche Dinge (als wichtig) wahrnehmen. Nicht jeder von uns verbringt seine Zeit ja mit der Simulation von Elementarteilchenprozessen. Kommunikationstheoretisch geradezu ein Paradebeispiel für "Framing" (http://de.wikipedia.org/wiki/Framing_%28Kommunikationswissenschaft%29). Was natürlich nichts daran ändert, dass die Analogie physikalisch gesehen schief ist. ;-)

Author Profile Page Chris· 21.01.12 · 17:50 Uhr

@Alexander
*Pst, das mit Atomen und Molekülen und so, das hattest Du damals in der Schule in Chemie verschlafen, nicht in Physik...

Kommentar-Direktlink MartinB· 21.01.12 · 18:43 Uhr

@Alexander
Tja, ich werde dann mal demnächst auf meinem Blog als Metapher Schillers Faust heranziehen und Beethovens Messias...

Das problem sehe ich nicht darin, dass hier jemand über gesundes Halbwissen verfügt, sondern darin, so etwas zu schreiben ohne mal zu prüfen, ob das, was man schreibt, auch stimmt.

Kommentar-Direktlink BreitSide· 21.01.12 · 19:03 Uhr

...vielleicht wollte er ja nur des Pudels Kern spalten...
...als IT-Spezialist vielleicht eine Kernelspaltung...

Author Profile Page Alexander Gerber· 21.01.12 · 19:21 Uhr

Klappt doch: Blogging als "Schwarm-Korrektiv".

;-)

Kommentar-Direktlink rolak· 21.01.12 · 19:49 Uhr

Die Kernelspaltung hat Gordon schon vor langem formvollendet demonstriert, BreitSide.

btt: So ein Rosinenpicker bin ich nicht geworden. Allerdings hatte ich auch vor dem www schon beim Hören eine Vorliebe für 'ganze Alben'.

Kommentar-Direktlink JK· 21.01.12 · 21:01 Uhr

Was kommt eigentlich dabei heraus, wenn man Melodien in ihre "Atome" aufspaltet? Pieptöne? Und bei Gedichten Buchstaben?

Kommentar-Direktlink Nele· 22.01.12 · 11:10 Uhr

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich...

Kommentar-Direktlink rolak· 22.01.12 · 13:35 Uhr

Sooo gehbehindert ist es nicht, Nele: Bezüglich einer Grammatik sind Buchstaben (==Elemente des Alphabets) atomar ;-)

Kommentar-Direktlink Andreas· 24.01.12 · 01:37 Uhr

Und so macht man aus einer Kernspaltung eine Haarspaltung. :)

Kommentar-Direktlink BreitSide· 24.01.12 · 20:28 Uhr

@Andreas: Umberto Eco schuf die Tetrakeratomie, die Kunst, ein Haar in vier Teile zu spalten...

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