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Alexander Gerber ist Informationswissenschaftler und Geschäftsführer des innokomm Forschungs-zentrums für Wissenschafts- und Innovationskommu-nikation (GmbH). Sieben Jahre war er bei Fraunhofer verantwortlich für die Kommunikation des IuK-Verbunds sowie Chefredakteur von InnoVisions. Von Hause aus Journalist, ist Alexander Gerber Fachbeirat Wissenschaft des DFJV und des HPC, Vize der TELI in Berlin, WPK-Mitglied und Vertreter in der Euroscience Working Group "Science Communication". Er ist Moderator des "Forums Ideen- und Innovationsmanagement" und Initiator der "Trendstudie Wissenschaftskommunikation".
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12. Juni 2010
Wissenschaftsdebatte 2.0
Kategorie: Naturwissenschaften·Politik·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 13
Wie gefährlich ist tatsächlich die Konzentration von „Bisphenol-A" in Babysaugern? Was weiß man wirklich darüber, wann Vulkanasche für Flugzeugtriebwerke gefährlich wird? Welche Evidenzen haben wir dafür, dass Spekulanten auf dem Finanzmarkt die Währungskrise in der EU wirklich mit angeheizt waren - und nicht bloß „Überbringer schlechter Nachrichten" waren, durch die das Ausmaß staatlicher Misswirtschaft in den EU-Ländern erst so dramatisch sichtbar wurde?
Die ehrliche Antwort auf viele solcher Fragen lautet: Wir wissen es nicht. Dennoch sollte der Verweis auf existenzielle Unsicherheit keine Entschuldigung dafür sein, verfügbares Wissen schlicht nicht zur Kenntnis zu nehmen. Nicht wissen, das heißt nämlich oft auch: Vorhandene Informationen werden nicht genutzt, weil sie einfach zu verstreut sind. Selbst Experten haben oftmals Mühe, auch nur einigermaßen den Überblick zu behalten. Umso mehr gilt dies für die breitere Öffentlichkeit. Um im Diskurse über gesellschaftliche und politische Themen mit wissenschaftlichem Hintergrund trotz aller Komplexität überschaubar und zugänglich zu machen, arbeitet das innokomm-Projekt „DEBATE 2.0" (Laufzeit: 2010-2012) an einem neuen Format moderierter und visualisierter Online-Debatten. Dabei werden Forscher, Journalisten und politische Interessengruppen gezielt angesprochen und zur Teilnahme eingeladen. Indem die Darstellung auch kontroverse Standpunkte zulässt und abbildet, wird nicht nur der aktuelle Erkenntnisstand deutlich, sondern auch der ganze „Trial-and-Error"-Prozess des „Wissenschaffens" wird strukturiert der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben den ‚offiziellen' Experten hat im Grunde genommen jedermann die Möglichkeit, Argumente und Evidenzen einzubringen.
Autor: Alexander Gerber· 12.06.10 · 18:02 Uhr· 13 Kommentare
09. Juni 2010
Deliberation as a new line of action for journalists
Kategorie: Politik·ScienceBlogs Kategorien · Kommentare: 2
So-called "prosumers" in today's web 2.0 mindset will increasingly expect companies as well as research institutions to open up for a true dialogue with the public. The demand for transparency and a direct, unmediated discourse is fundamentally changing the way enterprises and organizations communicate about science and innovation. As much as social media might shake the business foundations of the publishing industry to the core and as much as it may alter journalism as we know it, there is also a high potential of bringing the society back into science and innovation. Especially when it comes to potentially controversial technological developments, the right public discourse may create transparency and thus build up trust in innovation, promote general readiness for technological change and accordingly accelerate the diffusion of new products in the market. Since media images of public debates tend to be afflicted by a high degree of complexity, new visualization methods and new journalistic skills are needed. Therefore the author suggests an interaction model for future innovation communication that addresses the demand for public discourse in all four stages of the value chain: science, ideation, innovation and diffusion.
And here is my second presentation, given at Stanford University, today:
Autor: Alexander Gerber· 09.06.10 · 20:34 Uhr· 2 Kommentare
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