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Alexander Gerber ist Informationswissenschaftler und Geschäftsführer des innokomm Forschungs-zentrums für Wissenschafts- und Innovationskommu-nikation (GmbH). Sieben Jahre war er bei Fraunhofer verantwortlich für die Kommunikation des IuK-Verbunds sowie Chefredakteur von InnoVisions. Von Hause aus Journalist, ist Alexander Gerber Fachbeirat Wissenschaft des DFJV und des HPC, Vize der TELI in Berlin, WPK-Mitglied und Vertreter in der Euroscience Working Group "Science Communication". Er ist Moderator des "Forums Ideen- und Innovationsmanagement" und Initiator der "Trendstudie Wissenschaftskommunikation".

Alexander Gerber

Archiv Oktober 2009

30. Oktober 2009

Medienhype um Neurodermitis und Schweinegrippe (Update)

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien  ·  Kommentare: 1

(Ergänzend zum bisherigen Posting und den Kommentaren)

Einige Kernaussagen des Medienmagazins ZAPP (NDR) vom 28.10.2009

Neurodermitis-Salbe:
Markus Grill (SPIEGEL) übte harsche Kritik an Frank Plasberg und seiner Sendung "Hart aber Fair" sowie der vermeintlich undifferenzierten Besprechung des umstrittenen ARD-Beitrags auf der SZ-Medienseite. In Anspielung auf die vermeintliche "Käuflichkeit" von Auftragsstudien und der angeblichen Korrumpierbarkeit des Wissenschaftsbetriebs sprach Grill sogar von "Mietmäulern" unter den deutschen Professoren.

Prof. Peter Schönhofers vernichtendes Urteil zu den Studien hat umso mehr Gewicht, da er dem WDR angeblich noch vor der Produktion des umstrittenen Beitrags fachlich von einer Berichterstattung / Ausstrahlung abgeraten hatte!
Schönhofer hatte u.a. auf radio bremen vor einer "Angstpsychose" gewarnt.


Schweinegrippe:
Schlange stehen nicht für die Impfung, sondern für die besten Bilder - auch aus Sicht der Medienjournalisten ist das Ganze ein Riesen-Medienhype: "Ein Riesengeschäft für die Medien." Angst bringe schließlich Auflage und Einschaltquoten.
Interessant auch die Überlegung, ob die Ablehnung der Öffentlichkeit vielleicht sogar auf eine ,Überdosis' an Information zurückzuführen ist. Zu Wort kommen in dem Beitrag u.a. Prof. Christian Floto (Leiter der Wissenschaftsredaktion beim Deutschlandfunk), Werner Bartens (Leiter der SZ-Wissenschaftsredaktion) und Prof. Irene Neverla (Uni Hamburg, Journalistik).

Für alle, die die Sendung verpasst haben, hier auch der Link zum Stream und zum Blog der Sendung.


Autor: Alexander Gerber· 30.10.09 · 16:59 Uhr· 1 Kommentar

28. Oktober 2009

Der Medienhype um Neurodermitis-Salbe und Schweinegrippe

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien  ·  Kommentare: 6

Wer sich für die mediale / kommunikative Seite rund um das Thema "Neurodermitis-Salbe" interessiert, sollte heute Nacht im NDR einschalten: Dort berichtet ab 23:05 Uhr das investigative Medienmagazin ZAPP darüber (und übrigens auch über die mediale Inszenierung der Schweinegrippe).

Aus dem Ankündigungstext:

Selten hat eine Dokumentation für so viel Aufmerksamkeit gesorgt wie "Heilung unerwünscht". In dem ARD-Film wird eine Salbe gegen Neurodermitis als Wundermittel gefeiert. Die Belege dafür sind aber dünn. War alles nur eine "gigantische Werbeaktion"?

Das Informationschaos rund um die Schweinegrippe Medial wütet das Virus. Täglich neue Horrormeldungen über zu erwartende Todesopfer oder gefährliche Nebenwirkungen. Was aber stimmt? Weder die Wissenschaft noch die Journalisten wissen eine Antwort - tun aber in ihren Berichten häufig so.

Hintergrundbeiträge zu beiden Themen auch bei Tobias Maier.


Autor: Alexander Gerber· 28.10.09 · 14:02 Uhr· 6 Kommentare

26. Oktober 2009

Wissenschaft im Koalitionsvertrag

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien  ·  Kommentare: 2

Bei genauerem Blick in den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung fällt Seite 57 ins Auge:

- Bürgerdialog -

Forschung braucht den Dialog mit der Gesellschaft. Deshalb werden wir neue Dialogplattformen einrichten, auf denen mit den Bürgerinnen und Bürgern Zukunftstechnologien und Forschungsergebnisse zur Lösung der großen globalen und gesellschaftlichen Herausforderungen intensiver diskutiert werden. Insbesondere bei gesellschaftlich kontroversen Zukunftstechnologien wollen wir einen sachlichen Diskurs, der auf Toleranz aufbaut, eine realistische Abschätzung der Chancen und Risiken für den Einzelnen und die Gesellschaft ermöglicht und den erreichbaren Konsens auslotet.

Wir wollen unter wissenschaftlicher Leitung und mit Unterstützung der Wirtschaft in der Hauptstadt ein "Haus der Zukunft" schaffen, in dem sich Deutschland als Wissensgesellschaft und Innovationstreiber präsentiert, und die Forschungsmuseen stärken.

[RT: Danke auch für den Hinweis an Manfred Ronzheimer!]

Vor diesem Hintergrund hatte ja die Journalistenvereinigung TELI vor der Bundestagswahl eine "Wissenschaftsdebatte" angestoßen: http://www.teli.de/wissenschaftsdebatte/index.html

Dazu auch ein Blogbeitrag von Bernhard Weidemann aus dem Juli.

Auf einer Pressekonferenz im Rahmen der "Wissenswerte" in Bremen (November) wird die TELI ihre Aktion, Erfahrungen, Perspektiven und Zukunft vorstellen.

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Autor: Alexander Gerber· 26.10.09 · 14:51 Uhr· 2 Kommentare

Kommunikation in der Wissenschaft schlecht verankert?

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien  ·  Kommentare: 9

Der Stifterverband hat die bisherigen Preisträger des mit jeweils 50.000 Euro dotierten und gemeinsam mit der DFG ausgeschriebenen "Communicator-Preises" zum Stand und zu den Perspektiven der Wissenschaftskommunikation in Deutschland befragt.

Fazit: "Die Wissenschaftskommunikation in Deutschland ist bunt, lebendig und vielfältig; noch aber fehlt ihr die feste Verankerung in den Fachgebieten und in den Institutionen. Und das bildungsferne Publikum bleibt links liegen." So der Stifterverband in seiner heutigen Pressemitteilung.

Die Wissenschaftler und ihre Institutionen bleiben demnach aufgerufen, sich noch stärker für den Dialog einzusetzen. Öffentliche Debatten seien oft durch einen Mangel an wissenschaftlichem Sachverstand geprägt. Pressestellen seien unterausgestattet, das Engagement für den Dialog werde bei Begutachtungen, in Berufungsverfahren oder bei Mittelbewilligungen kaum oder gar nicht gewürdigt.

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Autor: Alexander Gerber· 26.10.09 · 12:24 Uhr· 9 Kommentare

20. Oktober 2009

Beste Forschungs-PR '09: Gazlig, König, Eberl

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien  ·  Kommentare: 1

Rund 900 Journalisten haben für das Magazin "Medizin- und Wissenschaftsjournalist" zum zweiten Mal die besten Forschungs-Pressesprecher gewählt (2008 gewann Kollege Franz Miller, Fraunhofer).

Die Besten 2009:


  • Thomas Gazlig, Leiter Kommunikation und Medien der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, in der Kategorie "Forschungsorganisationen und Stiftungen"

  • Josef König, Leiter der Pressestelle der Ruhr-Universität Bochum, in der Kategorie "Universitäten und Forschungsinstitute"

  • Ulrich Eberl, Leiter Innovationskommunikation der Siemens AG, in der Kategorei "Industrie und andere Unternehmen"

Dazu Reiner Korbmann, Chefredakteur des "Medizin- und Wissenschaftsjournalist":
"Je mehr Forschung für die Gesellschaft und für den Alltag an Bedeutung gewinnt, umso wichtiger wird die Funktion der Wissenschaftskommunikation, um die Brücke zwischen Wissenschaftlern und Bürgern zu schlagen."

Die Auszeichnungen werden am 10. November beim Bremer Forum für Wissenschaftsjournalismus, "Wissenswerte", überreicht.

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Autor: Alexander Gerber· 20.10.09 · 11:36 Uhr· 1 Kommentar

19. Oktober 2009

Umfrage zu Wissenschaftskommunikation

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien  ·  Kommentare: 7

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Welche Ziele, welchen Selbstanspruch und welche Perspektiven hat die deutsche Wissenschaftskommunikation heute - nach vier Jahrzehnten? Droht ihr beispielsweise durch "Social Media" eine Reduzierung auf 140 Zeichen, oder kommt es endlich zu dem lang ersehnten, vertrauensbildenden Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft? Was heißt das für die Veränderungsbereitschaft der Bevölkerung gegenüber neuen Technologien? Machen Blogs den Wissenschaftsjournalismus überflüssig? Oder kommt ihm vielmehr als investigative Instanz eine neue Rolle zu? Muss vielleicht die Wissenschafts-PR künftig mehr "verführen" als "informieren"?

Solchen Fragen geht die „Trendstudie Wissenschaftskommunikation" nach (http://www.wk-trends.de), unter anderem in sechs Umfragen für Branchenvertreter aus Journalismus und PR, Bildungs- und Eventbereich sowie natürlich für Wissenschaftler und Kommunikationsforscher.

(Zwischen-)Ergebnisse der Studie werden HIER im Blog diskutiert.

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Autor: Alexander Gerber· 19.10.09 · 15:37 Uhr· 7 Kommentare

16. Oktober 2009

Neuer Blog am Start: [sic] -- Kommunikation

Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften·ScienceBlogs Kategorien  ·  Kommentare: 1

In Kürze startet hier ein deutsch-englischer Blog zu Wissenschafts- und Innovationskommunikation. Details unter "Über das Blog".

Wer schon einmal in früheren Beiträgen unseres MediaCoffee-Blogs zu "Innovationskommunikation" nachlesen möchte -- hier eine kleine Auswahl:

  • Stethoskop statt Megaphon -- Artikel im Innovations-Manager
    [07.01.2009] -- ...mehr
  • Protest gegen Auflösung von Wissenschaftsredaktionen
    [06.01.2009] -- ...mehr
  • Galileo-Chef provoziert: Pro Sieben und der Wissenschaftsjournalismus
    [25.09.2008] -- ...mehr
  • Trends in der Wissenschaftskommunikation: WiD-Tagung (1)
    [03.09.2008] -- ...mehr
  • Trends in der Wissenschaftskommunikation: WiD-Tagung (2)
    [24.09.2008] -- ...mehr
  • Next Practice: Brauchen wir den „Chief Future Officer"?
    [08.09.2008] -- ...mehr
  • Innovationskommunikation in Europa
    [03.05.2008] -- ...mehr
  • Erfolgsgeschichte MP3: Interview zu Verwertung und Vermarktung
    [15.03.2008] -- ...mehr

Autor: Alexander Gerber· 16.10.09 · 16:00 Uhr· 1 Kommentar

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