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Georg Hoffmann hat an der Ruhr-Universität Bochum Physik studiert und anschliessend am Max-Planck Institut Hamburg mit einer Arbeit zu Tracern in globalen Zirkulationsmodellen, sogenannten "Klimamodellen", promoviert. Danach arbeitete er 15 Jahre in Paris am LSCE, Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement, zu verschiedenen Aspekten der Paleo-Klimatologie. Momentan forscht er im Rahmen eines gemeinsamen Projekt der Universität Utrecht, dem holländischen Weltraumzentrum SRON und dem holländischen Wetterdienst KNMI. Das Bild ist dem Stadionheft April 2004 des VFL Bochum entnommen und zeigt ihn mit der Vereinsfahne, die er einzig zu diesem Zweck quer durch die Antarktis geschleppt hatte. Tss. Unglaublich.

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Archiv Oktober 2011

14. Oktober 2011

Krieg und Frieden - Teil II

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 14

Primaklima Leser waren naturlich schneller informiert. Nach dem Erscheinen des Hsiang et al. paper zu dem statistischen Zusammenhaengen zwischen ENSO und bewaffneten Konflikten gab es hier auf Primaklima einen Übersichtsartikel zum Stand der Forschung in Sachen Krieg und Klima. Da wollte Nature natürlich nicht lange nachstehen und liess die freie Wissenschaftjournalistin Nicola Jones auch ein wenig recherchieren. Sie sprach mit Hsiang und einer Reihe anderer Konfliktforscher, wie z.B. dem auch bei mir zitierten Halvard Buhaug. Jones Artkel liegt leider hier hinter dem paywall von Nature.

Sie beschreibt die momentane Situation in der Konfliktforschung als Auseinandersetzung zwischen zwei Schulen, denen, die einen wenn auch manchmal verschlungenen Link zwischen Wetter/Klima und dem Ausbrechen/Dauer von Konflikten sehen, und denen, die diesen Zusammenhang zwar nicht grundsätzlich ausschliessen, aber ihn so tief verbuddelt zwischen all den insbesondere politisch/ethnisch/religiösen Gründen zu wissen meinen, dass man sich (so Buhaug) "für die warme Zukunft keine weitere Sorgen machen solle".
Interessant fand ich insbesondere zwei Dinge: 1) Beide Seiten scheinen darin übereinzustimmen, dass der statistisch hauchzarte Zusammenhang von Klima und Krieg in jüngster Zeit immer schwächer geworden ist. Ein mögliches Resultat von immer besser funtionierender Arbeit der UN? 2) Jones meint, dass in diesem wissenschaftlichen Disput der Hsiang Artikel durchaus einen Unterschied machen könnte, da niemals zuvor statistisch so solide Resultate herauskamen.

conflictmap.jpg

Bild 1: Wieviele, wie bedeutende Konflikte mit einem Umweltresourcen-Hintergrund.

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Autor: Georg Hoffmann· 14.10.11 · 14:20 Uhr· 14 Kommentare

13. Oktober 2011

Der Abschluss der Meereiswette, die Spende, ein Dankeschön und ein inverses Modell

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 267

So, das arktische Meereis tut nun wieder das, was es soll: nämlich wachsen. Ich habe meine Wette nach einem neuen Rekordminimum im September 2011 verloren. Der bisherige Rekordhalter 2007 lag bei ~4.3 Mill.km2, während 2011 etwa 300.000 km2 über diesem Rekord lag (siehe hier). Zum Vergleich: Die 80er lagen noch bei einer September Eisausdehnung von ca. 7-8 Mill.km2. Hier gab es bei Sceptical Science einen Überblick über die Wettverläufe der letzten Jahre. Tamino extrapolierte bei seinen Wettvorschlägen einfach Jahr um Jahr den Trend der letzten Jahre mittels eines quadratischen Trends und ist damit stets ziemlich erfolgreich. Grund dafür ist natürlich letztlich, dass das arktische Eisvolumen stets und stetig zurückgeht und die verbeibende Eismasse ein immer leichterer Spielball für das arktische Wettergeschehen ist. Aber welches Wettergeschehen denn nun genau?

Dazu veröffentlichte Frank Kauker und Kollegen eine sehr interessante Modellanalyse. Die möglichen und in der Literatur vorgeschlagenen Einflussfaktoren fassen die Autoren dieser Studie in einer langen Liste im Einführungsteil ihres Papers an:


"Candidates are atmospheric conditions in 2007 such as winds [Overland et al., 2008] or clear sky conditions [Schweiger et al., 2008] or oceanic conditions causing basal melting [Perovich et al., 2008; Zhang et al., 2008], including increased inflow of warm Pacific water through Bering Strait [Shimada et al., 2006]. Another hypothesis suggests a link to the ice thickness of the preceding winter [Maslanik et al., 2007]."

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Autor: Georg Hoffmann· 13.10.11 · 15:00 Uhr· 267 Kommentare

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