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Profil
Georg Hoffmann hat an der Ruhr-Universität Bochum Physik studiert und anschliessend am Max-Planck Institut Hamburg mit einer Arbeit zu Tracern in globalen Zirkulationsmodellen, sogenannten "Klimamodellen", promoviert. Danach arbeitete er 15 Jahre in Paris am LSCE, Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement, zu verschiedenen Aspekten der Paleo-Klimatologie. Momentan forscht er im Rahmen eines gemeinsamen Projekt der Universität Utrecht, dem holländischen Weltraumzentrum SRON und dem holländischen Wetterdienst KNMI. Das Bild ist dem Stadionheft April 2004 des VFL Bochum entnommen und zeigt ihn mit der Vereinsfahne, die er einzig zu diesem Zweck quer durch die Antarktis geschleppt hatte. Tss. Unglaublich.
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26. Januar 2011
Wolfgang Rössler: "Eine kleine Nachtphysik"
Kategorie: Naturwissenschaften·Themenwoche · Kommentare: 46
Ein paar Bücher sind zu besprechen und ich fange mal mit Wolfgang Rösslers Buch: "Eine kleine Nachtphysik, Grosse Ideen und ihre Entdecker". Das Buch gehört ganz klar zu der Sorte von Büchern, die einem zu Beginn nichts sagen (Allein der Titel, come on!), die einen auch zu Beginn eher nerven, aber dann, ganz langsam, kurz bevor man es gelangweilt weglegen will, steckt man drin. Rössler behandelt all die kleinen Anekdoten, groszen Durchbrüche und Zufälligkeiten, die die groszen Entdeckungen in der Physik und Astronomie so begleiteten.

Bild: Eine kleine Nachtphysik von Wolfgang Rössler
Klar, einige der Histörchen kennt man schon (Bohr und Heisenberg in der Skihütte, Röntgen und die Entdeckung seiner Strahlen, Galilei und sein Prozess). Rössler hat es aber sehr weit mit den Anekdoten getrieben. Davon zeugt unter anderem die beeindruckende Literaturliste und die zahlreichen Fussnoten. Am Ende hat man den Eindruck all diese Typen wirklich zu kennen, den unaustehlichen Newton, den schrulligen Einstein und den herzenswarmen Planck. Geordnet ist das Buch sehr lose nach physikalischen Themen und noch loser zeitlich aufsteigend von der Antike zur Neuzeit. In fast allen Kapiteln tauchen Physiker und Physikerinnen aus allen Epochen auf, die sich aus unterschiedlicher Perspektive und mit ganz unterschiedlichem Vorwissen dem jeweiligen Thema genähert haben. Was mir anfangs wie ein grosses Durcheinander erschien, erweist sich aber mit der Zeit als ungeheuer dichte Ideengeschichte der Physik. Wer ein bisschen die Physik kennt, dem wird hier klar, woran es denn in den entscheidenden Momenten gehakt hat. Die vielen Geschichten um die Riesen der Physik herum, die man hier bei Rössler findet, gehören meines Erachtens zum Pflichtprogramm für jeden der bei Physikerfeten klugscheissen will. Und das wollen wir doch alle. Von daher: Ganz klare Leseempfehlung.
Autor: Georg Hoffmann· 26.01.11 · 18:19 Uhr· 46 Kommentare
20. Januar 2011
Ricky Gervais zu Atheismus, Homosexualität bei Tieren und Klimawandel
Kategorie: Kultur · Kommentare: 9
Auch diesem Monat beschäftigte ich mich wie immer mit dem Atheismus bei Florian. Das ist mittlerweile eine liebe Gewohnheit, die ich nicht missen möchte, gerad wie das sonntägliche "Im Bett liegen bleiben".
Und wie das bei Internet Diskussionen so ist, endet man plötzlich bei der Homosexualität im Tierreich (der in Teilen gar nicht mal so dumme Schlagabtausch auch hier bei Florian). Da mag der eine oder andere denken: What the hell? Na, so ist das nunmal.
Ausserdem gab's wie jeden Monat natürlich reichlich Klimawandel auf der Arbeit.
Ja und da stolpere ich doch tatsächlich über drei Videos des sehr britischen (die Zähne!) und sehr begabten Ricky Gervais ("The Office" für die, die ihn noch nicht kennen), der sich aber auch haargenau dieser drei Themen annimmt: Atheismus, schwule Tiere, Klimawandel.
Alles was man gerne sagen möchte, hat bestimmt jemand anderes schon mal besser gesagt. Und wenn ich in einem Satz sagen müsste, warum ich Atheist bin, dann wäre es dieser von Ricky Gervais:
"If there is a god why did he make me an atheist?" - Have Fun.
Autor: Georg Hoffmann· 20.01.11 · 11:32 Uhr· 9 Kommentare
13. Januar 2011
Rekordticker 2010 - Punktlandung beim GISS
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 93
So, für zwei von mir bekannten drei globalen Datensätzen der globalen Temperatur gibt es jetzt Zahlen fürs Jahr 2010. Bei der NOAA liegt 2010 auf einen mit 2005 geteilten 1ten Platz und das GISS legte es zarte 0.01°C vor 2005 auf einen ersten Platz, der aber ebenfalls innerhalb der Fehlergrenzen nicht von 2005 zu unterscheiden war. Es wurde mit der starken Abkühlung zum Ende des Jahres (La Niña + kalter Winter in mittleren noerdlichen Breiten) nochmal ganz knapp. Anyhow, ich erkäre mich also mal zum Sieger meiner 2010 Wette.

Bild 1: Global HadCRU
Autor: Georg Hoffmann· 13.01.11 · 18:21 Uhr· 93 Kommentare
04. Januar 2011
Extremereignisse, der "heisse Herbst 2006" und die globale Erwärmung
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 115
Erstmal natürlich: Frohes Neues an alle Primaklima Leser. Was wird das neue Jahr so bringen? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird das vergangene Jahr in einigen Tagen als das wärmste je gemessene Jahr in einem der globalen Temperatur-Datensätze, dem GISS Datensatz, auftauchen. Und da all die verschiedenen Datensätze sehr ähnliche Rohdaten verwenden und nur leicht andere Algorithmen, um daraus eine globale Zahl zu kondensieren, wird 2010 natürlich auch in den anderen Datensätzen ganz oben mit dabei (Platz zwei/drei bei HadCRU und NOAA, Platz zwei bei den MSU Temperaturen der unteren Atmosphäre) sein.

Bild 1: Die Temperaturentwicklung in Europa während der letzten ca. 60 Jahre. Nach Daten der ECA - Klein-Tank et al..
Autor: Georg Hoffmann· 04.01.11 · 15:58 Uhr· 115 Kommentare
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