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Georg Hoffmann hat an der Ruhr-Universität Bochum Physik studiert und anschliessend am Max-Planck Institut Hamburg mit einer Arbeit zu Tracern in globalen Zirkulationsmodellen, sogenannten "Klimamodellen", promoviert. Danach arbeitete er 15 Jahre in Paris am LSCE, Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement, zu verschiedenen Aspekten der Paleo-Klimatologie. Momentan forscht er im Rahmen eines gemeinsamen Projekt der Universität Utrecht, dem holländischen Weltraumzentrum SRON und dem holländischen Wetterdienst KNMI. Das Bild ist dem Stadionheft April 2004 des VFL Bochum entnommen und zeigt ihn mit der Vereinsfahne, die er einzig zu diesem Zweck quer durch die Antarktis geschleppt hatte. Tss. Unglaublich.

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Archiv November 2010

29. November 2010

In Memoriam: Leslie Nielsen

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 10

Der allgemeine Niveauverfall der Scienceblogs soll sich nicht in diesem sehr personlichen Blogeintrag bemerkbar machen, wenn das Thema auch dazu reizen mag. Gestern verstarb in Florida im Alter von 84 Jahren der kanadische Schauspieler Leslie Nielsen und, wenn das Folgende sicher eher komisch ist, es sei seiner Familie mein ehrliches Beileid ausgedrückt.

Nielsen war mit Sicherheit nicht der groszte Schauspieler, den Hollywood je kannte, sehr wahrscheinlich auch nicht der groszte Komiker. Die Filmreihe, die ihn so richtig berühmt machte, "Die nackte Kanone" (man kann als Entschuldigung für diesen Titel nichtmals sagen, dass die deutsche Übersetzung "mal wieder so schlecht gewesen sei"), ist auch sicher nicht die beste Komödie, die Hollywood je zustande bekommen hat, und doch führte damals (ach, lange ist es her) eine Mischung von Überarbeitung, eine zu hastig getrunkene Flasche Flens und die Anwesenheit meines Freundes und Mitdoktoranden vom MPI dazu, dass ich im Leben noch nie und nie wieder so gelacht habe wie bei diesem Film. Und zwar nicht so ein Feuilleton Lachen, das "nachdenklich macht" oder "bitterböse" ist oder gar "einem im Halse stecken bleibt", sondern ein Kinder-Bananenschalen-Lachen, ohne Sinn und Veredelung.

Video: Zucker/Abrahams/Zucker und Leslie Nielsen beschäftigen sich mit Sergei Eisenstein und mit der schiefen Ebene und dem Problem, der notorisch dort herumhängenden Kinderwagen.


In Gedenken an Leslie Nielsen und an diesen Schlüsselmoment meiner humoristischen Existenz und mit dem sicher vergeblichen Wunsch, das bei meinem Tod dereinst auch dem einen oder anderen etwas vergleichbar Lustiges von mir einfällt, hier also die legendäre Eröffnungsszene, die, - Kinofreunde erkennen es sicher sofort - sich nicht nur bei Kevin Costners Untouchables bedient, sondern eben auch bei Sergei Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin. Leslie, wir sehen uns.


Autor: Georg Hoffmann· 29.11.10 · 14:37 Uhr· 10 Kommentare

25. November 2010

Rekordticker Oktober 2010 - Jetzt mit CO2-Update 2010

Kategorie: Naturwissenschaften  ·  Kommentare: 44

Zum Ende der Babypause der lang erwartete Oktober-Rekordticker. Wie steht es also um meine Wette, dass 2010 in mindestens einem der globalen Temperaturdatensätze das wärmste je gemessene Jahr wird? Nun, im HadCRU Datensatz ist definitive nichts mehr zu holen für mich. Der Oktober (Bild 1) blieb auf dem relativ niedrigem Niveau des La-Niña-geprägten Vormonats. Mittlerweile herrschen im tropischen Pazifik eindeutig Niña-Bedingungen (Bild 2) und die Forcasts gehen davon aus, dass das auch bis in das Früjahr 2011 so bleiben wird. Dass aber die Temperaturen eben nicht "abstürzen" wie noch 2007/2008 liegt hauptsächlich daran, dass indischer und atlantischer Ozean auf hohem Temperaturniveau bleiben.

Hier nochmal die kurze Erklärung zu den Temperatur-Grafiken:
Blau: Das jeweilige Rekordjahr des jeweiligen Datensatzes
Gelb: Mittel der Monate des laufenden Jahres (2010).
Rot: Wo der Rest des Jahres im Mittel landen muss, um den Rekord zu brechen.

rekordOCT2010_Page_1.jpg

Bild 1: Global HadCRU

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Autor: Georg Hoffmann· 25.11.10 · 14:25 Uhr· 44 Kommentare

08. November 2010

Der Grund der Stille

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 37

Täglich erhalte ich hunderte von Zuschriften, die fragen, warum es auf Primaklima denn so still sei. Gute Frage, die Antwort wiegt 3615 Gramm und sieht teilweise so aus:

fuss.jpg

Bald geht es aber hier mit knackigen Berichten von der Klimafront weiter. Was soll man auch sonst machen, wenn man um 3 Uhr Nachts nichts mehr schlafen kann?

Georg


Autor: Georg Hoffmann· 08.11.10 · 14:57 Uhr· 37 Kommentare

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