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Profil
Georg Hoffmann hat an der Ruhr-Universität Bochum Physik studiert und anschliessend am Max-Planck Institut Hamburg mit einer Arbeit zu Tracern in globalen Zirkulationsmodellen, sogenannten "Klimamodellen", promoviert. Danach arbeitete er 15 Jahre in Paris am LSCE, Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement, zu verschiedenen Aspekten der Paleo-Klimatologie. Momentan forscht er im Rahmen eines gemeinsamen Projekt der Universität Utrecht, dem holländischen Weltraumzentrum SRON und dem holländischen Wetterdienst KNMI. Das Bild ist dem Stadionheft April 2004 des VFL Bochum entnommen und zeigt ihn mit der Vereinsfahne, die er einzig zu diesem Zweck quer durch die Antarktis geschleppt hatte. Tss. Unglaublich.
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18. Oktober 2010
Die wahrscheinlich beste Klimadebatte ever
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 304
Ich komme spät zur Party. Alle relavanten Klima-Blogger haben es schon gebracht. Egal. Das ist die wahrscheinlich beste Klimadebatte zwischen einer IPCC Sichtweise und einem zumindest meistens ernst zunehmenden Skeptiker.
Die zwei Stunden lohnen sich: Andrew Dessler against Richard Lindzen.
Nach Godzilla gegen King Kong das zumindest zweitbeste Gefecht: Dessler gegen Lindzen.
h/t Primaklima Leser Axel
Autor: Georg Hoffmann· 18.10.10 · 23:36 Uhr· 304 Kommentare
16. Oktober 2010
Der Tabellenführer Mainz 05 schwört auf Primaklima
Kategorie: Kultur·Umwelt · Kommentare: 34
Rasend schneller Angriffsfussball ist dem Tabellenführer Mainz 05 anscheinend nicht genug. Jetzt wird auch noch die CO2 Bilanz ausgeglichen und der erste klimaneutrale Profiverein ins Leben gerufen. Das Ökoinstitut berechnete den Vereins-CO2-abdruck und jetzt wird Ernst gemacht mit dem klimaneutralen Elfmeter und der Emissions-sparenden Blutgrätsche. Auf der Tribüne wird nicht mehr so laut gebrüllt (Energieverbrauch! Nur noch leichtes Winken mit dem Taschentuch ist erlaubt) und das Bier wird körperwarm à la Anglaise runtergeschüttet. Zwar bindet es so weniger CO2, die Bilanz, die den Energieverbrauch der Kühlung mit berücksichtigt, war aber so deutlich verbessert. Auch das traditionelle Aftermatch In-die-Rabatten-Pinkeln stand lange zur Diskussion. Einerseits wird der Niedrigbewuchs durch Niedertrampeln zerstört (CO2 rauf), andererseits wird durch den Nitrateintrag ein positiver Düngeeintrag geleistet (CO2 runter). Ein abschliessendes Gutachten dazu steht noch aus. So oder so, Primaklima bei Mainz 05!
Video: Erster klimaneutraler Verein der Liga Mainz 05. Die Jungmillionäre kommen zwar nachwievor mit Diamant im Ohrläppchen und Porsche-Brille zum Training, benutzen aber den öffentlichen Nahverkehr, und das obwohl die Wiesbadener Villengegenden sehr schlecht angeschlossen sind. Ein kleines bisschen weniger Glamour für einen Profi, ein groszer Schritt für zukünftige Generationen. Primaklima sagt Danke!
Autor: Georg Hoffmann· 16.10.10 · 17:14 Uhr· 34 Kommentare
15. Oktober 2010
Klimaschmock September 2010 - Professor Kirstein und die Uni Leipzig
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 413
Ganz ohne ernsthafte Konkurrenz geht der Klimaschmock des September zu gleichen Teilen an Prof.Kirstein und die ihn frei walten lassende Universität Leipzig. Die Laudatio ist hier auch in Gebärdensprache für Gehörlose abrufbar.

Der begehrte Klimaschmock-Preis des Monats September 2010 geht an Professor Kirstein und an seinen Arbeitgeber, die Universität Leipzig. Die von Kirstein aufgestellte Behauptung, dass "Grönland im Mittelalter zu grossen Teilen eisfrei war" geht in die Top Ten der wahrscheinlich unsinnigsten Aussagen, die je zum Thema Klimawandel gemacht wurden, ein. Die Jury gratuliert.
Der Leipziger Geographie-Professor Kirstein hat im Juni 2010 ein Seminar in Leipzig organisiert, um klimaskeptische Positionen auf universitärer Ebene einmal vorzustellen. Ich will gar nicht mal ausschlieszen, dass man das nicht einigermaszen intelligent und anspruchsvoll machen könnte, die Leipziger jedenfalls haben das nicht geschafft. Eine pompöser und eitler Auftritt eines Wissenschaftsdarstellers, nämlich Professor Kirstein himself, wurde eingeleitet vom ehemaligen Präsidenten der deutschen Rektorenkonferenz, dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Landfried. Während Kirsteins Auftritt von unterirdischer Qualität war, voller Fehler und mit einer Informationsdichte, wie man sie sonst nur von Interviews mit Fussballprofis direkt nach einem Spiel mit Verlängerung kennt, war die Einführung von Klaus Landfried quasi die etwas langgezogene Entschuldigung, warum das trotzdem irgendwie in eine Universität gehört. "Gedankenfreiheit, Diskussionsfreiheit, Freie Rede" forderte er also. Nur das alles kann man in einer freien Gesellschaft Gott sei dank überall ausüben. Die Universität zeichnet sich aber dadurch aus, dass einerseits jeder Gedanke frei geäussert werden kann und dann aber BEGRÜNDET werden muss. Im Folgenden werden wir sehen, dass Professor Kirstein, der doch tatsächlich einen Lehrstuhl zur Klimageographie in Leipzig sein eigen nennt, dazu auch nicht ansatzweise in der Lage ist.
Video: Professor Kirstein und sein Vortrag an der Universität Leipzig im Juni 2010.
Das obige Video zeigt den Vortrag Kirsteins, dem anscheinend ein Vortrag von EIKE Mitglied Klaus Eckart Puls folgte und, so hoffe ich zumindest, eine kritische Fragerunde, denn immerhin hat die Universität Leipzig sowohl eine Physik- als auch eine Meteorologie-Fakultät (Spezialität atmosphärische Strahlung) - etwas wovon Kirstein scheinends noch nie gehört hat.
Autor: Georg Hoffmann· 15.10.10 · 10:09 Uhr· 413 Kommentare
12. Oktober 2010
Subtile Argumente gegen Cap and Trade
Kategorie: Politik · Kommentare: 70
Ich bin mir ja nun auch nicht sicher, ob Cap and Trade das Gelbe vom Ei einer zukünftigen Klimaschutzpolitik sein können, Joe Manchin, demokratischer Kandidat fur den Senatssitz von West-Virginia, ist sicher, aber ganz ganz sicher sogar, dass das ein böses, schlechtes Gesetz ist.
Und um das auch sinnfallig zu demonstrieren, was macht er da? Na er ballert einfach drauf.
Jiiha.
Die zarteste politische Vereinigung seit Kohl und Genscher: The National Rifle Association und die Kohleförderung in West-Virginia.
Autor: Georg Hoffmann· 12.10.10 · 14:32 Uhr· 70 Kommentare
08. Oktober 2010
Schönes Deutsch
Kategorie: Geistes- & Sozialwissenschaften · Kommentare: 73
Wir hatten hier auf Science-Blogs eine muntere und alles in allem gar nicht mal schlechte Diskussion zum Thema Frau/Mann/Sprache. Jenseits der Aussagekraft eines kleinen linguistischen Experiment, das Martin Bäker hier vorführte, ging es auch um die Notwendigkeit einer Reform der deutschen und generell aller Sprachen.
Der Beitrag hier ist also nur ein Vademecum zum obigen Thema mit Zitaten und Links.
Bei Martin Bäker: Das Experiment und seine Auswertung.
Bei Jürgen Schönfeld Schönstein: Hier und hier und hier.
Bei Jörg Rings: Zur empirischen Sozialforschung.
Bei AIi Arbia: Zur politischen Korrektheit.
Im Forum Romanum wird ein korrekter Weg gesucht, die Revolution auf männliche und weibliche Schultern zu verteilen.
Autor: Georg Hoffmann· 08.10.10 · 17:19 Uhr· 73 Kommentare
Sarko und das Cinema Paradiso
Kategorie: Kultur
Frankreich ist Kinoland. Würde Frau Merkel sagen, dass sie gerne ins Kino geht, würde man an heitere Komödien und vielleicht "Das Leben der anderen" denken. In Frankreich ist Kino Kultur. Punkt. Wer nicht ins Kino geht, der liest auch nicht und hat keine Ahnung von Theater: Kurz, er spielt nicht mit den groszen Jungs und Mädchen.
Der Unterschied zu Deutschland geht noch weiter. Tatsächlich gewönne Frau Merkel absolut nichts, würde sie in einer PR Masznahme darauf hinweisen, dass Sie "La Strada" bewundert oder den dänischen Dogma 95 Stil für eine wichtige Erweiterung der filmischen Ausdrucksmöglichkeiten hält. Ein deutscher Kanzler sollte näher am Volke sein (ich sag nur Saumagen) und vor allem nicht zu sehr den Kulturmenschen heraushängen lassen.

Foto: Nicolas und Carla, beide stehend. Im Hintergrund eine Uhr.
Autor: Georg Hoffmann· 08.10.10 · 10:42 Uhr· 0 Kommentare
07. Oktober 2010
Der grosze Skandal der Stationshomogenisierung in Orland/CA nach StefanP
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 41
Etwas genervt von dauernden sinnlosen und ohne jeglichen Beziehung zum Thema stehenden Beiträgen von unserem Klimaskeptiker StefanP, habe ich ihm vorgeschlagen, einem dieser "Beiträge" mal richtig auf den Grund zu gehen. Wenn diese Sache zur allgemeinen Zufriedenheit ausge-x-t werden kann, dann, so versprach mir StefanP mit zitternder Stimme, werde er in Zukunft das Verlinken von sinnlosen Käse unterlassen. Also, alle mitgemacht: Es lohnt sich!

Bild 1: Das spektakuläre Bild der Wetterstation in Orland nach Anthony Wattsup.
Autor: Georg Hoffmann· 07.10.10 · 17:00 Uhr· 41 Kommentare
Vom Wirken und Geschichte der Klimaskeptker - Der Spiegel berichtet
Kategorie: Politik · Kommentare: 383
Von der Druckversion jetzt auch in die Online Version gewandert: Ein Artikel zu den Klimaskeptikern und ihrer jüngsten WIrkungsgeschichte in Deutschland. Ganz lesenswert und unterhaltsam. Vielleicht sei noch angemerkt, dass von seiner nun nicht gerade besonders erhellenden Arbeit der letzten Dekaden (kein Ozonloch, kein Krebs durch Tabak und kein zusatzlicher Treibhauseffekt) abgesehen mir Singer immer als ziemlich cooler Typ vorkam. Das Foto jedenfalls ist sehr sympathisch. Warum nun gerade die FDP meint Wissenschaftsberatung bei coolen 86-jährigen mit zweifelhafter Politikberatungsgeschichte einholen zu müssen, bleibt unklar. Andererseits ist Helmut Schmidt ja auch mittlerweile der Weisheit letzter Schluss. Vive la vieillesse!
Autor: Georg Hoffmann· 07.10.10 · 11:45 Uhr· 383 Kommentare
05. Oktober 2010
Rekordticker - August 2010
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 65
Es sieht immer schlechter aus mit meiner Wette auf das Jahr 2010 als das wärmste je gemessene Jahr. La Niña macht einfach so weiter und kühlt die Südhemisphäre ohne Rücksicht auf meine Wette ab. Die Nordhemisphäre ist auch im leicht kühleren HadCRU
eindeutig auf Rekordkurs, die SH sieht aber schlimm aus. Ein Sprung auf den roten Balken (siehe Bild 1) für den Rest des Jahres scheint unmöglich.
Letzte Hoffnung GISS Datensatz. Auch der August bleibt ungefähr auf dem Niveau des roten Balkens, d.h. der Temperatur, die im Mittel für den Rest des Jahres nötig ist, um 2010 zum wärmsten Jahr zu krönen. Aber es wird knapp. Seeehr knapp.
Hier nochmal die kurze Erklärung zu den Grafiken:
Blau: Das jeweilige Rekordjahr des jeweiligen Datensatzes
Gelb: Mittel der Monate des laufenden Jahres (2010).
Rot: Wo der Rest des Jahres landen muss, um den Rekord zu brechen.

Bild 1: Global HadCRU
Autor: Georg Hoffmann· 05.10.10 · 13:33 Uhr· 65 Kommentare
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