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Georg Hoffmann hat an der Ruhr-Universität Bochum Physik studiert und anschliessend am Max-Planck Institut Hamburg mit einer Arbeit zu Tracern in globalen Zirkulationsmodellen, sogenannten "Klimamodellen", promoviert. Danach arbeitete er 15 Jahre in Paris am LSCE, Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement, zu verschiedenen Aspekten der Paleo-Klimatologie. Momentan forscht er im Rahmen eines gemeinsamen Projekt der Universität Utrecht, dem holländischen Weltraumzentrum SRON und dem holländischen Wetterdienst KNMI. Das Bild ist dem Stadionheft April 2004 des VFL Bochum entnommen und zeigt ihn mit der Vereinsfahne, die er einzig zu diesem Zweck quer durch die Antarktis geschleppt hatte. Tss. Unglaublich.

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Archiv Januar 2010

13. Januar 2010

Klimaschmock des Jahres 2009

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 37

So, die Entscheidung ist gefallen. In einem teils erbitterten Kopf-an-Kopf Rennen hat schliesslich Professor Gerhard Schulze die Nase vorn gehabt. Von 59 angegebenen Stimmen hat er schliesslich 27 aus sich vereinigen können. Glückwunsch von Primaklima zum KLIMASCHMOCK DES JAHRES 2009: Prof.Gerhard Schulze.
Ich kann letztlich dieser Wahl nur voll zustimmen und es bleibt mein Bauchgefühl, dass der berühmte Schmetterlingsatz Satz aus Schulzes Welt Artikel auf lange Zeit den Mount Everest der Klimaschmockerie darstellen wird. Hier nochmal Gerhard Schulze im Original mit dem Gewinnersatz:


Auf die Frage, warum eine so winzige Menge (CO2, Anm. GH) Bedeutung haben soll, gibt uns die Chaostheorie eine fast schon volkstümliche, wegen ihrer Poesie allseits beliebte Antwort: Weil der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Taifun auslösen kann.

Narrhallamarsch.

Der "Klimaschmock" hat ja einen schönen Erfolg und die Bewerbungen um den jeweiligen "Klimaschmock des Monats" reissen nicht ab. Aber sind alle Klimaschmocks gleich oder sind einige vielleicht gleicher als die anderen. Primaklima will es genau wissen. Le Grand Prix d'Eurovision de Klimaschmock chez Primaklima est parti. Wählt und führt euch nochmals die schönsten Momente der Klimaschmockerie dafür vor Augen.

Rocky.jpg

Gesucht: Klimaschmock des Jahre 2009

Klimaschmock des Monats Oktober: Frank Ochmann vom Stern möchte das Wohl und Wehe der Klimamodelle an arktischen Temperaturen im frühen Eozän festmachen.

Klimaschmock des Monats November: Soziologieprofessor Gerhard Schulze belegt, dass die ganze Klimaphysik irgendwie mit Schmetterlingen zu tun hat.

Klimaschmock des Monats Dezember: Reductio ad Hitlerum oder warum nicht jeder, der anderer Meinung zu einem Thema ist, gleich ein Stalinist sein muss, sondern erst wenn er auch noch einen komischen Bart trägt.

Primaklima denkt bereits über eine entsprechende Urkunde nach, die den/die Preisträger auch in angemessener Form würdigen. Sponsoren wurden bereits kontaktiert, um einen angemessenen echten Preis auszuschreiben

PS Mein erster Poll. Ich hoffe das funktioniert auch.


Autor: Georg Hoffmann· 13.01.10 · 15:47 Uhr· 37 Kommentare

12. Januar 2010

Klimaschmock des Monats Dezember

Kategorie: Politik  ·  Kommentare: 68

Es gab eine Reihe sehr ernsthafter Bewerbungen für den Klimaschmock des Monats im Dezember. Jörg hat einige der Einsendungen vorsortiert und ordentlich Werbung für die verschiedenen Kandidaten betrieben. Auch auf internationaler Ebene gab es sehr hoffnungsvolle Präsentationen beim Casting. Insbesondere die TV-Wetteransager hielt es kaum noch vor ihren Karten und so bekommt man von Donald Bäcker jetzt zusammen mit dem Islandtief und seinen Ausläufern auch eine zwei Minuten Analyse zum Klimageschehen geliefert, die der klimaskeptische Teil der Menschheit als "mutig" feiert und der eher naturwissenschaftlich-physikalische Teil als etwas fragwürdig empfindet.
Trotzdem konnte auf der Zielgerade dann doch noch ganz klar die "Reductio ad Hitlerum" respective "Reductio ad Stalinensis" einen allseits gefeierten Sieg erringen. Hier noch einmal Godwins Law im Original: "As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches 1."

AllenBananas.jpg
Bild 1: Nur notdürftig durch einen Bart getarnt, erklärt Stefan Rahmstorf hier, wie die Klimaguerilla agieren wird. Krieg den Kohlekraftwerken, Friede den Solarzellen!


In der Klimadiskussion ist dieses Vorgehen an sich ein alter Hut, wir leben aber in der Zeit des Recyclings und so muss die ewig gleiche "Ihr-seid-alle-Nazis/Stalinisten-Sauce" immer und immer wieder aufgewärmt werden: Wer sich für Reduktionen von CO2 Emissionen ausspricht, ist ein Klima-Nazi. Wer meint, dass das infrarote Absorptionsvermögen von mehratomigen Molekülen hinreichend bekannt ist, ist ein Klima-Faschist. Wer aus theoretischen und empirischen Überlegungen meint, man könne die Klimasensitivität abschätzen, gehört zur Klima-SS. Wer gar meint, dass eine Vita, wie die von Fred Singer, in der der Betreffende ohne die geringste Expertise in der entsprechenden Materie erst vom sicher unschädlichen Einfluss von FCKWs aufs Ozonloch und dann vom sicher nicht-existierenden Einfluss von Tabak auf so etwas wie Lungenkrebs schwadroniert, einem nicht wirklich Vertrauen einflösst, wenn dann auch noch der sicher nicht-existierende Einfluss von Treibhausgasen aufs Klima hinzugefügt wird, der ist eben ein Klima-Stalinist. Und so weiter, und so fort. Wer auch immer meint, es gäbe Erkenntnisse, hinter die man nicht mehr unnötig und freiwillig zurückfallen sollte, der ist eben ein "-ist", entweder Fasch-, Kommun- oder Totalitar-ist. Oder noch einfacher, man schmiert dieses Schildchen gleich an einfach jedem an den Hut, dessen Meinung einem nicht passt.

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Autor: Georg Hoffmann· 12.01.10 · 13:49 Uhr· 68 Kommentare

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