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Georg Hoffmann hat an der Ruhr-Universität Bochum Physik studiert und anschliessend am Max-Planck Institut Hamburg mit einer Arbeit zu Tracern in globalen Zirkulationsmodellen, sogenannten "Klimamodellen", promoviert. Danach arbeitete er 15 Jahre in Paris am LSCE, Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement, zu verschiedenen Aspekten der Paleo-Klimatologie. Momentan forscht er im Rahmen eines gemeinsamen Projekt der Universität Utrecht, dem holländischen Weltraumzentrum SRON und dem holländischen Wetterdienst KNMI. Das Bild ist dem Stadionheft April 2004 des VFL Bochum entnommen und zeigt ihn mit der Vereinsfahne, die er einzig zu diesem Zweck quer durch die Antarktis geschleppt hatte. Tss. Unglaublich.

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Archiv August 2009

27. August 2009

Klimawandel und Fischerei - The rise of slime

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 8

Wie hält es eigentlich der Fisch mit dem Klimawandel? Aus dem weitgehend fischfreien Bochum stammend (ich kann mich eigentlich nur an Matjes mit Bratkartoffelln in meiner Kindheit erinnern) habe ich mich im Laufe der Jahre immer mehr der Küste genähert und verputze jetzt in schöner Regelmässigkeit Seebarsch, Goldbrasse, Gambas, ... Wie sieht es also mit dem Fisch momentan und in der Zukunft aus und spielt der Klimawandel dabei eine Rolle?

Der IPCC gesteht ziemlich klar, wie schwierig es ist, den Einfluss steigender Temperaturen von den vielen anderen Faktoren zu trennen, die das jeweilige regionale Ökosystem beeinflussen und an deren Spitze meist die Fischarten sitzen, die wir bevorzugt konsumieren. Was also sagt der IPCC (Kapitel 4 und 5 im zweiten Teil des AR4) ?

1) Die globale Fangmenge (1% weniger seit 97) und die Fischmenge, die in Fischzuchten "produziert" wird (59% mehr seit 97), nähern sich weiter an (93Mt vs. 82Mt). Das hört sich erstmal nach einer guten Nachricht an, da dadurch ja offensichtlich der stark befischte, manche sagen rettungslos überfischte, Ozean entlastet würde. Leider geht diese stabile (was den natürlichen Fang angeht) , respektive steigende (Fischzucht) Statistik zu einem nicht gerade kleinen Teil auf die Statistiktricks vieler Länder, insbesondere Chinas, zurück. Die betroffenen Länder versuchen so für Investoren attraktiver zu werden. Nicht vergessen: Die Fischerei ist ein Multi-Milliarden Dollar Geschäft. Reg Watson und Daniel Pauly konnten so in einer in Nature veröffentlichten Studie zeigen, dass die FAO Statistiken insbesondere durch China massiv beeinflusst sind, was dann auch dazu führte, dass mittlerweile die FAO in all ihren Statistiken China immer gesondert aufführt.


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Bild 1: Weltweite Fiaschfangmenge in Millionen Tonnen. Die ca. 92 Millionen Tonnen im Jahr 2006 entsprechen einem Wert von 91 Milliarden US Dollar.

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Autor: Georg Hoffmann· 27.08.09 · 13:00 Uhr· 8 Kommentare

25. August 2009

"Die Welt" recherchiert die ganze Wahrheit zur Sparbirne

Kategorie: Umwelt  ·  Kommentare: 102

Die Glühbirne geht von uns, für immer. Sie wird auf dem Altar blinden Klimaaktionismus einer grün-kommunistischen Birnenschickeria geopfert, die skrupellos ihre Sparlampen-Eigeninteressen durchsetzt. Pfui.
Dies ist ein letzter Appel diesen Wahn zu stoppen. Bald wird der letzte Faden verglühen und die Welt ins bläulich-kalte Licht, Marke "Zentral-WC des Berliner Hauptbahnhofs", getaucht werden. Das tut weh. Wie ja jeder weiss, gibt es keinen Klimawandel, ja nichtmals einen Grund ihn anzunehmen und noch weniger daher einen Grund in irgendeiner Form, Energie zu sparen. Allein das schon mal vorneweg. "Die Welt" und ihre wissenschftlichen Spitzenkräfte, namentlich z.B. Uli-der-Norpol-friert-gerade-wieder-zu-Kulke , stemmt sich ja schon eine Weile tapfer den kommunistischen Klimahorden entgegen.


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Bild: "Die Welt" fand heraus. Die Sparbirne kann sämtliche Zivilsationskrankheiten verursachen. Sämtliche. Diabetes, Herzinfakt, Prostatakrebs, Osteoporose, Rechtschreibschwäche und Makuladegeneration. Arrrgh.


Jetzt also die kleine unschuldige Glühbirne. Kurz vor deren Ausscheiden aus dem öffentlichen Handel, hat "die Welt" noch einmal wichtigen investigativen Journalismus bewiesen. Schon ein zaghaftes Anfragen bei den medizinischen Fachkräften der Nation brachte die ganze Wahrheit über die blau-kalte Sparbirne zum Vorschein. Nein, nicht dass sie irgendwie hässliches Licht machte (das ist ja sowieso klar), sie begünstigt doch tatsächlich "fast alle zivilisatorischen Erkrankungen bis hin zu Krebs ". Lampenfolgenexperte Dr.Wunsch teilte "der Welt" die Wahrheit über die Sparbirne mit:

Die Sparlampe dagegen sei gefährlich, weil sie zu einer fehlgesteuerten hormonellen Anpassung mit weitreichenden Folgen führen könne. „Bei falschem Umgang kann das Auftreten fast aller zivilisatorischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf Erkrankungen, Diabetes, Osteoporose und Störungen des Immunsystems begünstigt werden". Auch könnte das Licht das Risiko für Brust- und Prostatakrebs erhöhen.

Nichts weniger als das: osteoporotischer diabetischer Kollaps des Immunsystems bei gleichzeitigem Herzinfakt mit Prostatakrebs. So kann's gehen, wenn man die Sparbirne unsachgemäss benutzt. Aber wie benutzt man Birnen eigentlich unsachgemäss? Ich dachte immer, man dreht sie in die Lampe und drückt dann auf den Schalter? Vielleicht verschlucken oder ins Ohr drehen? So oder so, die kleinste Fehlbedienung und SÄMTLICHE bekannten Zivilisationskrankheiten stehen Schlange, um uns gründlich fertig zu machen. Welche Wahnidee mit einer anderen Art und Weise aus Elektrizität Licht herzustellen als mit einem Metallfaden im Vakuum. Osram, bitte, lass uns nicht alleine!

Doch damit nicht genug. Als wenn die Zivilisationskrankheiten nicht schon reichten. Augenexperte Dr. Lachenmayr verriet "der Welt" auch, dass Sparbirnen das verstärkte Auftreten von Makuladegenerationen provozieren können. Ja, genau, Makuladegenerationen. Wie kennen Sie nicht? Meine Herren. Wenn die Makula degeneriert, ist doch klar. Tsss.

Bevor also auch meine Makula den Bach runter geht, noch eine letzte Frage an "die Welt" und die von ihr befragten Experten. Seit bald 15 Jahren (oder noch länger) gibt es jetzt Sparlampen im Handel. Wie konnte dieser organisierte Wahnsinn vom kritischen Journalismus "der Welt" und anscheindend von den befragten Experten unbemerkt und ungetadelt so lange Wüten und die ganze Wahrheit, ach, zu spät, erst jetzt anlässlich des Verschwinden der 100 Watt Birne (Stichtag 1. September), das Licht des Tages erblicken. Ein Gesundheitsdesaster von einigen Tschernobyl pro Woche und keiner tut was. Wieviele Leben hätten von einer Erin Brockovitch der Sparbirne gerettet werden können?

Jetzt aber mit brüchiger Makula und makulater Prostata bleibt nur noch der Hamsterkauf beim Osramhändler. Bald schon gibt es nur noch illegalen Glühbirnenverkauf, erst unter der Theke und dann in Rotlichtvierteln (sic!) am Hafen. "Hey, Osram, Osram, 60 Watt" wird der genau so illegale Einwanderer an der Strassenecke einem zuzischeln. Und wir werden zahlen, einfach um dem Herzinfakt und der Diabetes noch ein paar Jahre zu entkommen. Klimaschutz und Birnenmafia haben es so gewollt.


Autor: Georg Hoffmann· 25.08.09 · 18:44 Uhr· 102 Kommentare

Die deutsche Beluga Reederei nutzt als erste Handelsschifffahrtslinie die Nordost Passage

Kategorie: Technik·Umwelt  ·  Kommentare: 12

Die kommerzielle Nutzung der Arktis steht erst an ihrem Anfang und der Klimawandel spielt eine wichtige Rolle dabei. Spiegel Reporter Christoph Seidler schrieb bereits eine Serie von Artikeln zum Thema "Der Run auf die Arktis" und Primaklima berichtete bereits mehrmals darüber (hier und hier). Sein jüngst erschienenes Buch "Arktisches Monopoly" wird ebenfalls hier in Kürze besprochen. Daher jetzt nur ein Aspekt dieses "Monopoly".

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Bild 1: Die Beluga Foresight vor Wladiwostok. MS „Beluga Foresight":48.27N 150.09E (heute, 24.08.2009 @ 08.00 Uhr deutscher Zeit, voraussichtliche Ankunft in Novyy Port / Yamburg: 06.09.2009)

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Autor: Georg Hoffmann· 25.08.09 · 11:51 Uhr· 12 Kommentare

21. August 2009

Richard Mullers Klimafettnäpfchen und die "Physik für alle, die mitreden wollen"

Kategorie: Naturwissenschaften·Themenwoche  ·  Kommentare: 18

Die im Urlaub gelesenen Bücher müssen aufgearbeitet werden und so gibt es jetzt einige Rezensionen. Ich fange an mit einem Buch, was hier auf Scienceblogs von Jörg schon mal und recht positiv besprochen wurde. Ebenso hier auf der englischen Seite von Scienceblogs. Und da beide Besprechungen detailliert und schön und positiv sind, werde ich auch kurz erklären, warum ich noch eine Rezension schreibe.

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Bild 1: Hier rum geht's. Richard Mullers Buch "Physik für alle, die mitreden wollen".

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Autor: Georg Hoffmann· 21.08.09 · 14:28 Uhr· 18 Kommentare

20. August 2009

Zurück aus den Ferien

Kategorie: Kultur  ·  Kommentare: 12

So, es wird wieder gepostet, dass die Schwarte kracht. Endlich wieder Computer, Physik und Klima. Aber bevor es los geht, müssen alle durch die obligatorische Urlaubs-Dia-Show ("Nur noch 200 Dias, dann haben wir die Malediven durch").
Frage ist also, wo komme ich auf dem Foto oben nach 300 km Schwitzen und Blasen so gross wie Tennisbälle an?

DSC02977.JPG

Hoy en dia esta comprension es lo mas precioso que poseo en mi vida; me permite hacer cualcuier cosa y me acompañara siempre.
Am heutigen Tage ist diese Erkenntnis die wohl wertvollste, die ich in meinem Leben besitze; sie erlaubt mir, alles, was auch immer, anzugehen und sie wird mich auf immer begleiten.
Paulo Coelho


Autor: Georg Hoffmann· 20.08.09 · 09:31 Uhr· 12 Kommentare

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