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Profil
Georg Hoffmann hat an der Ruhr-Universität Bochum Physik studiert und mit einem Thema aus der theoretischen Kernphysik, bzw Quantenfeldtheorie diplomiert. Anschliessend hat er am Max-Planck Institut Hamburg mit globalen Zirkulationsmodellen ("Klimamodellen") gearbeitet und sich im Rahmen seiner Doktorarbeit mit der Modellierung von isotopischen Spurenstoffen beschäftigt. Seit der Fussballweltmeisterschaft 98 lebt er jetzt in Paris und arbeitet dort am LSCE (Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement) zu verschiedenen Aspekten der Paleo-Klimatologie. Seine Spezialgebiete umfassen die Rekonstruktion des Klimas der letzten 1000 Jahre und die Kopplung des Kohlenstoffzyklus an die Klimaentwicklung auf Paleo-Zeitskalen.
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Kategorien
Archiv Januar 2009
27. Januar 2009
Klaus tobt in Südfrankreich
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 31
Ich schreibe praktisch nichts zu irgendwelchen Wetterereignissen von der Sorte: Schnee in Teheran oder, wie vorgestern, also mitten im Winter, überraschende +5°C in unserer Grönlandstation Ivittuut. Nicht, dass es nicht manchmal nette Kuriosa gäbe (Kamele im Schnee, Robben beim Sonnen etc.) , die man posten könnte.

Bild 1: In Frankreich läuft die Energieversorgung fast ausschliesslich über den Strom. 2 Millionen Haushalte waren ohne Strom.
Autor: Georg Hoffmann· 27.01.09 · 15:02 Uhr· 31 Kommentare
23. Januar 2009
Die Sonne und wie sie das Klima kontrolliert
Kategorie: Naturwissenschaften · Kommentare: 180
Einer der treuesten klimaskeptischen Anhänger von Primaklima behauptete in einem seiner zahlreichen Beiträge folgendes:
Vor allem dass 2008 global ein eher kaltes Jahr war, nach einer Periode sehr warmer Jahre, deutet auf den direkten und sehr schnellen Einfluss der Sonnenaktivität hin. Und wie wir eben gerade dieses Jahr sehen, vor allem AUCH GLOBAL.(gross geschrieben vom Skeptiker)

Grafik 1: Sunspots (von der NASA)) und HadCRU Daten .
Na und da dachte ich mir, da schaun wir doch mal nach. Die Physikverweigerer in Sachen Klimawandel sind ja normalerweise eher Freunde blumiger Sprache und versuchen, ähnlich wie die Anhänger der Parapsychologie, sich durch Schwammigkeit jeder Überprüfbarkeit zu entziehen. Hier aber liegt doch mal eine relativ klare Aussage vor. Sonnenaktivität soll, so unser Skeptikerfreund, global und direkt und schnell EInfluss nehmen.
Autor: Georg Hoffmann· 23.01.09 · 17:11 Uhr· 180 Kommentare
22. Januar 2009
Kids und Guinea Pigs
Kategorie: Kultur·Naturwissenschaften · Kommentare: 3
Auch Wissenschaftler lieben ihre Kinder über alles. Wohl wahr. Kein Grund jedoch die lieben Kleinen nicht auch ein bisschen in die wissenschaftliche Produktion mit einzuschalten, und zwar als Versuchsratten. Siehe hier in der NY Times.

Bild 1: Wenn der Papa Neurologe ist, sehen die Babybilder gleich viel lustiger aus.
Ich habe auch schon überlegt, was ich mit meiner Jüngsten anstellen könnte, etwa in der Art: Einfluss des Klimas aufs Breispucken beim Abendessen.
Autor: Georg Hoffmann· 22.01.09 · 13:16 Uhr· 3 Kommentare
15. Januar 2009
Food Crisis
Kategorie: Naturwissenschaften·Umwelt · Kommentare: 123
Sein wir ehrlich. Niemand wird in den Krieg ziehen oder emigrieren, weil die Biodiversität seines Landes durch global warming bedroht ist. Wahrscheinlich (aber das ist schon ein wenig unsicherer) wird auch niemand, zu solchen Verzweiflungstaten greifen, wenn ein Teil seiner Küstenstädte in den Fluten des steigenden Meeresspiegels untergeht. Aber wann könnte es bei den Menschen denn nun bei den möglichen Folgen des Klimawandels wirklich an die Substanz gehen ? Klar, bei dem, was letztlich auch jetzt schon das grösste Problem der Menschheit darstellt : Beim Hunger.

Bild 1: Missernte in Mali.
Eine jüngst in Science erschienene Studie des Klimaforscher David Battisti und der Agrarexpertin Rosamund Naylor beschäftigt sich mit dieser potentiell drängendsten Konsequenz des Klimawandels. Dabei muss man wissen, dass die Nahrungsmittel-Produktion lange überhaupt nicht auf der Liste der möglichen Probleme stand, oder doch zumindest nicht weit oben. Grund dafür ist , dass der direkte Einfluss steigender CO2 Konzentrationen auf die Pflanzenproduktivität weit stärker und positiver angenommen wurde. Für Pflanzen ist das CO2 Grundnahrunsmittel und ein Anstieg der atmosphärischen CO2 Konzentration wirkt auf Pflanzen erstmal wie Wachstumsdoping. Dies passiert nicht nur durch den direkten Einfluss des CO2 auf die pflanzliche Photosynthese, sondern auch durch den positiven Einfluss des CO2 auf den Wasserhaushalt von Pflanzen, die zumindest über einen Teil des Jahres unter Wasserstress stehen. Soweit, so erfreulich: Bliebe alles, alles so wie es ist und nur das CO2 stiege an, könnte die Welt ziemlich optimistisch in die Zukunft schauen. Aber da war doch noch was? Richtig, mit dem CO2 wird sich auch das Klima ändern und dann wird die Sachen für Pflanzen schon deutlich komplizierter.
Autor: Georg Hoffmann· 15.01.09 · 17:44 Uhr· 123 Kommentare
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